Simon Schwarz

Shownotes

Simon Schwarz zählt zu den bekanntesten Schauspielern Österreichs und wird 1971 als Sohn eines Theaterwissenschaftlers und einer Germanistin in Wien geboren. Er entdeckt früh seine Leidenschaft für den Tanz, lernt Ballett und nimmt Schauspielunterricht. Es folgen zahlreiche Theaterengagements, u.a. bei den Salzburger Festspielen mimt er den Teufel im "Jedermann". Im Fernsehen ist er erstmals 1996 in der Serie "Spiel des Lebens" sowie u.a. im Tatort "Die Wannseekonferenz", in "Totenfrau" und in "Der Metzger traut sich". Das Kinopublikum liebt ihn seit 2013 vor allem an der Seite von Sebastian Bezzel in der beliebten bayrischen "Eberhofer"-Krimireihe, wo Simon Schwarz als Rudi Birkenberger derzeit im 10. Fall „Steckerlfischfiasko“ im Kino zu sehen ist. Neben seiner Arbeit vor der Kamera wendet sich Schwarz in seinem Buch "Geht's noch? Betrachtungen eines Überforderten" den großen Fragen der Gegenwart und sinniert über gesellschaftliche Krisen und persönliche Hürden. Geprägt von einem politisch aktiven Elternhaus plädiert er für "Menschenschutz" statt Klimaschutz und in der Hörbar spricht er offen über die Herausforderungen seiner ADHS-Diagnose im Alltag, über Film-, Männer- und Frauenrollen und gibt ehrliche Einblicke in sein Leben. Aktuell ist er zudem noch mit Freund, Sänger, Schauspieler & Kabarettist Manuel Rubey und dem gemeinsamen Bühnenprogramm "Das Restaurant" auf Tour und gastiert am 2./3. November im Tipi am Kanzleramt.

Playlist 20.09.2026 Georg Danzer - Weiße Pferde Jacques Brel - Les Bonbons Les Tambour des Bronx - Nagasaki pour la vie Keith Jarrett - The Köln Concert (vom 24.1.1975 Part 1) Johannes Brahms: Die Ungarischen Tänze Nr. 5 - Claudio Abbado & die Wiener Philharmoniker Dara Chom Chan - Give me a Kiss Astor Piazolla: Maria de Buenos Aires

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00:00:04: Ich glaube es ist echt längst an der Zeit, also es ist längst überfällig dass wir ein paar Männerbilder kreieren wieder und das wir für junge Männer vor allem auch mal neue Narrative in den Bildern, die Intermittlichkeit definieren.

00:00:22: Aber auch für meinen Sohn möchte ich selbstverständlich eine Welt haben, in der es eine tatsächliche Gleichberechtigung gibt.

00:00:30: In der es keine Unterdrückung gibt und in dem Menschenrechte gewahrt werden und nicht nur Menschenrechten sondern überhaupt Rechte an der Erde und an alle Lebewesen.

00:00:41: Und einen sehr vernünftigen Umgang dazu haben und denen weiterzugeben.

00:00:52: Prost!

00:00:54: Zu Gast ist heute der Schauspieler und Autor Simon Schwarz.

00:01:00: Herzlich willkommen.

00:01:02: Schön, dass ich da bin.

00:01:03: Ich freue

00:01:04: mich auch.

00:01:04: Vor allen Dingen bist du schon so lange ... So lange Wunsch-Gast?

00:01:08: Achso?

00:01:09: Aber nie

00:01:10: ausgesprochen.

00:01:11: Das verstehe ich.

00:01:12: Würde dich nicht verstehen sagen das mal so.

00:01:16: Aus irgendwelchen Gründen hat das vorher noch nicht funktioniert.

00:01:19: Und ich habe mich dir so ein bisschen angenähert über gemeinsame Freunde, die wir haben oder beziehungsweise eine gemeinsame Freundin mit der du auch regelmäßig die Eberhofer krimiist drehst Lisa Maria Potthoff.

00:01:30: Richtig!

00:01:31: Hat sie mir erzählt?

00:01:32: Dann durfte ich Sebastian Wetzel vor einiger Zeit kennenlernen, der ja auch ein enger Freund von dir ist und super Typ einfach.

00:01:39: Ja,

00:01:39: ist er Und hab ich gedacht, so.

00:01:40: Jetzt bin ich nah genug dran.

00:01:42: Ja?

00:01:43: Irgendwann wird Simon Schwarz kommen.

00:01:45: Ah okay!

00:01:46: Ja jetzt ist er da.

00:01:47: Und jetzt setzen wir uns gegenüber.

00:01:49: Genug gelobhudelt und haben uns gerade ... Wir sind in etwa einen Jahrgang.

00:01:53: Also ich bin vier Jahre älter oder drei Jahre ältest du.

00:01:55: Und wir haben uns grade über eine Uhr unterhalten mit der man auch telefonieren kann.

00:01:59: Ich habe gesagt das ist im Grunde.

00:02:01: für mich war es nur ein pragmatischer Grund mir dieses Ding anzuschaffen.

00:02:05: Ich mag das eigentlich nicht aber es ist schon bisschen Science Fiction.

00:02:08: Und wenn du dich jetzt an deine Kindheit erinnerst, an das was damals unmöglich schien.

00:02:14: Fällt dir da noch etwas anderes ein?

00:02:16: Wo du so dachtest, wenn das mal eines Tages hat dich ... Was hatt ich da besonders fasziniert?

00:02:20: Weil wir sind ja an allem irgendwie ziemlich nah dran!

00:02:23: Naja also ich war... Das ist ein bisschen komplizierter glaube ich weil ich als Kind nicht der Typ war, der sich Gedanken gemacht hat, was in der Zukunft ist.

00:02:37: Das hat meine Mutter getan, aber ich habe das nicht getan.

00:02:41: Ich hatte die Probleme, damit war ich eingedeckt und ich hatte nie dieses Science Fiction Gedanken wie wir eine Zukunft aussehen.

00:02:57: für mich war eigentlich immer mehr Ja, die Natur war immer ein starker Faktor bei mir.

00:03:04: Apropos

00:03:04: Natur?

00:03:05: Wir haben ja eine dicke Pflege drin.

00:03:07: das ist jetzt schon der zweite Aufzeichnung Mit

00:03:09: einer dicken Fliege.

00:03:10: Du hörst sie nicht weil du keine Kopfhörer auf hast.

00:03:13: Ich höre genau wie laut sie ist.

00:03:15: Pass auf wir müssen uns jetzt noch mich entscheiden

00:03:17: Ob wir sie rauslassen oder

00:03:18: ob wir sie... Ja genau ich drücke jetzt mal kurz auf Pause Weil so geht es nicht weiter.

00:03:24: Okay Das waren drei Sekunder.

00:03:27: Die ist sofort rausgeflogen und du hast auch sofort gesagt, das ist gutes fürs Ökosystem wenn wir sie jetzt nicht versuchen zu fangen und Schlimmeres mit ihr zu machen.

00:03:34: Und im Grunde habe

00:03:35: ich... Da ist die Futter für Anna!

00:03:38: Aber damit können wir auch wieder genau rein gehen.

00:03:41: Genau, wo wir ausgeschenken sind.

00:03:42: Das war

00:03:43: die Natur.

00:03:43: Die Natur hat mich mehr interessiert.

00:03:46: Das fand ich immer interessant da irgendwie.

00:03:49: Deine Mutter war Aktivistin, was klingt so komisch?

00:03:53: Weil ich glaube wenn du das mal warst dann bist du das wahrscheinlich bis an deinem Lebensende.

00:03:58: So kommt sie mir vor ohne dass ich sie je kennengelernt habe.

00:04:01: aber du hast in dem Buch... Ja meine Mutter

00:04:03: wird jetzt im Ende tatsächlich sehr stark im letzten Jahr verändert.

00:04:08: also würde ich sagen nein man ist es dann nicht bis zum

00:04:10: Schluss Das stimmt.

00:04:12: Also das stellen wir uns glaub ich einen gesunden Zustand anders vor als im Nichtgesundenzustand.

00:04:18: Insofern

00:04:18: ist es tatsächlich glaub ich endlich Und Aktivismus hat ja schon auch was mit aktiv zu tun, und das verliert man dann halt einfach.

00:04:28: Also insofern war sie es!

00:04:29: Ich laufe jetzt gefahr dass das eine super sönliche frage ist und du musst den natürlich gar nicht... Du musst gar nichts beantworten was ich dich hier frage.

00:04:36: aber bei einer Person die wie gesagt ich kenn sie nur durch diverse Interviews, die du gegeben hast.

00:04:42: Das Buch, das du geschrieben hast, das ist im Grunde ne Hymne auch so ein bisschen an Sie als Mutter.

00:04:48: Merkt sie die Demenz oder ist es so ein Rübergleiten, dass sie gar nicht spürt was sie verliert?

00:04:53: Nein das kriegt man schon mit.

00:04:55: Dass man die Worte nicht mehr findet.

00:04:58: Das kriegt ich nervt dann irgendwie aber das ist kein schöner Zustand glaube

00:05:06: ich.

00:05:06: Sie hat dich auf jeden Fall beeinflusst, sie ist

00:05:11: Germanistin

00:05:12: und Kunstgeschichtlerin.

00:05:14: Und zweifache Mutter

00:05:15: Zweifache Mutter ist richtig.

00:05:17: Du hast noch einen älteren Bruder?

00:05:18: Richtig!

00:05:20: Und dein Vater war Theaterwissenschaftler?

00:05:24: Theater-Wissenschaftler,

00:05:25: ja und war dann Redakteur auch am Theater und hat auch Regie gemacht und so.

00:05:33: Wo haben die beiden sich kennengelernt?

00:05:35: Die haben sich in der katholischen... Ich glaube es heißt Jungschah.

00:05:40: ich weiß es ehrlich gesagt nicht In der katholischen Jungschad, glaube ich, kennengelernt.

00:05:46: Es ist auch interessant, weil ich wirklich nicht der Typ war als Kind, der alle Fragen gestellt hat.

00:05:52: Als Kind macht man das aber auch glaube ich nicht unbedingt?

00:05:54: Ach doch und es gibt Kinder die wollen

00:05:55: das wissen.

00:05:56: ja!

00:05:57: Mein Älterster hat das immer gemacht.

00:05:59: Mein Ältester hat immer Fragen gestellt.

00:06:01: also ich glaube sind eine Typfrage

00:06:03: Okay.

00:06:03: Und ich würde heute auch immer Fragen

00:06:05: stellen,

00:06:06: aber das war ich früher nicht und da bin ich halt spät drauf gekommen warum das nicht so war ja?

00:06:12: Aber insofern um wieder auf die Ausgangsfrage der Zukunft zu kommen ist natürlich schon so dass einfach nicht meine Gedankenwelt war Ich habe viele Fragen nicht gestellt.

00:06:25: Kann es auch daran liegen?

00:06:26: Auch mir selbst nicht.

00:06:28: Da können wir gleich nach der ersten Musik die du mitgebracht hast vertiefen.

00:06:33: So wie ich mir deine Kindheit vorstelle, wie du sie auch skizziert hast ein bisschen haben da auch nicht die klassischen Impulsgeber stattgefunden das wäre Fernseher und so Serien und möglicherweise auch Comics oder so wodurch man ja natürlich auch irgendwie so ein bisschen inspiriert und beeinflusst ist dass was so wie ich es mir vorstellt das ist aber jetzt nur eine Hochrechnung Ist es eher so gewesen, dass man sich draußen aufgehalten hat und mit Sachen gespielt hat.

00:07:02: So die man ich will nicht sagen fand.

00:07:04: aber du hast ja schon in sein Natur bezogen Kindheit und Jugend gehabt wie du das auch schon angedeutet hast?

00:07:10: Ja also eine urbane naturbezogen halt weil das war ja im zweiten Bezirk in Wien aufgewachsen Das ist der Brater und das waren sehr Also meine Eltern da hingezogen sind, war das eine sehr runtergekommene Gegend.

00:07:25: Aber mit sehr viel Grün und aber auch mit sehr vielen Baulücken und sehr viel Rotlichtviertel.

00:07:34: Hast du das verstanden was ein Rotlicht Viertel ist damals?

00:07:37: Naja das habe ich natürlich nie als Rotlicht-Viertel bezeichnet, aber ich wusste natürlich dass der Strich ist, der Straßenstrich geht dort hier und später in den Anfänden wäre es natürlich toll.

00:07:49: Darf ich dich mal fragen?

00:07:50: Ich weiß nicht, weil ich ja als Mädchen und auch Frau dann da möglicherweise das ganz anders wahrgenommen habe.

00:07:57: Wie hast du das?

00:07:57: Kannst du dich daran erinnern wie du was du als Junge darüber gedacht hast dass da Frauen sind die Männer gegen Geld anfassen und Sex mit denen

00:08:06: haben?

00:08:07: Da

00:08:08: hab' ich nicht darüber nachgedacht sondern das war einfach ... Das wusste das sind diese Frauen und das sind irgendwie... Dass die da irgendwie machen.

00:08:15: dann was mit den Männern?

00:08:16: das war mir schon klar irgendwie Ich hab mich darüber nachgedacht, das war mir auch eigentlich egal.

00:08:24: Was war dir nicht egal in der Zeit?

00:08:27: Was mir nicht egal war, war meine Freundschaft zu meinen paar Freunden die ich hatte.

00:08:32: Das war eigentlich das Wichtigste für mich und das war mehr nicht egal.

00:08:37: Und es war mehr nichtegal also... Also muss man jetzt natürlich schon genauer werden, in welchem Alter wir uns befinden.

00:08:44: so ein bisschen ja weil es ist natürlich schon so.

00:08:47: da geht's natürlich jetzt Auch wenn du sagst nichts geprägt von Serien oder Musik, sondern viel von außen.

00:08:55: Also ich bin ja nicht in einer alternativen Familie aufgewachsen, sondern meine Mutter

00:09:02: hat

00:09:04: nie an Gott geglaubt, ob sie eine Atheistin ist.

00:09:06: Bin ich jetzt nicht zu hundertprozentig sicher, ob das der richtige Begriff gewesen wäre für Sie?

00:09:12: Ihre Mutter wiederum wahrscheinlich eher!

00:09:15: Und mein Vater kommt aus einem extrem katholisch geprägten Haus.

00:09:19: So sehr katholisch geprägt, dass sein Vater wiederum in der S-Zeit Schwierigkeiten hatte, das er sogar am Schluss noch ins Gefängnis kam... Also so stark katholisch geprägt und auch bis heute katholisch.

00:09:34: Der geht immer noch, also er geht jetzt nicht mehr in die Kirche aber er hört sich noch messen an und so.

00:09:39: Das ist ja schon mal irgendwie ein Konflikt der gar kein Konflik war sondern einfach möglich war.

00:09:47: Das

00:09:47: habe ich nicht verstanden?

00:09:49: Die hatten nie einen Konflekt damit das eher so katholoisch ist und sie nicht.

00:09:52: Achso okay alles klar.

00:09:53: Das

00:09:53: waren nie Thema.

00:09:55: Das war in der Familie auch nie Thema, das war halt so.

00:09:59: Man hat sich auf bestimmte konservative Dinge verständigt, vielleicht?

00:10:04: Wir

00:10:04: haben nicht so richtig.

00:10:06: Das ist schon eine andere Art von konservativen Dingen.

00:10:09: Aber

00:10:10: weit vom Hedonismus entfernt.

00:10:12: Darauf kann man sich einigen.

00:10:14: Genau!

00:10:15: Ich glaube die hatten beide klare Grundwerte der nächsten Liebe.

00:10:19: eher das, der Dialog und Nächstenliebe.

00:10:26: würde ich auch sagen, das ist das was so bin ich erzogen.

00:10:29: Das sind aber... Dialog

00:10:30: und Nächstenliebe?

00:10:31: Das sind zwei Wörter die die Welt tragen.

00:10:34: Na ja.

00:10:34: Je nachdem wie sie ausgefüllt und wie sie gelebt werden, aber das ist ja so.

00:10:38: Also insofern... Auf

00:10:39: jeden Fall!

00:10:40: Liebe ist Nächste Lieber in Wirklichkeit.

00:10:42: Eigentlich geht es bei Liebe am nächsten.

00:10:44: Liebe ist ein anderes chemischer Zustand

00:10:47: Ja, und sich selbst zu lieben finde ich aber auch nicht verkehrt.

00:10:50: Also es geht nicht um Nazismus sondern in sich selbst so ein gutes Verhältnis.

00:10:54: ja genau, ein gutes verhältnis für sich selbst.

00:10:57: Wir spielen mal die erste Musik, die du mitgebracht hast.

00:11:00: das ist eine sehr ungewöhnliche was-ich-a-liebe Liste Georg Danzer.

00:11:05: damit geht's los.

00:11:06: weiße Pferde.

00:11:07: Ich habe keine Ahnung was jetzt passiert.

00:11:09: Was ist das für'n Lied?

00:11:11: Was ist das für ein Lied?

00:11:12: Georg Danza war eigentlich ein Liedermacher gewesen in Österreich, aber er hat auch dieses berühmte Lied an Nogga da im HWLK.

00:11:24: Das war sehr berühmt.

00:11:26: Das habe ich meiner Jugend so als österreichische Popkultur wahrgenommen.

00:11:34: Aber eigentlich war er ein Lidermacher und auch ein politischer Mensch, extrempolitischer Mensch.

00:11:39: Und deswegen habe ich ihn auch gewählt, weil für mich ist natürlich der Austropop Zeit.

00:11:45: Also gerade in meinen jungen Jahren war der Austropop der, der uns begleitet hat mit Wolfgang Ambrus, Ludwig Hirsch, Georg Danzer und Reinhard Vendrich dann später ERV.

00:11:57: aber das bin ich gar nicht mal so mehr.

00:11:59: Das bin ich dann gar nicht mehr so, weil ich verliere mich dann ganz wo in andere Richtungen später.

00:12:05: Aber ich hab ihn gewählt die Lieder von ihm mich schon früh emotionalisiert haben.

00:12:38: Der Schauspieler und Autor, und ja auch Podcast-König habe ich eben in der ersten Vorstellung noch gar nicht gesagt!

00:12:46: Ich weiß auch immer nicht ob das klug ist selbst als Podcast

00:12:50: andere

00:12:50: Podcasts zu empfehlen.

00:12:53: aber du machst mit deinem Freund und Kollegen Manuel Rubai einen Podcast und er ist sofort an die Spitze geschossen sozusagen, als ihr angefangen habt.

00:13:04: Ihr kennt euch schon lange, habt auch schon zusammen gearbeitet.

00:13:07: und wie heißt er?

00:13:08: Wie ist der entstanden?

00:13:09: Willst du das ganz kurz sagen?

00:13:10: Ganz

00:13:11: einfach schwarz und rubei.

00:13:13: und entstanden ist er dass er mich gefragt hat ob ich mit ihm ein Kabarettprogramm schreiben möchte und auf die Bühne gehen möchte mit ihm als Kabarettist.

00:13:23: Und ich habe da eigentlich... Das hatte ich nie auf meiner Liste Hat mich nie wirklich interessiert zu viele Kabarettisten gespielt und so weiter, dass das einfach wirklich ein Feld war.

00:13:36: Es ist ein anderes Feld und es sollen die machen und alles ist wunderbar hat mich nicht weiter interessiert obwohl ich natürlich mit dem Kabarett groß geworden bin.

00:13:43: aber für mich kam das nie in Frage und er hat mich in einer Zeit erwischt wo ich mir gedacht habe naja ganz schwierig.

00:13:51: also kurze Antwort kommt jetzt leider doch nicht fällt mir gerade auf aber er hat sich in einer zeit erwisacht wo ich musst du aufpassen, dass nicht alles so weiterläuft wie es die letzten Jahre gelaufen ist.

00:14:06: Weil er es dich angeödet hat oder weil du dachtest das kann so nicht weitergehen?

00:14:09: Nein ich halte es für ganz schwierig wenn man... Schauspieler ist, habt einem gewissen Alter.

00:14:16: Für Frauen weiß ich jetzt nicht wie das ist aber für Schauspieler glaube ich ist es so.

00:14:20: und das was ich wahrgenommen habe Und du machst immer diese Filme weiter wie du sie machst usw.

00:14:26: Und versuchst natürlich auch mehr oder weniger das was gut funktioniert wiederzugeben wirst auch ausschließlich so besetzt.

00:14:35: also sehr divers ist die Besetzungswelt in Deutschland ja nicht, aber jetzt meine ich es mal nicht divers.

00:14:43: Also das natürlich auch, aber da meine ich jetzt tatsächlich divers in der Vorstellung was Schauspieler machen können, was sie spielen können an Figuren und wie Sie denken können hat vielleicht einen Grund weil vielleicht manche tatsächlich maßlos überschätzt werden, aber das war für mich irgendwie hatte ich Angst so zu werden und dachte naja du musst schon was ausprobieren, was du nicht am Zettel hattest.

00:15:09: Und wenn du auf die Schnauze fällst damit dann ist es sehr öffentlich, dann ist das sehr groß und diese Niederlage und Demütigung macht vielleicht etwas mit dir und vielleicht ist das ein Schritt den du dann gehen kannst ja in deiner Entwicklung interessant ist.

00:15:25: Ich beobachte dass auch bei großen Regisseuren, bei Regisseurinnen weniger aber bei großen Also wirklich große internationalen Regisseur, dass die ganz wenige es schaffen sich neu zu erfinden im Alter und bei Schauspielern kommt das gar nicht vor.

00:15:40: Es gibt keine Schauspiller die sich mehr oder weniger neu erfinden.

00:15:44: Gut, aber da wie du ja selbst gesagt hast hat man auch als Schauspielerin oder Schauspieler nicht unbedingt Einfluss drauf.

00:15:48: Denn wir werden bestimmte Dinge angeboten oder auch nicht.

00:15:51: und wenn du... Und du musst eben auch sehen es gibt in Deutschland maximal hundert Schausspieler das heißt du auch die sich von diesem Beruf ernähren können und ihre Familie und auch Schauspiele erinnern.

00:16:05: Das ist nicht so einfach.

00:16:06: Du bist Freiberufler freiberuflerin manchmal setzt du monatelang da nichts kommt dann kommen drei Angebote auf einen.

00:16:13: Du weißt nicht genau, ich meine sowas wie diese Eberhoferei ist natürlich für alle Beteiligten Fluch und Segen.

00:16:19: Vielleicht im Moment glaube ich unterm Strich dann doch noch eher Sägen weil es ja auch eine wirklich unterhaltsame qualitativ hochwertige Sache ist.

00:16:28: das jetzt nicht musst du dir auch gar nicht zu äußern in dem Sinne?

00:16:32: Das erwarte ich gar nicht.

00:16:33: Nein, ich

00:16:33: würde auf jeden Fall als ihn willst du unterstreichen Fluch-und-Sägen.

00:16:39: Und dann habt ihr um diese Antwort, ich meine wir haben noch ganz viel Zeit.

00:16:42: Wir reden auch über alles mögliche.

00:16:43: aber um diesen Bogen zu haben weil wir gleich wieder Musik spielen müssen Habt ihr denn das Restaurant?

00:16:48: Das war euer erstes, oder ist euer erstes Kameradprogramm.

00:16:51: Genau ich

00:16:51: komme wieder zu dem Punkt weil es macht tatsächlich noch den Bogen zurück.

00:16:55: man denkt es bei mir oft nicht dass der findet nie wieder zurück aber ich finde noch zurück genau und das habe ich dann gemacht weil ich dachte ich finde nämlich echt dass man das selber entscheiden kann ob man sich da verändert oder nicht also kann sich neu erfinden.

00:17:07: das glaube ich schon Ich, genau aus dem Grund den du gesagt hast das ist nicht meine Entscheidung was für Rollen ich spiele ja weil ich weiß nicht was ich angeboten bekomme.

00:17:14: Genau deswegen wollte ich mich neu erfinden und dann habe ich gesagt Ja das machen wir aber parallel dazu weil wenn es kaputt also wenn das nicht geht mit dieser mit diesem Cabaret Dann möchte ich es festgehalten haben festgehalten haben.

00:17:27: Deswegen möchte ich, dass wir parallel dazu einen Podcast machen, wo wir über diesen Prozess reden und sprechen.

00:17:36: Das war die Idee!

00:17:38: Deswegen habe ich

00:17:39: den Abschluss.

00:17:41: Du hast ein Abschluss?

00:17:43: Und ich denke das ist genial.

00:17:48: Du grinst auch so ein bisschen wahrscheinlich, weil das ist auch wirklich eine gute Idee.

00:17:51: Einfach ganz schief gegangen wäre, hätte man das super dokumentieren können?

00:17:55: Das

00:17:56: war die Idee dahinter.

00:17:57: ja!

00:17:57: Ihr seid beide beliebt,

00:17:58: d.h.,

00:17:59: ihr hättet es als Schauspieler weiter eure Rollen gehabt, ihr werdet beider Freunde gewesen und jetzt habt ihr

00:18:05: alles!

00:18:06: Ja genau, der Name wird das aber... also das war halt die Idee, das war das Konzept dahinter.

00:18:11: In diesem Podcast seid ihr beide doch stellenweise unter dem Strich die ganze Zeit ziemlich offen, wie ich finde.

00:18:19: Also ich habe den leider für die Vorbereitung sehr spät erst entdeckt und hab dann da in zwei drei Episoden reingehört.

00:18:28: Finde ich immer so doof!

00:18:29: Ich hab sie mir angehört... Und was ich da so erfahren habe, darüber sprechen wir gleich.

00:18:35: Das ist jetzt draußen das lässt sich nicht mehr anfangen.

00:18:37: tut mir leid dass mit der Fliege war einfacher.

00:18:40: Songzwei von dir Jacques Brel.

00:18:47: Warum dieses Lied, was steckt dahinter?

00:18:49: Es ist mehr das Nichtverständnis für die französische Sprache.

00:18:53: Weil ich nie wusste, was sie da singen.

00:18:56: Le bonbon!

00:18:58: Das hast du verstanden?

00:18:58: Ja, das

00:18:58: habe ich schon verstanden.

00:18:59: Aber generell bei Chanson... Ich gehe sehr stark nach Emotionalisierung und wo mich was hinführt.

00:19:13: Und das hat aber nicht zwingend etwas mit einer Musikrichtung zu tun, aber Chanson ist wirklich etwas, was.

00:19:20: ich bin dann... in die Schweiz später gegangen und das hat mich einfach schon sonst, ich glaube dass mein Vater mir mal irgendein so was von Edith Biaf vorgespielt hat auf einer Platte oder es mal lief.

00:19:34: Ich kann mich da aber nur dunkel daran erinnern, weil noch sehr sehr klein und das war etwas... Und ich fand diese französische Sprache auch so

00:19:41: schön!

00:19:41: Sehr!

00:19:42: Ja also ich fand das wirklich großartig.

00:19:46: Und Schagprell fand ich dann einfach, das habe ich für mich so entdeckt irgendwann in meiner Jugend.

00:19:52: Ich fand ihn so kraftvoll und egal wie traurig, chanson sind.

00:19:57: sie machen mich glücklich!

00:20:23: Der Schauspieler Autor Podcaster Simon Schwarz ist heute hier zu Gast und ich habe es vorhin schon angedeutet.

00:20:33: Ich hab mich dir auf viele soziale Arten angenähert oder versucht.

00:20:38: Du lass sie sozial sind, das ist alles gut!

00:20:40: Ja und ich habe sowohl Sebastian Betze den großartigen Schauspieler, den ihr auch kennt der auch schon in der Hörbar war ist noch gar nicht so lange her könnt ihr sowieso alles über.

00:20:52: die.

00:20:54: Früher hieß es Audiothek, heute heißt es Sounds und Reider heißt jetzt Twix.

00:20:59: Könnt ihr euch alles noch anhören?

00:21:01: So!

00:21:02: Und ich habe ihn gebeten... Ich hab ihm drei Fragen geschickt.

00:21:06: Ja.

00:21:06: Das waren wahrscheinlich total bescheuerte Fragen.

00:21:08: das merke ich daran dass er sie nicht richtig beantworten konnte dafür mir viel viel klügere Antworten geben hat.

00:21:13: Frage eins war Was wäre Simon für ein Tier?

00:21:19: Oh.

00:21:21: Könnte du dir vorstellen was er geantwortet hat?

00:21:23: Nein.

00:21:25: Vielleicht sowas wie Leopard?

00:21:27: Das hat er ja antwortet, nein das könnt ihr mir nicht vorstellen.

00:21:30: Aber würde dir das gefallen?

00:21:32: Was würdet ihr denn gefallen?

00:21:34: Welches Tier bist du in der Selbstbezichtigung?

00:21:37: Ich finde es immer schwer... Kommt du

00:21:38: wärst ein Regenwurm!

00:21:39: Nicht wegen, nein nicht weil er so aussieht aber du liebst Regenwirma und Regenirma sind so wichtig für den Boden Und der Boden ist dein Thema.

00:21:46: Ja also Regenfirma sind ja natürlich tatsächlich großer Digitierer.

00:21:49: Ja und man kann sie teilen.

00:21:51: ich weiß nicht ob das eigentlich

00:21:53: Ja,

00:21:53: ist das noch so?

00:21:54: Nein, die Teilung

00:21:55: hat sie sich nicht.

00:21:56: Aber der vordere Teil sozusagen lebt weiter.

00:21:59: Gut, okay.

00:22:01: Das muss man jetzt auch nicht ausprobieren liebe Kinder.

00:22:05: Also wäre es ein besonderes attraktiver Regenwurm vielleicht.

00:22:09: Das

00:22:10: weiß ich nicht!

00:22:12: Das ist wirklich schwierig.

00:22:13: Ich glaube, das verändert sich im Leben auch früher wie ich klein war, als ich immer jünger war und klein war.

00:22:21: In meinen Teenies hätte ich gesagt ein Hund.

00:22:25: So was wie Lassie?

00:22:26: Nein nicht wie Lessie.

00:22:30: Irgendwas, das durch den Wald gut laufen kann.

00:22:33: Also eher so etwas.

00:22:34: Wahrscheinlich

00:22:34: eher einen Jagdhund

00:22:35: oder sowas.

00:22:35: Ja ein Jagd-Hund!

00:22:36: Aber nichts so groß.

00:22:39: Wir hören jetzt mal was Sebastian... geantwortet hat?

00:22:44: Ja, ich weiß nicht welches Tier der Simon ist.

00:22:46: Da fehlt mir eigentlich nichts ein.

00:22:47: aber was der Simon auf alle Fälle isst er ist ein Minion!

00:22:51: Ich glaube dass die Macher von den Minions den Simon irgendwann beobachtet haben und daraus die Minions entwickelt haben.

00:22:58: es sieht manchmal ein bisschen aus wie einer Herr lacht wie einer und manchmal redet er auch wie einen Minion.

00:23:04: also das ist auf alle fälle so.

00:23:06: Ja, ich glaube es ist nicht wirklich ein Tier.

00:23:10: Nein das ist kein Tier!

00:23:12: Aber es stimmt natürlich, da hat er schon recht.

00:23:15: Ich erinnere mich auch daran, weil ich habe ihm irgendwann mal den Gruß sozusagen vorgestellt

00:23:22: Den was?

00:23:22: Den Gru, das ist der bei ich einfach unverbesserlich.

00:23:26: Das ist er, der die Minions hat sozusagen aus dieser Reihe.

00:23:33: so zu sagen sind die Minion und ich habe ihm das irgendwann erzählt dass er sich das mit seinen Kindern anschauen kann und dann hat er irgendwann geschimpft du wir haben uns das jetzt angesehen Ja, der Humor ist ähnlich.

00:23:50: Da hat er schon Punkt.

00:23:51: Und mit den Tieren ist es tatsächlich recht.

00:23:55: Da merkt man wie gut er mich kennt!

00:23:57: Das ist gar nicht so einfach mit den Tieren, weil es wird ja auch sonst verändert sich sehr und ich glaube mich nicht zu einfach mir ein Tier zuzuweisen.

00:24:04: Finde ich aber generell schwer!

00:24:06: Ich habe dann auch gedacht wahrscheinlich das sind total bescheuerte Fragen.

00:24:09: Ja man macht da sehr gerne solche Fragen.

00:24:12: Pass

00:24:12: auf die nächste ist auch nicht viel besser?

00:24:13: Nein es ist auch völlig egal weil es entsteht daraus ja oft auch... Also ich finde eine Frage kann gar nicht bescheuert genug sein um nicht daraus ein Gespräch zu vorbilden

00:24:21: oder?

00:24:22: So, ich hoffe dass du das bis ans Ende unseres Gespräches beiwälzt.

00:24:26: diese Seinstellung und ihr da draußen, sieh da draußen natürlich auch.

00:24:30: Also bevor es zum nächsten Zitat gibt ich hab dann nämlich noch was im Ärmel noch ein paar Asse zu deiner Entstehungsgeschichte.

00:24:40: Deine Eltern haben wir schon kurz kennengelernt deinen klugen Bruder auch besonders klug deswegen weil er in Bielefeld Physikprofessor ist.

00:24:50: Ja, seine Frau nicht zu vergessen.

00:24:51: Die ist Mathematiker.

00:24:52: Die kannte ich nicht.

00:24:53: entschuldige bitte!

00:24:53: Ich kenne ja nicht mal deinen Bruder.

00:24:55: Oh, nein toll dass du sie auch reinrechnest.

00:24:58: Nein finde ich gut finde ich wirklich gut.

00:25:01: überhaupt finde ich auch gut.

00:25:02: ich hatte das glück von euren ich weiß nicht an die hundert episoden drei zu hören in denen ihr euch wirklich auch sehr klug unterhalten habt über dieses ganze diesen ganzen gesellschaftlichen geschlechtsspezifischen Kram, diesen ganzen Tanz und diesen ganzen... Du hast dieses eine Wort auch immer wieder benutzt.

00:25:23: Das klingt jetzt sehr... Posteroisch.

00:25:25: War es posteroisch?

00:25:26: Ja, kann sein auch

00:25:27: nicht mal.

00:25:28: Die Rolle des Mannes.

00:25:29: und warum ist soweit gekommen, dass viele Männer nun das Gefühl haben sie wissen nicht mehr, warum sie wie so irgendwie eingegliedert und es hast du nicht als Entschuldigung dafür genommen, dass die regelmäßig ausrasten und es zu so vielen Femiziden kommt.

00:25:43: aber du hast finde ich ihr habt da sehr gut drüber gesprochen.

00:25:47: Das fehlt mir.

00:25:49: Als ich euch gehört habe vielmehr auf wie sehr es mir fehlt, dass Männer genau darüber sprechen.

00:25:54: Man muss ja auch nicht einer Meinung sein und man kann sich da herantasten.

00:25:57: Ja, also genau!

00:25:58: Erstens kann man sich rantasten, man darf auch Fehler machen glaube ich.

00:26:01: aber ich glaube es ist echt längst an der Zeit das ist längst überfällig dass wir ein paar Männerbilder kreieren wieder und dass wir für junge Männer vor allem auch mal neue Narrative in den Bildern die Intermännlichkeit definieren.

00:26:18: Ich glaube nicht, dass ich ein Vorbild werden kann für junge Männer.

00:26:23: Das werde ich wahrscheinlich auch nie vorgehabt.

00:26:29: Aber es ist mir schon ein Anliegen das auf eine Eberne zu bringen wo man sagt ok komm da müssen wir jetzt irgendwie und... Ich schäme mich nicht ein Mann zu sein, weil ich bin einfach ein Mann.

00:26:39: So ist es einfach!

00:26:41: Aber ich möchte schon für meine beiden Töchter aber auch für meinen Sohn möchte ich selbstverständlich eine Welt haben... in der es eine tatsächliche Gleichberechtigung gibt, indem es keine Unterdrückung gibt und in dem auch Menschenrechte gewahrt werden.

00:27:00: Und nicht nur Menschenrechten sondern überhaupt Rechte an der Erde und an alle Lebewesen und einen sehr vernünftigen Umgang dazu haben und den weiterzugeben.

00:27:14: Und der Podcast hat uns tatsächlich irgendwie da hingetrieben, dass wir da plötzlich...ja das sind natürlich die zwei lustigen ursprünglich mal.

00:27:27: Da geht man von Comedy aus, Comedy-Bodcast.

00:27:30: Das sind wir aber eigentlich gar nicht.

00:27:33: Wir sind jetzt glaube ich endlich bei Gesellschaft angekommen und aber es ist schon, ich finde also gerade auch zwei Männer in unserem Alter, die so sprechen wie wir.

00:27:47: Ich hoffe ich glaube, ich finde nichts anderes.

00:27:51: zumindest ist im deutschsprachigen Raum einzigartig.

00:27:55: Gleich hast du noch wieder ein paar Abonnenten mehr und ich freue mich drüber!

00:27:59: Nein aber es ist schon... also wir haben wahnsinnig viele Frauen, die uns hören.

00:28:02: tatsächlich ja Aber

00:28:05: es

00:28:05: ist mir ein Anliegen Es ist wirklich ein An Liegen.

00:28:13: Ich stelle das sehr fest und ich komme ja aus meiner schulischen Sozialisierung, aus einem ganz anderen Umfeld als mein Bruder der jetzt Professor in Bielefeld ist.

00:28:27: Wir kommen da gleich drauf wenn du magst also weil du kommst auch aus einer gleichberechtigten... eher so wie es sich mir dargestellt hat.

00:28:36: Deine Mutter war eine sehr, sehr ... Definitiv

00:28:39: mein Vater war einer der immer gesagt hat ganz klar also das ist auch interessant.

00:28:43: auch aus dieser wirklich streng katholischen Erziehung war für ihn klar er steckt auch was zurück damit seine Frau das machen kann was sie möchte.

00:28:54: ja das war für ihnen immer klar.

00:28:55: Ja

00:28:56: So die nächste Musik Nagasaki Polavi.

00:28:59: Oh,

00:29:00: das ist jetzt mal eine Überraschung.

00:29:06: Was erwartet uns?

00:29:07: Da erwartet viel Perkussion.

00:29:11: Das ist ein Schlagwerk, das auf uns zukommt.

00:29:15: Trommeln und Schlagwerke am Eintrommeln erst Österreich.

00:29:18: Okay, ja.

00:29:20: Gibt da hier keine Untertitel beim Radio?

00:29:22: Das muss ich

00:29:23: dann übersetzen!

00:29:24: Wenn dieser Fremdsprach welche Mensch da ist...

00:29:27: Wir discriminieren nicht.

00:29:29: We judge we don't listen.

00:29:30: Ne umgekehrt.

00:29:34: Ja und das sind wir jetzt tatsächlich in der Schweiz entdeckt Und ich bin ja, wie ich in der Schweiz war... Du

00:29:43: warst mit sechs sein?

00:29:44: So ist es.

00:29:44: Ja genau!

00:29:45: Ich bin jetzt sechs und allein in die Schweiz.

00:29:47: Meine Eltern haben mir das ermöglicht, dass ich da irgendwie war.

00:29:50: ein großer Schritt für sie.

00:29:51: und da bin ich auf die Welt gekommen sozusagen neu ... in der Schweiz, weil bis dahin... Also das ist natürlich ein großes Thema.

00:29:59: Erzähl

00:30:00: mir gleich!

00:30:00: Dass ich

00:30:00: jetzt nicht aufmache.

00:30:02: Aber das hat mich... Ich hab da eine Welt neu entdeckt für mich ja?

00:30:08: Ich habe mich neu entdekt sozusagen und habe vor allem begonnen zu lernen, zu sehen und zu lernen.

00:30:16: Das ist die Zeit.

00:30:17: Und da is man dann wie einen Schwamm und saugt alles auf.

00:30:21: Da gehört sowas noch dazu.

00:30:48: Wir

00:30:49: sind schon wieder drauf.

00:30:50: Es hat sich jetzt ausgetrommelt, du hast gesagt über diese erste... Du bist neu auf die Welt gekommen mit sechzehn in der Schweiz und hast schon angedeutet dass du das davor nicht ausweiten möchtest, müssen wir auch nicht?

00:31:03: Nichtsdestotrotz

00:31:04: gab

00:31:05: es das ja noch ein bisschen Zeit haben wir ja noch!

00:31:09: Also wir können so ein bisschen wie ein Stein übers Wasser springen und so ein paar kleine Sachen auch auslassen wenn du möchtesst.

00:31:17: Du hast dich selbst mal als Problemboob beschrieben.

00:31:21: Also ja, ich habe es so formuliert.

00:31:23: Aber ich hab mich nicht als Kind selbst so

00:31:26: beschrieben.

00:31:26: Nein, aber du hast das genau so formulierend.

00:31:28: Ich wurde so beschrieben.

00:31:29: Das ist ein großer Unterschied, das ist richtig!

00:31:31: Ja,

00:31:31: ich wurde so beschrieben und habe diese Beschreibung über mich sozusagen dann viele Jahrzehnte später übernehmen können für mich und auch abschließen können damit.

00:31:44: Es geht sogar weiter – ich wurde beschrieben als Problemkind und als sozialen Nicht-Eingliederungsfähig.

00:31:51: Da springen wir jetzt ganz kurz, fast in die Gegenwart ein paar Jahre noch zurück.

00:31:56: Du bist fünfzig Jahre alt gewesen als du deine ADHS-Diagnose bekommen hast.

00:32:00: Also eine...

00:32:02: Ein bisschen drüber sogar?

00:32:06: Es wird ja mit Störung irgendwie übersetzt oder so dieses S-, ist es Störung oder Syndrome?

00:32:13: Nein man muss da jetzt fachlich, dann natürlich das sehr neurodivergent.

00:32:20: Was heißt

00:32:20: Neurodivergent?

00:32:21: Für diejenigen, die es nicht...

00:32:22: Also Neuro-Divergent ist unser Gehirn funktioniert ein bisschen anders.

00:32:25: Da fallen ganz viele Sachen rein auch Autismus und so weiter.

00:32:29: Da fällt sehr viel hinein an dein normales Gehirnis.

00:32:33: Ich hoffe ich sage es jetzt richtig.

00:32:35: Neuronormativ glaube ich oder ja ich glaub Neurornormativ.

00:32:41: Und wir sind Neuro Divergent.

00:32:43: Neurodivergent funktioniert halt in der chemischen Zusammensetzung ein bisschen anders.

00:32:49: Also es sind sehr viele Dinge, die anders funktionieren und ich persönlich würde es als Behinderung bezeichnen denn in meiner Lebensgeschichte vielleicht ist es keine Behinderungen mehr wenn man diagnostiziert ist.

00:33:01: das mag sein.

00:33:01: Das geht vielen Leuten so mit denen ich gesprochen habe weil ich erstaunlich vielen Menschen gegen Übersitze in beiden Podcasts, die ich mache.

00:33:11: Die auch gerade im Erwachsenenalter sich haben testen lassen und jetzt endlich quasi für sich so eine Antwort haben darauf.

00:33:18: Es geht ja gar nicht darum ob sowas jetzt trend ist weil so viele es haben soll.

00:33:20: das geht einfach darum dass man weiß wie man bestimmte Dinge einzuordnen hat und viele Leute sagen die in deiner Situation sind dass dieser Beruf der Schauspielerin des Schauspielers genau das Richtige war, weil er einerseits so eine feste Struktur mit sich bringt und man so ganz bestimmte Dinge immer nach demselben Muster machen muss.

00:33:39: Und andererseits aber dadurch dass die Filter im Gehirn ein bisschen offener eingestellt sind und man nicht so schnell Sachen ausfiltern kann sondern ziemlich viel durchlässt da eben auch viel mehr Kreativität entsteht.

00:33:52: Ja, das ist ein bisschen umstritten.

00:33:53: Ob da wirklich mehr Kreativität?

00:33:55: Also ich glaube es funktioniert schon anders.

00:33:57: Ich glaube nicht dass man kreativer wirklich ist als ein anderer

00:34:00: Oder mehr zulässt vielleicht

00:34:02: auch?

00:34:04: Ja, die Wissenschaft ist sich da auch nicht so hundertprozentig einig.

00:34:07: Die Wissenschaft ist noch sehr jung darin.

00:34:10: Aber in meiner Jugend war's eine Behinderung Weil halt vieles nicht funktioniert und es ist eine Erleichterung zu wissen was es ist.

00:34:18: Und aber ich bin tatsächlich.

00:34:22: Ich würde dazustehen und sagen, es war eine Behinderung.

00:34:26: Ich habe psychosomatische Krankheiten dadurch entwickelt.

00:34:29: Ich hab Depressionen selbst entwickelt.

00:34:32: da durch...

00:34:33: Man muss kurz erklären du hast viermal die Volksschule gewechselt.

00:34:40: Jedes Jahr einmal, das muss man sich auch tun.

00:34:42: Einmal

00:34:42: habe ich wiederholt.

00:34:43: Es

00:34:43: gab Schlägereien, dass du mal gesagt hast.

00:34:46: Du hast nicht gut gelernt oder gerne gelernt.

00:34:49: Nichts mitbekommen.

00:34:53: Es wurde nicht diagnostiziert und deswegen wusstest du selbst nicht, was es ist?

00:34:58: Und die Menschen um dich herum natürlich auch nicht.

00:35:00: Du gehst natürlich mit wahnsinnigen Komplexen ins Leben dann hinein.

00:35:04: Das ist schon... das ist natürlich ein Handicap!

00:35:06: Das kann man ja nicht anders nennen.

00:35:08: also es wäre völlig absurd, dass ich das nicht so nenne.

00:35:10: Es ist auch so, dass tatsächlich Neurodivergente oder vor allem ADHS-Patientinnen spätdiagnostiziert vor allem auch nicht diagnostiziert, eine kürzere Lebenserwartung haben.

00:35:24: Was man auch sagen kann ist bei den spätdiagnostizierten die haben alle einen weitaus geringeren Schulabschluss als andere in diesen Vergleichsstudien sozusagen.

00:35:34: also da merkt man schon natürlich ist das dann eine Behinderung am Ende.

00:35:37: ja ich habe keine richtige Schule abgeschlossen.

00:35:39: mit dem Schulabbrecher gibt es ohne Ende Probleme, aber es hat irgendwie trotzdem was mit mir gemacht am Ende.

00:35:48: Ich habe natürlich auch das Glück gehabt wahrscheinlich, dass ich eine Familie und ... Vor allem die Mutter hatte, die auch irgendwie und auch mein Vater beide, die unfassbaren mich geglaubt haben.

00:35:57: Was natürlich eine große Resilienz gefördert

00:36:00: hat.

00:36:00: Das glaube ich in dem Buch beschrieben, dass deine Mutter gesagt hat du bist nicht dumm es dauert bei dir nur etwas länger.

00:36:06: Du kannst

00:36:07: alles schaffen, du bist ebenso wie die anderen.

00:36:10: Du brauchst halt für alles ein bisschen länger.

00:36:11: Ich kann mir vorstellen... Aktivistin, sie hat sich ... Sie hat Mütter gegen Atomkraft gegründet in Österreich.

00:36:23: Das geht auch immer einher mit Friedlichkeit und dem Suchen des Dialogs usw.

00:36:30: Da geht es jetzt nicht unbedingt darum, die, keine Ahnung, irgendwelche Spontiesachen zu machen auf Demos sondern man versucht eigentlich im Dialog Sachen zu lösen oder zu verhindern oder wie auch immer.

00:36:42: Und dich selbst beschreibst du aber als Jungen der in der Zeit.

00:36:46: Du warst fasziniert von der bestimmten Art, ich will es gar nicht maskulinität nehmen.

00:36:52: Gewalt vielleicht sogar?

00:36:53: Du hast gesagt also Belmondo, Depardieu, schnelle Autofahrenwaffen...

00:37:00: Sehr heiß!

00:37:01: Ja

00:37:01: genau.

00:37:02: Hast du damals mit ihr darüber gesprochen?

00:37:03: Hatte sie da Angst dass sie das... Weil du das nicht verstehen konnte, weil es ja eigentlich ein ganz anderes Konzept

00:37:08: war.

00:37:09: Ja sie hatte Angst... Sie hatten beide Angst!

00:37:12: Sie hatten sehr viel Angst.

00:37:14: was mit mir passiert kam natürlich an diese Gespräche erinnern.

00:37:18: ich kann mich an Gesprächen zwischen den beiden Erinnern wo ich gelauscht habe.

00:37:21: Ich habe sich wahnsinnige Sorgen gemacht, wie machen wir das?

00:37:26: In den verzweifelten Momenten hörte ich immer, du musst dich anstrengen.

00:37:31: Sonst landest unter der Brücke.

00:37:34: Die hatten natürlich die Angst, gewaltige Angst.

00:37:38: Ich weiß aber dass mein letzter Lehrer in der Hauptschule ist auch interessant weil ich das irgendwo mal... auch, glaube ich in dem Interview dann erwähnt habe.

00:37:47: und mein letzter Lehrer in der Hauptschule, mein Klassenbärer in den letzten vier Schuljahren die ich dann noch absolviert hab.

00:37:54: Hat mir dann geschrieben eine E-Mail wo er die Frage mehr oder weniger beantwortet hat ob sich meine Eltern Sorgen gemacht haben oder nicht, aber gesagt hat ja sie haben sich Sorgen gemacht sie haben viel mit mir darüber gesprochen und ich habe immer gesagt Er ist richtig, also da ist was.

00:38:12: Der wird schon noch finden und deswegen hat er dann damals irgendwie vorgeschlagen dass ich doch eine ... weil der kam aus einer Familie.

00:38:20: die hatten einen Buchladen.

00:38:21: Also der Lehrer

00:38:23: Bücher haben die nicht so viel bedeutet?

00:38:24: Nein,

00:38:26: gar nichts.

00:38:26: Überhaupt nichts.

00:38:27: und er meinte dann vielleicht soll er im Buchhandel eine Lehre machen oder sowas.

00:38:31: ja, vielleicht wäre das was für ihn Und es hat er dann auch näher erläutert.

00:38:36: der Gedanke war nicht...der liest ja gar nichts sondern der Gedanker war der Das Gefühl hatte dass da ein Interesse da ist Dass ich Interessen habe, dass sich offen bin.

00:38:46: Der hatten mich immer als ... als wertvoll gesehen.

00:38:51: Und das ist auch was, was mein Mutter auch immer gesagt hat...

00:38:54: Du bist

00:38:55: sehr sozial!

00:38:56: Ich habe mich immer eingesetzt für Schwächere.

00:39:01: Also wenn eine Gruppe Jugendlicher auf einen irgendwie mit Brille losgegangen oder was auch immer so klassisch du nörd, dann hab ich mich da hingestellt und habe mich mit denen gebrügelt.

00:39:14: ob die stärker waren oder nicht war mir wurscht habe mich mit denen gebrügelt.

00:39:18: Ich hab sofort in die Idee verschwindet und bin sofort in den Konflikt gegangen, auch natürlich hat das ein bisschen was mit dem ADIS zu tun.

00:39:26: Wir können sehr kolerisch sein, wir haben uns unsere Gefühle oft nicht unter Kontrolle und können dadurch auch sehr aggressiv werden – und das hatte ich auf jeden Fall!

00:39:38: Also dieses Dopamin ist da überhaupt nicht kontrolliert herumschwert in meinem Kopf sozusagen... nicht gebündelt wird, sich nicht fokussieren kann und so.

00:39:47: Also ich hatte so ein Gerechtigkeitsgefühl weil ich natürlich auch selber oft das Gefühl hatte ich werde ungerecht behandelt weil ich habe immer das Gefühl gehabt Ich hab doch aufgepasst aber um was gehts gerade?

00:39:58: also ich hab einfach nicht mitbekommen

00:40:01: Dieser Lehrer, das ist

00:40:02: gut.

00:40:06: Der hat doch Interesse.

00:40:10: Man kann es ja darauf runterbrechen.

00:40:11: Es braucht immer nur eine Person.

00:40:12: Gibt der diese Columbia von der Columbia University in New York?

00:40:16: Gibt's die Langzeitstudie in der Bronx?

00:40:19: Ich weiß nicht wo die das genau habe ich nicht mehr im Kopf.

00:40:24: auf jeden Fall in New York, wo sie so Familien begleitet haben im Problembezirken über mehr als dreißig Jahre begleitet wurden und geschaut haben.

00:40:32: warum wird der eine Resilienter unter anderem nicht auch wenn das ein Modewort ist Resiliente können viele ja nicht mehr hören.

00:40:38: aber

00:40:38: wüsste ich jetzt nicht wie man sich es anders am besten

00:40:42: wiederstandsfähiger vielleicht.

00:40:47: Es ist ja auch der Umgang.

00:40:48: Wie kann man damit wirklich nicht verdrängen, sondern wirklich wie geht man da mit um?

00:40:53: Und da ist definitiv rausgekommen.

00:40:54: Du brauchst einfach einen Menschen, der an dich glaubt.

00:40:57: Obwohl das ist, ist völlig egal.

00:40:58: Das kann in dem Verein sein, das kann in der Familie sein, es kann im Haus dann Nachbar sein die Nachbarin.

00:41:03: also du brauchst halt diese eine Person

00:41:05: und dann kann man nur hoffen dass den guten moralischen Kompass hat.

00:41:08: denn das ist auch das Problem vieler wenn er jetzt Jugendliche die orientierungslos sind.

00:41:13: So ist

00:41:13: es.

00:41:13: Da sind wir natürlich genau.

00:41:17: Als Staat haben wir das natürlich nicht mehr geschafft.

00:41:22: Da haben wir gerade in der Sozialarbeit so wenig Geld.

00:41:27: Können wir viele nicht mehr auf der Straße abfangen?

00:41:30: Und die suchen sich dann natürlich was anderes, die einen völlig anderen Werte oder moralischen Kompass haben als wir.

00:41:36: Auch deswegen ist es gar nicht zu begrüßen wenn diese Projekte nicht mehr finanziell unterstützt werden weil wir uns damit absolut permanent ins eigene Knie schießen meiner Meinung nach.

00:41:46: Wir hören jetzt Keith Jarrett, das Köln-Konzert von neunzundfünfundsiebzig.

00:41:52: Du warst mit vier Jahren dort und hast in der ersten Nase natürlich nicht.

00:41:57: Platte mal in die Hand bekommen.

00:41:58: Ich

00:41:58: hab jünger noch mal die Platte genommen, damals war es eine CD, die ich in der Hand bekomme.

00:42:02: Dauert sechsundzwanzig Minuten das Stück, da.

00:42:05: wir unterhalten uns danach einfach nicht mehr so Musik bis zum Ende.

00:42:09: Ja ja.

00:42:09: Nein, tut mir leid, dass wir jetzt einkürzen müssen.

00:42:11: Kennt

00:42:11: ihr auch jeder eigentlich?

00:42:13: Also wir hören das jetzt, ja!

00:42:14: Aber nicht ganz...

00:42:14: Nein, wir hören's nicht ganz, wir haben vielleicht nur drei Minuten.

00:42:16: Ganz kurz nehmen.

00:42:44: So lieber Simon Schwarz Da ist also dieser Junge ... der sich Demos von außen anguckt, auch wenn er selbst offiziell nicht dran teilnehmen darf.

00:42:54: Der ist doof.

00:42:55: findet das der Vater immer nur achtzig oder hundert Fett auf der Autobahn... Ja

00:42:58: dem Wald zu liebe!

00:42:59: Wer

00:42:59: es blöd findet dass die Mutter immer nur Schwarzbrot mit in die Schule gibt als Pausenwohn und so.

00:43:09: Und dieser Junge, der eigentlich Interesse hat am Leben aber seinen Weg nicht so richtig findet kommt irgendwann In eine klassische Ballettausbildung, das klingt erstmal Paradox.

00:43:24: Wie ist es gekommen?

00:43:25: Das ist relativ simpel.

00:43:27: also ich habe ja diese Fragen gestellt bekommen was wir so in deinem Leben machen und so weiter.

00:43:31: Weißt du noch wie du sie beantwortet hast?

00:43:34: Ja genau die Frage war die... Also bei einer Frage weiß ich's wie ich sie beantworte hab.

00:43:40: Die Frage war in der Küche, die ganze Familie dazwischen zwischen Pensionen, also Rente.

00:43:46: In Österreich sagen wir Pensione, in Deutschland Rente... Zwischen Schule und Rente findet ja noch ein Leben statt.

00:43:54: Also was willst du denn da machen?

00:43:57: Es war nicht so ausformuliert sondern es gibt auch noch etwas zwischen den Sommerferien und der Pension.

00:44:03: So war's glaube ich!

00:44:04: Und da habe ich gesagt Ja, die neun Wochen Sommerurlaub Das war meine Antwort und es war auch das einzige Mal, dass mein Bruder über einen Witz von dir gelacht hat.

00:44:16: Zumindest ist mir in Erinnerung geblieben, dass er es lustig fand und ich total überrascht war, dass der es lustige findet.

00:44:23: Aber diese Frage wurde mich natürlich oft gestellt und dann habe ich irgendwann einfach – und das zeigt auch diese Lächerlichkeit ein bisschen – ich war natürlich großer Sylvester Ceylon Fan Und es ist relativ simpler erklärt.

00:44:39: Es war nicht wegen schauspielerischer Leistung, weil Rocky irgendwie ein Film ist der tatsächlich in die Filmpgeschichte eingeht und nicht wegzudenken ist sondern ich fand auch keine Ahnung, Cobra oder wie das alles hieß Rambo.

00:44:52: also ich fand ihn einfach cool er war stark militär.

00:44:57: Also wir merken ja, dass meine ich bin ja sehr männlich sozialisiert.

00:45:02: Was auch immer männlich bedeutet oder die Frage nicht stelle?

00:45:05: Aber das was wir jetzt wo wir sagen da sollten wir wegkommen davon so bin Ich selbst habe mich selbst so sozialisiert.

00:45:12: also ich würde mich selbst als Problem jugendlichen Mann als toxischen mann im Bezeichnen.

00:45:19: am ersten heute

00:45:20: ganz kurz rein glaubst du dass es Weil sich ihr Kinder auch oft ablösen müssen und ins andere Verhalten gehen, um aus Trotz, Auswiderstand, um sich eine eigene Persönlichkeit zu bilden.

00:45:34: Lag es auch daran dass dein Vater so gar nicht war?

00:45:37: Oder hatte der damit gar nichts zu

00:45:39: tun?

00:45:39: Ich glaube er hatte tatsächlich gar nichts damit zu tun ja.

00:45:41: Und auf Social Media hat er damals auch nichts

00:45:44: damit mitzutun

00:45:44: oder eben genau.

00:45:45: Und das hatte ich glaube jetzt hatte echt was damit zu tun.

00:45:48: diese Suche nach Stärke dieses Gefühl.

00:45:52: Und was ich im Unterschied zu meinem Bruder natürlich erlebt habe war, am Schulhof gibt es immer einen der alle unterdrücken möchte.

00:45:58: Der hat einfach Spaß daran die anderen zu schlagen und wenn du da nicht dagegen gehst auch wenn er viel stärker ist und du wahnsinnig einer auf die Schnauze begannst, schaffst du dir keinen Respekt?

00:46:08: Das wurde ich in diesen Schulen... Mein Bruder war immer auf einem Gymnasium.

00:46:15: Ich war nie auf dem Gymnasiums.

00:46:18: wo es halt nicht so richtig darum geht, ist der im Bio gut?

00:46:25: Kann er schreiben?

00:46:26: Kann eine Fremdsprache?

00:46:27: Sondern da ging's halt darum wie funktioniert der.

00:46:31: Wenn ich den unterdrücken will, wehrt sich der oder wehr't sich der nicht und ich war halt der, der sich immer gewährt

00:46:36: hat.".

00:46:38: Das war das Learning für mich.

00:46:40: Insofern waren natürlich Männer, die stark sind... ...die schlagen und prügeln.

00:46:46: Da sind wir wieder auch beim zweiten Bezirk, wo ich aufgewachsen bin im Rot-Wild-Licht-Milieu.

00:46:50: Aber da gab es natürlich auch andere Männer, in Brat aber alles ein bisschen Risiko gehen.

00:46:58: Was ist da?

00:46:59: Das war auch diese Zeit, wo man da reingegangen ist in den Burschelbraten damals sehr schlechten Ruf damals hatte.

00:47:06: Wenn man da aber reingegegangen ist so mit mit mit dreizehn vierzehn und wenn man auf die Nerven gegangen ist dann hat der einem wir sagen Watschen gegeben.

00:47:17: Da hat er so ein Erwachsener riesig hergekommen hat einfach eine runtergeschmissen verschwingen schlechte da.

00:47:23: Wie bist du zum Ballett gekommen?

00:47:25: Ja genau, da wollten wir hin ursprünglich.

00:47:27: Und das muss ich es aber noch fertig erzählen.

00:47:29: trotzdem weil so ist der Weg.

00:47:33: und dann war die Frage okay was willst du werden?

00:47:35: Dann habe ich gesagt okay.

00:47:35: dann hab ich irgendwann gesagt Westersteelon war Liftboy und wenn der Liftboy dann hat er wahrscheinlich auch nicht so viel drauf wie ich.

00:47:42: Das

00:47:42: hast du im Radio gehört?

00:47:43: Ja das habe ich im Radio gehört.

00:47:44: Ist der

00:47:44: Radio wichtig?

00:47:45: Ja radio ist wichtig, wobei das ist so nebenbei gelaufen.

00:47:47: Aber das fand ich natürlich spannend Und Radio ist wichtig natürlich, das will ich überhaupt nicht leugnen und ich finde Radio großartig.

00:47:57: Dann habe ich mir gedacht, dann werde ich auch Schauspieler.

00:47:59: Damit konnte ich auch was anfangen.

00:48:00: Mein Vater hatte ja auch etwas damit zu tun und dann dachte ich, da werden die schon alle einsteigen darauf.

00:48:05: Und dann haben sie gesagt okay gut aber wenn du Schauspieler werden musst, du bist noch so jung für eine Schauspieltschule, dann müssen wir jetzt anfangen dir mal sprechen beizubringen und dann musst du reiten lernen und dann muss du tanzen dich bewegen usw.

00:48:19: und fächten und all das.

00:48:20: und dann haben Sie mich einfach im Palett gesteckt fertig.

00:48:23: also ich habe mich zur Sprechausbildung geschickt.

00:48:25: der hat dann festgestellt Da muss man mal zum Lokobäden gehen, da bin ich zu einer Lokobedin gegangen.

00:48:31: Die hat mir dann nochmal beigebracht es ist ein hartes und weiches Tee, das kann ich bis heute nicht... Also da ist viel schiefgegangen und war viel sinnlos.

00:48:38: aber die Emotion glaube ich ist die, die mich dann gerettet hat.

00:48:43: Mein Interesse und die Emotion hat mich dann geredet.

00:48:45: Aber so kam's zum Palette!

00:48:47: Also totaler

00:48:48: Umweg.

00:48:48: natürlich vollkommen zurecht der Typ passt nicht zum Paletten.

00:48:52: Ja und ich finde vor allen Dingen auch dass Meistens sind das ja Frauen, Mädchen, Ballert.

00:49:02: Du musst dann doch viel mitgebracht haben.

00:49:05: Denn du hast diese Ausbildung weitergemacht und bis dann ... Ich will es nicht eine Beförderung nennen.

00:49:10: Wir reden immer noch über einen sehr jungen Jung.

00:49:13: Ja, sehr jung.

00:49:13: Also du wirst vierzehn bis sechzehn

00:49:15: wie die Schule abgebrochen

00:49:16: haben?

00:49:17: Und bis dann... also vierzehnt bis sechszehn hast du diese Ausbildung in Wien gemacht beim Tanzforum, bist dann nach Zürich gegangen und hast da Tanztheater gemacht.

00:49:26: Bist dort auch nur aufgenommen worden quasi erst mal.

00:49:29: das war glaube ich noch so dieses... Das nennt man es gibt ja einen Namen dafür das heißt so Imposter-Syndrom wenn man das Gefühl hat dass man eigentlich, wenn ich das jetzt richtig übersetze, ganz viele Leute nicht nur unserer Generation dass man so denkt.

00:49:43: im Grunde basiert doch alles nur auf einer riesengroßen Lüge und ich könnte jeden Moment auffliegen mit dem was ich da mache.

00:49:48: Und tatsächlich hast du dich in diese Ausbildung, in Zürich auch ein bisschen reingemogelt weil du gesagt hast das war der Wunsch des Traum meines Lebens.

00:49:59: Genau genau es ging mir eigentlich darum Das ist ja auch die Erzählung meines Vaters dann gewesen sozusagen.

00:50:06: Du musst dann später eine Schauspielschule machen und da wirst du unsere Aufnahmsprüfungen machen, ich glaube mein Vater war nicht wirklich zufrieden mit der Entscheidung dass sich das machen möchte.

00:50:15: aber was ist ihm übrig geblieben?

00:50:17: Und er war heute total froh, er war dann auch relativ bald.

00:50:20: wir gesehen hat okay, der Junge hat etwas gefunden, war überglücklich.

00:50:24: Du auch, warst du auch glücklich?

00:50:25: Also eben, das ist eigentlich glaube ich der Punkt und für mich war halt okay.

00:50:30: Ich habe jetzt was gemacht, es war schon mal gut ja und plötzlich hab' ich glaub', dass Spannende bei mir als Dancer war, dass sich halt anders war als jeder, der sich für Tanz entscheidet.

00:50:38: Ja!

00:50:39: Ich bin halt mit einer Aggression gekommen.

00:50:44: Ja, ich bin halt mit einer anderen Grundhaltung dazu gekommen.

00:50:46: Und

00:50:46: kanalisiert denn der Tanz auch die Aggressivität?

00:50:50: Wie man ja auch sagt macht Kampfsport wenn du nicht in deinem Körper und deiner Kraft nicht klarkommst hast du das Gefühl... Also

00:50:55: ich glaube Tanz macht es besser als Kampfspurt.

00:50:58: Das

00:50:58: glaube ich tatsächlich.

00:51:00: Also das bringt dir das nicht ganz weg, aber ich glaube dass dann tatsächlich ein bisschen vernünftiger ist da.

00:51:05: Aber genau und dann hat mich eine Frage gefragt ob ich mit ihr nach Zürich zu dieser Aufnahmsprüfung, zu dieser Autischen fahre?

00:51:13: Und dann habe ich gesagt ja fahr' ich mit!

00:51:17: Weil es war so was wenn wir das haben.

00:51:19: Das musste er mal üben, so ne Prüfung zu machen.

00:51:23: Wir sind in deinem Leben noch nie durch eine Prüfung gut durchgekommen.

00:51:26: Jetzt mach das mal, es ist so ein Drei-Tages, wie das dann da alles war, drei Tage und die Letzten... die übrig geblieben sind, wurden zu einem Gespräch zur Direktorin gebeten.

00:51:35: Und die stellte dann die Frage, möchtest du das wirklich machen?

00:51:38: Das war eine Frage, die ich in meinem Leben nicht Millionenfach gehört habe und ich musste immer darauf sagen – das wusste ich, dass ich das sagen muss!

00:51:44: Ja ja, ich möchte das unbedingt machen.

00:51:47: Das ist mein großer Traum.

00:51:48: Die hat erstaunlicherweise geantwortet weil eigentlich haben alle immer geantwortete, da musst du dich aber anstrengen, weil so geht es nicht.

00:51:54: Und sie hat aber geantworted, das glauben wir auch.

00:51:58: Und das ist tatsächlich der Moment gewesen.

00:52:00: Dann hab' ich das geglaubt

00:52:01: Schön.

00:52:03: Claudio Abado hören wir jetzt und Divina Filamonica die ungarischen Tänze, richtig?

00:52:09: Richtig!

00:52:09: Nummer fünf.

00:52:10: Willst du was dazu sagen oder wollen wir die einfach hören?

00:52:14: Wir können sie ja

00:52:15: hören.

00:52:43: Hörbar atradioeins.de.

00:52:46: Das ist unsere E-Mail Adresse wenn Sie uns schreiben möchten.

00:52:49: Sie können die Hörbar als Radiosendung immer Sonntagshören zwischen vierzehn und sechzehn Uhr unnatürlich als Podcast abonnieren.

00:52:56: Und es kostet sie

00:52:57: keinen Cent!

00:52:58: Nichts, nada null.

00:53:01: Wenn Sie sich dann doch umentscheiden, dann können Sie das auch sofort wieder ändern und löschen aber warum?

00:53:08: Zu Gast ist heute Simon Schwarz.

00:53:10: Er isst Autor, er's Podcaster und vor allem ein großartiger Schauspieler... ...und ein guter Freund.

00:53:17: Nicht für mich, wir lernen uns ja heute gerade erst kennen.

00:53:20: Vielleicht in Zukunft?

00:53:21: Vielleicht in der Zukunft!

00:53:22: So aber auf jeden Fall jetzt schon für Sebastian Betze den ich noch gefragt habe nach deinem Guilty Pleasure.

00:53:31: das war mal eine zweite Frage.

00:53:34: Aber ich glaube, dafür haben wir keine Zeit für die Antwort.

00:53:37: Und ich möchte dir... Also auch da fällt mir jetzt nicht so viel ein aber er sagt, dass du schon einfach mal eine Tüte Gummibärchen wegballerst.

00:53:47: So viel mehr fällt ihm aber nicht an und das ist ja nun ziemlich harmlos.

00:53:49: Ich meine normalerweise Schauspieler guckst und sich die Nasen weg, so ne Tüten Gummigärchen sind ja toll!

00:53:54: Ja

00:53:54: es sind immer Promi-Bärchen sondern sie vegane Gummis.

00:53:59: Das ist ein veganes Gummi.

00:54:02: Verstehst?

00:54:03: Und dann habe ich ihn noch gefragt, was ist das Tollste an Simon?

00:54:07: Das Tolleste an Simon ist der Simon.

00:54:11: Also das Gesamtkunstwerk Simon Schwarz würde ich sagen.

00:54:15: Ich liebe ihn einfach so wie er ist, weil er auf der einen Seite der Lustigste und der Albernste Typ den ich kenne, auf der anderen Seite ist er sehr schlau.

00:54:23: Er kann sehr ernst sein, er kann sehr mitfühlend sein... ...und er hat auch eine traurige Seite!

00:54:29: Und dass alles zusammen ist Simon einfach ein Mensch, der mich ja berührt und der mich so zum Lachen bringt wie kaum ein anderer.

00:54:42: Der gleichzeitig, mit dem man so wahnsinnig gut reden kann und der ihn auch immer so gut versteht.

00:54:46: Also das Gesamtkunstwerk Simon Schwarz

00:54:49: hat er schön gesagt

00:54:50: Ja ja es ist Wahnsinnig grün wir sind gleich dann anrufen danach aber Es ist wirklich eine Liebeserklärung fast.

00:54:59: Er hat auch glaube ich an einem einer Stelle von Liebe gesprochen.

00:55:02: Das spricht für eure Freundschaft Und überhaupt Bist du jemanden?

00:55:08: Da sieht man auch in Interviews wenn Leute mit dir sprechen Wenn du irgendwo zu Gast bist, hier wahrscheinlich auch.

00:55:15: Dir wird schon immer sehr viel Sympathie entgegen gebracht und ich könnte mir vorstellen... Du bist ja nun auch kein Anfänger mehr!

00:55:23: Du hast jetzt auch einen Umgang gefunden mit all dem.

00:55:26: aber ich könnte dir vorstellen das ist eine Zeit gab in der du vielleicht das was andere in dir gesehen haben könnten nämlich den Komödianten ziemlich häufig, dass sich das auch unter Druck gesetzt hat oder genervt hat.

00:55:40: Du bist ja sehr lustig aber auch nicht.

00:55:44: Du hast eine tiefe Melancholie und Traurigkeit?

00:55:48: Mein Humor ist entstanden aus der Not heraus.

00:55:51: Ich bin ja nicht einer der einen Humor aus der... aus dem herausentwickelt hat, weil ich lustig sein will.

00:55:59: Sondern ich habe den Humor entwickelt, den ich habe.

00:56:02: Deswegen ist er vielleicht manchmal auch ein bisschen speziell und manchen ist er dann ein bisschen zu viel vielleicht mal auch in seiner Härte.

00:56:12: Den hab' ich ja daraus entwickelt dass ich die Demütigung besser ertragen habe wenn ich mich über mich selbst vor den anderen lustigen mache.

00:56:21: Weil sie dann abgelenkt sind und nicht weiter auf mich einschlagen sozusagen verbal.

00:56:26: Und so habe ich für mich Humor entwickelt.

00:56:29: Das ist ja eine Notwehrmaßnahme eigentlich, insofern meine ersten Filme waren auch keine Komödien sondern Tragödieen weil ich mich da im Wirklichkeit viel besser aufgehoben fühle.

00:56:42: und deswegen ist es für mich auch wenn das jetzt mein Hauptgeschäft ist gar nicht so positiv besetzt, wenn man sagt ich bin lustig.

00:56:53: Sondern für mich ist es eigentlich fast mehr eine Demütigung.

00:56:57: Wenn man sagt er ist so lustig und unterhaltsam.

00:57:02: Ich kann das intellektuell schon verstehen ja aber ich kann nicht hundertprozentig wegprojektieren was in meinem Kopf davor geht.

00:57:11: Also auch darüber hast du in einer Episode Wahrscheinlich in mehreren, aber ich habe sehr einen auch gehört dass du mit Manuel auch darüber gesprochen hast.

00:57:21: Und das er auch völlig richtig entgegnete, dass ja sehr viele Comedians überhaupt die Menschen, die mit Humor Geld verdienen durch Humor also das viele... Also es gibt zwei Sachen die immer wieder auftauchen, dass sie sehr musisch sind oft, dass Sie singen oder Instruments spielen und eben eigentlich sehr introvertiert sind und zur Melancholien neigen oder sogar so eine Art von Depressionen.

00:57:51: Und vielleicht könntest du sonst diese Feinheit des Humors gar nicht entwickeln, der auch wie ein Muskel ist so ein bisschen?

00:57:58: Wobei, Humor muss ja nicht nur dieses... also dieses Lustig-Sagen das klingt ja kann ja auch so ein Bierzeltich interpretiert werden.

00:58:06: Das ist

00:58:06: eher der Klamauk.

00:58:07: dann will

00:58:08: ich fast sagen.

00:58:09: Genau und ich finde Humor Eine Herzenssache, das klingt jetzt ein bisschen komisch.

00:58:14: Und zwar nicht dieser Humor aus dem eine Schadenfreude entsteht sondern so einen Humor der auch... ich sage es mal ein bisschen pathetisch über den Leben, auch so ein bisschen die Hand reicht.

00:58:23: und der Situationskomik zum Beispiel, die mit einem selbst zu tun hat wo man... Ja ja,

00:58:28: denn ich glaube das Humor natürlich also eben genau man muss da schon trennen.

00:58:31: deswegen sage ich dass Intellektual kann ich das total erfassen.

00:58:35: Humor ist etwas was uns natürlich verbindet

00:58:38: oder trennt

00:58:40: oder auch Trend, ja.

00:58:41: Aber jetzt nicht welcher Humor sondern wenn Menschen Humor haben und mit Humor auf andere Menschen zugehen können dann hat das... Wenn es eben nicht der Humor ist, der sich lustig macht über wen anderen als ein überheblicher Humor Sondern wenn er seiner auf Augenhöhe ist oder ein Humor über sich selbst ein bisschen ist Dann bringt das schon Leute in einen Dialog kann natürlich viel.

00:59:09: Ich glaube, aber Humor wird interessanterweise bei uns oder vor allem auch in Deutschland – das meine ich damit auch oft, weil ich habe ja ewig lange in Berlin gelebt und Humor ist hier schon anders wahrgenommen teilweise oder falsch verstanden.

00:59:24: Ja,

00:59:24: Wiener hat natürlich was ganz Eigenes.

00:59:27: Wir haben einen anderen Humor wo er ernster genommen wird.

00:59:32: Also er wird nicht so abgedan als lustig und das lachen wir alle, sondern der Humor hat dann schon eine andere Tradition mehr die Tradition des.

00:59:43: Der Humor ist notwendig, um zu leben.

00:59:48: Ein Humor braucht es auch zum Sterben.

00:59:51: Wenn wir den Humor verlieren dann haben wir gar nichts mehr.

00:59:54: Wir haben schon eine Gesellschaft wo die Männlichkeit in einen wahnsinnigen Hybris und Narzissmus hinübergeht Und diese Art der Männlichkeit wird schon sehr heroisiert würde ich fast sagen Das sind die Großen, das sind die Denker und so weiter.

01:00:15: Und die stellt man nicht in Frage?

01:00:16: Genau!

01:00:18: Die ist auch sehr humorlos.

01:00:19: Humor ist ja ein Lackmus-Test dafür wie Menschen mit sich selbst umgehen.

01:00:25: Dann ist es ja ein super Übergang zu deinem Buch... Aber Moment, das wird getrennt durch Musik, die uns Hoffnung gibt.

01:00:34: Aber was gibt uns Hoffnungen?

01:00:36: Weiß ich nicht, wie er ausgesprochen wird.

01:00:40: Oh das ist Kanboccanisch stimmt!

01:00:42: Ja genau

01:00:43: so auch nicht Englisch sondern kanbocanisch und das ist eigentlich genau das Gegenteil von.

01:00:47: ja lustig ist bei mir wenig.

01:00:53: Ich lach mich tot heißt es ja auch.

01:00:58: Also es ist gar nicht schwer aber es ist halt sechziger Jahre kanbocha Und das war halt eine andere Welt in Carpaccia als die, die dann passiert ist.

01:01:06: Sehr lustig weil ich mit Sebastian heute noch beim Frühstück saß und da habe ich mich so gefragt was hast du da so viele Lieder rausgesucht?

01:01:14: Dann hab' ich ihm das so ein bisschen erzählt und dann hat er natürlich ... dann hat der wieder wahnsinnig gelacht weil er das erkennt mich also gut.

01:01:22: Er gesagt großartig, da konnten Lidas Kampotscha und ich bin schon neugierig, wie viele Stunden du über die Roten Khmer reden

01:01:30: wirst.

01:01:33: Ja, und trotzdem merke ich wenn man über die Roten Khmer redet dann sollte es so eingebettet werden.

01:01:40: Und ich finde im Übrigen auch... ...man muss über die roten Khmeer reden weil mir da immer noch zu viel Ho Chi Minh Romantik irgendwie rum geistert.

01:01:51: Also

01:01:52: gibt's ja sowieso eine sehr linke Romantique die uns gerade nicht so richtig

01:01:55: gut tut.

01:01:55: für dich.

01:01:56: Ganz genau absolut finde ich auch!

01:01:58: Das linke Ticket zieht aber sehr oft auf dem Reisen sehr viele Leute dass sie das automatisch in so einer moralischen Überlegenheit befinden.

01:02:06: Richtig,

01:02:06: hat aber auch viel mit tatsächlich fehlender Bildung zu tun – in dem Fall auch!

01:02:11: Also wissen einfach, was wirklich da wo wann geschehen ist und wo was herkommt.

01:02:15: Ich glaube

01:02:16: nicht weil ich weiß sie nicht, aber ich glaube es hat etwas damit zu tun das dass es doch immer wieder interessant ist wie Menschen Prioritäten setzen.

01:02:25: Das sehe auch im Feminismus.

01:02:27: wenn ich sehe dass Frauen ganz bestimmte patriarchale Strukturen dann sagen Sie ja nee das ist ja aber das ist Kultur das ist Religion das ist Sitte also das heißt man Also die Grundrechte von Frauen, bis zu dem Punkt.

01:02:43: Aber bevor man sich als Rassist oder keine Ahnung, Religionsfeindin beschimpfen lässt, wirft man diese Frauen lieber unter den Bus und sagt ja aber das ist halt in den Traditionen so, dass es in der Kultur so und da wollen wir uns mal gar nicht einmischen.

01:02:58: Ja, weil das hat für mich schon was mit einer nicht fertig gebildet.

01:03:02: Ich

01:03:02: glaube, es ist eine Verdrängung ganz ehrlich!

01:03:06: Und

01:03:06: vielleicht auch so ein sozial schick.

01:03:07: Ich weiß es nicht, wenn ich mir manche Bewegungen an diese Leute sind... durch ausgebildet, aber vielleicht müssen wir da das Wort Herzensbildung noch reinnehmen.

01:03:16: Aber die Zeit bleibt uns wirklich nicht.

01:03:19: Das ist ja ein Riesenfeld und da geht es schon um Bildung, weil sich keine viele Menschen, die sehr belesen sind und diese eine gute Schulausbildung haben.

01:03:27: Aber das heißt noch lange nicht dass sie Zusammenhänge tatsächlich auch knüpfen und richtigen Härte...

01:03:33: Aber dann hat's jetzt doch nichts mit Bildung zu tun!

01:03:36: Ich weiß nicht, wie es anders nennen soll.

01:03:37: Ja wir nennen das dann mal!

01:03:38: Also

01:03:40: ich vielleicht ist der Begriff der falsche ja aber ich mein...

01:03:43: Denn das meine ich, diese Menschen sind

01:03:45: hier!

01:03:46: ...sagt, dass ist völlig egal.

01:03:47: jetzt bleiben...ich weiß nicht in welchem Zusammenhang er das gesagt hat, ich muss es jetzt aus dem Gedächtnis sicherlich... Ich hab's vor ewigen Zeiten gelesen, mehr als fünfzehn Jahre her auf jeden Fall.

01:03:58: Aber es schlussendlich runterzubrechen ist egal.

01:04:00: wie viele Leute hier jetzt ins Abitur schickt war glaube ich Ende der Neunziger wahrscheinlich sogar.

01:04:06: wo diese ganzen wir müssen alle müssen alle Müssen Abituren haben alle müssen einen fertigen Schulabschluss haben und da hat er glaube ich.

01:04:14: also ich hoffe ich bin jetzt nicht falsch deswegen mit Vorsicht zu genießen aber es hat auf jeden fall den sehr wahren Kern.

01:04:22: trotzdem Es ist ja egal, wie viel wir jetzt ein Abitur machen lassen.

01:04:26: Es bleibt trotzdem nur eine minimale Schicht Intellektuelle übrig.

01:04:30: Das verändert sich nicht.

01:04:32: Die Mehrheit davon auch wenn wir sie studieren lassen... Was machen wir mit ihnen?

01:04:38: Sie hätten einen Lehrberuf auch ergreifen können.

01:04:40: Ein Handwerk oder was wäre viel vernünftiger!

01:04:43: Es muss nicht jeder

01:04:44: ein Abitatur haben.

01:04:46: Nein das sowieso.

01:04:46: aber die Bildungsfrage dann?

01:04:47: also das ist auch ein großes Missverständnis glaube ich.

01:04:50: was wichtiges

01:04:52: Ja und Und ich finde auch, dass intellektuell sein überhaupt kein Ausweis ist für Empathiebesitzen oder für einen gesunden Menschenverstand.

01:05:03: Also ich glaube das deswegen... Ich will dir jetzt nicht auf Teufel kommen raus widersprechen aber ich glaube uns sind in unserem Leben mindestens so viele Menschen ohne klassische Schulbildung begegnet, deren Herzensbildung.

01:05:16: Aber so war das sie durch ihren gesunden Menschen verstanden.

01:05:18: Nächsten Lieblingsentwert bei diesem Wort wieder mit Gefühl, Rücksichtnahme und so weiter.

01:05:25: Also es gibt bei manchen Menschen habe ich fast das Gefühl dass dieses Verkopfte dazu führt, dass die sich mit bestimmten Dingen gar nicht mehr auseinandersetzen vielleicht auch Ohne dass man es ihnen vorwerfen kann, weil wenn du erst mal in so einer Denkspirale oder heute das ist Rabbit Hole oder wie auch immer drin bist.

01:05:40: Wird's nicht unbedingt leichter da irgendwas zu erkennen?

01:05:43: Je mehr du weißt, desto unsicherer wirst du manchmal ja auch.

01:05:46: Das ist richtig!

01:05:47: Herzensbildung ist das eine, aber ich glaube nicht unter Menschenverstand.

01:05:52: Aber das bringt jetzt zum Beispiel nichts, weil da haben wir ja angesetzt bei den Roten Khmer.

01:05:57: Nein!

01:05:57: Oder bei der Romantisierung...

01:06:00: Absolut!

01:06:01: ...Hochimins

01:06:01: oder was

01:06:02: auch immer.

01:06:02: Genau, warst du recht?

01:06:04: Ayatollah Khomeini zum Beispiel auch aus einer Pariser Linken, also gefeiert wurde er von Linkenschonalismus.

01:06:11: Das darf man nicht vergessen.

01:06:13: und also der ist aus Paris gekommen.

01:06:16: Also diesen Boden hat Frankreich natürlich schon auch gerade ein linke und intellektuelle Linken haben das natürlich schon.

01:06:24: Also geopolitische Sachen muss man verstehen, da gehört auch ein bisschen Handwerk dazu dass man es einfach... also das reicht nicht.

01:06:31: eine Herzensbildung oder einen gesunden Menschenverstand dann muss man auch was nachlesen mein ich damit.

01:06:36: Ja bestimmt!

01:06:39: Und wenn man das Linke kritisiert heißt das Nicht ausdrücklich nicht dass das sogenannte Rechte in irgendeiner Weise Applaus hat.

01:06:48: Also, das ist eben auch... Das ist ein bisschen irref.

01:06:50: Und es aggert mich auch weil ich viele Punkte sehe an denen ich die linke Politik kritisiere und habe immer Angst wenn ich das tue, dass das den Rückschluss bedeutet.

01:07:00: ja dann haben die rechten vielleicht doch recht.

01:07:03: also die rechten sind... Ich denke jetzt gerade, ich weiß nicht was die richtige Metapher ist, falls sie auch total lächerlich was sich jetzt sagen aber Ich bin früher Saab gefahren.

01:07:12: Und beim Saab war auf der Tacho Anzeige, da ging es bis zu zweihundertvierzig und die Schritte bis hundertundachtzig waren.

01:07:22: alle hatten alle eine ganz bestimmte einen Abstand zueinander.

01:07:26: Die einzelnen Steps, zwanzig, vierzig, sechzig,

01:07:29: achtzig

01:07:30: und so die Letzten waren ganz eng beieinander.

01:07:32: Das heißt da ist das Tag so.

01:07:34: Und so ähnlich muss man sich glaube ich auch... Ich weiß nicht ob es deutlich ist oder ob's nur ein flüchtiger Gedanke ist aber so muss man mich möglicherweise auch dieses politische Spektrum finde ich vorstellen.

01:07:43: Das Gegenteil von links ist nicht rechts sondern es spielt sich noch ganz viel in der Mitte ab bevor ...ins Recht sein kippen sollte.

01:07:52: Ganz klar, das

01:07:52: ist auch echt schwierig!

01:07:53: Es wird echt auch leicht... also ich habe das gemerkt weil ich habe ein paar mal was gegen die FPÖ gesagt und dann kriegst du sofort wirklich viel Hass.

01:08:03: Und da harmlose Hass?

01:08:04: Das ist wirklich der harmlosen, denn der richtige Hass ist halt einfach dieses Zerstören wollen logisch.

01:08:11: Okay, das is klar dass man das kriegt.

01:08:13: Auch in Ordnung hab' ich persönlich überhaupt kein Problem damit.

01:08:17: Damit sollte man aber ein Problem haben.

01:08:18: Red es nicht klein?

01:08:20: Nein, ich red's auch nicht klein.

01:08:21: Aber ich find den harmlosen viel schlimmer, dass man dann als Künstler sofort als links abgetan wird.

01:08:29: Das finde ich eigentlich viel schlimme, weil das hat damit nichts zu tun.

01:08:32: Man möchte gar nicht kategorisieren.

01:08:34: So ist es!

01:08:35: Da gehts ja um eine sachliche

01:08:36: Diskussion

01:08:37: und wenn du versuchst was sachlich zu argumentieren, wirst du relativ schnell irgendwo hin klassifiziert Und das ist ein Riesenfehler.

01:08:49: Also gut, es ist wieder ein neues Thema aber da sind wir natürlich bei Parteien mit vier fünf Jahre Zeit.

01:08:54: die Erhaltung sozusagen ist natürlich schwierig dieses Konzept tatsächlich dann zu sagen okay auf eine langfristige... also viele Dinge die wir vernünftig denken müssen werden in vier oder fünf Jahren nicht gelöst und Man sieht in vier fünf Jahren noch keinen Erfolg, weil es einfach länger dauert.

01:09:14: Und das ist natürlich eine Schwierigkeit hier.

01:09:15: auf jeden Fall haben und deswegen werden wir auch immer kategorisiert sofort und das ist schade.

01:09:20: So damit ihr nicht nachlesen müsst falls ihr es nicht präsent habt die roten Khmer war eine radikale kommunistische Geräherbewegung und Terrororganisation in Kambodscha.

01:09:31: unter der Führung von Pol Pot Errichteten sie von April fünfundsiebzig bis Januar neunundsebzig eine totalitäre Schreckensherrschaft, die zu einem der schlimmsten Völkermorde des zwanzigsten Jahrhunderts führte.

01:09:42: Die Stadtbevölkerung der großen Städte wurden auf das Land vertrieben mussten da unter unmenschlichen Bedingungen zum Beispiel Reis an Bau leisten und ganzen Hinrichtungen, Hungertoten usw.

01:09:55: Man schätzt es ungefähr auf zwei Millionen Tote in Todeslagern im Foltergefängnissen.

01:10:01: Der ganze Mittelstand wurde ausgekühlt.

01:10:04: Die Kunst

01:10:04: komplett, ja.

01:10:05: Künst, die Intellektuellen absolut und erst neunzehneunundsebzig marschierten dann vietnamesische Truppen in Cambodscha ein Und Paul Pottsch starb sehr spät.

01:10:14: ich dachte dass der fiel achtundneinzig erst und ohne das er jemals verurteilt wurde.

01:10:18: Das muss man sich vorstellen.

01:10:19: Bruder eins, Bruder zwei und so weiter wie sie alle hießen.

01:10:21: Ja und man muss auch sagen Ich glaube Cambodsche hatte damals zur Machtergreifung der roten Gemäher glaube ich nur vier Millionen Einwohner Die

01:10:31: Hälfte

01:10:31: der Bevölkerung.

01:10:32: Es ist einfach mal umgebracht, das ist schon gewaltig.

01:10:35: Also sehr traurig und davor war kein Botscha anders und es finde ich schon immer spannend dass wir uns mal... dass wir uns mal in die Zeit zurückgeben, wie war denn überhaupt alles?

01:10:44: Also weil du vorhin gesagt hast ja das muss man in der Religion verstehen.

01:10:47: Man muss sich auch anschauen, wie haben die Frauen in Afghanistan gelebt...

01:10:50: Ich habe das nicht gesagt sondern ich höre das als Argument und es macht mich wahnsinnig!

01:10:53: Entschuldige, das meinte ich auch.

01:10:55: Das hast du nicht gesagt aber das hast Du als Argument vorgebracht.

01:10:58: Zidiert, dass man das immer hört genau.

01:11:00: Und dann schauen wir's mal an wie es in Afghanistan war, wie es im Bershien war

01:11:04: usw.,

01:11:04: also schauen wir jetzt das mal alles an Und das gehört schon auch dazu.

01:11:09: Das kann man auch ruhig verlangen von den Leuten, dass sie das mal tun.

01:11:12: Ja,

01:11:13: dass wir überhaupt lachen.

01:11:40: Aber wir haben gerade eben so selbst ein bisschen durchgeatmet weil die Verpflichtung oder die Kombination dieser schweren ernsten tragischen Themen glaube ich oder glauben wie er wirklich geht indem man dann auch wieder sie kontrastiert und dann eben doch über irgendetwas lacht oder irgendwas Lustiges erzählt.

01:12:00: Wir haben jetzt noch einen Gesprächs Part und in dem möchte ich auch ganz viel unterbringen, denn es geht ja auch darum wie kann man noch mehr von dir oder über dich erfahren?

01:12:10: Wir fangen jetzt mal an.

01:12:10: Vielleicht

01:12:11: will man zu diesem Zeitpunkt schon

01:12:12: nicht mehr

01:12:13: noch mehr erfahren!

01:12:14: Vielleicht ist schon vorbei keine Ahnung dann abonnieren sie nicht sein sondern unseren Podcast hier.

01:12:21: also Ich fange mit was ganz depressiven und furchtbaren nämlich den Film Parler Aus dem letzten Jahr.

01:12:29: Ein schöner

01:12:29: Übergang, weil die Musik, die wir gerade gehören haben, die hat tatsächlich meine Frau rausgesucht.

01:12:34: So und deine Frau?

01:12:36: Hat sie mir mal irgendwann vor vielen, vielen Jahren gefunden

01:12:40: Denn sie hatte einen Stiefvater?

01:12:43: Ja, genau.

01:12:44: Sie hat einen anderen Stiefvarter jetzt.

01:12:45: Das war aber der, die sie am längsten wahrscheinlich nicht.

01:12:48: Aber eine sehr prägende Zeit in ihrer Entwicklung, also der, der irgendwie klargemacht hat dieses Kind muss Deutsch lernen und dieses Kind auf eine deutschsprachige Schule.

01:12:58: Denn deine Frau ist ... Kommt woher?

01:13:00: Meine Frau ist in der Slowakei geboren, in der Ost-Slowakei und ist mit sechs Jahren nach Österreich gekommen, und ist dann auf eine tschechische Schule gekommen.

01:13:09: Nennen wir sie ruhig beim Namen?

01:13:11: Ja gerne!

01:13:11: Alexandra Makarova

01:13:13: So ist es

01:13:14: Und Sie hat das Buch geschrieben und Regie geführt für den Film Perler.

01:13:20: und wenn ihr euch jetzt sagt also komisch ich gehe ja regelmäßig ins Kino Ich habe den gar nicht gesehen kann ich nur sagen Er wurde ungefähr achthundertmal ausgezeichnet.

01:13:31: Du wurdest ausgezeichnet als Darsteller, es gab die Romy für den besten Film du als beliebtester Schauspieler Es gab den österreichischen Filmpreis Für den besten film Die Hauptrolle Kamera Kostüm Bild Maskenbild Szenenbild Musik Tongestaltung und so weiter und sofort.

01:13:45: Und

01:13:48: wirklich

01:13:48: schöner extrem bewegender toller Film.

01:13:51: auch eine super Hauptdarstellerin deren Namen ich jetzt auch nennen möchte Rebecca Polakova Die ich vorhin noch nie gesehen habe und die auch im Preis verdient hätte.

01:14:00: Ganz, ganz toll!

01:14:02: Und dann ist es so dass dieser Film keinen Verleih findet in Deutschland.

01:14:06: Das muss euch doch auf der Welt schon aber nicht in Deutschland...

01:14:08: Das ist das Interessante.

01:14:09: Das ist doch

01:14:10: traurig.

01:14:11: Also über Taiwan, Philippinen, Israel alle europäischen Länder links und rechts.

01:14:17: von Deutschland Richtung Südamerika ist dieser Film verkauft worden.

01:14:21: Aber in Deutschland hat er das nicht...

01:14:23: Wie komisch wie Traumig?

01:14:24: Ja, das ist interessant.

01:14:26: Ja, in Frankreich großartig gelaufen und so.

01:14:30: Aber gut, Frankreich ist natürlich klar.

01:14:31: So ein sehr sinnastischer Film

01:14:34: würde

01:14:34: ich sagen.

01:14:34: ja deswegen hat auch so viele Preise bekommen.

01:14:37: Und das war jetzt weiter langen Film.

01:14:39: Ich bin ein bisschen heikel für mich immer, weil es hat die Frau.

01:14:46: Also ich bin wahnsinnig glücklich dass dieser Film so erfolgreich ist.

01:14:50: Weil für mich hat das was umgedreht, weil's war ja immer so ... Ja gut, die ist Regisseurin und die Frau von dem aber wahrscheinlich ist das halt irgendwie so eine ... Ist auch noch jünger meine Frau als ich.

01:15:00: Und jetzt aber... Und das finde ich toll!

01:15:03: Jetzt überholt sie mich einfach im Film sozusagen.

01:15:06: Man muss schon sagen, dass du sehr, sehr, bekannt und beliebt bis in Österreich.

01:15:12: Und nicht nur da, aber auf jeden Fall ist ja das... Österreich ist euer Habitat wenn man so will.

01:15:18: Ja wir leben jetzt zwischen den Wienern.

01:15:21: Insofern kann ich mir vorstellen dass es gar nicht so leicht ist.

01:15:26: umso besser dass sie diesen Erfolg feiert.

01:15:29: Genau für eine Frau wie Sie ist es schrecklich und klar weil sie natürlich Mann-Frau-Konflikt haben.

01:15:38: wir natürlich die ganze Zeit, weil sie ist einfach eine hochbegabte Regisseurin.

01:15:43: Warum sagst du Mannfrau?

01:15:44: Also Eheleute das meinst du damit?

01:15:46: oder glaubst du dass Sie erfolgreicher werden wenn sie ein männlicher Regisseure wäre

01:15:49: also ihre ersten zwei Filme?

01:15:52: Wenn es ein männliche Regisseuer wäre würde sie Würde sie als Hollywoodfilme machen.

01:15:57: würd ich jetzt einmal sagen von diesem Können und auch wie schreibt ihr aus?

01:16:02: Und natürlich, das ist auch ein Thema.

01:16:05: Sie schreibt ihre Filme über Jahre, es sind schwere Themen.

01:16:08: Das sind Frauenthemen.

01:16:10: und der nächste Film, der jetzt auch schon eine deutsche Filmfirma hat, die gleiche Produktionsfirma, die gelbe Briefe gemacht hat.

01:16:20: Also das dauert aber Jahre!

01:16:23: Wir brauchen trotzdem Geld zu Hause.

01:16:25: Ich muss einfach Geld verdienen weil sie sich wirklich konzentriert auf diese Themen.

01:16:28: Es hat viele Stoffe... Tolle Stoffe, vor allem Stoffen die die Kino-Welt braucht weil sie ja wirklich Frauenthemen sind.

01:16:37: Das sind Rollen für Frauen.

01:16:38: also Perla ist ja auch eine... Also jede Schauspielerin die ich kenne glaube ich würde diese Rolle liebend gern spielen.

01:16:45: Ja glaub' ich auch was sind denn eigentlich meiner Themen?

01:16:47: Ich glaube, Männer-Themen sind ... Wahrscheinlich ist es falsch ausgedrückt.

01:16:51: Es geht nicht um Männer-Themen, sondern es geht um das ... Ist es wirklich aus einer Frauenswicht erzählt?

01:16:56: Weißt du was es ist wie mit Frauenfußball so ein bisschen?

01:17:02: Ich weiß dass du das aus einem reinen Herzen heraus tust und ich hab auch Rocki gesehen früher!

01:17:08: Und diese ganzen Filme haben wir gesehen in unserer Generation als Mädchen Und hatten da keine Identifikationsfiguren oder die kamen dann so ganz vereinzelt?

01:17:21: Haben sie aber auch vielleicht gar nicht vermisst, weil es so selbstverständlich war dass es sie nicht gab.

01:17:26: So!

01:17:26: Da gabs mal Heidi und irgendwann später gabs Keckney und Lacey oder sowas.

01:17:30: Aber ansonsten gab's jetzt so viel ja nicht.

01:17:33: und umgekehrt würde ich mir eben wünschen das ist solche... Auch da Kategorien wie Frauenthema oder Frauenfilm gar nicht gibt, sondern das man einfach sagt.

01:17:40: Das ist ein supergeiler Film und dass auch einen Mann überhaupt gar nicht sagen würde ja und hat eine Frau die Hauptrolle gespielt?

01:17:46: Und es ging um Frauenthemme, sondern... Ich weiß

01:17:48: was du so nicht... Also das würde man bei Berler nicht machen!

01:17:50: Das würde mir bei Berlern auch nichts sagen.

01:17:52: aber ich finde schon und das ist glaube ich einfach nochmal anders sich glaube dass Frauen Geschichten anders erzählen Und das ist für mich auch der Nied, der besteht, dass wir mehr von diesen Geschichten haben.

01:18:06: Aber sie erzählen doch nicht an Männern vorbei?

01:18:08: Nein überhaupt nicht!

01:18:09: Also warum?

01:18:10: Warum fühlen sich...

01:18:10: aber Sie erzählen Geschichten

01:18:11: anders?!

01:18:12: Ja genau, ja genau und das ist total

01:18:14: elementar wichtig für uns.

01:18:16: Anders ist doch super.

01:18:17: Na total,

01:18:17: das ist elementarwichtig für uns weil Diversität wird ja auch immer falsch verstanden.

01:18:23: Diversitet ist unsere Überlebenschance auf dieser

01:18:25: Erde,

01:18:26: ohne Diversität in der Naturwissenschaft würden wir hier nicht existieren.

01:18:30: Frag

01:18:30: mal Darwin!

01:18:31: Ja genau aber nicht Neodavinismus sondern wirklich Darwin bitte.

01:18:35: Das ist einfach so und deswegen meine ich schon also das ist ganz wichtig dass es genau solche Frauen Diese Filme und diese Frauengeschichten sozusagen, ich weiß ja auch nicht.

01:18:47: Vielleicht ist es ein falsches Vokabel?

01:18:49: Ich habe kein anderes dafür!

01:18:51: Deswegen kann ich's nicht groß anders benennen.

01:18:53: aber es ist für mich ganz klar dass sie eine Frauenrolle schafft die einfach anders erzählt ist weil sie einen anderen nied hat ...emotion heraus, diese Geschichte erzählen.

01:19:10: Wie aber doch unterschiedliche Regisseurinnen und Regisseure... ...und auch männliche Regissöre es auf eine ganz wunderbare und andere Art machen können?

01:19:17: Ich will nicht sagen dass dieses diese wunderbare Umsetzung Frauen vorbehalten ist überhaupt nicht!

01:19:22: Nein gar nicht, aber das ist immer anders und das ist gut.

01:19:24: Es ist ja es ist anders aber auch innerhalb einer Gruppe von Frauen würden Frauen unterschiedliche Filme unterschiedlich erzählen.

01:19:31: ich werde

01:19:31: mit

01:19:32: wir sind auch versitzen auch auf der selben Seite in dem Sinne ich will einfach nur dass das ist nicht mehr Dass es diese Kategorien auch da nicht mehr braucht, dass das ein guter Film ist oder ein schlechter Film.

01:19:41: Oder dass man eben sagen kann, es ist Geschmackssache!

01:19:44: Aber dass man nicht sagt naja weiß ich nicht ob er sich dafür interessiert weil sie nämlich eigentlich eher einen Frauenfilm.

01:19:48: Weißt du?

01:19:49: So solche Formulierungen...

01:19:50: Ja bei einem Frauenfilm ist es

01:19:51: überhaupt den Fehler.

01:19:51: Nein und wir können ihn ja auch leider in Deutschland nicht sehen.

01:19:54: Wir haben jetzt nur noch ganz wenig Zeit und das ist ja furchtbar.

01:19:57: Das ist wirklich furchтbar.

01:19:58: Weil was gibt ihr?

01:20:00: Ich ziehe mal schwarz

01:20:01: Nummer eins, sieh mal schwarze sei zwei.

01:20:03: Pass auf.

01:20:04: Jetzt traummen wir noch kurz für den Eberhofer Steckerfisch Fiasco Film, der seit dem thirteenthen August in den Kinos ist.

01:20:13: Du bist wieder der Rudi Birkenberger allerdings diesmal mit einem gewissen Audeur um dich herum einen sehr gefährlichen Geruch, den man auch als Zuschauerin wahrzunehmen scheint.

01:20:23: du hast so eine Verrückung mit langfertigen Haaren und du riechst ein bisschen streng und ihr müsst gemeinsam einen Mord aufklären.

01:20:32: Möchtest du ein, zwei Sätze dazu sagen am Steckerlfischkönig?

01:20:37: Damort am Steckalfisch-König.

01:20:40: Ich finde das eine interessante ... Du hast ja vorher gesagt es gibt immer ne schöne Seite aber es gibt dann auch ganz schlechte Seiten manchmal daran an so einer erfolgreichen Kinoreihe und das ist wirklich... Aber trotz alledee muss man sagen und ich gehe da gar nicht einmal ganz auf die Geschichte ein weil unterhaltsam und dieses, das ich jetzt wie du es nennst lange fettige Haare habe ist dramaturgisch ein Geschenk für mich als Schauspieler wo ich sehr dankbar bin weil ich da plötzlich eine andere Note hineinbringen kann.

01:21:15: Und das Interessante daran finde ich eigentlich weil das ist lustig weil immer alle über den Geruch gehen ja Das ist das, was hängen bleibt.

01:21:24: Aber ganz wenige und das finde ich echt spannend in den ganzen Interviews fand ich das total interessant dem wenigsten ziehen dann den Schluss, warum stinkt denn dieser Mann?

01:21:35: Ja aber das macht auch finde ich ein Thema auf bei dem man sehr unsicher ist wie man das in diesen Eberhoferhumor einbaut.

01:21:43: Das ist schon auch schön dass es da passiert.

01:21:45: Da

01:21:45: gibt's ja auch noch kleine andere Sachen die...

01:21:47: Genau da gibt ganz kleinere Sachen die da drinnen stattfinden und es ist total spannend dass wir keinen Umgang finden damit dass in einer Komödie die so breit aufgestellt ist und wo jetzt Filmkritiker eigentlich ich eher sagen, ja das ist halt ein Phänomen.

01:22:03: Das funktioniert!

01:22:04: Ich versteh es nicht weil ich bin eher das Injust oder was auch immer aber dass es da trotzdem irgendwie möglich ist in sowas so ganz harte Themen und das macht die Figur nämlich aus und das mache doch eine gute Komödie aus.

01:22:20: Der Rudi Birkenberger lebt immer an der Armutsgrenze.

01:22:24: Er kann sich die Wohnungen in München nicht mehr leisten, weil sie mitten so teuer sind.

01:22:28: Deswegen muss er jetzt im Auto wohnen.

01:22:30: und das ist eigentlich... Und das in einer Komödie, das ist eine gute... Das ist wirklich ne schöne Ausgangslage für eine Figur!

01:22:37: Das ist eigentlich die Ausgangslage für ein Ken Loach-Figur?

01:22:41: Ja stimmt.

01:22:42: Eigentlich ja und es ist aber da eine Komödienfigur und das is eigentlich genau das was ich liebe kleinen Film dann sowas geworden ist und so viele Menschen trotzdem irgendwie abholen.

01:22:53: Und das ist wirklich, wir gehen ja da immer auf Kino-Dur zehn Tage lang...

01:22:57: Das ist anstrengend

01:23:00: aber auch echt interessant!

01:23:02: Also was ihr da wirklich reinbringt wie ein trojanisches Pferd und anders geht's wahrscheinlich auch nicht, dass ihr da Themen platziert gesellschaftliche Themen wie eben dieses und man aber nicht Angst haben muss, dass es kippt Die Figuren werden nicht ausgeliefert, sondern sie bleiben bei sich finde ich.

01:23:19: Ja vielleicht nicht

01:23:20: immer aber wir versuchen es zumindest.

01:23:23: Also läuft im Kino.

01:23:24: könnt ihr euch ansehen?

01:23:25: Können Sie sich ansehen?

01:23:26: wenn ihr jetzt als Podcast erst vielleicht was weiß ich, ... ... oder hört dann kann das sein dass er nicht mehr im kino läuft.

01:23:33: so Dann möchte ich auf das Cabaret-Programm des Restaurants hinweisen Das jetzt noch läuft weil ich weiß Ihr schreibt schon einem neuen und das hat diesen wunderbaren Titel Liebe freue mich schon drauf.

01:23:45: Aber ihr seid am zweiten und dritten im Tipi, am Kanzleramt.

01:23:49: Manuel Rubai und du in das Restaurant.

01:23:52: Es hat auch sehr, sehr gute Kritiken ist in Österreich innerhalb kürzester Zeit auch ausverkauft gewesen.

01:23:57: Ich weiß gar nicht ob es hier als wenn wir Ausstrahlen überhaupt noch Karten gibt aber wir versuchen malen noch zwei locker zu machen und zu verlosen.

01:24:05: Und dazu müsst Ihr folgende Frage richtig beantworten um diese zwei Karten zu gewinnen für das Restaurant Wie heißt das Buch, dass wir zudem noch verlosen?

01:24:17: Und jetzt kommst du.

01:24:19: Da legen wir einfach wie beim Fisch mal... Noch zwei Bücher drauf!

01:24:22: Wie

01:24:23: heißt es das Buch und was du geschrieben hast und in dem das hier wirklich noch gar nicht besprochen wurde?

01:24:30: und unsere Zeit ist um?

01:24:30: Was machen wir denn nur?

01:24:32: Das müssen die Leute erst herausfinden.

01:24:36: Das ist ein schöner Cliffhanger.

01:24:38: Wofür?

01:24:38: Dahinter kommt nichts.

01:24:39: Wir sind Lemminge, wenn wir springen ist vorbei!

01:24:41: Doch man kann sich das Buch

01:24:42: kaufen.

01:24:42: Ja, das sollte

01:24:43: man auch machen ganz einfach.

01:24:45: Na gut okay damit bist du wirklich sehr entspannt dass...

01:24:48: Ich bin sehr entspannend

01:24:50: mit

01:24:51: allem.

01:24:51: Wer geht's ja immer um ein Gespräch und einen Dialog.

01:24:54: Also wie heißt das Buch von Simon Schwarz?

01:24:57: Wir verlosen es zweimal.

01:24:58: Wir verlosene zwei Karten fürs Teepee am zweiten oder dritten November Und ich darf so viel verraten wie dieses Buches.

01:25:05: ein Dokumentiertes Interview, weil man so wählt.

01:25:09: Ein bisschen ja.

01:25:10: So ein bisschen der Aufzeichnungen aus einem Gespräch oder mehreren Gesprächen kann ich mir vorstellen?

01:25:13: Es sind viele private Fotos drin.

01:25:15: Ja

01:25:15: genau.

01:25:15: Also es ist nicht wirklich so eine Interviewform.

01:25:19: Ich habe es ja mit einer Journalistin gemeinsam geschrieben und wir haben einfach sehr viele Stunden gemeinsam verbracht und geredet.

01:25:27: Und das gab's ein paar Kapitel die wir uns irgendwie da genau rausgefiltert haben.

01:25:35: nach diesen Gesprächen auch beide einfach viel daran geschrieben und versucht da was herauszufinden.

01:25:41: Es geht dir auch darum die Dinge im Leben ein bisschen besser zu machen, um zu gucken wo die Stellschrauben sind für Menschen wie uns.

01:25:50: eine Zustandsbeschreibung was die Welt was die Umwelt angeht.

01:25:56: also du nimmst einen schon mit in dem du beschreibst was so alles schiefgeht.

01:26:00: Du nimmst einen aber auch mit, indem du Lösungen oder Ansätze vorstellst oder vorschlägst.

01:26:07: Wie man selbst etwas verändern kann und deswegen hat mir das sehr gut gefallen.

01:26:11: Und du schreibst es sehr persönlich.

01:26:12: Du schreibts auch über deine Kindheit, über deinen Heranwachsen, über deine Mutter.

01:26:15: sehr viel.

01:26:16: also ich kann dieses Buch möchte ich euch ans Herz legen.

01:26:20: Aber ist keine Biografie?

01:26:21: Nein, das ist keine Bio-Grafie.

01:26:24: Aber das was da steht, hast du dir ja nicht ausgedacht?

01:26:25: Ja aber ich finde es ist ein Handbuch dafür zu verstehen wie ich funktioniere.

01:26:31: Es ist mir so eine Anleitung.

01:26:33: noch einmal also dass was ich so privat drin entstehen habe sozusagen.

01:26:37: Ist eigentlich ne Anleitung dafür um zu verstehen warum denkt der man so.

01:26:41: Okay aber eigentlich geht's um die Welt.

01:26:43: ich sage es nochmal.

01:26:44: Eigentlich geht es darum dass die Welt uns gar nicht braucht.

01:26:46: aber wer die Welt brauchen.

01:26:49: Schön gesagt!

01:26:50: Danke Letzter Song, letztes Lied.

01:26:52: Was ist denn das?

01:26:58: Das hören wir jetzt noch als Abschied.

01:27:02: Das ist ein schöner Abschied!

01:27:05: Hat mich überhaupt gefreut.

01:27:06: und leider ist die Hymne, die Lisa Maria Portov in deine Richtung gesprochen hat.

01:27:12: Die hat auch noch eine Hymn gesprochen.

01:27:13: Weißt du was?

01:27:14: Wir können ja trotzdem schon mal Tschüss sagen weil es ist auch schön was sie gesagt

01:27:17: hat.

01:27:17: Also dann sagen wir erst mal Tschüß.

01:27:19: Und jetzt fangen wir an zu hören was Lisa sagt.

01:27:21: Ich kenne Simon seit twenty-fünf Jahren.

01:27:23: Ich hab schon seine

01:27:24: Frau gespielt,

01:27:25: ich habe seine Widersacherin gespielt.

01:27:29: alles was man so spielen kann im Spannungsfeld zu einem Mann haben wir durch.

01:27:36: Daher kenne ich ihn sehr gut und wie ich schon gesagt habe ist Simon ein wandelndes Lexikon und das meine ich durchaus negativ als auch wahnsinnig nerven kann wenn man ihn zu einem Demon knipst Nämlich Stichwort Geopolitik,

01:27:50: eines seiner

01:27:50: Leidenschaften.

01:27:52: Muss man wirklich sagen und man eine Viertelstunde lang sich irgendwas dazu anhören muss.

01:27:57: Ich habe tatsächlich während seiner langen Vorträge weil er ist leider auch sehr gut informiert schon heimlich die Airpods

01:28:03: auf

01:28:04: Autofahrten reingemacht.

01:28:05: Das heißt der dachte er hat einen Rezipientin oder eine Rezipiente in die sich seine Ausführungen widmet.

01:28:11: aber ich war schon längst wieder dabei irgendeinen Pop-Song der neunziger Jahre zu hören.

01:28:16: Das ist die Zeit mit Simon

01:28:19: Schwarz,

01:28:20: weil man mit ihm Zeit im Auto verbringt.

01:28:23: Sie hat mir noch eine andere Nachricht geschickt und ich kann nur sagen sie hatte ich sehr, sehr gerne auch bewundert dich sehr.

01:28:30: Ich hoffe,

01:28:30: dass es ihr kommt.

01:28:31: Und ich lerne sehr viel über mich selbst in diesem Podcast.

01:28:35: Vielen Dank dafür!

01:28:51: Tschüss!

01:28:55: Wir hoffen, dass es Ihnen gefallen hat.

01:28:56: Wenn Sie möchten, Sie können ihn abonnieren!

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