Götz Alsmann
Shownotes
Götz Alsmann wurde 1957 – zu einer Zeit, als Konrad Adenauer noch Bundeskanzler war - in Münster geboren, wo er auch heute noch lebt und bekennender Fan & Mitglied des SC Preußen Münster ist. Schon mit 14 Jahren steht er auf der Bühne und gründet 1972 die „Heupferd Jug Band“. Nach dem Abitur und Wehrdienst studiert er an der Wilhelms-Universität Musikwissenschaften, Germanistik und Publizistik und schließt 1984 sein Studium mit der Promotion zum Dr. phil. ab. Seit 1985 ist er mit dem Hörfunk verhaftet als „Professor Bop“ und moderiert Magazine, Late Night Shows, Musiksendungen, Comedy Shows. 2011 wird er Honorarprofessor für Popularmusik an der Uni Münster und moderiert bis 2016 zusammen mit Christine Westermann 30 Jahre lang die Kultshow „Zimmer frei!“ im WDR. Der bekennende Nostalgiker, Publikumsliebling und musikalische Tausendsassa mit der prägnanten Haartolle beweist nicht nur seit Jahrzehnten Entertainerqualitäten. Auf seinem aktuellen Album „…bei Nacht…“ beweist der Vollblutmusiker und promovierte Musikwissenschaftler einmal mehr sein Faible für verspielt arrangierten Jazz & erlesene Preziosen der Schlagergeschichte und sorgt auf der gleichnamigen Tournee auf humorvolle Weise für ausverkaufte Konzertsäle.
Playlist 25.10.26 Vico Torriani – Domino Barbara Lewis - Hello Stranger Marcos Valle - A Resposta The Four Freshman - It’s a blue World Al Brown & His Tunetoppers - Madison Party Bibi Johns & Gunnar Winckler - Das Schiff geht in See heute Nacht Henri Salvador - C’etait Hier Götz Alsmann feat. Til Brönner - Wir woll'n doch nicht so tun
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00:00:03:
00:00:05: Wer nicht da ist, wird nicht viel lernen.
00:00:08: Das ist das Problem und als Dozent steckst du sehr viel Energie in deine Seminare, in deine Vorlesungen.
00:00:14: wenn du es ernst meinst, wenn du wirklich was vermitteln möchtest Wenn du den Job gerne machst und freust dich Ja, wenn nicht nur ältere Herrschaften mit Tagesfreizeit da sind die Studien im Alter betreiben Und gerade in den sogenannten Orchideenfächern wie man so schön sagt Klaffen da oft gähnende Lücken.
00:00:31: Ich finde dass sehr sehr bedauerlich gerade in einem Land, in dem der Steuerzahler dafür sorgt dass Menschen kostenlos studieren können.
00:00:39: Ich war der erste, der allererste in meiner Familie den dieses Privileg zuteil geworden ist und ich habe gelernt das wertzuschätzen.
00:00:46: Und wenn man damit umgeht wie mit einem gratis Werbegeschenk Wenn es die Wertschätzung eines Wegwerfartikels hat dann finde ich das skandalös Wirklich skandalös, wir sprechen von Bildung.
00:01:07: Heute zu Gast in der Hörbarust, der Musiker Götz Alsmann.
00:01:12: Ich freue mich sehr, dass du deinen Weg aus Münster immer nach Münster hier nach Berlin.
00:01:17: Du bist gar nicht so häufig in Berlin?
00:01:19: Ich bin eigentlich nur in Berlin wenn ich hier Gastspiele habe oder demnächst wieder wenn wir ein neues Album produzieren weil wir unser drittes Album in Folge in Berlin aufnehmen.
00:01:29: Aber tatsächlich Berlin ist für mich eine sehr gerne angesteuerte Adresse oder ein angesteuertes Ziel, aber wirklich nur wenn ich beruflich hier zu tun habe.
00:01:38: Was mit einer gewissen Regelmäßigkeit passiert?
00:01:41: Ja was niemanden verletzten oder überraschen wird... Du kannst da ganz offen sein!
00:01:46: Aber ist es dann auch so, wenn du wieder wegfährst, dass du froh bist wieder raus zu sein?
00:01:51: Ach ich bin mit dieser Ambivalenz gesegnet oder von ihr geschlagen, dass ich will nicht zu Hause immer ein gewisses Fernweh verspüre und wenn ich unterwegs bin mit einem gewissen Heimweh.
00:02:03: Deshalb werde ich ein paar Tage in Berlin warme also es ist selten mehr als eine Woche dann zieht's mich auch tatsächlich wieder nach
00:02:11: Haus.
00:02:11: Abgesehen davon das das sehr poetische Aussage ist finde ich aber was sagt das denn?
00:02:17: über dich aus, dass du eigentlich an keinen Platz so richtig zur Ruhe kommst?
00:02:22: Ja das ist es wahrscheinlich.
00:02:23: Also ich freue mich immer auf mein Zuhause und das ist in meiner Vorstellung auch mein idealer Ruheplatz.
00:02:29: aber es gibt ja diesen überbemühten Spruch vom alten Zirkuspferd irgendwann dann musst Du wieder vieren und die Mähne mit ein bisschen Zugluft versehen lassen und musst raus von Publikum.
00:02:42: Und das geht natürlich zu Hause nicht.
00:02:44: Aber ich habe irgendwann festgestellt, dass mehr als drei aufeinander folgende Konzerte so sehr in die Kraft gehen.
00:02:53: Dass ich irgendwann gesagt habe, was auf Leute?
00:02:55: Ich möchte lieber zwei mal drei als einmal vier Konzerte machen.
00:03:00: Also nicht weniger.
00:03:01: aber die Schlacht
00:03:02: hat etwas anderes rotieren.
00:03:04: und ja und so kommt es oft das wir dann sehr weite Reisen machen für verhältnismäßig wenig Konzierte.
00:03:10: Ich glaube das, oder ich kann mir vorstellen sowieso dass es einem gut tut und ich bewundere aufrichtig alle Leute die so auf Tournee gehen.
00:03:18: Und die dann auch wirklich wissen sie haben jetzt Termine bis ins nächste manchmal sogar übernächste Jahr und man weiß dann pro Monat sind das möglicherweise zwanzig Auftritte in der Peak Time.
00:03:30: eine junge Band will alle Festivals mitnehmen dieses idealisierte Popstar oder Rockmusiker, oder was auch immer sein.
00:03:38: Oder Musiker sein?
00:03:39: Oder Musikerin sein?
00:03:40: Das ist extrem anstrengend glaube ich!
00:03:44: Das ist natürlich extrem anstringend.
00:03:45: Dazu kommt aber gerade wenn du eine junge Band bist und es sich um junge Musiker und Musikerin handelt das die natürlich alles mitnehmen was noch so im Subtext mitschwingt.
00:03:56: Denn natürlich alle die in einer Form sagen wir mal Rockmusik machen haben selbstverständlich in ihrer Jugend viel zu viele Rolling Stones Bücher gelesen
00:04:03: Vielleicht.
00:04:04: Und das ist oft anstrengender als die Musik und ich weiß genau, wovon ich spreche.
00:04:09: Du hast deine Musikleste innerhalb von wenigen Minuten zusammengestellt?
00:04:16: Wusstest du, du musst dich schnell entscheiden damit du nicht verloren gehst in all deinen... ...in dein aufklappbaren Enzyklopidinen im Kopf oder...?
00:04:24: Mir fällt das sowas, fällt mir leicht.
00:04:27: Es sind nicht immer unbedingt Lieblingsstücke aber es sind Stücke aus meinen Lieblungsmusikbereichen.
00:04:33: Ich habe darauf verzichtet, Opernarien aufzuführen mit Rücksicht auf unser Publikum hier.
00:04:38: Aber ich liebe zum Beispiel diese sehr alten Schlager und dann liebe ich die Stimme von Vico Toriani dem zu Unrecht verlachten Troubadour der Spießer wie man früher gesagt hat.
00:04:49: Und ich habe ein sehr früheres Werk von ihm ausgesucht wo man wirklich seine Glockenreine fantastische Stimme hört, die er als junger Mann hatte.
00:04:57: Es ist mir sehr leicht gefallen etwas von Sängern auszusuchen, deren Stimme ich einfach bewundere.
00:05:04: Der Traumbremi mitreist und dann hast du ja freundlicherweise noch die Bitte ausgesprochen oder ich sollte eins von meinen eigenen Stücken nehmen.
00:05:12: da ist mir die Auswahl gerade weil ich hier in Berlin bin heute sehr leicht gefallen mit einem Berliner Freund der auf der Aufnahme mitgewirkt hat.
00:05:20: Dann fangen wir doch an mit Vicko Toriani.
00:05:22: Ist das nicht der Bruder vom Katharina Valente gewesen?
00:05:28: Katharina Valente war ja tatsächlich Italienerin und Vico Toriani war Schweizer, hieß eigentlich Viko Ochsens.
00:05:35: Und wurde bekannt als unter anderem als Duettpartner von Lala Andersen und Margote Hilschert zwei weitere große Künstlerin die ich sehr verehrte.
00:05:45: und Vigo Toriani hatte wirklich eine Eine einmalige lupenreine, glockenreine Stimme.
00:05:52: Und ich habe Domino von ihm ausgesucht weil er es zweisprachig singt.
00:05:55: Domino ist ein berühmtes französisches Chanson aus den frühen fünftiger Jahren das es in mehreren deutschen Fassungen gab.
00:06:02: Ich hab mich auch mal einer versucht und er spielt es in so einem Müsettwalzer-Rhythmus wie es beispielsweise gedacht war und steigt dann um auf die französe Sprache die er als Schweizer natürlich beherrschte.
00:06:12: Das ist dieser Moment des Umstiegs.
00:06:16: als einen Moment, der wirklich ans Herz geht.
00:06:19: Aber er war nie der Bruder von Katharine?
00:06:21: Er hat es nie geschafft, der Brudder von Katharina Dahl.
00:06:23: Die komme ich denn darauf!
00:06:26: Das waren natürlich Silvio Francesco... Ach
00:06:28: Mann!!!
00:06:28: Aber wie toll, dass du das weißt!
00:06:29: Silvio Francesco
00:06:31: auch ein sehr unterbewerteter Künstler.
00:06:33: Nicht nur eine vorhandener Sänger und Tänzer sondern obendrein noch ein phänomenaler Klarinetist und Saxophonist.
00:06:39: Das ist immer ein bisschen untergegangen weil er sehr häufig im Windschatten seiner Schwester auftrat Und dann war er halt der damit ihr ein bisschen gesteppt hat und auch mal bis mit Taro oder Klarinette gespielt hat.
00:06:48: aber die Musikgeschichtsschreibung muss was Silvio Francisco anbetrifft nochmal ganz neu geschrieben.
00:06:55: Wie viele Leute haben?
00:06:56: Ich hab dich schon mal darauf angesprochen.
00:06:58: Götz, wenn ich jemals im Finale von wer wird, Millionärsitze und ich muss irgendwas ... Darf ich dich anrufen?
00:07:03: Du bist bestimmt schon gefragt worden.
00:07:04: Einmal ja!
00:07:06: Und bist du auch schon angerufen worden?
00:07:07: Nein, meine Wissensgebiete fanden nicht statt.
00:07:11: Schade...
00:07:32: Weine nicht, wenn die
00:07:34: Menschen nichts taugen.
00:07:55: mit dem beschäftigt haben oder beschäftigen, was ich gemacht habe oder mache.
00:07:58: Wir wissen natürlich, dass ich gemeinhin als eitler Fatzgegelte und sehr viel Wert auf Kleidung lege aber ich interessiere mich einfach
00:08:05: auch sehr für Kleidungen.
00:08:06: Lass uns das mal klären!
00:08:07: Was ist...was bedeutet Eitelkeit?
00:08:10: Eitelheit heißt auf jeden Fall, dass man sehr viel Sorgfalt in seinen äußeres legt und Eiteligkeit wird ...das muss sich feststellen von vielen als negativer Begriff interpretiert.
00:08:22: Ich interpretiere es überhaupt nicht als negativa Begriff, eine gewisse Eitelkeit gehört sowieso dazu sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
00:08:28: das gilt für Musiker und Sängerinnen und Schauspieler und Politiker und was immer du willst.
00:08:34: jeder der sich die Öffentlichkeit begibt war zumindest bis vor einiger Zeit in der Regel auch mit einer gewissen Eiteligkeit gesegnet bis halt die komplette Schlampigkeit so um sich griff.
00:08:44: also die große Kultur Das große Kulturschism der zweiten Hälfte der sechziger Jahre.
00:08:49: Was
00:08:49: ist ein Schisme?
00:08:50: Es ist ein Brief aus der Religionskunde, das bedeutet wenn sich zweifindlich eine Glaubensrichtung aufspaltet Aha.
00:08:55: Ja?
00:08:55: Das ist das Schissma, also wenn ein Gegenparts ausgerufen wird oder der entscheidende Prophet ausbricht und macht was Neues.
00:09:04: Wenn die Kirche sich spaltet – das ist das Chissma!
00:09:07: Und es gibt da auch das große Schissmal in Sachen vegetarische Ernährung oder Rockmusik...
00:09:14: Ich habe das mal gehört aber ich habe's gleich wieder vergessen.
00:09:16: Es ist
00:09:17: nicht wie viele glauben einen Begriff aus der Gastrointellur.
00:09:20: Sehr schön.
00:09:23: Woran machst du das fest?
00:09:24: Wir haben jetzt die frühen Achtzigerjahre hinter uns.
00:09:29: Wann war das, als die Grünen gegründet wurden?
00:09:31: Das wird für dich eine richtig harte Zeit gewesen sein ... als sich selbst als Ökos bezeichnet haben, als sie so im Bundestag auftraten und so weiter.
00:09:42: Das hat ja wieder oder sagen wir mal so es hat sich ein bisschen eingependelt.
00:09:45: da laufen jetzt nicht mehr alle im Kostüm mit dem Anzug rum aber...
00:09:48: Ja ich bedauere das.
00:09:49: also der Bundestag war man muss man darf es nicht goldener darschen als es war.
00:09:54: Es waren sehr viele Hauptsächlich Männer im Bundestag, die in der Regel Anzüge trugen und die Anzügen waren nicht immer gut.
00:10:00: Nicht immer schön, nicht immer schick.
00:10:02: Die saßen nicht immer die Körperformen und die vorn des Anzugs hatten nicht immer direkt miteinander zu tun.
00:10:09: Die Krawattenauswahl meistens ja von den Frauen, der morgens bereitgestellt hat... traf auch nicht immer so richtig ins Schwarze, was das Verhältnis der Gravattenbreite zur Rewerbreite anging und das ist ja nun ein ganz entscheidender Punkt wie wir beide wissen.
00:10:24: Das hat nicht immer hingehauen aber im Großen und Ganzen fand ich wurde es doch der Seriosität dessen was da stattfand gerechter als es heute der Fall ist.
00:10:34: also wenn ich sehe dass Bundesrat Abgeordnete unter dem Sack und T-Shirt tragen oder ein Polohent vor der halbe Kragen unter dem Sacko und der andere Hälfte über dem Sacco ist.
00:10:44: Wenn ich sehe, dass sie in Jeans- und Turnschuhen auftreten einen Look, den ich besitze weder Jeans noch Turnschuh hatte, den pflege ich nicht mal immer in meiner freista Freizeit dann bin ich enttäuscht.
00:10:54: Ich denke das nur Bundeshaßebatte.
00:10:58: In Pflicht egal welchen politischen Kollör man hat, ein Anlass ist wo man wenigstens seinen Wahlkreis repräsentiert?
00:11:05: oder seine Partei repräsentiert, oder seine Meinung repräzentiert.
00:11:09: Und es fällt mir manchmal schwer eine Meinung zu akzeptieren die vorgetragen wird im Unterhemd und mit der Postelbereifung.
00:11:17: Und was entgegnest du den Leuten?
00:11:19: Die sagen aber das
00:11:21: kommt auch auf die Inhalte an.
00:11:23: Es kommt auch für ihre Präsentation an!
00:11:25: Der beste Vermittler von religiösen Inhalten war immer der best auftretende Prediger.
00:11:32: Die beste Werbung wird daraufhin designen, dass sie optisch überzeugt.
00:11:37: Ja aber
00:11:37: Jesus hat jetzt auch nicht so tolle Klamotten getragen?
00:11:40: Ich war nicht dabei!
00:11:42: Also wenn ich dir richtig informiert bin das ist ja nicht ein einziges Mal von einem Zeitgenoss im Bild nicht dargestellt worden.
00:11:47: wir wissen es nicht
00:11:49: genau.
00:11:50: du hast völlig recht.
00:11:51: also gehen wir zurück.
00:11:53: also Altigkeit können wir sagen is eine Art von Dankbarkeit.
00:12:01: Also ich finde, wenn man ein bisschen alt ist... Man muss jetzt nicht der Berliner der Fazge sein.
00:12:07: Aber wenn man einen bisschen alt und auf sich erachtet, es ist auch durchaus eine Respektbezeugung vor den Mitmenschen mit dem man was gemeinsam macht, mit denen man sich in der Öffentlichkeit sehen lässt.
00:12:18: Der Mitmensch lässt sich ja auch mit mir in die Öffentlichkeitssee.
00:12:20: Und dann möchte da vielleicht nicht ein Blut der Peinlichkeit abgeben.
00:12:24: Ich überlege gerade an wie weit man das auch... ... in puncto Selbstliebe oder Selbstpflege drehen kann.
00:12:32: Weil die alte Kat, glaube ich... Also die alte Katt hat keine gute Lobby wie du eben auch schon festgestellt hast.
00:12:37: es gibt so Begriffe Wenn man drüber spricht, sagen alle ja stimmt schon und sind wir alle.
00:12:43: Also es ist irgendwie ... Es hat was eher Unsympathisches wie so ein bisschen konzentriert wie Aroganz.
00:12:49: Aber mein Versuch das Wort zu retten.
00:12:50: Wir müssen ja ständig damit beschäftigt werden wieder zu retnen.
00:12:54: Ich finde das wichtig!
00:12:55: Mein Versuch dass retten ist in folgender Formel fest sementiert ich bin eitel aber uneitel genug ist zuzugeben
00:13:03: Das ist schön.
00:13:04: Das ist gut.
00:13:05: Das ist vielleicht das, was dieser Satz wird von mir bleiben würden.
00:13:08: Wenn
00:13:09: nichts
00:13:10: mehr da ist, erinnern sich die Menschen noch an
00:13:11: sie.
00:13:11: Hast du eigentlich so etwas?
00:13:14: Hast du dich mal hingesetzt und dir aufgeschrieben.
00:13:17: unabhängig davon... Also selbst wenn du nur neunundzwanzig wärst.
00:13:19: Ne, in neun und zwanzig würde ich dich nicht fragen.
00:13:20: mit neun-undvierzig würde Ich dich fragen ob du dir schonmal vorgestellt hast wie deine Trauerfeier ablaufen soll.
00:13:26: Ich habe nur eine Vorstellung was am Schluss für Musik laufen.
00:13:30: Das wird
00:13:31: niemand überraschen!
00:13:32: Die habe ich auch meiner Frau mitgeteilt.
00:13:34: und wählen sie macht das nicht.
00:13:38: Dann regnet,
00:13:38: dann komme ich aus der Kiste.
00:13:41: Okay gut dann spielen wir einfach jetzt den nächsten Song und dann fangen wir mal Dort an, wo dein Leben begonnen hat.
00:13:47: Mensch, wie reden wir denn jetzt über das Ende?
00:13:49: Das kann ja wohl nicht sein!
00:13:50: Hello Stranger kommt jetzt von Barbara Lewis.
00:13:53: Ja, das war so eine Eingebung des Augenblicks.
00:13:56: Barbara Lewis war eine Sängerin in der ganz frühen Soul-Zeit Anfang der Sechzigerjahre.
00:14:03: Sie gehörte etwas unterschätzten Soul-Szenen von Chicago an... Weil wenn man von Chicago Musik, sagen wir mal der fünftiger Jahre oder frühen sechzig Jahre spricht, denkt man immer an so Blues und sowas.
00:14:14: Aber es gab sehr viel mehr.
00:14:15: Es gab ganz tolle Jazzmusik dort auch moderne Jazzmusique.
00:14:18: Und es gab die Gesangskruppe The Dells Eine tolle Rhythmal Blues Rock'n Roll Gesanggruppe, die so ein bisschen Pech hatte.
00:14:25: Die hatte erst eigentlich Ende der Sechziger ihre ganz große Zeit und die Dells sollten dann die junger Sängerin Barbara Lewis unterstützen und dieses Lied Hello Stranger das ist überhaupt keine richtige Komposition!
00:14:36: Das ist mehr so ein Gefühl dass sich über zweieinhalb Minuten erstreckt.
00:14:39: sie hat eine wunderschöne Stimme und sie singen Hello Strangers Looks Like a My Delonter.
00:14:43: im Hintergrund singen die Dels so ein bißchen schräge Jazzharmonien und die ganze zeit gibt es so ne Hemmendorgel.
00:14:49: Das ist eigentlich die Hauptattraktion der Platte, diese Hammond-Orgel.
00:14:53: Und dann diese wunderbare Stimme von Barbara Louis, die ein bisschen einschläfert aber auch nicht so richtig.
00:14:58: im richtigen Moment hält sie einen wieder wach und wenn man denkt, jetzt wird es... Die ganze Süße von Barbara Louis' Stimme ist auch sehr viel.
00:15:06: Dann kommen die Dells wieder rein und singen was gerade noch passt und zwischendurch immer wieder dieser Hammond Orgel.
00:15:12: Für mich das eine der schönsten Platten aus dieser Epoche der frühen Soul Musik, die ich überhaupt
00:15:16: kenne.".
00:15:45: Der Musiker Götz Altzmann ist zu Gast und ich möchte nochmal wiederholen.
00:15:52: Wir haben so ein Social Media-Teaser gemacht, der mir festgestellt du gehörtest zu den ersten Gästen in den ersten Jahren.
00:15:57: In dem Jahr zwei tausend drei warst du hier zu Gast.
00:15:59: das ist wirklich.
00:16:00: seitdem gab es achzig Paradigmenwechsel was da alles passiert ist und etwas für einem Tempo.
00:16:08: Ich habe dich in Vorbereitung auf unser Gespräch heute relativ spontan darum gebeten zwei Fragen mitzubringen.
00:16:16: Irgendwelche an nichts festgemacht, vielleicht nicht unbedingt politisch habe ich gesagt?
00:16:20: Wenn ihr nichts einfällt okay aber wenn du eine Idee hast dann bringen sie mit.
00:16:27: Zwei Fragen die mich umtreiben und fangen mit der ersten andern war.
00:16:32: beide haben eine ähnliche Zielrichtung nämlich meinen Unverständnis über die allgemeine Entwicklung die ich betrachte.
00:16:37: Nicht politisch unterschwellig höchstes gesellschaftspolitisch.
00:16:42: Warum sehen wir hier in Deutschland der Vermüllung unseres Alltags tatenlos zu?
00:16:48: Der Vermüllungen unserer direkten Umgebung, der Vermüllung unserer Wohnviertel, der Vermüllung des öffentlichen Raums... Ich lebe in Münster das gilt gemeinden als eine wunderschöne lebenswerte Stadt und ich sehe auch dort Vermüllungsverwarlosung.
00:17:05: Und zwar in den Bereichen für die sich früher Nachbarschaften verantwortlich fühlten.
00:17:11: Der Raum des Alltags, der erweiterte Lebensraum des Alltag war früher auch irgendwie etwas auf das alle stolz waren und an dem alle mitgearbeitet haben.
00:17:21: Und heute muss ich feststellen kaum noch jemand fühlt sich zuständig für eine Baumgardine, für die Pflege eines... Vorgartens.
00:17:32: Es muss nicht geleckt sein, wie diese berühmt- und oft karikierten Wettbewerbe unser Dorf soll schöner werden oder sowas.
00:17:38: Das sind einfach nur ein bisschen Wertschätzung für eine schöne Umgebung oder wenn sie nicht so schön ist sich ein bisschen schöner zu machen.
00:17:46: In dieser Entwicklung stehe ich schon lange ratlos und verständnislos gegenüber?
00:17:52: Ja... Ich auch!
00:17:56: Und ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht Wie du sagst, ich möchte gar nicht das da irgendwas Genormtes bei rauskommt.
00:18:04: Also die Vorstellung dass sich alle auf eine Sache verständigen können wie etwas auszusehen hat habe ich gar kein Interesse dran.
00:18:14: Ich mag auch die Vielfalt und unterschiedliche Geschmäcke auch wenn ich manchmal wirklich schlucken muss was da so ist.
00:18:19: Es gibt hier zum Beispiel um die Ecke jemanden der sich die Mühe macht zwei Baumscheiben wie wir das nennen zu bepflanzen mit Den buntesten Blumen und Gartenzwerge dazwischenzustellen.
00:18:32: Und hier noch ein kleines Holzschild mit Hello, so eine Windmühle usw.. Ich finde das wahnsinnig hässlich!
00:18:37: Jedes Mal springt mein Herz vor Freude weil ich sehe und spüre und jeder der da vorbei geht auch und jede dass da jemand sich abgesehen von dem Geld... Das ist nochmal einen ganz anderen Schnack.
00:18:49: Sich die Mühe macht etwas zu begrühen, etwas zu verschönern und anderen eine Freude damit zu machen.
00:18:56: Das ist ja die Intention.
00:18:58: Also frage ich mich gut wie kann es denn sein dass auf jeden Fall in dieser Stadt über andere Städte weiß ich jetzt gar nicht so zu urteilen?
00:19:08: aber Ich habe das Gefühl die Antwort ist ne mangelnde Identifikation.
00:19:13: anders kann ich es mir nicht erklären.
00:19:16: Das was Berlin mal hatte, so dieses Icke und ich bin Berliner.
00:19:19: Und ich will mein Kind soll schön... Ich hätte
00:19:21: eine Berliner Großmutter!
00:19:22: Ich weiß genau, was du meinst.
00:19:24: Ich bin gar keine Berlinerin aber ... Als ich Berlin kennenlernte, dachte ich, die sind schon sehr eigen.
00:19:31: Die haben ihre eigenen Regeln so ein bisschen.
00:19:33: aber dieses Schroffe stimmt auch und dann herzlich stimmt auch.
00:19:36: natürlich verschiebt sich das alles.
00:19:38: Natürlich romantisiert man das.
00:19:39: Natürlich gibt es längst nicht mehr so viele Berlinerinnen wie früher oder sagen wir so eigentlich sind ganz viele hinzugekommen.
00:19:45: durch die Maueröffnung ist jetzt ja auch eine riesige Stadt geworden.
00:19:49: Aber wo sind wir dahingehend falsch abgebogen dass Leute sich eben Nicht mehr so sehr identifizieren, dass sie sagen.
00:19:58: Ach hier war gerade die BSR und offenbar waren die Plastikmültern zu voll.
00:20:04: Hier ist die Hälfte rausgeflogen.
00:20:06: Ich heb das jetzt mal auf.
00:20:09: Sondern man sagt sich wozu zahl ich Steuern?
00:20:11: Ich muss ja überhaupt gar nichts sauber machen.
00:20:13: Ja
00:20:14: also meine Schwiegermutter hat sich Mal darüber beklagt Dass eine Nachbarin ihren Hund immer in Ihren Vorgarten
00:20:19: Kacken lässt.
00:20:20: Das war das Wort, was mir gerade hier eingefallen ist und da hat sie gesagt es muss doch nicht sein dass ihr Hund in meinen Vorladen kackt.
00:20:26: Da hat sich gesagt wieso?
00:20:26: ich zahle doch hundesteuern vollkommen absurd eine nirgends irgendwo sich festmachen der Argumentations Kette.
00:20:35: Aber es ist eigentlich, ich würde es noch viel einfacher fassen, es gibt einfach eine unglaubliche Gleichgültigkeit allem gegenüber seinem persönlichen Umfeld gegenüber seiner Kleidung gegenüber dem was man konsumiert, dem was...
00:20:49: Kurz, kurz Veto!
00:20:51: Wir müssen einen anderen Weg gehen weil die Gleichgürtigkeit würde ja einer gestiegenen Empörungsbereitschaft und Befindlichkeit entgegen
00:20:59: In diesem Bereich der Ästhetik.
00:21:00: Aber kann man das denn so trennen?
00:21:03: Denn auch was die... Ich glaube, ich weiß nicht genau ob es die Gleichgültigkeit ist oder ob es eher eine Art von Bequemlichkeit
00:21:11: ist.
00:21:11: Ja absolut!
00:21:12: Die Bequenlichkeit ist dann die Keinzelle der Gleichgöltigkeit.
00:21:16: Ich glaube auch dass diese ständige Brieselungswelt in die wir mittlerweile haben.
00:21:23: Früher hat man sich abends beriesen, dass man tagsüber gearbeitet hat, da hat man was gekocht und hat die Familie zusammen gegessen oder man hat noch im Keller irgendwas geschnitzt über die Kartoffeln eingelagert oder irgendetwas gemacht alles arbeiten die heutzutage wegfallen Und in dieses Vakuum fällt dann die große Gleichgültigkeit hinein.
00:21:42: Woran merkt man das man gleich gültig ist?
00:21:45: Wenn man sich zu nichts mehr aufrafft.
00:21:47: Das ist Gleichgütigkeit.
00:21:49: Und in den Ergebnissen, es geht ja jetzt nicht um Schwarz oder Weiß.
00:21:52: Es gibt ein großes Spannungsfeld zwischen Bürger bitte die Grüneranlagen nicht betreten?
00:21:58: Oder bitte lieber Bürger die Grünen an Lagen nicht vermüllen?
00:22:02: Ich finde es prima wenn Grün Anlagen betreten werden, wenn da gefeiert wird und was Schönes ist aber dann bitte nehmt doch euren Dreck einfach hinterher.
00:22:09: Das verstehe
00:22:09: ich auch nicht!
00:22:11: Wenn wir haben jeden zweiten Dienstag im Monat Sperrmüllzeit und die Leute legen den Sperml... ständig draußen sind und da hängen sie einen Schild drauf,
00:22:20: z.B.,
00:22:20: zu verschenken.
00:22:21: Damit umgehen Sie eine Anzeige...
00:22:24: ...zuverschenken.".
00:22:26: Das ist hier inzwischen anders?
00:22:27: Es
00:22:27: war fast ne karitativer
00:22:28: Tat.
00:22:28: Na ja, ich meine, jedes Feld hat natürlich auch den... Ich hab mich früher wahnsinnig gefreut über Spermel.
00:22:34: Ich komme aus Hannover.
00:22:35: Wenn Sperrmel auf der Straße stand, habe ich meine Wohnungen in meinen ersten eingerichtet.
00:22:38: Ich hab das geliebt!
00:22:39: Ich fand es toll.
00:22:41: Und oft standen da ja wirklich Schätze oder so kleine Kommoden oder Tische die man sich ... angeschliffen hat, lackiert hat wie auch immer.
00:22:49: Also ich will jetzt nicht aus Prinzip zu allem eine Gegenrede halten
00:22:53: weil... Dann Spermel ist gut und wichtig.
00:22:54: aber man wusste Spermil ist an dem Tag.
00:22:56: Es wird abgeholt.
00:22:57: ja ja also zu verschenken es hier auch.
00:22:59: das ist sozusagen das ist wie so ein Berliner Slogan dass an jeden Kram irgendein jeder kaputte Flachbild Fernseher und jede Piste Matratze ist zu verschänken.
00:23:10: wenn man pechert steht das da oder liegt das dann da auch ne Woche wird aber eigentlich abgeholt dann doch von der bsr und das ist dann auch wieder so ein kreislauf.
00:23:19: wenn die leute wissen es wird ja irgendwann abgehult dann stellen sie ihren scheiß eben auf dem bürgersteck.
00:23:23: Es ist so hin und her.
00:23:24: Die wertigkeit von sperml hat sich auch verändert, wenn man wie du und ich schon über zwanzig ist dann weiß man dass waren teilweise möbeln die damals schon aus der gründerzeit.
00:23:35: das waren einfach möbel die viel ausgehalten haben und auch noch viel aushalten konnten als man sie dann eingesagt und seine Studentenbude gepackt hat, voll frisch bepinselt, Feuer abgebeizt oder was immer.
00:23:46: Man kennt nicht alles aber diese Wertigkeit im Sperrmüll ist ja nie mehr da.
00:23:51: es sind eben unterhaltungs kaputte Unterhaltungselektronikgeräte Es sind schmuddelige Matratzen.
00:23:58: Wir hatten eine Hochwasserkatastrophe in Münster am achtundzwanzigsten Juli.
00:24:02: zwei tausend vierzehn Eine der größten Regenkatastrophen in der deutschen Geschichte mit dreihundert Litern In sechs Stunden Prophadrameter.
00:24:10: Und da sind bestimmte Stadtteile komplett abgesoffen.
00:24:13: und dann hat man natürlich den Bewohnern dieser Häuser gesagt, bitte stelle es einfach raus wir sehen zu das was irgendwie wegkriegen.
00:24:19: Da sind Leute aus dem Umland gekommen.
00:24:21: Aus einem Umland reißt so einen dreißigvierzig Kilometer und haben ihren Müll dazugestellt.
00:24:26: So etwas meine ich zum Beispiel.
00:24:28: Furchtbar!
00:24:29: Ganz furchtbaar sozial.
00:24:33: Das soll unser Gespräch nicht entwerten.
00:24:35: Ich stehe auch zu all dem, was du gesagt hast und was ich gesagt habe.
00:24:39: aber hätten wir uns darüber so unterhalten mit twenty oder mal zwanzig?
00:24:43: Vielleicht hatten wir keinen Anlass.
00:24:46: Und wenn man ihn gehabt hat?
00:24:47: das ist alles hypothetisch.
00:24:48: Ja sehr hypothetische.
00:24:50: Bei manchen Themen wird mir schon steht so ein unsichtbarer Mensch vor mir hält so einen Plakat hoch oder so ein Schild auf dem steht dass es das Alter betient.
00:25:00: Ach ja, das ist Spiesig Götzi.
00:25:03: Aber weißt du wie definiere ich Spießer?
00:25:06: Spieße sind immer die anderen!
00:25:07: Das ist die beste Definition, die ich kenne.
00:25:10: Außerdem ist das Wort total spießig ehrlich.
00:25:12: Wenn das Wort spießt, benutzt es der letzte Spießer.
00:25:15: Marcos Valle.
00:25:17: Spreche ich ihn richtig aus?
00:25:18: Marcosvalle.
00:25:19: Oh siehst Du, Marcos is er Portugiese?
00:25:22: Er ist Brasiliana.
00:25:24: Einer der größten Künstler des bossa nova.
00:25:26: Ihm verdanken wir einen Schlager den jeder kennt nämlich auf Portugiesisch heißt das Samba de Verrao.
00:25:33: Auf Englisch heißt es, wenn's instrumental gespielt wird, Summer Samba, wenns gesungen wird so nice.
00:25:37: Es gab sogar auf Deutsch von Franz Galgesohn So einen jungen Mann und die Melodie ist da-da-da.
00:25:45: Das ist der größte Erfolg von Markus Schwelli Und ich hab ausgesucht Erich Poster, dass ist eine fantastische jazzhafte Bossanova Nummer dargeboten Von einem absoluten Meister seines Faches.
00:26:22: Der Musiker, Götz Alsmann ist zu meiner großen Freude hier heute im Studio.
00:26:27: Zu Gast an der Hörbar-Rust.
00:26:28: HörbaedradioEins.de ist unsere E-Mailadresse.
00:26:32: Du bist in Münster zu Welt gekommen.
00:26:37: Die als Manns Leben da schon sehr lang und haben sich immer Frauen von außerhalb geholt.
00:26:43: Damit wir nicht alle mit dem selben Buckel rumlaufen müssen.
00:26:48: Meine Familie ist väterlicherseits vor fünfhundert Jahren am Münsterblut zogen, das ist nachweisbar.
00:26:55: Und sie kamen aus Warendorf und dann hat irgendwann mal einer gesagt Go West young man!
00:27:00: Dann sind sie aus Warndorf die ganzen dreißig Kilometer bis Münster Richtung Weston aufgebrochen auf den großen Treck Und seitdem sind wir Münsterader.
00:27:11: Wie würdest du deine Eltern mit jeweils einem Satz beschreiben?
00:27:16: Mein Vater war sehr lustig und meine Mutter schwankte zwischen lustig, vielleicht ihrer Herkunft geschuldet oder gewissen Melancholie.
00:27:29: Findest du die in dir wieder?
00:27:31: Ja!
00:27:34: Hat dich das anfangs irritiert?
00:27:36: Nein... nie komischerweise, weil ich immer sehr von diesen beiden Polen ja nicht nur beeinflusst war sondern auch sehr bestärkt wurde.
00:27:48: Also mein Vater hatte so einen Hauch zu höherem Blödsinn kann man sagen.
00:27:52: Mein Vater hatte starke Wortwitzaffinität.
00:27:57: Meine Mutter war ja interessierte sich für für viele Dinge, die eigentlich außerhalb ihrer Reichweite waren.
00:28:07: Sie laß sehr gerne und interessierte sich so ein bisschen für Kunst und für Kostüm.
00:28:13: Ich sag jetzt nicht Mode ich sage bewusst Kostüme.
00:28:14: Warum
00:28:15: sagst du außerhalb Ihrer Reichweiten?
00:28:16: Das waren sehr bescheidene Fälle.
00:28:18: Also sie konnte nicht studieren, sie war keine Akademikerin.
00:28:21: aber so hast du gemerkt es gab eine Veranlagung.
00:28:23: Aber ob ihres...
00:28:24: Ich hatte ja einen unglaubliches Interessenspektrum Und das hat sicherlich auf mich
00:28:28: abgefährt Hast Du das Gefühl dass sie gerne Ah, das ist vielleicht als Kind schwer zu beurteilen und auch jetzt sehr hypothetisch.
00:28:34: Aber vielleicht auch gerne noch ein anderes Leben geführt hätte?
00:28:38: Ich glaube meine Eltern haben beide in mir so ein bisschen ihr nicht gelebtes Leben gesehen bis zum gewissen Grad.
00:28:46: Mein Vater war ... War auch sehr musikalisch spielt aber kein Instrument.
00:28:49: der war eine Zeit lang Sänger in einer Tanzkapelle Ende der vierziger Jahre.
00:28:53: Jahrgang XX.
00:28:55: Und dann hat er sich kurzzeitig als Berufsboxer versucht was aber auch eine sehr kurze Karriere war.
00:29:02: Also, man hat schon versucht so ein bisschen hier und da mal aus dem Alltagsaus zu brechen.
00:29:07: Und meine Mutter hatte auch eine sehr buntes Leben bis sie meinen Vater kennenlernte.
00:29:13: Aber es war... Es hatte nichts mit herausragenden Dingen oder mit Wohlschläden dazu zu tun.
00:29:17: Das waren einfach so Nachkriegsgeschichten wie Sie in jeder Familie eigentlich vorkommen.
00:29:22: Aber da meine Eltern sich andererseits selbst genug waren, also sehr wenig Kontakte pflegten Ja, also in einer Parallelwelt eigentlich gelebt
00:29:33: haben.
00:29:34: Spielten diese Interessen dann da eine überbordende Rolle wie sie in anderen Haushalten wahrscheinlich gar nicht vorkamen.
00:29:40: Also bei uns waren sehr viele Dinge unheimlich wichtig die in anderen Familien praktisch nicht existierten und Dinge die in andere Familien wahnsinnig wichtig waren spielten bei uns überhaupt keine Rolle.
00:29:49: Hast du da noch ein Beispiel für?
00:29:50: Na einmal die Liebe zur Musik natürlich, dass sich so versenken in historischen Kostümen zum Beispiel.
00:29:58: Das war ganz wichtig.
00:29:59: oder mein Vater und meine Mutter brachten mir so Benimmregeln oder Etiketten bei die gerade in meiner Generation langsam dann alle über Bord geworfen wurden was von meinen Eltern mit völliger Verständnislosigkeit kritisiert wurde.
00:30:14: War deine Mutter dann auch diejenige, die dir geholfen hat bei diesen Marionettenkostümen?
00:30:20: Ja.
00:30:20: Meine Mutter hatte in Berlin eine Nähewerkstatt, die arbeitete für den Zirkus Sarasani, der ja eigentlich in Dresden beheimatet war.
00:30:31: Aber irgendeine Dame arbeiteten dem Zirkust zu und in dieser Werkstatt hat meine Mutter auch gearbeitet Eindruck hinterlassen.
00:30:46: Und ich liebte natürlich als Knirps diese Ritterfilme und so etwas, dann wurden halt Kostüme genäht dafür damit sich einfach so rumlaufen konnte.
00:31:00: Dann habe ich angefangen Marionetten zu bauen auch als Junge.
00:31:03: Ich hatte kein Interesse an Sport oder sowas, ich wollte sowas machen.
00:31:06: Und dann haben wir eben diese Marionnetten ausstaffiert eine Mozart-Marionette solche Sachen.
00:31:14: Ich habe allerdings nur Männer eingekleidet, vielleicht hätte ich Herrenmodeschöpfer werden sollen und irgendwann ist das einfach in sich zusammengebrochen.
00:31:22: dieses Interesse also nicht das Interesse an Outfits oder so aber dieses Gebastel das wollte ich doch nicht mehr, ich wollte das dann doch lieber aufs Musikmachen kanalisch sind.
00:31:32: Ich bin auch sehr ungeschickt, bin kein guter Bastler oder Techniker oder sowas
00:31:36: gar nicht.
00:31:38: Du hast mal gesagt dass du als Kind Jedenfalls eine Zeit lang wenig Freunde hattest.
00:31:45: Ich weiß nicht, ob das aus dem Kontext war oder so in einem anderen
00:31:49: Interview?
00:31:49: Ja, für eine gewisse Zeit ist es zutreffend.
00:31:52: In einem anderen interview wurdest du auch auf dein Stil, auf deine Kleidung angesprochen und danach befragt, ob du auch in der Schule schon Anzüge getragen hast.
00:32:08: Und du hast gesagt, ja in der gymnasialen Oberstufe habe ich es dann gemacht eher so ein bisschen um einen Schatz draus zu machen.
00:32:14: Da wussten aber schon alle Ich bin bunter Hund!
00:32:18: Um bunter Hund zu sein.
00:32:19: also sprich schon mal sich abzuheben von den anderen.
00:32:24: Das tut man manchmal freiwillig und manchmal unfreiwillig.
00:32:27: Hast Du's freiwillige oder unfreiwillig?
00:32:29: Absolut
00:32:29: freiwilliger mit dem Glück gesegnet als sehr junger Bursche, so mit fünfzehn Anschluss zu finden an eine Band wie aus doppelso alten Musikern bestanden die mich aber sehr ernst genommen haben.
00:32:44: Und das waren zwei sehr große Einflüsse auf mich jenseits des Elternhauses.
00:32:48: durch den einen bin ich auf die Idee gekommen Schallplatten zu sammeln, also richtig zusammen nicht einfach nur Platten zu kaufen die ich höre.
00:32:57: Leute die sich eine Briefmarke kaufen um eine Postkarte zu verschicken sind auch keine Briefmarkensammler.
00:33:01: Also Schallplatten sammel so als Lebensaufgabe.
00:33:04: und ein anderer von diesen beiden Freunden der hat in mir diese Lust daran geschürt humorbasiert in die Öffentlichkeit zu treten.
00:33:14: Der machte fantastische Ansagen bei den Konzerten unglaublich.
00:33:19: ja das war.
00:33:21: Heute würde man sagen, das war wahrscheinlich Comedy.
00:33:23: Das Wort gab es da auch noch nicht.
00:33:24: Aber das war einfach ein Unterhaltungskünstler allererster Kajüte!
00:33:28: Das wird der im Vater gefallen
00:33:30: haben?
00:33:30: Das wird ihm sehr gut gefangen.
00:33:31: ja und das habe ich dann schon mal so in meinen schulischen Alltag rübergezogen.
00:33:37: Ja und sehr bald fand ich einfach dass wenn ich den alten Film sah mit James Garfield oder Robert Mitchum, vor allem natürlich Kerry Grant fand ich das diese Männer einfach grundsätzlich super aussahen.
00:33:50: Und ich guckte mich rum und die Männer sahen einfach grundsetzlich nicht mehr so gut aus.
00:33:54: Ich wusste aber dass als ich ein kleiner Junge war alle Männer irgendwie gut aussahnen um plötzlich sagen sie also Leute die in ihrer Arbeitskleidung nach Hause kam einen Maurer trug früher zum Beispiel meist diese diese Ausdruck genanntem Englischleda Das ist ein sehr sehr Widerstandsvöger Körperstoff genähten Arbeitsklamotten wir kennen alle noch diese Dachdeckerhosen und so etwas.
00:34:13: Die sahen auch fantastisch aus, super toll!
00:34:16: Das ist dann auch alles der blauen Buchsegewichen irgendwie und plötzlich sah auch der Arbeitsmann nicht mehr so überzeugend faszinierend aus.
00:34:26: Und dann irgendwann wurden in den Büros, wurde Krawatten freigegeben Anfang der siebziger Jahre und da war auch schon vieles dahin.
00:34:33: Da ging man mal in so ein Laden wo man so Schrauben kaufte oder einen Schraubenzieher oder einen Wandhaken und da stand hinter einem großen Dresel ältere Herren in so nem grauen Kittel und so nen kleinen Sky-Hütchen-Sky, ein nicht mehr in Mode befindliches Kunstleder mit zwei so kleinen Luftlöchern an der Seite und unter dem Kittel tun die ein kariertes Hämt, aber überall ist eine Krawatte.
00:34:53: Und die suchten einmal so drei Schrauben hier und fünf Muttern da, die wurden in so ein kleines Tütchen gepackt und da zahlte man das einem mal siebenundachtzig.
00:35:01: So!
00:35:02: Und selbst diese Männer sahen fantastisch aus.
00:35:05: Total war die Routen in sich... Die hatten einen Selbstwertgefühl dass sie darin äußerten und dann kam wie gesagt die blaue Buchse über unsere Welt und damit war das alles vorbei.
00:35:15: Machen klar da denn Leute?
00:35:17: Ja Also auch Idioten können sich tolle Anzüge aussehen.
00:35:19: Ja, aber sie werden immer wie Idioten aussehen oder sich verraten.
00:35:25: Aber es gibt ja so Sprüche über die könnte man stundenlang debattieren, aber Sie haben zumindest wenn du auf einer Party sprichst eine gewisse humorvolle Wirkung, die wenige Sekunden anhält.
00:35:34: Das ist für einen ersten Eindruck, gibt keine zweite Chance zum Beispiel zu einer Lebensweise oder was Benimm und Etikette anbetrifft.
00:35:41: Ich habe mal Ich moderiere in der Stadt, in der ich lebe immer so große Neujahrskonzerte.
00:35:46: Ich spiele mit meiner Band mit Symphonieorchester und das ist ganz toll.
00:35:49: Und da war es immer gern geübter Brauch über Jahrzehnte, dass man sagte, jetzt schauen wir die Männer saßen halt alle mit ihren Frecken aber die Damen in ihren Abendkleidern habe ich gesagt, das ist toll wieder meine Damen sind sie aufgestanden haben sich gefreut, haben sich wahnsinnig gefreud Publikum begeistert.
00:36:05: Und dann schrieb mir jemand, das sei ja wohl das Frauenfeindlichste was man jemals usw.
00:36:09: Na ja, dann habe ich mir gedacht.
00:36:10: Alles klar, merke ich mir.
00:36:12: Da habe ich am nächsten neues Konzert die Männer aufstehen lassen.
00:36:15: Die sahen auch alle dufte aus in ihren Frecken und ich trage auch selber gerne fragt wenn es die Gelegenheit ergibt so... Und dann habe mich irgendwann gedacht mein Gott!
00:36:23: Alle hatten ihren Spaß.
00:36:24: wo ist das Problem?
00:36:25: Und dann hab' ich mit diesem Mann der diesen bösen Relief geschrieben hat meinen Verbindekabin angerufen.
00:36:29: Das ist auch schon wenn man Leute einfach anruft die sich so raus kotzen Dann sind sie mit einer Situation konfrontiert, mit der Sie nicht gerecht haben und so.
00:36:40: Und dann sagt er ja das ist ja so als würden Sie heute noch eine Frau die Tür aufhalten oder in den Mantel helfen?
00:36:46: Man sollte Menschen generell die Tür
00:36:47: auffallen.
00:36:48: Da habe ich gesagt wo ist das Problem?
00:36:49: Ja meine Frau sagt ja Die kann das auch alleine.
00:36:53: Ich sage selbstverständlich denn wenn sie es allein nicht könnte dann wäre es ja erste Hilfe und nicht Höflichkeit.
00:37:00: So auf diesen Satz Da fiel mir in diesen Moment ein, dann wäre es ja erste Hilfe und nicht Höflichkeit.
00:37:05: Darauf wusste er nichts mehr zu sagen.
00:37:07: das Gespräch wurde abgebrochen.
00:37:08: aber ich finde ganz genau eine Höfigkeit kann nicht falsch am Platz sein.
00:37:13: Und sie sollte nicht am Geschlecht festgemacht werden?
00:37:15: Ganz ehrlich also ich halte dir die Tür auf oder du hältst sie mir auf Ich helfe dir den Mantel oder du hilfst mich... Also ich merke schon... Du hast
00:37:21: gerade zwei fantastische Espresi-Servisierungen.
00:37:24: Das ist als Gastgeberin sowieso.
00:37:28: das ist selbstverständlich was mir schon auffällt.
00:37:31: Aber da, vielleicht musst du auch noch ein bisschen mehr Zeit vergehen.
00:37:34: Wenn ich einen Gast verabschiede ... Männer lassen sich schon sehr ungern in den Mantel helfen?
00:37:40: Das merke ich schon!
00:37:40: Dass da immer noch so eine Art Widerstand ist als würde man sagen... Nein nein nein das kann nicht selbst was ich keine Sekunden abredestelle.
00:37:48: Ja aber diesen Reflex habe ich nicht weil ich natürlich durch Theater und Fernsehen jahrzehntelang die Situation kannte dass die Gradurbierer einem in die Klamotten helfen.
00:37:58: Stimmt
00:37:59: also Wir laufen meine Körpersäfte jetzt nicht arm, auch wenn das passiert.
00:38:04: Vielleicht können wir uns darauf verständigen überhaupt unabhängig vom Geschlecht mal wieder zu gucken wem man mal kurz helfen kann bei was auch immer.
00:38:13: es sind ja oft so diese Kleinigkeiten dass Leute plötzlich echt gute Laune kriegen bei ihr tag bis dahin schlecht war.
00:38:18: und plötzlich ist da jemand der sagt was gutes macht was nettes ohne was dafür zu wollen ohne eine komische anspielung und schon ist alles irgendwie ein bisschen netter Gegenmittel für eine seelische Vermüllung.
00:38:32: Wir verbringen unheimlich viel Zeit miteinander, es gab Jahre da habe ich hundertdreißig oder wie viele Konzerte gespielt und da haben wir mehr Zeiten untereinander verbracht als mit unseren Familien.
00:38:44: Und dann gibt es eben verschiedene Heutungen und dann, wie man geht aus der Band, jemand stirbt in der Band.
00:38:49: Wie auch immer das ist über die Jahrzehnte.
00:38:51: Und jetzt haben wir zum Beispiel gegenwärtig eine so... Also gegenwärts.
00:38:53: Ich hoffe, dass die Band bleibt noch ewig so zusammen.
00:38:55: Wir haben eine Konstellation, die ist so geprägt von Rücksichtnahme, von anderen Freude machen wollen.
00:39:02: Die Hotelbar hat zu.
00:39:03: Dann sagt er, ich habe nur ne Flasche Rotwein im Anschlag oder du sitzt im Bandbus und ... Du merkst, ich hab irgendwas Irgendwas verloren vergessen vergeigt, wie das Leben so spielt.
00:39:14: Irgendeiner sagt hier ich habe auch eins.
00:39:16: So dass diese auf so in diesem sich bewegenden Gefährt Tunebus eine rückhaltlose Freundlichkeit ja Freundschaftlichkeit zu erleben.
00:39:28: Das gehört zu den ganz großen Glücksmomenten finde ich auf Tour.
00:39:32: gerade auf Tour weil viele ziehen sich dann auch manche in manchen Kapellen ziehen sie sich zurück und stenkern immer rum.
00:39:39: haben wir was zum Meckern wollen den anderen die Zigaretten wegrauchen oder ... Oli
00:39:44: Koks nicht teilen.
00:39:45: Mein Gott, meinen es nicht gut mit den
00:39:47: andern?
00:39:48: Nein du hast dir recht!
00:39:48: Meinen ist nicht gut und ich erlebe jeden Tag dass das alle mit allen gut meinten.
00:39:54: Bist du so erzogen worden, ist es das?
00:39:56: Ja ganz klar.
00:39:58: Im Sinne einer Religiosität oder im Sinne eines sich gut verhalten auch dass es einleuchtet?
00:40:05: Obwohl ich in Münster aufgewachsen bin hat der religiöse Aspekt eine nicht zu starke Rolle gespielt.
00:40:11: Ne, ich glaube es war eher ein Aspekt einer vielleicht etwas altenmodischen Höflichkeit und Rücksichtnahme.
00:40:17: Denn ich glaube das bestimmte Altmodismen, habe ich mir jetzt gerade ausgedacht... Schick!
00:40:21: Das gehört zu den Dingen von denen die Fünsprache in unserer Familie eine große Rolle spielten und woanders eben nicht.
00:40:28: Ja man hielt sehr noch an Dingen fest obwohl wir ja sehr einfache Leute waren, das muss man ganz klar sagen.
00:40:34: aber diese Dinge gefielen einfach meinem Vater zum Beispiel und deswegen wollte er unbedingt an ihnen festhalten.
00:40:40: Er wollte auch mit Respekt selber behandelt werden.
00:40:42: Wer denn nicht?
00:40:45: Manche rebellieren erst sehr spät gegen Respektlosigkeit.
00:40:50: Mein alter Herr nicht, er war sofort auf dem Baum.
00:40:54: Er wollte nicht so ohneweites gedutzt werden!
00:40:57: Also dieses Zwangsduzen.
00:40:59: Zum Beispiel, ich weiß als RTL anfingen.
00:41:01: Dann wurde erst mal rumgefummelt ob man das überhaupt empfangen konnte und dann gab es das mit kriseligem Bild und dann hatte man ihm gesagt da gibt's die tollsten Sportsachen und so.
00:41:09: Tutti
00:41:09: Frutti wollte ja gucken kommen...
00:41:11: Und dann war er ein Sportmoderator der duztet das Bungo.
00:41:15: Hallo Leute!
00:41:15: Toll dass ihr wieder da seid, der sofort den Fernseher ausgemacht hat.
00:41:18: Da ist eine Unverschämtheit.
00:41:20: Toll, dass ihr da seid.
00:41:23: Das wär mit ihm nicht zu machen?
00:41:27: Oder als man kommen sie mal her, so ein Vorgesetzter.
00:41:32: So viel Zeit muss sein.
00:41:33: Also da war er wirklich... und ich weiß nicht, ich war Klassensprecher auf dem Gymnasium Und ab sechzehn wurde man ja gesiezt auf dem gymnasium.
00:41:40: Ich weiß nicht ob das heute noch so ist, ich vermute mal nicht Aber damals ab sehzehn wurden ganz klar gesiedst und dann gab es halt drei Möglichkeiten.
00:41:46: Entweder man wurde gesiedt mit Vornamen, die Hamburger Variante Oder man wurde besitzt mit Nachnamen.
00:41:51: und da gab es auch zwei Möglichkeiten, nämlich dass einer sagte als Mann an die Tafel oder das einer sagt Herr Alsmann.
00:41:56: Wir hatten einen Deutschlehrer den wir wirklich mochten und er mochte uns auch.
00:42:00: aber der war die Schule.
00:42:01: als man an die Tafel Und ich wurde Klassen-Sprecher und haben meine Freunde gesagt du musst da was machen und habe ich gesagt her so und so.
00:42:08: Wir schätzen unseren gemeinsamen Weg hier sehr.
00:42:11: Aber wie bieten ihn an uns beim Vornamen zu nennen?
00:42:14: Aber wenn sie uns beim nachnahmenden dann bitte mit dem kleinen Wörtchen Her davor und darauf sagt ja kann ich verstehen, alles klar.
00:42:21: Damit war der Fall geritzt und es gab auch überhaupt keine irgendwie Résentiment hinterher oder so.
00:42:32: Ein wirklicher Klassiker.
00:42:33: Am Anfang der fünftiger Jahre.
00:42:34: eine Gesangsgruppe die sich auch selbst begleitet hat mit einem Kontrabass und einer Gitarre ganz schmale sparsame Begleitung und mit ganz tollen Vokalharmonien.
00:42:43: also das war noch die vorrockten Rollzeit Und sie balancierten sich auf der Grenze zwischen modernem Jazzgesang und Unterhaltungsmusik.
00:42:52: Und hatten viele, viele Erfolge waren die Blaupause für das was später die Beach Boys gemacht haben.
00:42:57: Und dieses It's a Blue World mit diesem choralartigen Einstieg.
00:43:01: Das ist eine Platte, die kenne ich mein ganzes Leben... ...und ich bekomme jedes Mal noch ne Gänsehaut wenn ich sie höre.
00:43:51: gerade noch gesagt, diese Platte kenne ich schon mein ganzes Leben lang.
00:43:57: Und es soll jetzt nicht cheesy sein, es sollen keine Richtung sich komisch oder hoffentlich auch nicht die Familie oder wie auch immer anhören... Ich bin selbst Jahrgang sixty-seven, du bist jetzt neunundsechzig Jahre alt und das ist, das fühlt sich irgendwie komisch an!
00:44:14: Es geht ja gar nicht darum, ich will immer Kind bleiben oder ich will nicht älter werden oder so.
00:44:19: aber Du gehörst auf jeden Fall zu den Personen, mal abgesehen von deinem Äußeren das dazu beiträgt.
00:44:27: Aber du könntest ja selbst diesen Stil schon über Jahrzehnte haben und trotzdem wirken wie ein älterer Herr aber du tust es nicht.
00:44:34: Wie ist denn aber dein Gefühl zu deinem Alter?
00:44:37: Du wirst nächstes Jahr siebzig.
00:44:39: Das ist komisch das zu sagen oder?
00:44:41: Ja frag mich mal!
00:44:42: Ja das fühlt sich ganz komisch an.
00:44:45: Als mein Großvater siebzig war, war er der älteste Mann den man sich vorstellen kann.
00:44:50: Schwer krank und sah auch aus wie ganz alte Männer aussahen und sprach auch wie ganze alte Männer sprechen Und rauchte gelinglich nochmal eine Zigarre und saß so zusammengesungen in einer Ecke und es war mit ihm einfach nichts mehr los.
00:45:03: Der Körper spielte nicht mehr mit Traumatische Dinge in seinem Leben, mit denen er eigentlich super umgegangen war.
00:45:10: über viele Jahrzehnte brachen dann plötzlich noch mal wieder raus.
00:45:17: Wenn die Melancholie langsam der Depression weicht, das war etwas was man da sehr gut beobachten konnte.
00:45:27: und jetzt im selben Alter.
00:45:32: Ich kann dir sagen, wie sich das Morgens anfühlt.
00:45:34: Wenn keine einzige Geräte zu anderen passt.
00:45:38: Wenn du nach einer sechstündigen Fahrt im Turbus rausgehst und du machst eine Pinkelpause an der Autobahn-Raststätte... Und du hast das Gefühl, irgendeiner muss dich die ersten zehn Meter stützen!
00:45:48: Aber dann geht's wieder so ja?
00:45:49: Also ich fühle Alter in erster Jahr ... Autopädisch.
00:45:55: So würde ich das benennen.
00:45:57: Ja, ansonsten ist es ein Holz.
00:45:59: Ich bin jetzt hier gerade
00:46:01: vom Sperm über.
00:46:04: Ich lasse mich auch engmaschig ärztlich immer untersuchen und so was.
00:46:10: Ich hab noch ein bisschen was vor und was ich dazu tut, weil ich tragen kann.
00:46:14: Das trage mich bei wenngleich auch sehr unsportlich bin.
00:46:16: also ich treibe zum Beispiel keinen sport außer dass ich sehr viel rat fahre.
00:46:19: aber da wo ich lebe ist rat fahren kein sport
00:46:21: sondern
00:46:22: wir fahren einfach so fahren
00:46:23: es dann natürlich Münster die Fahrradstadt.
00:46:26: aber ich glaube wenn nun wenn du jetzt nicht diese unfassbar schöne uhr die aussieht wie einen Wenn man einen James Bond Film in eine Uhr zu einer Uhr schmelzen würde, dann wäre das diese so eine wunderschöne Uhr.
00:46:43: Hätte die das Feature?
00:46:45: natürlich ist sie davon ungefähr fünfhundert Jahre entfernt?
00:46:48: Du würdest dich davor hüten, so ne Uhr hier zu tragen, die ein Schrittzähler hat beispielsweise.
00:46:53: Ich glaube du würdest schon ... pro Tag auf ungefähr zwanzig Tausend Schritte kommen.
00:46:58: Du bist ja jemand, der vielen Bewegung ist, ne?
00:47:00: Ja, emsich!
00:47:01: Also
00:47:02: insofern ist das wahrscheinlich kompensiert, dass dein Nicht-Sport machen.
00:47:06: Du hast eine wirklich gute Energie... Ich würde es jetzt von mir aus nicht ansprechen, wenn es so nicht wäre und ich frage mich gerade warum das so selten vorkommt, dass Leute offen über ihr Alter sprechen, wenn sie jenseits der Sechzig sind.
00:47:25: Denn letztendlich, du hast es gerade deinen Großvater bemüht.
00:47:28: Das sind dann so die Beispiele mit denen wir leben und warum wir dann sagen oh Gott bloß nicht älter werden
00:47:33: usw.,
00:47:33: wir müssten eigentlich ein bisschen offensiver mit unserem Alter umgehen.
00:47:36: Um auch nachfolgenden Generationen eine Aussicht zu geben hier!
00:47:41: Don't Panic das ist völlig okay?
00:47:43: Ja es ist ja auch so dass das Land in dem wir leben immer älters wird.
00:47:47: also die wirkliche Reproduktion unserer selbst findet ja kaum statt wird älter, aber diese ältere Generation gibt sich anders.
00:48:00: Sieht anders aus arbeitet anders sieht viele Dinge anders ist in der Breite mit sehr viel mehr unterschiedlichen Meinungen ausgestattet als vielleicht früher
00:48:10: und ohne Krieg.
00:48:11: also ich meine wenn man sich vorstellt dass unsere die Generation unserer Eltern Alle zurück im Grunde, ob's jetzt der Zweite Weltkrieg war oder der Erste Weltkrig.
00:48:21: Irgendwelche Kriege gab es immer.
00:48:22: Es gab immer Armut... Ein Vater wurde mit sechszehn
00:48:23: Jahren Frontsoldat.
00:48:25: Also ich glaube dass das unglaublich viele Menschen natürlich auch dieses Das ist ja hat sich immer auf den Körper ausgewirkt.
00:48:31: deswegen waren alte menschen früher natürlich auch viel gebrechlicher viel schneller krank
00:48:39: Oder brachten irgendwas aus dem kriegt wie mein vater.
00:48:42: also Das ist, war ein Faktor.
00:48:47: Also das ist jetzt was sehr persönliches müssen wir gar nicht können wir sofort in.
00:48:52: darüber
00:48:52: wurde gesprochen
00:48:53: wurde gesprochen dass er ein junger soldat war.
00:48:55: ja und entsprechend kritisch war er auch diesen ding gegenüber eingestellt.
00:49:03: wie war das denn dann für dich?
00:49:04: würdest du sagen dass du ich finde pacifismus is echt Das ist ein schwieriges Wort.
00:49:13: Wie war das, als du verweigert?
00:49:16: oder was hast du gemacht?
00:49:17: Ich bin gemustert worden und bin mit einem koffervollen Atteste zur Musterung gegangen Und diese Atteste hätten in jedem anderen Jahr gereicht um mich vom Berlin zu dispensieren.
00:49:29: in dem Jahr halt nicht.
00:49:33: Was ist mit meinen Attesten?
00:49:35: Dann sagte der Musterungsarzt auch Schönheitsfehler.
00:49:39: Dann war ich W-Fünfzehner, wie es damals ist.
00:49:41: Also fünfzehn Monate Wehrdienst.
00:49:44: Gibt es eine gute Sache aus dieser Zeit?
00:49:47: Viele würden sagen ... Ich hab mal gelernt meinen Schrank aufzuräumen oder so etwas.
00:49:53: Man hat mir die Möglichkeit öffnet einen Führerschein zu machen.
00:49:55: Ich bin aber dreimal durch die Prüfung gefallen und dann hat sich das auch erledigt.
00:49:59: Warum?!
00:49:59: Weil ich zu doof war.
00:50:01: zum Auto fahren einfach ganz einfach!
00:50:03: Ich habe den Führerschein dann später privat nochmal gemacht und habe über twelvehundert Fahrschulkilometer
00:50:08: gebraucht.
00:50:10: Oh Gott!
00:50:10: Und bin auch heute noch ein lausiger Automobilist.
00:50:14: Hat es mir was gebracht?
00:50:16: Vordergründig nein, ich konnte erst später mit dem Studium loslegen aber ich hatte jetzt nicht so einen Anti-Bundeswehrfuhrrohr das sich jetzt unbedingt hätte verweigern wollen, was damals auch noch eine etwas kompliziertere Angelegenheit war als später in späterem Jahr.
00:50:30: Ich habe das einfach irgendwie über mich ergehen lassen.
00:50:33: Ich war auch nicht gerne Soldat, ich sah auch verheerend aus... ...ich war ja bis dahin schon sehr auf mein äußeres Bedacht als Soldat.
00:50:40: Oh Gott!
00:50:40: Der Helm muss ja schlimm gewesen sein für dich?
00:50:42: Wir haben wenig Helm getan und ich war Stabsoldat.
00:50:45: Aber ich hatte halt eine Uniforme, einen grauen Arbeitsanzug.
00:50:48: Das ist der Büroanzug, den man mit Krawatte trug damals.
00:50:51: Ich glaube es gibt's heute alles gar nicht mehr.
00:50:53: Und der war so geschneitert, dass er einem Soldaten passte.
00:50:56: Der hat zwar nur meine halbe Körpergröße aber mein doppelten Leibesumfang hatte.
00:51:00: und so sah ich aus.
00:51:00: Meine Mutter sagte zu mir du siehst verheerend aus!
00:51:04: Das musste auch passen.
00:51:05: Ich sage ich will nicht gut aussehen.
00:51:08: Ich wollte einfach nicht gut als Soldat aussehen... Aber es gab da einen Vorgesetzten, der war ein Oberfeldwebel also ein gehobener Unteroffiziersdienstgrad Und der sah unglaublich aus.
00:51:25: Der hatte die Angewohnheit, die Bundeswehr Kleidungsvorschriften zu einhundert Prozent einzuhalten aber sie doch so zu interpretieren dass er alle möglichen denkbaren Freiräume bis an die Schmerzgrenze auslodete.
00:51:38: Ein Beispiel es gab fast nur sehr schmale Schlipse damals.
00:51:41: in den vergangenen Jahren ist von den jahrelang in den Sechsten und Siebzig das waren alles noch so überbleibsl aus den frühen sechziger Jahre die schon zahlose wehrpflichtige Formel getragen hatten.
00:51:50: Er trug Die Stipze breit, wie es in den Siebzigern üblich war.
00:51:54: Aber aus genau dem Stoff, den er hatte... Es gab für Stabsoffiziere vom Major aufwärts die Möglichkeit nicht graue Bürojacken zu tragen sondern fast Pastell-Porzelanfarbene.
00:52:09: Die waren Stabseoffizierend vorbehalten.
00:52:11: Er hatte so ein Ding auch!
00:52:12: Die wurden nur auf Maß gefertigt.
00:52:13: Er hatte sein bisschen Geld darin investiert, so was zu tranken.
00:52:16: und so stand er dann vor uns in diesem Sacco mit dieser Krawatte und er guckte und sagte, war was denn Sie für ein trauriger Haufen?
00:52:27: Und dann sagte er einen Soldaten einer gut sitzen und die Form sieht immer gut aus.
00:52:31: Das fanden wir gar nicht!
00:52:32: Wir wollten auch nicht gut aussehen aber er war so
00:52:35: gestrickt
00:52:37: dass uns das insgeheim nachhaltig beeindruckt hat.
00:52:41: Das ist das wahrscheinlich.
00:52:43: Das ist ein Wort, dass ich auch sehr spät überhaupt erst verstanden habe und wahrscheinlich auch erst spät gehört habe.
00:52:51: Stil!
00:52:52: Ja, das ist genau der Punkt.
00:52:55: Die Uniformen sind die Mode.
00:52:57: D.h.,
00:52:57: die Mode ist das was andere dir sagen, was man jetzt zu tragen hat?
00:53:02: Und der Stil – das ist die Attitude zu all dem, den du dir selber ausgesucht
00:53:08: hast.
00:53:09: So ein kurzes Wort...
00:53:10: So einelei
00:53:11: Erklärung.
00:53:12: Aber so ein Gewicht!
00:53:13: Ich
00:53:13: würde mich jetzt gern alles für den Moment hinlegen.
00:53:17: Die Chance kriegst du gerade nicht, denn wir zören ja ... Den Song, ich glaube er heißt Madison Party?
00:53:24: Madison Party von Elle Brown and the Toontoppers.
00:53:29: Eigentlich unbedeutende, was in ihren Ruhm angeht.
00:53:32: Band ich glaube aus Baltimore die in den fünftiger Jahren anfingen so auf Turnäen von Rhythmal Blues Künstlern als Begleitband zu fungieren und die machten einmal eine Platte von einem Tanz der sie irgendwo aufgetrieben hat also in Jazz lokalen getanzt wurde.
00:53:46: das war der Madison.
00:53:48: Das war der einzige Hit, den sie hatten.
00:53:49: Aber viele Platten, die sie dann noch machten in dem Zeitraum... Ich rede so von Sächsich ein und sächsig... Hatten mit dem Thema Madison zu tun.
00:53:56: Und Madison Party ist wirklich eine fantastische Jazz-ähnliche Platte mit wunderbaren Soli, einem wunderbaren Snappy.
00:54:05: Ich mag nicht Anglizismen aber das so einen Snappy Rhythmus, der einfach unwiderstehlig ist und das Ganze dauert so dreieinhalb Minuten wenn man Madison tanzt will.
00:54:18: Ich weiß nicht, ob du schon mal Madison getanzt hast?
00:54:19: Niemals!
00:54:19: Ich hab mir Madison beibringen lassen von dem Mann der in Deutschland als erster den Madison im Fernsehen getanzt hat, der unvergleichliche Max Schautzer.
00:54:27: Ach!
00:54:27: Und mit ihm habe ich zusammen einmal im Fernsehenden Madison getanst und es ist gar nicht so schwer.
00:54:33: und wenn man zu einer Platte Madison tanzen kann dann zum
00:54:36: Madison-Partein.
00:54:37: Dann wird die Seite natürlich.
00:54:54: Warum warst du als Jugendlicher im Kaukel sonst?
00:55:02: Opa erzählt aus dem Krieg, ja.
00:55:03: In den drei Jahren machten wir einen Klassenausflug nach Düsseldorf in die Landeshauptstadt.
00:55:09: Mein Klassenlehrer, den wir alles wirklich sehr verehrt haben, hatte dort ein Cousin.
00:55:14: Das war ein Unternehmer aus dem Sauerland der Städte Schleifmaschinen und saß für die SPD im Landtag.
00:55:21: Und in den letzten drei Jahren war auch das Jahr das erste, irgendwie durch dem Blätterwald rauschenden falls eines politisch motivierten sogenannten Berufsverbots wie es damals gemacht wurde.
00:55:31: Es ging um einen Richter der der DKP angehörte und sein Nachname war Götz ein Name, den die nicht vergessen kann.
00:55:40: Das war also kein brandheisses Thema.
00:55:43: Und dann gab's nachdem wir den Landtag besichtigt hatten diese typische Situation Schülerfragen Politiker antworten und da saßen nun dieser Herr Für ihn war das ein lästiger Pflichtterminer, machte das nur weil er seinen Cousin in meinem Klassenlehrer eingefallen tun wollte.
00:55:56: Und dann fragte ich ihnen ja sagen Sie mal was ist denn Ihre Haltung zum Fall des Richters Götz?
00:56:03: schrie er rum, vollkommen haltlos.
00:56:06: Wir seien alle Kommunisten und so... Und wir sollten doch mal schön rübergehen nach Russland und mal angucken was das für eine Katastrophe ist!
00:56:14: Und wir waren, wir waren sechzehnjährige Bängels der größte Teil von uns, die sich nicht für Politik gar nicht für politik.
00:56:19: aber das war halt gerade so ein aktueller Fall der Rauschtesamtspitales-Zeitung.
00:56:25: Wie ich war habe ich gesagt, naja hätte ich eine gutgehende Firma für Schleifgeräte im Sauerland könnte ich mir so ne Reise auch leisten.
00:56:31: Und dann schrie er mich an, ah die Reise bezahl' ich ihn!
00:56:35: Ne!
00:56:35: Ja.
00:56:36: und dann ja hab ich mir gedacht komm... Ich hatte schon für mich damals untypischen Anflug von Lebensweisheit und dachte mir das kochen wir jetzt mal runter.
00:56:45: Das hat es alles nicht so gemeint.
00:56:46: Und abends saßen wir da noch so, wir waren ja gerade sechzehn geworden bei einem Tessin Bier mit unserem Klassenlehrer in einem Lokal wieder zurück in der Heimat.
00:56:53: Und dann sagt er, der Klassenehrer zu mir, na sie haben ja den Vogel abgeschossen.
00:56:57: Reise in die Sowjetunion nicht schlecht.
00:57:00: Ich sagte nein da ist das...ne ne ne ne, mein Vetter soll für seine große Klappe bluten.
00:57:05: und dann hat mich dieser Lehrer Das nächste halbe Jahr quasi wöchentlich darauf angesprochen, ob ich ihm jetzt nicht endlich schon mal geschrieben hätte.
00:57:12: Und dann habe ich ihn geschrieben sehr verehrter Person so Sie erinnern sich sie hatten wir großzügigerweise ja und dann dauerte das so ungefähr sechs Wochen.
00:57:20: und dann bekam ich vom SPD Verband Lüdenscheid auf offiziellen Briefkopf eine Antwort von ihm Er hätte sich gefreut, dass ich mich entschlossen habe sein Angebot anzunehmen.
00:57:32: und diese Reise war aber ist haltig fest.
00:57:35: Das waren die ganz normale Urlaubsreise mit Neckermann nach Sochi.
00:57:42: Am Fusse des Kaukasus.
00:57:44: Dann konnten wir von da aus dann so reisen unternehmen.
00:57:47: Die georgische Grenze war nicht weit nach Marzesta zu Humi wo die ganzen Teeplantagen sind Und dann noch in die andere Richtung, da könnte man noch so Ausflüge machen.
00:57:56: Die Richtungen asarbeitischer Haaren
00:57:57: etc.,
00:57:58: also das war hochinteressant.
00:58:00: Da war ich siebzehn Jahre alt und damals trug ich... Bist du
00:58:04: alleine ganz allein hingefangen?
00:58:06: Ganz alleine!
00:58:07: Mit einer Reise mit so Leuten und wie du nicht kanntest.
00:58:10: Wir sind mal mit der Äro flott geflogen
00:58:11: natürlich,
00:58:12: wo die Limonade so schmeckte als hätte man diese alten Würfel, die früher in Männerpiss wars lagen, in Limonada aufgelöst.
00:58:20: Auf jeden Fall Hab ich mir das alles angeguckt.
00:58:22: Ich musste natürlich einen Reisebericht schreiben und dann habe ich aber auch mit sehr viel Zeit weit gelassen.
00:58:28: Und so kam ich dahin, und ich trug damals noch Jeans und war natürlich ein umschwärmter Mittelpunkt badender junger Darm am Kieselstrand von Sochi.
00:58:38: Guck dir das an!
00:58:39: Du in Jeans, also du hast wirklich Zerfotos von.
00:58:43: Ja aber... Wie du mit freiem
00:58:44: Oberkörper und einer Jeans auf einem Pferd durch den Fjord reitest?
00:58:47: Es war kein FjORD!
00:58:48: Mit
00:58:48: wehendem Haupthaar und dem Korsackensäbel in der Hand Und im Hintergrund spielte die Blaskapalippa-papa-pappa-pappadabada-papadabadaba.
00:58:57: Das
00:58:57: war vielleicht doch Putin?
00:58:58: ich weiß es nicht.
00:58:59: Ich glaube auch Nein.
00:59:00: das war eine tolle Sache und es war auch das erste Mal dass sich schon ne Weite Reise überhaupt machte weil als wir uns reisen nicht Wir sind nicht groß gereist.
00:59:09: Einmal, als ich fünfzehn oder sechzehn war, hat meine Familie mal versucht einen Irlandausflug zu machen.
00:59:15: Wieso versucht?
00:59:16: Weil das nicht so klappte.
00:59:18: Meine Eltern waren keine Reisenden und die haben mit diesen improvisierten Umständen nicht gut zurechtgekommen.
00:59:24: Du Stadt-Erholung mit der Caritas.
00:59:27: Ja, Stadtranderholung.
00:59:28: Was ist das?
00:59:30: Das war für Leute in den bescheidenen Quartieren lebten eine Möglichkeit ihre Kinder ein bisschen in so einer Art Pseudosommerfrische zu schicken.
00:59:39: Das war von der katholischen Kirche organisiert.
00:59:42: Man wurde jeden Morgen um acht Uhr von einem Treffpunkt abgeholt und nach Tächte gebracht, ein kleiner Wallfahrtsort, zehn, fünfzehn Kilometer östlich von Münster.
00:59:54: Und da gab es eine Art Landheim oder so was?
00:59:58: Da wurden wir dann von jungen Ordenschwestern oder Diakonissen in Empfang genommen Und die machten mit uns Spieler, Ausflüge, Bastelten.
01:00:06: Das war eine Erholung am Stand und abends für mal wieder nach Hause und konnte begeistert sein Eltern erzählen.
01:00:10: Und da habe ich eine Situation erlebt mit dir.
01:00:12: das kannst du dir nicht vorstellen?
01:00:14: Da hatten wir so eine junge Schwester, die wir alle so geliebt haben.
01:00:17: Wir waren alles so sechs, sieben Jahre alt!
01:00:20: Die war so hübsch und die war so nett und die lachte immer... ...und die war einfach bezaubern.
01:00:25: Dann kam an dem Tag ne andere Schwester und sagte So also jetzt ist ganz klar ihr müsst heute mal den Fluss entlang gehen die Ems entlang geht.
01:00:34: und dann sagte sie, nein wir wollen heute singen und Gitarre spielen.
01:00:38: Da ich mir dachte jetzt wird es interessant wer setzt sich durch?
01:00:41: Und da hat sich die bezaubernde junge Schwester durchgesetzt und er ist das Herz in die Gitarren genommen und hat sich damit unter den Baum gesetzt.
01:00:48: und wir haben uns unsere herum versungen haben den ganzen Tag von ihr Lieder gelernt.
01:00:51: von den blauen Bergen kommen wir.
01:00:54: wenn die bunten Fahnen wehen geht die Fahrt wohl über's Meer.
01:00:57: Wir lagen vom Madagaskar all diese Lieder
01:01:02: Und
01:01:04: ich war so fasziniert mit offenen Mund.
01:01:07: Ich kannte Klaviermusik aus dem Kindergarten, also der Musikvimmel hatte mich längst gepackt aber Gitarre hatte ich so noch, das kannte ich nur aus dem Fernsehen Ja?
01:01:15: Aber jetzt!
01:01:16: So mit so einer Wander-Gitarre und dann saß sie da mit ihrem Häubchen und sangen wenn die Bunden fahren wir geht die Fahrt wohl übers Meer wollen wir ferne Länder sehen fällt ja Abschied uns nicht schwer?
01:01:27: Ach, und dann habe ich das abends meinen Eltern erzählt.
01:01:31: Und mein Vater fing sofort an diese Lieder zu singen!
01:01:33: Der kannte sie natürlich halt.
01:01:34: Das war der Hammer, er holte noch seine Mutter Monika raus... ...und dann haben wir bis in die Nacht, haben wir in der Küche gesessen und gesungen wegen... ...dass deshalb kann ich diese Stadtranderholung nicht vergessen.
01:01:44: Und tatsächlich meine Frau und ich, wir fahren heute noch gelegentlich nach Thelchdee.. ..und machen da so einen kleinen Wanderausfluch.
01:01:49: Dann kommen wir auch da vorbei wo früher dieses Landheim war was toll war mit mehr Schweinchengehege und einem Storchennest.
01:01:58: Nicht mehr da.
01:01:59: Alles leider nicht mehr da, weil das gehört zu den also zusammen mit der Klavierspielenden Nonne im Kindergarten gehört dass zu den entscheidenden musikalischen einfach und natürlich der der Kapelle.
01:02:08: Das war keine Band das war eine Kapele auf der Hochzeit meines jüngsten Onkels neunzehnt fünfundsechzig wo man mich von der Bühne nicht weg gekriegt hat Weil ich mich nicht satt sehen konnte an dem Stehegeiger Den Pianisten dem Zitterspieler Und dem Mann am Kontrabass die dann so Walzer und Polkas und was man früher so auf dem Lande bei Hochzeitspielen.
01:02:25: Also diese Live-Musik, das habe ich so aufgesogen.
01:02:29: Man hörte ja nicht... Überlichte mal und hörte nicht viel Musik wirklich außer im Radio.
01:02:35: aber vor der Radio oder Schallplattenzeit.
01:02:39: stelle vor du lebst in einem Ort wie dem gerade erwähnten Telchde.
01:02:44: Wieviel Musik hörst Du in Deinem Leben?
01:02:46: Da kommt schonmal zweimal im Jahr der Leierkastenmann.
01:02:49: Dann einmal im Jahr wenn Kirmes ist, kommt eine Blaskapelle Sonders spielt die Orgel Und das war's.
01:02:56: Mehr Musik kriegtest du in deinem ganzen Leben, ...in so einem ländlichen Dörfchen?
01:03:01: In der nendlichen Kleinstadt nicht zu höre.
01:03:03: In nem Chor!
01:03:05: Der dann in der Kirche singt.
01:03:07: Genau aber nicht von ihr.
01:03:09: Aber
01:03:09: dieses Du machst das Radio an und legst ne Platte auf.
01:03:12: Natürlich sehr ja.
01:03:13: Im Auto.
01:03:14: Sofort...der erste Griff geht ja nicht nach dem Sicherheitskürz, sondern macht das Autoradio an oder was immer du da heutzutage an modernen Gadgets hast.
01:03:25: Aber das, das war noch diese Situation.
01:03:27: Natürlich hörten wir zu Hause viel Musik im Radionschallplatte und wir hatten schon seit der fünftigen Fernseher und so was.
01:03:32: aber es war doch alles irgendwie dosiert.
01:03:34: und jetzt plötzlich wirst du damit konfrontiert dass da so eine junge Schwester die war vielleicht ja vielleicht war die erneunzehn oder sowas Ja?
01:03:42: Die spielte dann für uns Gitarre und wir waren so begeistert und ein Mann sich Kolumbus nannte.
01:03:49: Wittbombom war in der Seefahrt wohl bekannt Es fehlten ihnen die Sorgen schwer, er suchte ein neues Land im Herd.
01:03:55: Diese Lieder werde ich nie in meinem Leben vergessen!
01:03:57: Ich frage mich gerade ob Kinder das gleichermaßen stark aufnehmen, egal ob sie so Antennen für Musik haben oder nicht?
01:04:04: Weil ich auch eine vergleichbare Situation hatte und das war aber auch das Koppeln aus zwei Reizen nämlich dass es draußen war und dass es Musik war.
01:04:14: In dem Fall moderner Scheiß wie du sagen würdest Pink Floyd.
01:04:17: Würde
01:04:17: ich auch niemals sein.
01:04:19: Friede allen Musikstoffen.
01:04:22: Aber wenn diese Synapsen feuern, oder ich weiß nicht was dann da passiert.
01:04:26: Man kann es sicherlich nicht erklären man wird darauf nicht vorbereitet.
01:04:28: plötzlich passiert da etwas und man weiß nicht genau ob das dem Kind neben mir auch so passiert ist oder nicht.
01:04:34: aber es zeigt auf jeden Fall wie eindrucksvolles ist und was man mit ganz kleinen Mitteln tun kann um sowas in Kindern zu wecken oder auch später für solche Erinnerungen zu sagen
01:04:46: Also du wirst aus deinem Kind keinen Ballett-Tänzer oder keine Ballerina machen, wenn das Kind nicht in früher Jugend irgendwann mal mit Tanzen konfrontiert wird.
01:04:54: Irgendjemand muss doch das Kind mit der Nase darauf schubsen, sonst bleibt so ein Talent wahrscheinlich einfach verschüttet.
01:05:02: Ich sage nicht es gibt es nicht aber es bleibt verschümmelt.
01:05:06: Manchmal finden Leute ihren Weg da irgendwie selbst hin, sodass du denkst das musste sein.
01:05:10: Da war ja die Beatmusik sicherlich eine tolle Sache weil es so do it yourself war
01:05:16: und du hast dir auch wirklich früh angefangen.
01:05:17: Du hoffst dir bei Neckarmann Elektro-Gitarre für Hundertzwanzig Mark.
01:05:20: drei Akkorde sind schnell gelernt und dann kann man schon ne ganze Menge mitmachen.
01:05:26: Baby Jones hast du mitgebracht und Gunnar Winkler.
01:05:32: Ja.
01:05:33: Das Schiff geht in See Heute Nacht.
01:05:36: Ja,
01:05:36: eigentlich hieß er Gustav Winkler war ein skandinavischer glaube norwegischer Sänger da bin ich mir nicht ganz sicher.
01:05:42: Aber von Gustaf Aufgunna ist jetzt auch nicht so einen Riesenschritt oder?
01:05:45: Ja das fand man und er hieß eigentlich Gustav Wicklund.
01:05:49: Okay Und er hatte dieses Lied gesungen beim Grand Prix Eure Vision de la Chanson.
01:05:56: Das wurde ja noch live gesungen damals und er hat einen Döde-Ed Partnerin.
01:05:58: und dieses Abschiedslied zwar liebender, er fährt zur See sie bleibt zurück endet in einem Fernsehen.
01:06:05: sehr überzeugend, dargebotene Kuss.
01:06:08: Und das löste einen irrsitzigen europaweiten Skandal aus.
01:06:12: Jedenfalls gab es davon eine deutsche Fassung.
01:06:14: und da Bibi Jones zu dem Zeitpunkt neben Katharina Walente ins Fahrflugfaktus die erfolgreichste Schlagersängerin in Deutschland war?
01:06:21: Die war doch jetzt aber wirklich mit jemandem zusammen – Mit einem Moderator!
01:06:25: Mit wem war sie zusammen?
01:06:26: Bibi-Jones, komm!
01:06:27: Mit
01:06:29: wem war Bibi Jones zusammen?
01:06:30: Ich weiß, mit dem sie zusammen war.
01:06:32: Sie war ganz kurz mit Michael Flecker verheiratet in den fünftiger Jahren.
01:06:37: Ja das kann sein.
01:06:39: Lange
01:06:39: bevor wenn Kimürre Michael Fleckhaar geheiratete.
01:06:41: Guck
01:06:41: mal!
01:06:42: Bibi-Jones ist eine wunderbare Freundin für mir, sieben neunzig Jahre alt lebt bei München und ist wirklich immer noch in Top Form und fantastisch.
01:06:50: Die war immer gut gelaunt.
01:06:52: Und Bibi hat dieses Lied also mit Gunnar gesungen auf Deutsch Und ich habe diese Platte ganz mit bewusst ausgewählt.
01:07:00: Also das Lied mag vielen Schnurls sich vorkommen, ein Wort mit dem ja auch viel zu leicht fertig verfahren wird.
01:07:05: Es ist ein sehr romantisches Liebeslied.
01:07:06: Das Schiff geht in sie heute Nacht Aber man muss sich mal die Stimmen anhören Wie unglaublich präzise und gut die gesungen haben.
01:07:13: Da musste man einfach Platt für sich am Mikrofon stehen und singen.
01:07:15: Da gab es da kurz hinterher nichts geschönt oder verändert, oder gebastelt werden.
01:07:20: Man musste einfach so singen wie es dann klingen sollte.
01:07:23: Und dann bitte ich nur auf die Stimme des männlichen Duetpartners zu konzentrieren.
01:07:27: ein absoluter Genuss und ein totaler Wahnsinn.
01:07:31: Dieht mal schön her!
01:07:33: Der war mit Vivi Bach
01:07:33: verheiratet.
01:07:34: Scheiße, ich bringe heute echt alles durcheinander!
01:07:36: Vivi
01:07:37: bach hat auch schöne Schlagern.
01:07:39: Und die beiden haben zusammengesungen.
01:07:40: Liebling warte nur ein bisschen mein Schatz
01:07:43: ich muss zum Bus.
01:07:44: Gibt der
01:07:44: Kleinen noch einen Küsschen?
01:07:46: Mein Schatz, ich muss zur Bus.
01:07:48: Du kommst noch früh genug zu deinem Dovenbus.
01:07:51: Das ist allerdings Welten entfernt von das Schiff Gdmz.
01:07:53: Entschuldige, entschuldige
01:07:54: Ich wollte hier wirklich niemanden durcheinander bringen.
01:08:04: Du weißt, dass ich dein Bin Doch erst kommt die Pflicht.
01:08:08: Nimm diesen Kuss noch von mir.
01:08:10: Mein Herz gehört dir.
01:08:12: Das Schiff geht in See heute nach Das Schiffft geht in see Heute nach.
01:08:21: Zuerst war es Spiel Und nur Liebelei.
01:08:25: Doch dann war auf einmal Die Liebe dabei.
01:08:28: So großen Rotwein Lieber Götz, wie schaffen wir es denn jetzt langsam auch so gegenwärtig zu werden?
01:08:41: Wir haben uns jetzt zu meiner großen Freude viel in der Kindheit und Jugend aufgehalten.
01:08:47: Nun muss man sagen dass du sehr früh die Weichen gestellt hast.
01:08:50: mit acht ging's glaube ich schon los.
01:08:52: Hast du da schon Klavierunterricht gehabt?
01:08:55: Dein Vater, du hast ihn uns vorhin mal kurz beschrieben hatte Nichts dagegen, wenn ich das richtig ... solange das Auftragsbuch voll ist.
01:09:04: Das Auftragsmuch muss voll sein!
01:09:06: Der Handwerker spricht.
01:09:08: Ja aber das ist natürlich nicht ganz einfach.
01:09:09: als Musiker oder hast du schnell damit auch ein bisschen Geld verdienen können?
01:09:14: Naja also dass ich ein paar Mark damit verdient habe, das begann so mit sechzehn würde ich sagen.
01:09:19: Du hast dein Abitur trotzdem gemacht?
01:09:20: Ja ja.
01:09:21: Hast du durchgezogen?
01:09:21: Ich hab
01:09:22: Musikgesellschaft studiert nach der vorhin beschriebenen fünfzehnmonatigen Intermezzo in schlecht sitzender Uniform.
01:09:29: Ja, ich hab das alles zweigleisig gemacht und ich habe auch schon mit siebzehn meiner erster Platte gemacht.
01:09:32: Also vor ziemlich genau zweiundfünfzig Jahren.
01:09:37: Ich ist bemerkenswert erfolglos und hab das dann halt immer weiter gepflegt und immer ernster genommen und hatte auch das große Glück dass die Liebe meines Lebens diesen Beruf von Anfang an immer toleriert hat sehr mitgetragen
01:09:51: hat und
01:09:52: es ja auch nicht leicht für eine Partnerschaft.
01:09:54: Ihr habt euch auf einer Party kennengelernt?
01:09:56: Wie
01:09:56: das so war früher!
01:09:58: Hast du sie zum Tanzen aufgefordert?
01:10:01: Es kam zu einem Tanz, aber komisch.
01:10:04: Irgendwie spürten wir plötzlich eine gewisse Unlust am Tanzen und zogen uns zu einem intensiven Gespräch zurück.
01:10:11: Dann doch über Politik sicherlich!
01:10:15: Dass es eigentlich humorvoller ist.
01:10:17: als ich die Berichte kennenlernte sind beide kurzsichtig Und wir waren auch da schon beide kurz sichtig Und wir waren so eitel, keine Brille zu tragen.
01:10:27: Dann verabredeten wir uns zu einem Rendezvous im Kino und ich war mir nicht ganz sicher wie meine Verabredung nur wirklich aussieht.
01:10:36: Wir sind dann zu diesem Kino gegangen und haben unsere Brillen nicht aufgesetzt und sind im Foyer wohl offensichtlich mehrere Minuten lang immer aneinander vorbeigegangen und fragten uns wo denn jetzt unser Rendez-vous blieb?
01:10:49: Und aus diesen nichtsversprechenden Anfängen ist aber dann Gott sei Dank doch noch etwas sehr seriöses.
01:10:54: Über vierzig Jahre, oder wird es nächstes Jahr?
01:10:57: Wir sind über fünfzig Jahre zusammen, aber wir sind in neun und dreißig Jahre verheiratet.
01:11:03: Es ist eben diesem Beruf für den ich mich dann letzten Endes entschieden habe, dass es nicht der wirklich familienfreundlichste Beruf, den es gibt!
01:11:12: Es ist eigentlich genau das Gegenteil.
01:11:19: Es ist das mieseste für eine Ehe oder eine Partnerschaft, oder eine Familie.
01:11:26: wenn man nicht wirklich es wirklich will und hölltisch aufpasst dass man nicht... Dass man keine
01:11:33: Fehler
01:11:34: macht.
01:11:34: Ich will's
01:11:35: verstehen.
01:11:36: Joachim Fuchsberger der große Black Eagle
01:11:38: hat die
01:11:39: vier Faus.
01:11:42: Verstehen, vertrauen.
01:11:44: zum Schluss steht da verzeihen.
01:11:45: Verzeihen und verzichten.
01:11:53: Was ist denn, welches V is dann das Schwierigste?
01:11:58: Nicht für dich.
01:11:59: Für meine Frau.
01:12:02: Das ist eine Frage die kann ich wirklich nicht beantworten.
01:12:08: Verstehen, ja klar!
01:12:10: Verzeihen...
01:12:12: Ich komm drauf an, ne?
01:12:14: Warum nicht dass es allzu viel zu verzeihen gab?
01:12:15: Gut.
01:12:16: Was aber nicht selbstverständlich ist.
01:12:18: Verzichten, das ist die größte Leistung.
01:12:23: glaube ich, die Idee erbracht hat.
01:12:25: Die größte Leistung.
01:12:28: Vielleicht sitzt sie jetzt gerade mit ihrer besten Freundin Anja bei einem schönen Assam-Tee und sagt Ich wäre nie der Typ für eine ganz feste Alltagsbeziehung gewesen!
01:12:37: Ich bin so glücklich dass Götz zwischendurch weg war... Das hat unsere Ehe gerettet.
01:12:42: Vielleicht hat sich's mir auch schon gesagt.
01:12:46: Ja, who knows?
01:12:47: Letztendlich ist das ja ganz gut wenn man nicht immer die ganze Zeit aufeinander
01:12:50: hockt.
01:12:52: Doof ist es dann, wenn jemand sich zurückgelassen fühlt und die andere Person ständig neue Eindrücke hat.
01:12:58: Jetzt mal abgesehen von diesem ganzen Klischee-Kram, der ja auch nicht umsonst existiert ... Ich halte dich da jetzt einfach aus einer tiefen Sympathie und einem langen Kennen, wenn auch nicht gut aber lange für einen sehr integeren Menschen, der guten fein moralischen Kompass hat Was dir unterstellen soll, dass du ehrlich bist.
01:13:21: Ich glaub, du bist eine ehrliche Haut.
01:13:22: Weil viele Sachen können passieren, ob man's will oder nicht und dann ist es immer noch ne Frage wie man damit umgeht.
01:13:27: Und ich glaube genau in dem Beruf den du da ausübst schon seit so vielen Jahrzehnten isst natürlich auch die Versuchung kann ich mir vorstellen.
01:13:35: das wirst du von Kollegen kennen und vielleicht sogar auch von Kolleginnen.
01:13:38: aber ich glaub man muss jetzt gar nicht so sehr gendern.
01:13:42: Es ist so ne Sache.
01:13:43: also insofern ja schön hat sich ein Glückwunsch.
01:13:47: Man
01:13:47: wird mit Versuchung konfrontiert, sonst wäre es keine.
01:13:52: Oscar Wild soll ja gesagt haben ich kann allen wieder stehen aber nicht der Versuchungen.
01:13:56: Das gilt nicht für alle Bereiche finde ich.
01:13:58: Es gibt Versuchen in denen man sehr gerne nachgibt.
01:14:02: Naja letzten Endes ist entscheidend was erwarte ich von meinem Leben Und ich gestalt das mir so und Ich werde hier auf keinen Fall Mit dem moralisch erhobenen Zeigefinger durch die Weltgeschichte laufen.
01:14:12: Gut
01:14:13: Und mehr habe ich zu dem Thema
01:14:14: nicht zu sagen Und ich brauche auch gar nicht mehr.
01:14:18: Ich hol mir gleich aber deine zweite Frage ab, ich bin sehr gespannt.
01:14:22: Henri Salvador hast du mitgebracht?
01:14:24: Ah, Henri Salvador!
01:14:24: Cité Hier.
01:14:26: Das kann sogar ich übersetzen das war Gäste.
01:14:28: Genau, Henri Salvatore ist ein Musiker der mich extrem geprägt hat.
01:14:35: Henri Salvador war ein Gitarist und Schüler von Django Reinhardt in der Karibik geboren, in Paris aufgewachsen und einer Ersterrangigen Pariser Jazz Musiker, der nach dem Krieg auch als Sänger, vor allen Dingen als Senger bekannt wurde und der noch im höchsten Alter mit über achtziger Nummer eins in den Frankreich hatte.
01:15:00: Oh das kenne ich das liebe ich sehr!
01:15:02: Und sein Produzent war auch für drei Alben mein Produzent.
01:15:06: Ach, das war wirklich wie eine Fügung des Himmels.
01:15:08: Und Oris Salvador war als Karibe natürlich auch sehr geprägt von lateinamerikanischen Rhythmen und hat sehr beigetragen zur Modernisierung des rumbabulero also eines besonderen einen karibischen Rhythmus, den er mit wunderschönen selbstgeschiedenen Chansons zur Popularität verholfen hat.
01:15:28: Und gleichzeitig war er ein unglaublicher Swinger wie Jazzmusiker.
01:15:32: Quincy Jones hat Alpen für ihn arrangiert Ende der fünftiger Jahre schon und er war ein Meister des komplett durchgeknallten Humors.
01:15:40: vielleicht erinnert sich an so alte Schlagen wie Juanita Banana und so.
01:15:43: das waren ursprünglich Schöpfungen von Oris Halvador oder Manamana.
01:15:49: Und Orissa Vador hat eben auch viele unglaublich romantische Lieder geschrieben.
01:15:53: Also das war ein Gegensatz, der schien unauflösbar.
01:15:56: bei ihm war das kein Thema und er hatte vor allen Dingen wenn er diese romantischen Sachen sagen so eine sehr naive Brustbruststimme die Er war auch immer so Haarschaffer am richtigen Turm vorbei, wie so viele Chancen und Jees.
01:16:11: Und das war so ein Einfluss.
01:16:12: als ich im Jahr zehntausend elf mein Paris-Album aufnahm.
01:16:14: Habe ich noch uralte Euromieshalva Dolida Extras Deutsch übersetzt mit Genehmigung seiner Familie die also packen waren.
01:16:21: Und das folgte ist, durch diese modernistische Rumba-Chansonmusik, der er sich so ausgedacht hat, bekam er während einer Brasilientournee als steinalter Mann vom damals schon damals regierenden Präsident Lula eine Verdienstmedaille umgehend für seine Verdienste und die brasilianischen Musik.
01:16:38: was ihn irritiert hat bis sie herausstellte dass die Geschichte folgen ist das Gio Gilberto, der Erfinder des bossanova Gesangstils für ihn zu kennen immer gesagt hat, sein größter Einfluss war Orissa.
01:16:50: Er wollte singen wie Orissa war dort.
01:16:52: Die ist leicht nasale trotzdem mit der Brust.
01:16:54: und naja hörst dir an es ist schöner kann man's nicht erfahren.
01:17:20: welche zweite Frage hast du mitgebracht?
01:17:24: Noch etwas das mich mit Sorge erfüllt oder mit einem gewissen Unwohlsein Das ist die öffentliche Wahrnehmung in der politischen Umsetzung.
01:17:33: ich möchte sagen die Verdrängung der philologischen Wissenschaften aus unserem universitären Betrieb und zwar europaweit.
01:17:41: Ich habe es gerade gelesen, die Zielvorgabe in Oxford & Cambridge soll sein, die philologischen Lehrstühle auch zu beschränken.
01:17:50: Übersetzt das mal?
01:17:51: Das heißt also alles was mit Geisteswissenschaften zusammenhängt nur noch auf... auf... ...auf... auf.... auf...fünfundzwanzig Prozent runtergebockt werden sollen in den Universitäten.
01:18:04: Von dem von hundert, von hundert?
01:18:06: Ach so!
01:18:07: Das ist bei uns in Deutschland auch so viele Professorenstellen werden nicht mehr besetzt.
01:18:12: Das ganze System des akademischen Rats und Akademischen Oberrats, die früher gerade in den phyologischen Fächern im Universitären Alltag eigentlich gestaltet haben.
01:18:21: Das ist alles weg mit studentischen Hilfskräften oder Postdoc-Stellen, die ein zwei Semester dauern besetzt.
01:18:29: Es geht wirklich den Bach runter – ich finde das sehr traurig!
01:18:32: Du dozierst dir selbst?
01:18:34: Du bist Honorarprofessor.
01:18:39: Ich weiß, dass es vielen Leuten sehr viel Spaß macht bei dir zu studieren.
01:18:42: Ich weiß aber auch, dass du dich über ein paar Sachen ärgerst, das zum Beispiel die Anwesenheitspflicht wegfällt.
01:18:52: Ja ich weiss, ich gehe durch den Universitätsgelände und sehe dann die Plakate bestimmter Hochschulstudentenvertretungen wo es heißt gegen die An Wesenheizpflicht.
01:19:02: Aber wer nicht da ist wird nicht viel lernen!
01:19:05: Das ist das Problem.
01:19:06: Und als Dozent steckst du sehr viel Energie in deine Seminare, in deine Vorlesungen wenn Du es ernst meinst, wenn Du wirklich was vermitteln möchtest.
01:19:14: Wenn Du den Job gerne machst und freust dich ja, wenn nicht nur ältere Herrschaften mit Tagesfreizeit da sind die Studien im Alter betreiben.
01:19:23: Und gerade in den sogenannten Orchideenfächern wie man so schön sagt klaffen da oft gähnende Lücken.
01:19:28: Ich finde das sehr, bedauerlich gerade in einem Land, in dem der Steuerzahler dafür sorgt dass Menschen kostenlos studieren können.
01:19:37: Dieses Privileg... ich war der erste, der allererste in meiner Familie den dieses Privilegg zuteil geworden ist und ich habe gelernt das wertzuschätzen.
01:19:48: und wenn man damit umgeht wie mit einem gratis Werbegeschenk, mit einem Schlüsselanhänger von Texaco oder so oder von McDonalds Wenn es die Wertschätzung eines Wegwerfartikels hat, dann finde ich das skandalös.
01:20:07: Wir sprechen auch davon, dass man ein paar Flöcke einschlägt für sein eigenes Leben und nicht nur die Universitätszeit missversteht als eine Superparty-Zeit in der ich blöderweise noch einen Text lesen muss.
01:20:23: Da bin ich vermutlich mehr als altmodisch.
01:20:30: Schicksal trage ich.
01:20:33: Ich habe rückschrittlich gesagt, um das hässliche Fremdwort dafür nicht zu benutzen.
01:20:38: Reaktionär?
01:20:39: Okay.
01:20:42: Über allem steht ja sowieso dass man da sehr unterschiedlicher Meinung sein kann und dass man das auch immer wieder trainieren muss, das auszuhalten und den anderen trotzdem zu wertschätzen, trotzdem möglicherweise in der einen oder anderen Sache ganz anders denkt als man selbst.
01:20:57: aber Ich kann auch nur versuchen mir das vorzustellen und mich würde es wahnsinnig ärgern.
01:21:02: Ich habe eine Vorredungsreihe gehalten, dann konnte man da einen Essay schrieben.
01:21:09: Ich hatte zwei Themen vorgegen, konnte sich ansaussuchen.
01:21:13: Und dann bekam ich ein Essay eingereicht von einer Studentin die definitiv nicht da war, nicht an einziges Mal.
01:21:18: Die hat einen Aufsatz geschrieben mit den Themen, die ich besprochen habe, nichts zu tun haben.
01:21:22: Dann habe ich eine Sprechstunde erbeten und hab sie gefragt... Es roch auch noch ein bisschen nach
01:21:28: K.E.,
01:21:30: und ... Ja, dann sagt es ja, sie hätte keine Zeit gehabt.
01:21:34: Man hätte gedacht das Thema wird schon irgendwie passen.
01:21:37: Das ist einfach
01:21:38: nichts,
01:21:38: das ist nicht genug.
01:21:39: Wie
01:21:39: gehst du um mit diesem Gap?
01:21:41: Ich weiß gar nicht ob du in spürst so bist ja einfach raus.
01:21:43: einem Gehorsam hast du ja schon gesagt ich bin dann da vielleicht irgendwie ein bisschen rückschrittlich usw.
01:21:47: Eigentlich finde ich dass es diese Selbstbezichtigung gar nicht braucht.
01:21:51: Das kann ja das gegenüber sagen wenn es das meint.
01:21:55: Aber wie gehst du mit diesem ... Ja, ich hab jetzt auch Gerb gesagt.
01:21:58: Mit dem Gefühl, mit dem wir am Anfang schon ein anderes Thema hatten?
01:22:03: Ich fühl mich automatisch von außen gesehen zwanzig Jahre älter.
01:22:07: Es ärgert mich, weil ich denke, das hat doch aber gar nicht unbedingt was Altmodisches.
01:22:12: Das hat doch einfach gar nicht was ... Wir haben das Wort spießt sich vorhin gehabt oder Reaktionäres.
01:22:19: Ich finde, dass hat etwas sehr Leidenschaftliches auch und trotzdem habe ich das Gefühl dass ich mich gegen so eine Außeneinung versuchen muss.
01:22:30: Wie soll ich es erklären?
01:22:31: Es klingt so unpopulär, was
01:22:33: ich sage.
01:22:33: Ja natürlich!
01:22:34: Jeder hat ja heutzutage Angst nicht gegrillt zu werden für irgendwas, was er da sagt.
01:22:38: und früher hast du halt einen Diskussionspunkt geliefert.
01:22:41: Da haben ein paar Leute im Saal vielleicht Buu gerufen oder den Fernseher ausgeschritten.
01:22:45: Aber das war's genau.
01:22:46: Und das ist heute nicht mehr so.
01:22:48: Jetzt will ich jetzt nicht sagen... Kein Hunderar-Professor in der Musikwissenschaft musste so viel aushalten wie ich.
01:22:53: Ich zitiere jetzt im Prinzip keine Politikanzitate, aber Fakt ist einfach dass jeder Furz den du lässt eben mit eine ungeheure Nachhaltigkeit produziert die auch ins Absurde gleitet.
01:23:09: das muss man ja auch ganz klar sagen.
01:23:11: Und vieles, was ein junger Mensch verkündet.
01:23:13: Auch kämpferisch an der Uni und so, dass man sieht, ob das in zehn Jahren sagt... ...und mal sehen, was er in zwanzig Jahren sagt oder in vierzig Jahre sagt.
01:23:20: Das ist auch das absolute Recht eines Menschen jederzeit seine Meinung ändern zu dürfen.
01:23:24: Ein großes Privileg!
01:23:25: Sogar zum Müssen eigentlich?
01:23:26: Sonst stimmt das nicht.
01:23:28: Deshalb muss man das eigentlich auch aushalten.
01:23:30: aber du hast wirklich recht mit es so geprägt.
01:23:31: Man sagt jetzt schon von vornherein um Leute, was ich jetzt sage, mag vielleicht nicht angreifen.
01:23:36: Was ich jetzt sagen muss auch nicht angleichen sein.
01:23:38: natürlich
01:23:39: Wir gehen jetzt gleich raus mit einem Lied von deinem aktuellen Album und deiner aktuellen Show bei Nacht.
01:23:47: Till Bronner, du hast dir überhaupt ganz illustre Gäste, hätte ich es fast genannt wenn ich es nicht besser wüsste.
01:23:54: Freunde würdest du sagen?
01:23:56: Erscheinen dort.
01:23:57: Yvonne Cutterfeld ist dabei.
01:23:59: Roland Kaiser der modern Nachbar war.
01:24:02: kein Interview kommt ohne aus das zu erwähnen.
01:24:06: Was möchtest Du über dieses Album dass jetzt brandneu ist,
01:24:10: aber noch aktuell.
01:24:13: Gebt uns was an die Hand und kann man dich damit noch auf Tour sehen?
01:24:17: Wie lange?
01:24:18: Meine Tournee geht bis Mitte Dezember.
01:24:20: Ah
01:24:20: gut!
01:24:21: Dann
01:24:21: ist sie der nächste.
01:24:23: Und ich glaube so Ende März werden wir anfangen mit dem neuen Programm mit der neuen Tournee und das Album dazu wird jetzt gerade im Oktober hier in Berlin produziert.
01:24:32: Na guck okay willst du uns noch etwas... an die Hand geben mit diesem letzten Song?
01:24:37: oder überhaupt für unser Leben?
01:24:38: Für dein Leben, ich habe das Privileg heute hier deinen Gast zu sein.
01:24:43: Ich glaube du hast meine Ratschläge nicht nötig aber... ...ich möchte eine Lande brechen für das was wir jetzt gleich hören nämlich Veralte Schlager und zwar sehr alte Schlager.
01:24:56: Das ist in der Komposition von Thio Markeben aus dem malten Vierzigerspielfilm.
01:25:00: Wer bist Du, den ich liebe?
01:25:01: Ich bin vielleicht ein Witz Kabarettgeschulte, Texte damals gearbeitet haben.
01:25:07: Mit welchem Können Theater geschulte Komponisten damals Lieder geschrieben haben?
01:25:15: Mit welcher Kunstfertigkeit das populäre Liedgut damals qualitativ auf die Spitze getrieben wurde und wie jazzhaft und jazzfähig all das war?
01:25:25: Das hört man bei unserer Fassung von.
01:25:27: wir wollen noch nicht so
01:25:28: tun.
01:25:29: Lieber Götz!
01:25:30: Nach all den Jahren, das war mir eine Freude und eine Ehre gleichermaßen.
01:25:34: Danke für diese... Du
01:25:35: sehr altersloser Mensch!
01:25:36: Und auf die schöne Einleitung.
01:25:40: Viel Spaß bei allem was da jetzt noch kommt.
01:25:42: Und möglichst viele Studierende, die davor dir sitzen.
01:25:45: Mir hat unser Wiedersehen viel Freude.
01:25:47: Mir auch.
01:25:47: Tschüss.
01:25:51: Das war der Podcast der Radiosendung Hörbar Rust.
01:25:55: Wir hoffen dass es Ihnen gefallen hat wenn Sie möchten sie können ihn abonnieren.
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