Clemens Schick
Shownotes
Geboren 1972 in Tübingen, wächst Clemens Schick mit 4 Geschwistern in Stuttgart auf. Die Schule und er werden keine Freunde, aber der Schulweg ist für ihn ein Raum der Freiheit und erste Geschichten entstehen in seiner Phantasie, wo er sich die Rolle als Held zuschreibt. Er muss in die Kinderpsychatrie und weiß bereits als 12jähriger, daß er anders ist, ein Einzelgänger, trotz Zwillingsbruder. Mit 17 outet er sich, daß er schwul ist. Nach dem Abitur beginnt Schick an der Akademie für darstellende Kunst in Ulm zu studieren und jobbt nebenbei als Kellner. Nach einem Jahr geht er für acht Monate ins Kloster eines ökumenischen Männerordens in Frankreich. 1993 dann der Umzug nach Berlin, wo er sein Schauspielstudium beginnt. 2006 verkörpert er die rechte Hand von Bondbösewicht Le Chiffre – gespielt von Mads Mikkelsen – in Daniel Craigs Bond-Einstand „Casino Royale“. Obligatorische Krimi-Auftritte zwischen „Tatort“, „Rosa Roth“, „Ein Fall für zwei“ und als Ermittler in „Der Barcelona-Krimi“ gehören bei Clemens Schick ebenso dazu wie ein Auftritt in der Star-Wars-Serie „Andor“. 2008 und 2011 reist Schick als Truppenunterhalter in den Hindukusch und nach Afghanistan und besucht mehrere Armee-Standorte, wo er vor stationierten Soldaten Solotheater spielt. 2023 ist er als gewalttätiges Oberhaupt einer US-Familie in Luc Bessons „Dogman“ zu erleben. In der Hörbar erinnert er sich, wie er mit fünf Jahren heimlich die verbotene Plattensammlung seiner Mutter durchstöbert, Grace Jones, Elton John und Hildegard Knef entdeckt und dazu schaukelt. Durch die Punkphase seiner älteren Schwester kommt er außerdem mit Nina Hagen in Kontakt und aktuell tanzt er morgens am liebsten zu den Alessi Brothers.
Playlist 6.9.26:
Alessi Brothers - Seabird Grace Jones - La vie en rose Supertramp - The Logical Song Eric Carmen - All by myself Christophe - Aline The Knife - Pass this on Terranova - Prayer Angelo Badalamenti - Twin Peaks Theme
Released by rbb media.
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:05: Diese Kindheit zu wissen, da ist was anders.
00:00:09: Eine andere Sehnsucht nach einer anderen Sexualität.
00:00:14: Man isst schlecht in der Schule, des Entdecken von Fantasiewelten... Ich war ein Einzelgänger als Kind.
00:00:19: Ich hab immer ganz viel alleine gespielt, weil ich musste eigentlich immer lernen.
00:00:23: Meine Eltern waren streng oder meine Mutter.
00:00:26: Ich bin ganz viel in die Stadtbücherei gegangen und hab mir pro Woche sicher vier Bücher ausgeliehen.
00:00:33: so dekoriert, wie ich mir vorgestellt habe.
00:00:34: Dass es ein Schreibtisch aussieht wenn man für die Schule lernt und hatte in der Schublade immer die Bücher nicht gelesen haben.
00:00:40: Das war meine Kindheit!
00:00:41: Und dann mit siebzehn war mir irgendwann klar dass ich schwul bin, dass ich interessant finde das ich auf Männer stehe und hab mich da geoutet.
00:00:50: Dann habe ich gewusst Ich will Schauspieler werden.
00:00:52: Ich will sagen jetzt bin ich an einem Punkt.
00:00:54: Ich bin fünfzig.
00:00:55: Jetzt bin ich am Punkt in meinem Leben wo ich wirklich sagen kann und darüber so glücklich und dankbar bin.
00:01:00: Ich mache das was ich will Und das finde ich so ein Geschenk.
00:01:04: Aber der Weg dahin, das war wirklich... Das war fordernd und wirklich viel, viel Kampf!
00:01:18: Ich begrüße heute den Schauspieler Clemens Schäck hier mir gegenüber.
00:01:22: Hallo.
00:01:24: Du hast offensichtlich einige Tattoos und hast du schon mal einen Fehler bei einem Tattoo entdeckt an dir selbst?
00:01:35: Nicht in dem Sinne, aber ich habe mal ein Titu gehabt, der einen Satz war.
00:01:40: Und dann habe ich irgendwann gemerkt dass die Leute immer angefangen haben auf meinen Körper zu gucken und jetzt versucht diesen Satz zu lesen.
00:01:46: Wo war denn welchen Körperpart am Oberab?
00:01:49: Es ist das durchgestrichene da!
00:01:51: Das ging mir dann so oft ein Geiz, dass ich es dann einfach drüber tätowiert habe weil ich dachte... Ich weiß ja, was drunter steht.
00:01:59: Da stehen jetzt zwei schwarze oder dunkelblaue Balken.
00:02:04: Du weißt, was darunter steht?
00:02:05: Die anderen können es nicht mehr sehen.
00:02:06: Ja, na klar!
00:02:08: Aber ich bin auch ein sehr neugieriger Mensch und schaue sehr gerne auch Tätowierungen von anderen Menschen an.
00:02:17: Und merke dass das manchmal Irritation auslöst wenn man die sich sehr genau anguckt.
00:02:23: Glaube das dann manche tätowierte Menschen vielleicht denken... dass nicht gut findet oder das bewertet ist, was ich natürlich nicht mache.
00:02:31: Aber deswegen finde es auch völlig okay wenn man meine Tätowierungen anguckt.
00:02:35: aber dies mit diesem Lesen hat mich genervt und habe gedacht
00:02:40: ja schwierig weil Wie du gerade auch gesagt hast, also dann machst doch an Stellen wo es kein Mensch sehen kann.
00:02:47: Denn natürlich wenn ich dich wahrnehme als Mensch, dann kann das schon passieren!
00:02:52: Es ist ja quasi gar nicht möglich etwas nicht zu lesen.
00:02:54: Wenn ich da so Buchstaben sehe... ...esjahr mein Gehirn lässt sich ja gar nicht einfangen.
00:02:58: Natürlich will er's da sein.
00:03:00: Also insofern
00:03:02: aber um auf eine wirkliche Frage zurückzukommen Das ist mein erstes Teleptow hier im Messer
00:03:07: am Oberarm und auch am rechten Oberarm.
00:03:09: Und das ist ne Liebesgeschichte gewesen
00:03:12: Eine gute?
00:03:13: Ja.
00:03:14: Und das Messer ist auch nicht irgendwie ein Symbol dafür gewesen?
00:03:18: Die Person kann man so lingen...
00:03:20: Das stimmt nicht!
00:03:22: Nein, das stimmt nicht.
00:03:29: Da fällt mir sofort Zwilling zu ein und du bist ja sogar Zwillings.
00:03:35: Aber das war nicht der Grund.
00:03:37: Das habt ihr nur irgendwann herausgefunden.
00:03:39: Das war der Grund.
00:03:41: Ich glaube, du bist einfach sehr gut darin in Geschichtenzeit.
00:03:45: nicht privat werde, dass ich dir jetzt noch Namen nenne oder
00:03:48: so.
00:03:48: Das hätte ich auch nicht erwartet!
00:03:50: Aber ich würde das hier nicht erzählen wenn es nicht so wäre.
00:03:55: Ich überlege gerade, das soll kein Ostbashing sein.
00:03:57: aber was?
00:03:58: Wenn die Person aus Bitterfeld gekommen wäre, was hätte man da... gibt es da bestimmt?
00:04:03: Klar, bin froh, dass die Person jetzt nicht aus einem Ort gekommen ist wo ein Atomkraftwerksstaat
00:04:09: zum Beispiel.
00:04:14: Was wollte ich denn gerade?
00:04:15: Ich habe jetzt schon meinen Faden verloren, obwohl du eigentlich derjenige sein müsstest.
00:04:21: Also um das mal aufzuklären, du bist hier reingekommen und hast eine irre Energie.
00:04:26: Und ich hab dich gefragt ob ich den noch in die Presse machen soll.
00:04:28: Ja bitte!
00:04:30: Und dann habe ich gesagt, hast du einen guten Tag gehabt bis jetzt?
00:04:32: Und du hast gesagt...
00:04:33: Dass ich nicht geschlafen habe, dass ich schon beim Zahnarzt war und schon am Graben meiner Mutter und jetzt hier
00:04:42: vor dir ist.
00:04:46: Also erst mal der Horror nicht zu schlafen.
00:04:49: Dann Zahnarzt macht man ja irgendwie auch nicht gerne, man wird auch nicht voller Freude ans Grab seiner Mutter gehen.
00:04:55: und danach war ich in der Hörbarost und dann sagen alle... Okay
00:04:58: aber da muss ich eins schon korrigieren.
00:05:01: Ich gehe gerne an das Grab meiner Mutter weil das eine schöne zu Ende gebrachte Lebensgeschichte war mit dem Grab.
00:05:11: Der Friedhof ist Darf ich sagen, in welchem Stadtteil?
00:05:14: Ja natürlich.
00:05:14: In Schöneberg liegt sie hier auf diesem Friedhof.
00:05:17: Alter Sankt Matthäus-Friedhof.
00:05:18: Da wo auch ... Nehre doch nehrweiser.
00:05:21: Genau.
00:05:22: Meine Ururgusmutter liegt da auch und deswegen haben wir meine Mutter da auch beerdigt und es ist ein sehr schöner Friedhof
00:05:30: Das stimmt
00:05:31: Und das Grab ist schön und da bin ich tatsächlich gerne.
00:05:35: Ich kenne mich bei Friedhöfen nicht besonders aus, obwohl alle bei mir gestorben sind.
00:05:39: Aber bei dem... Also diesen Friedhof kenne ich selbst und da gibt's auch vorne so ein Café?
00:05:43: Ja!
00:05:44: Dann gibt es das noch Jahr, ne?
00:05:45: Das ist ein bisschen
00:05:45: ulkig ja?
00:05:46: Genau, ulkisch ist ein gutes Wort dafür.
00:05:48: Sehr eigen aber sehr persönlich und familiär und ich wünschte mir dass mehr Friedhöfe so sind.
00:05:58: denn wie ich Friedhöfer als Kind kennengelernt habe hieß es einfach immer nur sei stilllauf hier nicht rum.
00:06:03: Also der Friedhof, da wird in der Nachbarschaft eher auch ein bisschen wie im Park angenommen.
00:06:08: Da wird er auch gepicknickt und ich sehe doch immer wieder Familien mit Kindern.
00:06:13: Das ist eigentlich sehr schön!
00:06:14: Ich finde das auch.
00:06:16: Ich hatte mal überlegt... Der Pfarrer, der sozusagen für diesen Friedhoff zuständig ist, ist ein sehr, sehr netter Mensch.
00:06:22: Und ich hatte überlegt ob ich dem mal vorschlage, ob man da einen Kinofestival macht auf dem Friedhof?
00:06:27: So ein bisschen angelehnt an In Los Angeles auf dem Hollywood Cemetery gibt's auch ein Film fest.
00:06:34: Da wird eine große Leinwand aufgebaut, da liegen dann noch sehr viele der Mitspielenden ...
00:06:40: Oh nein!
00:06:40: Ja wirklich?
00:06:41: In der nächsten Umgebung.
00:06:43: Aber und weil der Friedhofs in den alten Sankt Matthäus ist, der geht so leicht nach oben, er hat so einen bisschen am Hang.
00:06:49: Dann dachte ich es wäre eigentlich perfekt zwischen Gräbern aber... Ich hab genug Projekte im Leben deswegen habe ich das nicht weiter verfolgt.
00:06:55: die Idee.
00:06:57: Eigentlich ne ganz schöne Idee finde ich.
00:07:00: also die Frage isst ob man sich dann auch auf die Grabplatten setzen darf oder ob da so Stühle.
00:07:06: Wahrscheinlich muss sowas in Deutschland organisiert werden und vielleicht ist es... Ich weiß das nicht, ich kenne den Palachers in Paris?
00:07:15: Genau!
00:07:16: Und in Amsterdam gibt's auch einen ganz tollen, wo man hin pilgert.
00:07:20: Ich glaube auf dem Palacheres liegt Jim Morrison oder so was.
00:07:23: Wenn das dann so pilgerig wird, ist auch ein bisschen komisch.
00:07:27: So wir starten mit Musik wenns dir recht isst.
00:07:29: Gerne ja.
00:07:30: Sea Bird heißt der Song, den wir an den Anfang geschoben haben.
00:07:36: Ansonsten haben wir die Reihenfolge beibehalten, die du uns geschickt hast.
00:07:39: Die ist nämlich auch ziemlich chronologisch.
00:07:41: aber ich fand die kleine Geschichte, die kleinen Stichworte zu Seabird haben mir sehr gut gefallen und ich kann mir vorstellen dass du damit auch vielleicht andere Menschen inspirierst.
00:07:50: Das war der Letzte, den ich eigentlich
00:07:51: geschickte?
00:07:51: Genau!
00:07:51: Eigentlich hast Du ihn ganz zum Schluss gesetzt.
00:07:53: Dass ich dazu
00:07:54: gerne morgens tanze.
00:07:57: Ich bin jetzt vierundfünfzig Ich bewege mich wahnsinnig gerne, ich tanze sehr gerne.
00:08:03: Ich bin im Grunde sehr dankbar über mein Leben...
00:08:07: Wieso schränkst du es ein?
00:08:08: Warum sagst Du im Grunden?
00:08:10: Muss ich nicht einschränken!
00:08:11: Ist eine vielleicht falsche protestantische Bescheidenheit.
00:08:16: Genau und das ist für mich so einen Ausdruck dass ich
00:08:19: mit
00:08:20: mir in meinem Leben sehr glücklich bin, mit meinem Körper wie ich mich bewege, dass ich mich gerne bewege.
00:08:24: dieses Lied hat was melancholisches aber auch etwas sehr Schöne so was tragen, das was Kraftvolles und wenn ich alleine bin dann tanze ich dazu gerne morgens.
00:08:36: Nur zu diesem Lied oder auch zu anderen?
00:08:37: Auch zu
00:08:38: anderen.
00:08:39: Wie lange tanzst du denn?
00:08:39: eine halbe Stunde?
00:08:40: Ne.
00:08:41: Fünfzehn Minuten, zehn Minuten.
00:08:44: Man kann danach
00:08:44: nicht
00:08:45: mehr schlecht gelaunt oder traurig sein.
00:08:46: jedenfalls also ist mein Erfahrung dass man dadurch in so einer... Ich glaube es ist wahrscheinlich auch chemisch messbar, dass der Körper das sehr mag, dass es einen danach wirklich besser geht.
00:08:58: Magst du das auch?
00:08:59: Ja.
00:09:00: Ich liebe es einfach wirklich, mich zu bewegen und finde diesen Gedanken jetzt nicht so sagen ich mache immer noch Sport sondern ich bewege und tanze mich.
00:09:08: den der tut mir gut oder dem den mag ich.
00:09:23: Das muss man mal sagen.
00:09:25: diese Einladung in die Sendung von dir hier Hörberusten ist für mich ein großes Geschenk aber ist für me auch eine große Herausforderung weil ich mich unfassbar schlecht an Songtitels erinnere und zum Beispiel von diesem Song auch mit Sicherheit nur die Hälfte verstehe was gesungen wird.
00:09:45: Und das ist bei mir ganz viel mit Songs so, dass ich
00:09:47: so... Ich auch!
00:09:48: ...ich höre so eine Hälfe dann denke ich mir den Rest so den fülle ich dann aus.
00:09:51: Das ist ja eh mein Job immer Fantasie sozusagen ausfüllen als Schauspieler.
00:09:57: Ich höre SOviel Musik.
00:09:59: wenn ich dann z.B.
00:10:00: die Aufgabe habe zu sagen nenne acht Songs weil du gerade gesagt hast weißt du noch was du jetzt zu dem Song dazu gesagt hast?
00:10:09: kommt dann ganz schnell in so Blackout-Situation, dass ich denke was hab' ich jetzt zu diesem Song gesagt?
00:10:14: Aber wenn ich ihn höre weiß ich sofort alles wieder wie bedeutet.
00:10:18: Ist
00:10:18: das
00:10:19: Würre gerade
00:10:20: oder... Nein, nein überhaupt nicht!
00:10:22: Du wirst hier nicht abgefragt?
00:10:24: Nein du darfst du das weißt du kannst ganz entspannt sein.
00:10:27: Du warst ja auch vor hundert Jahren schon mal hier zu Gast.
00:10:30: es ist wirklich lange her und das woran ich mich erinnere ist, dass du immer schon gerne Musik gehört hast.
00:10:35: aber Da so erstaunlich, ich nehme jetzt ein Wort das nicht zu hundert Prozent passt.
00:10:42: Aber so ein bisschen unselbständig war es.
00:10:43: also du hast dich da gerne von den Songs anderer
00:10:46: Das trifft sie da
00:10:47: Ernährt was aber auch okay ist weil Ich glaube dass es Menschen gibt die Lieder anziehen und die dann als Multiplikatoreninnen und Multiplikatoren diese Songs dann weitergeben.
00:10:59: Und das ist auch finde ich völlig ok
00:11:03: vor allem als ich aufgewachsen bin.
00:11:06: oder gab es einfach den Algorithmus noch nicht.
00:11:09: Gott sei Dank!
00:11:11: Der hilft mir aber mittlerweile manchmal, dass ich sozusagen Lieder höre bei Soundcloud und dann werden mir Lieder vorgeschlagen die vielleicht ähnlich sind und dann manchmal entdecke ich dadurch wieder ein neues Lied auf das sich selber nicht kommen würde.
00:11:21: Ja früher haben wir Radio gehört Und das tun viele Menschen immer noch.
00:11:26: Vielen Dank dafür übrigens!
00:11:27: Grüße gehen raus, auch wenn viele von Ihnen und euch das jetzt vielleicht als Podcast hören was uns auch sehr, sehr freut weil ihr über ARD-Sounds die ARD Audiothek heißt seit geraumer Zeit Sounds und ihr könnt euch dieses Gespräch und sehr viel andere Gespräche auch jederzeit noch als Podcast anhören.
00:11:47: Was du noch angesprochen hast mit den Texten ich finde dass bemerkenswert da manchmal so einen lichtdichten Vorhang vorlegt.
00:11:58: Du hörst diesen Song und du kennst ihn auch, du kennest ihn!
00:12:02: Und trotzdem kannst du möglicherweise gar nicht sagen worüber der gesungen wird, obwohl du sogar das Vokabular übersetzen könntest wenn du die Übersetzungssoftware deines Gehirns aktivieren würdest.
00:12:12: aber da liegt ja dieser Blickdichtevorhang drüber.
00:12:15: also nimmst du die Musik wahr den Noten diese Hüben.
00:12:18: es finde ich schon schön dass es geht Aus einem anderen Gespräch, das wir schon mal miteinander geführt haben.
00:12:25: Weiß ich, dass du eine im Vergleich zu vielen anderen Hörerinnen und Hörern recht ungewöhnliche Kindheit hattest?
00:12:32: Was allein schon daran lag, dass ihr fünf Kinder seid.
00:12:35: also du hast vier Geschwister Und ursprünglich Stammt ein Teil deiner Familie auf jeden Fall eine Großmutter wenn ich mich recht erinnere aus Berlin.
00:12:47: Es würde auch Sinn ergeben deine Urgroßmutter auf diesem Frito fliegt.
00:12:50: wahrscheinlich kommt sie Aus Berlin?
00:12:51: Meine Mutter ist geborene Berlinerin.
00:12:55: Sie hat deinen Vater kennengelernt, aber in Süddeutschland glaube ich ne?
00:12:59: In Tübingen zum Studium.
00:13:02: Dein Vater war
00:13:05: Staatsanwalt und ist relativ früh nach Stuttgart versetzt worden Und deswegen sind wir alle in Stuttgard aufgewachsen.
00:13:12: Was gar nicht so untypisch für die Biografie vieler Menschen ist dass sich deine Eltern getrennt haben.
00:13:17: Ich weiß gar nicht genau wie alt du warst
00:13:19: Also sechs, fünf, sechs so was.
00:13:23: Und deine Mutter?
00:13:25: Ich hab das ziemlich bildhaft in Erinnerung durch dieses andere Interview, dass wir mal hatten.
00:13:30: Es muss eine Frau gewesen sein irgendwo zwischen hippie Kommune und Frau Rotten... Wie hieß denn diese Strenge von Heidi, diese strenge Frau?
00:13:42: Rotter Mann oder Rottenmeier?
00:13:45: Deine Mutter war schon auch sehr streng, oder?
00:13:48: Sehr streng ja!
00:13:50: Ich habe später das so verstanden, dass sie auch neben ihrer Persönlichkeit auch streng war.
00:13:55: Weil sie einfach fünf Kinder erzogen hat und viel von uns wollte.
00:14:02: Manchmal zuviel.
00:14:04: also wir mussten gut in der Schule sein.
00:14:05: Wir mussten Instrumente lernen.
00:14:07: Wir müssten Sport machen was alles ganz toll war.
00:14:12: Auch damals schon toll oder habt ihr damals schon?
00:14:14: War dir damals schon auch genervt, das ist so dieser Klassiker.
00:14:17: Dass man als Erwachsener dann sagt Gott sei Dank hat sie darauf bestanden weil heute...
00:14:22: Also beim Sport war ich wirklich immer sehr dankbar.
00:14:26: Beim Gitarrenunterricht habe ich oft das gleiche Lied gespielt wenn ich wusste sie hört zu was ich gerade ob ich übe weil ich wusst ihr dass ihr nicht erkennt ob ich jetzt ein Lied übel was ich einfach schon konnte oder ob ich neues Lied über.
00:14:39: also so das war dann so.
00:14:42: Ich hab im Nachhinein auch wenn ich Was du gesagt hast, ich hatte eine fordernde Kindheit und eine fordere Beziehung zu meiner Mutter oder so.
00:14:49: Aber im Nachhinein hab' ich wirklich viel Respekt.
00:14:53: Und geh auch deswegen gerne an das Grab meiner Mutter weil das ... Ich glaube, das Leben meiner Mutter und auch unsere Beziehungen hat einfach ein sehr versöhnliches Ende gefunden.
00:15:04: Das war ... Ja, das war einfach sehr schön!
00:15:08: Sie hatte Demenz?
00:15:10: Mhm.
00:15:10: Und du hast dich... Ich glaube auch wie deine anderen Geschwister, aber du hast dich auch sehr um sie gekümmert.
00:15:18: Ihr habt dann nochmal viel Zeit miteinander verbracht.
00:15:20: Darf ich fragen?
00:15:20: Wie lange sich dieser Prozess hinzog?
00:15:27: Wir haben unsere Mutter nach Berlin wieder geholt die sozusagen über diese Beziehung zu meinem Vater und dann dieses Großziehen der Kinder einfach in Stuttgart geblieben ist Und dann haben wir sie zurückgeholt nach Berlin.
00:15:38: als wir begriffen haben was da gerade passiert mit der Demenz
00:15:45: Hat sie auch am Anfang begriffen, was da passiert mit der Demenz?
00:15:49: Wie war das für Sie?
00:15:50: Am Anfang.
00:15:50: Was denkst du?
00:15:52: Ich glaube, sie hat begreifen, dass etwas passiert und sich was verändert.
00:15:55: Auch zum Negativen verändert.
00:15:57: aber sie konnte nicht mehr begreifend... Sie hatte mir die Benennung nicht mehr an etwas anfangen können.
00:16:03: Also war das nicht so.
00:16:06: Ich glaube es gibt sehr unterschiedliche Wege, aber so dass sie sehr klar war und dann zwischendurch wieder so wegrutscht und wieder klar wurde und sich ihrer Situation auch bewusst war.
00:16:16: Das würdest du sagen das gab es schon am Anfang nicht mehr so, dass sie wusste in welche Richtung es geht?
00:16:23: Ich würde das beschreiben als eine Vermischung von Verschrobenheit die sozusagen ein verschrobenes Verhalten wo Eigenschaften immer verschwobener wurden.
00:16:37: Also
00:16:37: Sachen, die eh schon in ihr angelegt waren, die da sich dann verstärkt haben?
00:16:41: Auch das alleine leben was sie gegessen hat wie sie allein gelebt hat bis wir irgendwann begriffen haben dass es einfach teilweise Symptome einer Demenz sind.
00:16:50: Ah okay gibst du da kannst du dafür ein Beispiel oder ist er zu persönlich war?
00:16:54: ich glaube dass ziemlich viele Hörerinnen und Hörern jetzt auch in dem Alter sind vielleicht auch schon Erfahrungen dieser Art gemacht haben.
00:17:02: aber so dieses wenn deine Eltern alt werden oder krank werden.
00:17:06: Darauf ist meine Generation, ich bin auch ein bisschen älter als du nicht vorbereitet gewesen.
00:17:12: So langsam es gibt Bücher, es gibt Podcasts und so weiter.
00:17:14: man kann sich das ein bisschen darauf vorbereiten und doch sind ja Geschichten immer noch sehr individuell.
00:17:20: Ich möchte in dem Fall so ein bisschen... Das tut mir leid aber ich möchte es ein bisschen vagehalten
00:17:26: weil ich
00:17:26: sozusagen einfach Wenn ich ein Einzelkind wäre, würde ich da offener drüber sprechen.
00:17:31: Verstehe, okay... Aber
00:17:32: ich hab immer vier Geschwister, die über deren Mutter auch reden.
00:17:36: Das ist völlig richtig!
00:17:37: Und
00:17:37: da bin ich deswegen so ein bisschen dezent.
00:17:39: aber es ist so.
00:17:41: wie kann ich das beschreiben?
00:17:42: Dass meine Erfahrung ist dass demente Menschen begreifen was nicht mehr funktioniert und eine Fähigkeit entwickeln das zum Beispiel auch zu covern.
00:17:56: Also zum Beispiel, wenn ich zu meiner Mutter gegangen bin und gesagt habe Hallo hier ist der Clemens hat sie eigentlich immer gesagt ja das weiß ich doch.
00:18:03: Das ist jetzt ein harmloses Beispiel.
00:18:05: aber Ich hab großes Glück gehabt dass ich einen Professor kennengelernt habe.
00:18:12: Der heißt Prof.
00:18:13: Kratz.
00:18:13: Er ist in einer Demenzforschung sehr weit vorne.
00:18:16: Ist Oberarzt auch hier in Berlin an einem Krankenhaus mit einer großen Demenzstation.
00:18:24: mit Sicherheit viel darüber geredet, weil das einfach für mich ein entscheidendes Wort war.
00:18:27: Das ist ein Begriff der heißt Validation, validare und es kommt aus dem Lateinischen von Bewahrheiten.
00:18:32: D.h.,
00:18:34: was ich irgendwann durch diese Begegnung mit diesem Professor begriffen habe, ist dass meine Mutter driftet in eine andere Realität... ...aus der Ich sie nicht mehr zurückholen kann, Aus der Mann oder Sie nicht mehr zu rückholen können.
00:18:50: d.h.
00:18:52: wenn ich mit meiner Mutter zusammen sein möchte Muss ich in ihre Welt gehen?
00:18:58: Zum Beispiel hat meine Mutter mich... Die war dann wirklich, da hatte ich großes Glück.
00:19:01: Über Freunde meiner Mutter habe ich eine Einrichtung gefunden.
00:19:04: Über deine Mutter war auch lange Bettlegrichtern.
00:19:06: und dann hat meine mother mich zum Beispiel gefragt wo schläft du heute?
00:19:10: Und ich wusste manchmal nicht woher kommt diese Frage.
00:19:13: und dann hab' ich zum Beispiel gesagt Nein in meinem Zimmer oder na da wo ich immer schlafe.
00:19:21: oder um es noch konkreter zu machen.
00:19:22: Meine Mutter ist in Stuttgart immer auf einen Markt gegangen, zu einem Markt standen.
00:19:26: Ich
00:19:26: habe ganz oft wenn ich gegangen bin von meiner Mutter gesagt, ich gehe jetzt zum Markt brauchst du was?
00:19:32: und dann hat sie meistens gesagt danke ich hab alles.
00:19:35: das heißt sozusagen ich habe mal mit meiner Mutter anstelle dass ich gesagt habe Du bleibst jetzt hier im Westend in dem heim ich geh nach Hause in Kreuzberg.
00:19:46: Ich weiß noch nicht, ob ich's morgen schaffe.
00:19:48: Das wären vier Informationen gewesen die in der Welt meiner Mutter... ...nicht existiert hätten und das heißt es hätte Verwirrung ausgelöst.
00:19:56: In dem Augenblick wo ich sage ich docke in ihrer Welt an und sage ich gehe auf den Markt kann sie damit was anfangen meistens nach ein paar Minuten.
00:20:05: Ich hatte jemanden der sich auch um meine Mutter gekümmert hat wenn ich nicht kommen konnte.
00:20:09: Es war manchmal so, ich bin bei meiner Mutter aus dem Raum rausgegangen.
00:20:11: Nach fünf Minuten kam diese andere Person und hat gesagt, war Clemens mal wieder da?
00:20:14: Und dann hat sie gesagt der hat sich lange nicht mehr blicken lassen.
00:20:19: Ich will sagen wenn ich sage es geht zum Markt sorgt das für eine Sicherheit in ihrem Augenblick... ...und in fünf Minuten ist er hat sich sowieso erleben.
00:20:27: Okay danke für diese...
00:20:30: Und dass es sozusagen... Es gibt in der Improvisation am Theater oder im Schauspiel überhaupt gibt's eine Regel d.h.. Wenn ich jetzt hier diese Espresso-Tasse, die du mir vorhin mit Espresco gegeben hast, den ich jetzt schon ausgetrunken habe.
00:20:43: Wenn ich denen jetzt nehmen würde und dir sagen würde Bettina, Tante Olga ist am Telefon und reiche dir diese Espressotasse dann gibt es die Regel dass du nicht sagst, erklär meinst du das ist eine Espreso-Tasse sondern dass sie die Espres... also als du das Angebot annimmst Das ist im Grunde genommen auch Validation.
00:20:58: Ja
00:20:59: Und in der Einrichtung meiner Mutter waren alte Damen mehr Damen als Herren um die neunzig, die immer wieder gesagt haben man kommt in meine mutter und wenn man denen immer wieder sagt ihre mutter ist tot erreicht man die nicht weil in ihrer welt ist sie eben nicht tot.
00:21:18: Und wenn man dann sagt die kommt gleich oder die verspätet
00:21:21: sind ja
00:21:22: dockt man in ihrer Welt an uns besorgt für beruhigung.
00:21:25: das gut
00:21:27: Wenn man da nicht den konflikt hat sage ich die wahrheit
00:21:31: Nein, also ich glaube dass man das ausklammern kann.
00:21:33: Ich glaube es geht jetzt nicht unbedingt ...
00:21:35: Ich sage dir eins...
00:21:36: Ja?
00:21:37: Es gibt
00:21:37: sehr viele Menschen die das umtreibt.
00:21:39: Ich bin gerade nicht ehrlich.
00:21:41: Ah!
00:21:41: Deswegen sag' ich das grade.
00:21:43: Aber dann hilft es was du auch nahegelegt hast, dass man so eine Zwischensprache findet, die man nicht unbedingt an dem andocken muss, was man Wahrheit nennt.
00:21:56: Ich hatte das so ähnlich.
00:21:56: meine Mutter ist durch Medikamente Ich hatte so ähnliche Anzeichnung.
00:22:03: Deswegen habe ich gelernt, wie es ist sich auf diese Zwischenwelt einzulassen.
00:22:06: Sie sagt, ich klemm hier schon wieder fest im Keller und am Anfang sagst du, du bist nicht im Keller, du liegst wirklich im Bett, das ist alles gut, du musst dir keine Gedanken machen aber nein.
00:22:16: Und dann irgendwann hab' ich gesagt, is's denn frierst du denn?
00:22:19: Nö!
00:22:20: Ist es irgendwie unangenehm oder kommst du an den Fernseher ran?
00:22:24: Stimmt, ich komm mal in den Fernseher.
00:22:25: Okay dann guck doch einfach eine schöne Serie bis gleich jemand kommt und so.
00:22:31: Also ne man kann also die Frage dass man jetzt jemanden belügt das ist damit würde man es sich wirklich zu schwer machen sich selbst.
00:22:40: Man kann's einfach so übersetzen man tut der Person gut
00:22:43: Ja ja
00:22:44: Und am Rennen gehts da
00:22:45: rum?
00:22:47: Ja da würde ich jetzt aber auch nochmal den Finger heben und sagen Aber so rechtfertigen sich viele Lügner und Lügnerinnen, dass sie sagen ja aber ich will dich schützen.
00:22:54: Also für die Situation würde ich sagen stimmt das auf jeden Fall.
00:22:58: Nur darum geht es genau.
00:23:00: Wir hören jetzt Grace Jones und holen uns danach die schöne Geschichte ab warum du den Song mitgebracht hast.
00:23:33: Der Schauspieler Clemens Schick ist heute hier zu Gast.
00:23:37: Lavillon Rose von Grace Jones.
00:23:39: Warum das Lied?
00:23:44: Ich erinnere mich zum Beispiel erst mal in dieses Cover meine Mutter die hatte Und dann müssen wir auch nicht mehr so viel über meine Mutter reden.
00:23:49: Aber sie hatten eine sehr schöne Wohnung, wir waren viele Kinder.
00:23:54: Als meinen Eltern noch zusammen waren sieben Menschen in einer Wohnung.
00:23:57: Das war ne Altbauwohnung die wir gekriegt haben weil die vermietet wurde an die Familie mit den meisten Kindern.
00:24:02: Wahnsinn!
00:24:03: Es war wirklich ne sehr schöne Wohnungen und wir hatten ein Wohnzimmer.
00:24:06: Meine Mutter was wir schon gesagt haben war streng und wenn meine Mutter nicht im Haus war oder in der Wohnung durften wir in dieses Wohnzimmers nicht rein.
00:24:13: Und ihr habt euch auch dran gehalten?
00:24:15: Oder war es abgeschlossen?
00:24:16: Nein, nein, das wurde nicht abgeschlossen.
00:24:18: Es war sozusagen eine festgesetzte Regel.
00:24:20: aber und wir hatten auch einen großen Flur und in dem Flur hing auch ein Schaukel Und für mich war es eigentlich immer das Schönste wenn ich alleine war ins Wohnzimmer zu gehen zur Platten-Sammlung meiner Mutter zu gehen platten aufzulegen und dazu zu schaukeln.
00:24:36: Da gab's drei Platten an die ich mich erinnere.
00:24:38: Eine war von Hilligard Knief einer von Elton John und einer von Grace Jones.
00:24:45: Dann habe ich Musik gemacht und hab dazu geschaukelt.
00:24:51: Mir ist gerade, als wir es gehört haben, noch mal bewusst geworden was für eine Ikone sie lebt ja noch.
00:24:57: Gott sei Dank Grace Jones Das ist nicht alles nur auf ihr Mist gewachsen.
00:25:03: Sie hatte gute Stylisten, gute Beraterin Tolle Fotografinenne und Fotografen die mit ihr gearbeitet haben und so Und sie wird auch die Songs nicht selbst wissen wir auch.
00:25:14: Aber Was für eine Symbolfigur?
00:25:18: auch für das, was dann jetzt später metrosexuell oder wann auch immer.
00:25:23: Ich weiß noch nicht, dass dieses Wort metrosexual mal irgendwann mit David Beckham habe ich es das erste Mal in Verbindung gehört aber eigentlich hat sie damals schon als Künstlerin das verkörpert, dass diese Festschreibungen auf die klassischen Rollenmodelle überhaupt keine Rolle spielten für Sie und das ist eine bemerkenswerte Positionen gewesen, die sie eingenommen hat.
00:25:49: Die waren nicht selbstverständlich.
00:25:50: Wo kam aber im Mainstream an?
00:25:52: Ähnlich auch wie Annie Lennox im Übrigen.
00:25:54: also das war ein wichtige Figuren für die Zeit.
00:25:58: Ich erinnere mich noch an das Cover.
00:25:59: ich glaube da ist ja auf dem Profil und hat so einen irokesenartigen Haarschnitt.
00:26:04: Warum war es deiner Mutter wichtig oder eurer Mutter dass ihr alle auf unterschiedliche Schulen geht?
00:26:11: Ich glaube Sie wollte, dass wir unseren eigenen Weg gehen und dass wir uns nicht gemeinsam stark machen Oder sie wollte, dass wir uns alleine durchkämpfen müssen.
00:26:23: Dadurch, dass ich mit meinem Zillingsbruder die Jüngste war, hatten wir den weitesten Schulweg.
00:26:27: Was dir aber gar nichts ausgemuttert hattest du?
00:26:30: Fand's so ganz gut, ne?
00:26:31: Es hat mein Leben geprägt.
00:26:32: also ich war sehr schlecht in der Schule und zu Hause war auch nicht immer die beste Stimmung.
00:26:39: Let´s put it that way!
00:26:40: Und der Schulweg war für mich immer ein Raum der Freiheit wo ich... Heute hab ich begriffen, dass ich sozusagen da meinen Beruf angefangen habe.
00:26:48: Ich hab Geschichten inszeniert mir, mir Rollen zugeschrieben beschrieben was ich mache war auf.
00:26:54: der Held hat auf dem Schulweg eine gute Zeit bis dann irgendwann das Schulgebäude näher kam.
00:26:59: Höllerlin Gymnasium jedes Jahr versetzungsgefährdet viele viele Klassenkonferenzen und wenn man heute auf die Webseite geht bin ich ein ehrenvoller Abgänger.
00:27:11: Bist du denn mit deinem Oder bist du nicht mit deinem Zwillingsbruder hin und her gegangen zur Schule und von der Schule?
00:27:16: Warst du allein oder hast du dich sogar vielleicht sogar von ihm gelöst, um alleine zu sein für deine ...
00:27:22: Nein.
00:27:22: Dadurch dass wir auf unterschiedlichen Schulen waren hatten wir natürlich auch
00:27:24: ... Ach, auch ihr!
00:27:25: Auch ihr zwei seid ... Ja ja.
00:27:27: Ihr seid ... Ah!
00:27:29: Ich verstehe...
00:27:29: Deswegen
00:27:30: hatten wir ... Wir waren in einer Grundschule zusammen aber im Gymnasium waren wir getrennt Und dass ich aufs Gymnasium gegangen bin, war schon ein großer Fehler.
00:27:39: Ich hab's damals noch ... Ich bin von der Grundschule auf die Hauptschule empfohlen worden.
00:27:44: Weil ich wirklich einfach schlecht war in der Schule oder faul?
00:27:47: Oder ich hatte auch ne Allegastinie und also es war ... Schwierig, zäh!
00:27:53: Aber ich kam aus einer Familie und da musste man aufs ... Musste mal aufs gymnasium und dann habe ich Aufnahmeplafon gemacht und nochmal.
00:27:58: Irgendwie hab ich das bestanden aber es war eigentlich ein großes Missverständnis.
00:28:05: Hast du denn gewusst, was ein Schauspieler-Wort ist?
00:28:08: Ja und das war das Tolle an unserer Schule.
00:28:10: Wir hatten eine ganz tolle Musiklehrerin... Ich glaube die hieß Berger Jost wenn ich mich richtig erinnere!
00:28:16: Und die hat.
00:28:17: wir haben zum Beispiel einfach die drei Goschenoper gemacht.
00:28:19: Das waren meine ersten Berührungen mit Theater.
00:28:21: Es war ganz toll und weil ich eben so schlecht in der Schule war gab es für mich zwei Fächer wo ich hingeflohen bin.
00:28:28: Das war diese Theater AG.
00:28:29: Ist jetzt kein Fach in dem Sinne und Sportunterricht.
00:28:34: Waren die anderen freundlich zu dir?
00:28:36: Oder wurdest du in irgendeiner Weise ... keine Ahnung.
00:28:40: Weil du ein bisschen anders warst, weil du dir selbst Geschichten erzählt hast, weil Du vielleicht an einigen Fächern nicht so gut warst.
00:28:45: Es gibt ja für Kinder viele Gründe und manchmal muss es nicht mal einen Grund geben um gemobbt zu werden.
00:28:50: Um richtig auch... Ich will's auch gar nicht kleiner machen als das ist!
00:28:54: Das ist eine Tyrannei.
00:28:58: Manchmal.
00:28:59: Ich weiß nicht, ging es dir gut mit den anderen Kindern?
00:29:02: War das okay?
00:29:02: Ja Ich würde ehrlich gesagt sagen, dass ich glaube wenn ich unfreundlicher war mit den anderen als sie mit mir.
00:29:15: Also ich war immer sehr furcht, ich wusste immer sehr genau wie ich mich in Gruppen durchsetzen kann.
00:29:21: Ich war immer Klassen-Sprecher und auch Schul-Strecher.
00:29:24: also es war
00:29:26: Dann konntest du ja sogar Mehrheiten hinter dir... Also ich meine, du musst gewählt werden zum Klassensprecher.
00:29:31: Du musst dann da stellen sich mehrere Leute zur Wahl.
00:29:34: Da musst du schon einen USP haben.
00:29:36: Da müssen die schon denken, nee das ist der coolste.
00:29:38: Damit hat es keinen Problem mehr.
00:29:39: Ah interessant!
00:29:42: Trotz der schlechten Noten oder wegen ihr so weiß ich nicht.
00:29:46: Super Tramp spielen wir.
00:29:48: The Logical Song.
00:29:50: Wie alt bist du bei dem Lied?
00:30:26: Das, was Musik ja kann ist dass sie innerhalb von Sekundenbruchteilen etwas im Gehirn antickt das dann auch sofort wieder weg ist.
00:30:35: Dass gut sein kann oder auch traurig macht oder einem wie so ein Parfum, wie so einen Duft aus der Vergangenheit ganz kurz mal die Tür aufmacht und sofort wieder zu macht.
00:30:47: So geht es mir mit einigen Songs.
00:30:48: wenn ich zum Beispiel Barclay James Harvest höre Dann hängt mir für den Bruchter einer Sekunde ein Klotz um den Hals oder liegt mehr auf der Brust.
00:30:58: Da mussten eine Traurigkeit damit einhergegangen sein mit so einer ganz gewissen Zeit, an die ich mich jetzt so bewusst gar nicht erinnere.
00:31:05: Aber da habe ich ne Ahnung wie es mir als Kind, als weiß ich nicht, neunjährige oder so gegangen sein muss nämlich nicht so gut.
00:31:14: Ich kann mich gar nicht genau daran erinnern warum nicht?
00:31:16: Aber ich spüre das weil die Musik das für mich transportiert und mich daran erinnert.
00:31:21: Geht es dir mit Musik ähnlich?
00:31:24: Also wenn du jetzt zum Beispiel Supertramp hörst und du bist sechzehn, ist das ein Lied, dass noch so eine Erinnerung von früher transportiert.
00:31:34: Also ich habe den Song rausgesucht, den hab' ich ne Zeit lang viel gehört einfach wegen diesem One Hour's Young.
00:31:39: It Seems That Life Is So Wonderful.
00:31:42: Ich habe viel auch in der Jugend oder darüber nachgedacht was ich immer so gedacht habe.
00:31:46: Wir kommen alle so auf die Welt und uns wird gesagtes Leben ist schön Das ist so ein Versprechen, was man überall mitbekommt.
00:31:55: Und dann muss man im Leben herausfinden, was das eigentlich bedeutet?
00:31:58: Dass es nicht bedeutet, dass es leicht und immer lustig ist... ...das ist nicht, dass das Leben schön ist, sondern man muss für sich entdecken, was für mich bedeutet das oder dass es lebenschön ist.
00:32:07: Was die Schönheit des Lebens ist!
00:32:10: Ich habe an der Herausforderung die Jugend oder einen Aufwachsen gehabt.
00:32:16: Meine Mutter und meine Eltern hatten große Schwierigkeiten mit mir.
00:32:18: Ich war in der Kinderpsychiatrie, in Tübingenambulant.
00:32:22: Bin ich immer wieder mit dem Zug hingefahren als zwölfjähriger ein Jahr lang.
00:32:27: Hab da ganz tolle Therapeutinnen kennengelernt.
00:32:32: Ich bilde mir ein, dass meine eine Ärztin Frau Dr.
00:32:34: Heinzelmann hieß, weiß aber nicht ob das ne Verschiebung in meinem Hirn ist oder ob ich das einfach sozusagen ... ... als Mensch, der ohne Fernseher aufgewachsen ist.
00:32:43: Irgendwie sich einen Heinzelmann dann doch gesehen hat und deswegen, dass ich die genannt habe... Aber egal!
00:32:47: Ich hab' als zwölfjähriger für mich das erste Mal formuliert,... ...ich hab zu dieser Ärztin gesagt, dass sie schwul bin und dass ich es meinen Eltern sagen möchte.
00:32:56: Worauf sie damals zu mir gesagt hat, das würde sie nicht tun, sondern das könnte eine Phase sein und ich müsste erstmal sozusagen das für mich finden.
00:33:03: Und sozusagen diese Kindheit... ... zu wissen, da ist was anders.
00:33:09: Vielleicht eine andere Sehnsucht nach einer anderen Sexualität?
00:33:13: Man isst schlecht in der Schule, des Entdecken von Fantasiewelten... Ich war ein Einzelgänger als Kind und hab immer ganz viel alleine gespielt eben weil ich musste eigentlich immer lernen.
00:33:24: Meine Eltern waren streng oder meine Mutter.
00:33:27: Bin ganz viel in die Stadt Bücherei gegangen, hat mir pro Woche sicher vier Bücher ausgeliehen.
00:33:31: Ich habe dann immer mein Schreibtisch... so dekoriert, wie ich mir vorgestellt habe.
00:33:35: Dass ein Schreibtisch aussieht, wenn man sich für die Schule lernt und hatte in der Schublade immer die Bücher nicht gelesen haben und wir hatten eben eine Altbauwohnung gesagt, das war ein Holzboden.
00:33:44: Man hat immer gehört, wen jemand kommt.
00:33:45: Da hab' ich mich einfach nach vorne gebeugt und hab auf irgendwelche Hälfte geschaut und gespielt.
00:33:50: Ich mache Hausaufgaben Und wenn die Personen wieder draußen waren, hab ich die Schublada aufgemacht und hab weiter gelesen.
00:33:56: Das war meine Kenntheit!
00:33:57: Und dann mit siebzehn war mir irgendwann klar dass dass ich so schwul bin, dass ich Männer interessant finde.
00:34:06: Dass ich auf Männer stehe und hab mich dann geoutet.
00:34:10: Dann habe ich gewusst, ich will Schauspieler werden?
00:34:12: Ich will sagen... Jetzt bin ich an einem Punkt!
00:34:14: Ich bin fifty-fünfzig.
00:34:15: jetzt bin nicht an dem Punkt in meinem Leben wo ich wirklich sagen kann und darüber so glücklich und dankbar bin.
00:34:20: Ich mache das was ich will Und das find' ich so ein Geschenk.
00:34:24: Aber der Weg dahin... ...ich bin dann auf keine richtige Schauspilchschule gekommen.
00:34:28: Richtig im Sinne von auf keine staatliches habe ich nicht geschafft.
00:34:31: dann habe ich gekellnet, um mir mein Studium zu finanzieren.
00:34:35: Da komme ich später auch noch zu... Dann hab' ich nicht angefangen richtig zu arbeiten weil für sich schauspielende Menschen von der privaten Schauspieluhe sich wirklich niemand richtig interessiert hat.
00:34:43: Das war wirklich fordernd und wirklich viel, viel Kampf!
00:34:48: Aber vielleicht ist Leben genauso?
00:34:50: Weißt du mit welchem Satz du begonnen hast dass wir auf die Welt kommen und uns wird so gesagt es soll ja ermutigen aber eigentlich ist das eine Birde.
00:34:58: Alles ist gut, dein Leben.
00:35:00: Das Leben ist gut und so.
00:35:01: Im Grunde ist es auch dieses Vater-Mutter Kind und Harmonie.
00:35:05: die meisten Menschen, die ich kenne und da schließe ich mich ein haben das nicht.
00:35:09: Und man fragt sich dann immer wieso ist es ausgerechnet bei mir so katastrophal oder so schwer?
00:35:14: Ich meine jetzt bist du...ich glaube das was du gerade beschrieben hast Ist das was wir kennen, um zu Personen und Persönlichkeiten zu werden?
00:35:22: Dass sich unsere Charaktere ausbilden.
00:35:24: Dass wir wissen wie es ist abgelehnt zu werden... ...und zu leiden und zu rejussieren und diese ganze Kram.
00:35:30: Im Fall!
00:35:31: In der Rückschau kann ich sozusagen analysieren und sagen Ich habe Träume erahnt.
00:35:36: Ich habe nicht gewusst was meine Träime sind aber ich habe sie irgendwie erahmt.
00:35:39: Ich hab immer irgendwie geahnt da ist was Und mit dieser Ahnung war mein Antrieb.
00:35:44: wie ich wollte, dass mein Leben aussieht.
00:35:50: Aber ich hatte eine Ahnung und die Ahnung hat mir gereicht um dafür zu kämpfen.
00:35:54: Das ist doch schon mal viel wert wirklich!
00:35:57: Ich bin ein glücklicher Mensch auch warum mich diesen Song ausgewählt habe?
00:36:01: es Wie kann ich in einem leben was herausfordernd und komplexes und fordernd ist als Jugendlicher?
00:36:08: Als jünglich als zwölfjähriger in der psychiatrie in den kinderambulanz zu fahren und das wirklich war für mich Und das meine ich nicht beschönigend.
00:36:15: einen durchweg Schöne Erfahrung, eine gute Erfahrung.
00:36:20: Meine Großmantel hat dann noch in Tübingen gewohnt aber der konnte sich nicht sagen.
00:36:22: ich war gerade in einer Kinderpsychiatrie.
00:36:23: da habe ich immer gesagt ich hab Freunde besucht als Zweifjährige und dann habe ich die immer noch besucht.
00:36:26: dann bin ich wieder mit nach Hause gefahren im Zug.
00:36:29: Vielleicht den Faden verloren?
00:36:30: Ist gar nicht schlimm!
00:36:31: Ich nehme dieses lose Fadenende an denn jetzt spielen wir... ...der nächsten Song und für die Radiohörerinnen und Radiohörtere ist nämlich die Hälfte der Hörber schon rum.
00:36:42: Aber für unsere ganzen Podcasterinnen und Podcastern so nenne ich euch mal sind wir ungefähr auf der Hälfte.
00:36:48: All by myself, Eric Carman und wir können ja nachher erzählen gleich im nächsten Schritt warum dieses
00:36:57: Lied.
00:37:26: Hörbar
00:37:30: at radioeins.de.
00:37:31: Das ist unsere E-Mail Adresse wenn Sie uns schreiben möchten.
00:37:34: Der Schauspieler Clemens Schick ... ist heute hier zu Gast.
00:37:38: Und wir können uns ja auch langsam aus dieser ... ... frühen Jugend herausbewegen, trotzdem würde ich gerne noch mal... ... kurz Rückfrage halten diese Jugendpsychiatrie.
00:37:50: Ist das auf Anregung deiner Eltern?
00:37:52: Kinderpsychatrie.
00:37:52: Entschuldigung!
00:37:54: Diese Besuch in der Kinderpsychatrie.
00:37:56: Haben deine Eltern das angeregt weil sie das Gefühl hatten du brauchst Hilfe oder du bist unsicher oder...?
00:38:03: Ja.
00:38:04: Ich kann mich an das erste Gespräch In dieser Klinik, das war so Tybingen-like.
00:38:11: Eine alte Villa auf einem Berg wo sozusagen das Erstgespräch stattgefunden hat und die Ärztin hatte eine Assistentin dabei oder mich und meine Mutter, ich saß damit mit meiner Mutter gefragt ob es okay wäre dass sie da dabei wäre?
00:38:25: Wo wir beide dann zugestimmt haben.
00:38:27: wie gesagt ich war zwölf Und dann hat meine Mutter lange erklärt warum sie denkt dass es wichtig wäre.
00:38:35: Wir reden über Ambulant.
00:38:36: Ich bin immer wieder hingefahren, warum ich so zu sagen therapiert werden soll...
00:38:41: Wie war das für dich, sich das anzuhören?
00:38:43: Hast du dich da gesehen?
00:38:44: Was ich gerade noch sagen wollte ist mir fehlt die Stohnspur dazu!
00:38:48: Ach Du hast gar nicht mehr daran erinnert was meine Mutter gesagt hat.
00:38:53: und jetzt geht es aber noch weiter.
00:38:54: dann wurde ich gefragt ob ich auch etwas sagen möchte und dann habe ich gesagt ich möchte dass meine mutter zum raum geht und dann war kurz still im Raum Und dann ist meine Mutter aufgestanden und sie aus dem Raum gegangen.
00:39:06: Und dann hat im Grunde genommen ... Meine Behandlung, Therapie wie auch immer man das damals benannt hat angefangen.
00:39:14: Interessant und total schlüssig!
00:39:17: Das wäre wahrscheinlich, dass ich kenne mich so wenig aus.
00:39:20: Aber wahrscheinlich wäre das der nächste oder übernächste Step gewesen den die Psychotherapeutin oder Psychologin eh von sich aus angeregt hätte.
00:39:29: Kann ich mir vorstellen?
00:39:30: Dass man ihr dann auch sagt okay, dann lassen sie uns euch jetzt mal kurz allein.
00:39:33: Ich will mal hören was demensso.
00:39:35: Ich kann mich an gar nicht mehr viel daran erinnern.
00:39:37: Ich kam mich daran erinnert, dass es wirklich ein sehr gutes Gefühl hatte, dass Und ich kann mich einfach erinnern, dass da so eine offene Atmosphäre war.
00:39:47: Dass ich gesagt habe mit zwölf, was ich vorhin schon erzählt habe... ...dass ich glaube das ich Schule bin.
00:39:52: Also woher kanntest du das Wort Schule?
00:39:55: Ich sage das nur deswegen auch wie ich vorhinsagte.
00:39:59: Was war denn da noch so vergleichbar?
00:40:01: Wusstest du ob es Schauspieler gibt?
00:40:02: Weil ich glaub ihr seid ohne Fernseher aufgewachsen, wenn ich mich recht erinnere und... Ohne Internet, das müssen wir uns auch noch mal vergegenwärtigen.
00:40:11: Das heißt also dass diese all die Bilder und all die Lebenswege und alle Entwürfe usw.
00:40:17: Bezeichnungen für gab es so noch nicht.
00:40:21: Und wenn ihr in so einer Art von ich will jetzt nicht sagen Mikrocosmos gelebt habt aber als Familie ist das ja schon nochmal eine Gemeinschaftlichkeit, die für sich steht ein bisschen woher weiß man?
00:40:30: Dass es sowas gibt wie Homosexualität
00:40:32: Aufklärungsbücher Die lagen irgendwann plötzlich rum Aber ich war so neugierig, dass ich nicht gewartet habe bis man mir einen Aufklärungsbuch hinlegt.
00:40:40: Sondern weil ich ja eben altere Geschwister habe, gab es bei uns Aufklärungspücher?
00:40:44: Aufklär- rungsbücher!
00:40:45: Das heißt glaubst du deine Mutter hat die da gedroppt damit sie diese Gespräche nicht selbst führen musste?
00:40:50: Das weiß
00:40:50: ich nicht.
00:40:51: aber jetzt gab's eins.
00:40:52: das ist glaube ich mittlerweile... Ich weiss das kam wahrscheinlich irgendwann auf den Index.
00:40:55: Es hieß Zeig mal.
00:40:57: Ich glaube das hab' ich sogar noch einmal auf dem Flohmarkt gekauft weil wie Du sagst das is... Aber
00:41:01: das waren tolle schwarz-weiß Fotografie.
00:41:04: Aber ich glaube auch ... Ja, ja.
00:41:06: Ich weiß von Kindern... Das ist so ein... Ja, klar das.
00:41:10: Okay
00:41:12: aber eben daher kannte ich bestimmte Begriffe?
00:41:15: Das war hier auch eine Zeit.
00:41:17: Ich will dieses Thema gar nicht öffnen weil dazu es zu groß ist.
00:41:19: Aber was auch Rückwirkungen oder Rückblicken noch da sind komische Grenzen gezogen worden die man heute ganz ansatzziehen würde
00:41:28: und ich beschreibe gerade nun sozusagen mein Vorgang als junger suchender Mensch der diese Bücher entdeckt und was die mit mir machen.
00:41:36: Man beschreibt es jetzt gar nicht aus einer anderen Perspektive, ja?
00:41:39: Absolut!
00:41:40: Es ist auch nicht so angekommen... Wenn ich das noch fragen darf dazu – das ist etwas sehr persönliches gerade, sowieso alles sehr persönlich ist, was du erzählst – war es für dich eine Erleichterung, das zu sagen und zu wissen dass das jetzt raus ist, obwohl sie hat ziemlich schnell den Deckel zugemacht und ihr geraten hat darüber nicht zu sprechen.
00:41:58: Und auch wenn ich sozusagen diese Erfahrung in dieser Klinik als ein rein positiver Erinnerung habe war das meiner Meinung nach ein Fehler weil ich glaube mit meiner kindlichen Naivität da was gespürt habe was ich gerne ausgesprochen hätte.
00:42:19: Im Grunde genommen bin ich dann in eine Schleife gegangen, die sozusagen noch mal bis siebzehn dauert und ich würde sagen von zwölf bis sieben habe ich mich mit einem Thema alleine beschäftigt wo ich mir im Nachhinein gedacht habe das hätte ich vielleicht gar nicht gemusst.
00:42:33: Meine Eltern haben auch nicht unbedingt begeistert als ich mit siebzen gesagt habe dass ich schwul bin.
00:42:39: Sie werden mit sich halt auch nicht begeisterd gewesen das mit zwölft zu hören.
00:42:42: wahrscheinlich hätten sie mich auch nicht so
00:42:44: vollgenommen.
00:42:46: trotzdem hatte ich damals einen Puls und ich glaube, ich wäre dem Puls eigentlich gerne als Zweifeliger gefolgt.
00:42:53: Ja kann ich verstehen!
00:42:56: Wir holen gleich noch nach wofür All By Myself stand aber wir spielen jetzt erst mal Christoph.
00:43:06: Wir hängen so ein bisschen hinterher mit den Geschichten zu den Songs Aber bevor wir die Gegenwart und das wo wir gerade sind ständig miteinander mischen würde ich sagen wir halten es aus ja?
00:43:32: Bevor wir diese Zeit hinter uns lassen mit der Kindheit und Jugend, würde ich dich bitten diesem Gespräch hier eine kurze Geschichte zu leihen die du mir mal in einem anderen Gespräch erzählt hast.
00:43:48: Nämlich eure Urlaube wenn ihr mit deiner Mutter in den Urlaub gefahren seid.
00:43:52: denn ich finde um dieses Bild Dieser Person vollständig zu zeichnen, muss man auch diese andere Seite.
00:43:59: Nicht nur dieses Strenge und ihr geht nicht ins Wohnzimmer oder auf unterschiedliche Schulen sondern die Urlaube waren ja schon was ganz Besonderes!
00:44:07: Die Urlauber erzähle ich gleich noch mehr.
00:44:08: aber ich habe auch noch nie einen Menschen kennengelernt der größere und rauschendere Feste gefeiert hat als meine Mutter.
00:44:15: Ich weiß dass meine Mutter immer mal wieder auch zu meinem Vater kam und gesagt hab wir bekommen morgen Gäste und dann das erinnere ich natürlich nicht.
00:44:22: real war die Frage wie viele und dann hieß es Hundert Und das war so.
00:44:26: Dann kamen Opernsängerinnen, die bei uns gesungen haben und dann hatten wir ein Jazzband gespielt.
00:44:32: Wir Kinder waren das Servicepersonal und sind da immer durchgewuselt.
00:44:36: Das war unglaublich!
00:44:37: Wirklich?
00:44:37: Unglaublich?!
00:44:39: Das war gar nicht um wieder etwas düsteres zu sagen... Aber das war eben manchmal so schwer auszuhalten.
00:44:44: Die Stränge und auf der anderen Seite diese rauschenden Peste.
00:44:46: Aber dann, meine Mutter ... Wir haben Urlaube gemacht.
00:44:48: Wir sind sozusagen mit einem großen Peugeot fünfundundfünf mit drei rein losgefallen und wenn meine Mutter müde wurde, sind wir abgebogen von der Autobahn und haben wirklich in nem Acker mit Jugendherbergsschlafsecken geschlafen und mit dem Gaskocher uns einen Kaffee gemacht.
00:45:04: Also so das war abenteuerlich!
00:45:07: Und das war toll.
00:45:09: also es war abnteuerlich toll herausfordernd manchmal beunruhigend.
00:45:16: Also es war ganz toll, ganz wunderbar.
00:45:20: Oft fordernd aber einfach nicht stabil und das ist das was unsicher fordert.
00:45:27: Aber meine Mutter war eine ganz ganz tolle Person!
00:45:30: Ich wollte das hier einfach noch wie so ein bisschen gewürzt reinstreuen weil ich um diese Geschichte wusste und weil ich nur versuchen kann mir vorzustellen wie das ist einerseits diese Faszination einem Mutter zu haben die so ganz anders als Alle anderen Mütte, aber auch in alle Richtungen ganz anders ist.
00:45:49: Also man könnte ja jetzt auch denken ihr konntet Fernsehen bis in die Puppen oder so wenn alles ein bisschen improvisiert war nie und deswegen kann ich mir auch vorstellen dass ihr allen ziemlich fein ausgebildeten Radar habt um genau zu spüren in welche Richtung das was jetzt kommt geht.
00:46:06: Voll!
00:46:06: Aber das ist zum Beispiel... Ich bin Schauspieler mittlerweile schreibe ich auch.
00:46:10: Ich habe einen Drehbuch geschrieben.
00:46:13: Zu mir hat man jemand gesagt, du hast mit Sicherheit als Kind schon sehr genau beobachten gelernt.
00:46:18: Und wenn man dann wieder im Bogen schließt und sagt was ist die Schönheit des Lebens?
00:46:22: oder was ist das Schöne?
00:46:24: Wenn man Erfahrungen macht, die vielleicht nicht umher unbedingt die schönsten waren aber man dadurch etwas lernt und dann dadurch etwas entwickelt und was Schönes draus zu machen es ist ja eigentlich was wunderschönes.
00:46:36: Was gesundes oder was wachsendes oder was kreatives.
00:46:40: Und nochmal, das soll nicht abwertend und nicht ... weil sie auch nicht romantisierend klingen oder so.
00:46:47: Aber würden wir einen Fahrtenschreiber ausdrucken von unser aller Leben?
00:46:54: Also die letzten vier, fünf Jahrzehnte sind die voller Amptituden in alle Richtungen!
00:47:00: Das ist es ja.
00:47:01: Das macht uns, wenn wir Glück haben, belastbarer, flexibler, fantasievoller.
00:47:08: Aber jetzt würde ich so, weil wir jetzt schon zwei Songs haben, wo ich noch nicht erzählt habe...
00:47:14: Die holen wir jetzt.
00:47:14: Jetzt kommen wir dahin!
00:47:15: Und dann würde ich vielleicht, wenn ich da was sagen
00:47:17: sollte?
00:47:18: Ja, es ist dein Gespräch.
00:47:20: Begegnungen mit Menschen die sozusagen ... Was prägt eine Lebe?
00:47:24: Was hat mich geprägt in meinem Leben?
00:47:26: zum Beispiel ... ... meine Begehnung hier in Berlin mit Nengolding.
00:47:31: Das war das All By Myself einer der Lieder in einer Deer-Show, was eine Kunstform von Nengoulding ist.
00:47:38: Und dann der zweite Song, Elin von Christoph.
00:47:41: Eine Begegnung mit Karim Minus, einem brasilianischen Regisseur, der bei mir im Film-Schauspiel sehr viel bewirkt hat, wenn ich einen ganz tollen Film machen durfte, Preide Futuro dadurch Wagner Wumura kennengelernt habe und mit dem eine Liebesgeschichte gespielt habe und ihm diesen Song gesungen haben.
00:47:57: so also das würde ich sagen ist... Das finde ich so wichtig.
00:48:02: wie öffnet man sich anderen Menschen?
00:48:04: Wie wird man inspiriert von Menschen wie zum Beispiel einfach nach meiner Zeit in Berlin, nach meiner Schauspielschule begegne ich plötzlich einen Goal hin.
00:48:13: Wir verlieben uns da ist eine kurze Affäre und eine Liebschaft und dadurch plötzlich ist... Plötzlich ist New York in meinem Leben!
00:48:21: Und ich als junger Mensch der gerade sich durchgekämpft hat hier in Berlin sein Schauspilchstudium zu machen was kein Interessiert hatte weil sie eben eine private Schausprichschule war.
00:48:27: Plötzlich bin ich in New York wirklich ein Festen.
00:48:31: Kann er nämlich wirklich ernst?
00:48:34: Jungen, guter sehender Mensch war so ein Walker oder...
00:48:37: Sie ist eine sehr etablierte erfolgreiche Fotografin und war das auch damals wahrscheinlich schon?
00:48:42: Kannst du kurz ein zwei einladende Sätze oder erkläre Sätze zu ihr sagen.
00:48:47: Nein, Golden ist wie du sagst mit Sicherheit eines der wichtigsten Fotografinnen oder fotografierenden Menschen auf dieser Welt die über einen sehr dokumentarischen Fotografiestil
00:49:00: sehr prägend auch.
00:49:03: Eine Sichtweise, eine Art wie man auf Menschen geschaut hat, auch gerade in dieser Zeit, wie man aber auch schwule lesbische nonbinäre Drag-Menschen angeschaut hat... Aber auch auf Verletzlichkeit, auf Drogenkonsum.
00:49:22: Auf die AIDS-Crisis sozusagen in New York.
00:49:26: Wenn man einen Goldenkenneland merkt, dass wenn man mit ihr zusammen ist, ist man mit ihrer Kamera auch zusammen.
00:49:31: Das heißt das ganze Leben wird dokumentiert und dadurch entstand diese verletzliche unfassbare Lebendigkeit ihrer Bilder.
00:49:40: Und das war eine Erfahrung sie kennen zu lernen Sie und ihre Kamera kennen zu Lernen.
00:49:46: Hat es dich irritiert dich in der Frau verliebt zu haben?
00:49:49: Nee, ich hab mich immer in Frauen verliebt.
00:49:53: Ich habe auch immer gesagt ... Da bin ich auch immer fluhend, dass ich sage, ich bin bi oder schul und finde Frauen so schön und so attraktiv und hab mich sehr gerne mit Frauen geküsst.
00:50:07: Wenn ich Beziehungen hatte, waren die aber eher mit Männern?
00:50:10: Genau!
00:50:12: Hätte diese Frage nicht gestellt wenn du ... nicht vorher erzählt hätte, dass dieser Weg für dich dich zu committen und zu erkennen.
00:50:19: Mit zwölf schon zu wissen aber erst mit sechzehn, siebzehn an dem Punkt zu sein wo es für dich klar ist um kurze Zeit später eine andere Erfahrung zu machen.
00:50:29: Aber das wahrscheinlich bewettet man als Außenstehender über keine Ahnung.
00:50:34: Ich glaube wenn man sich verliebt, verliegt man sich einfach.
00:50:36: Ja, aber ich meine wenn man in einer Gesellschaft aufwächst und unsere Gesellschaft Hier in Deutschland ist schon eine sehr, sehr liberale und offene.
00:50:44: Und trotzdem muss man sich als jugendlicher Mensch, wenn man merkt sozusagen, ah ich interessiere mich sexuell für das gleiche Geschlecht – Für Männer!
00:50:52: Ich bin ein Mann, ich interessier mich für Männer.
00:50:55: Muss man in unserer Gesellschaft so liberal sie isst?
00:50:58: Trotzdem darf er Worte finden.
00:50:59: und heute würde man sagen Das Framen.
00:51:03: Wenn unsere Gesellschaft noch Liberaler wäre und es das nicht bräuchte müsste ich vielleicht gar nicht dahin kommen, dass ich sage.
00:51:11: Ich bin schwul um es zu frame'n und dann bin ich erst mal schwul obwohl ich eigentlich an manchen tagen gar nicht schwul bin sondern bio oder hetero.
00:51:19: aber das gibt's in unserer gesellschaft nicht weil das ist dann überfordert.
00:51:22: deswegen sag ich so liberal unsere gesellschaft ist.
00:51:24: trotzdem muss man irgendwann sagen ich empfinde das um das zu erleben.
00:51:31: ich wurde zum beispiel als ich mich geoutet habe und in den interviews genau darüber auch geredet hab wie attraktiv ich frauen finde auch aus der schwulen Community oder aus der queeren Community angegangen.
00:51:39: Nicht angefeindet, das wäre total übertrieben aber angegangen weil es hieß ich bin nicht solidarisch oder nicht eindeutig und für mich ist Sexualität sowas lebendiges und ist so in Bewegung dass das was ich gerade gesagt habe an manchen Tagen bin ich wirklich schwul und an manch'n weniger und dann manchmal vielleicht gar nicht sexuell und an Manchen absolut
00:52:05: bissexueller.
00:52:07: Nur das überfordert dann die Gesellschaft.
00:52:10: Und deswegen belässt man bei einem Framing... Ich habe aber zum Beispiel dieses Gespräch, was wir heute hier führen und ich rede heute relativ viel über meinen Schulsein mit dir.
00:52:22: Das mache ich sonst gar nicht Weil mich dieses Framing so gelangweilt hat.
00:52:25: Kann ich verstehen?
00:52:26: Ich bin mittlerweile an dem Punkt dass ich denke okay es ist mir egal und mein Leben und meine Arbeit ist so unabhängig davon.
00:52:33: Deswegen kann ich jetzt auch wieder darüber reden
00:52:35: Was mir aufgefallen ist Als wir uns das erste Mal getroffen haben, ich glaube es ist fünfzehn Jahre her.
00:52:42: Zwanzig?
00:52:43: Ja zwanzig.
00:52:45: Dass das aber noch ein anderer Kontext ist.
00:52:47: Ich weiß dass ich damals in Vorbereitung sagte mir irgendjemand du ich habe gehört dass der schwul ist.
00:52:53: Das war für mich überhaupt kein Ding Aber das war eine Nachricht.
00:53:01: und so wie ich Die Gegenwart wahrnehme, das mag jetzt eine Verklärung sein.
00:53:06: Vielleicht sehe ich es auch zu easy.
00:53:08: Aber ich habe das Gefühl ... Dass heute eine völlig untergeordnete Rolle spielt in vielen Belangen, in denen es noch vor fünfzehn-zwanzig Jahren nicht der Fall ist.
00:53:19: Vielleicht würdest du mir da auch widersprechen?
00:53:21: Ich will dem Thema an sich gar nicht so viel Platz geben!
00:53:24: Ich mag das Wort Queer unglaublich gerne weil von Leuten weiß dass sie So erleichtert aufatmen, unter diesem Wort einfach eben nicht gelöchert zu werden.
00:53:35: Eben nicht zu sehr geframed zu werden sondern dass es sozusagen der Ball darüber geworfen wird.
00:53:41: macht damit was du willst.
00:53:43: Total!
00:53:46: Es ist aber nur heute möglich queer zu sein weil viele Jahrzehnte Menschen dafür gekämpft haben schwul oder lesbisch zu sein.
00:53:55: Das ist die Entwicklung.
00:53:56: Aber damit können wir's auch dann...
00:54:00: Wir sprechen jetzt lieber gleich mal über deine Schreiben, da bin ich nämlich sehr neugierig.
00:54:03: Denn das scheint dich genau so gepackt zu haben wie das Tanzen!
00:54:07: Aber erstmal spielen wir Musik.
00:54:11: Wo ist meine Brille?
00:54:13: Hab' ich's ja auch?
00:54:14: Nein.
00:54:15: Was ist denn meine Brilla... Ach hier, im Showster wo du immer deine versteckten Bücher hattest wenn du heimlich gelesen hast.
00:54:21: So also in meinem Showster in dem Fall.
00:54:24: The Knife hast Du mitgebracht.
00:54:26: Pass this on.
00:54:27: Wofür steht dieses Lied?
00:54:31: Ich hab am Anfang am Theater, zehn Jahre Theater gemacht.
00:54:34: Und dann seit Jahrzehntausend sechs mach ich mehr oder weniger Film und bin da auch sehr glücklich.
00:54:41: Dann kam die Pandemie... ...und ich habe erst mal nicht mehr gearbeitet und war kreativ komplett ausgehungert.
00:54:49: Dann habe ich mich daran erinnert dass ich eigentlich gerne schreibe.
00:54:52: Dann hab' ich angefangen ein Drehbuch zu schreiben, eine Geschichte aufzuschreiben... ...daraus ist jetzt ein Drebuch geworden wo ich mit einer Produktionsfirma Turbo-Kultur, das Drehbuch heißt Westland.
00:55:02: Ich möchte meine erste Regie umsetzen.
00:55:06: Da haben wir jetzt die Finanzierung angefangen.
00:55:08: Das ist noch ein langer Weg aber das Drei-Buch steht.
00:55:10: Na gratuliere!
00:55:11: Ich habe tolle
00:55:11: Partner an meiner Seite und Partnerin.
00:55:15: Dieses Drei Buch hab ich irgendwann in der Lektor hinzulesen gegeben und die meinte du musst daraus einen Roman machen.
00:55:21: Und dann habe ich angefangen... weil ich ja jetzt wieder Zeit habe um zu sagen Zeit ist, weil wir den Film finanzieren müssen.
00:55:28: deswegen kann ich jetzt sozusagen wieder was weiterschreiben.
00:55:32: Und jetzt mache ich aus meinem Drehbuch noch einen Roman und habe da das große Glück, dass da ich auf eine ganz tolle Lektorin getroffen bin und jetzt erscheint ...
00:55:43: Über nächstes Jahr?
00:55:45: Bis nächsten
00:55:46: Sommer muss ich fertig geschrieben haben.
00:55:47: Ja, wahnsinn!
00:55:48: Und dann zwanzig, achtundzwanzig Früher erscheinen es bei Uelstein.
00:55:51: Soweit in die Zukunft zu schauen... Wir hören erst mal die Musik und danach kannst du ja vielleicht noch mal ein, zwei Sachen dazu sagen, worum es da geht
00:55:59: bei Westland.
00:56:15: Westland ist nicht Westerland?
00:56:18: Was isst denn Westland?
00:56:22: Westlands ist eine Geschichte.
00:56:24: und wenn ich jetzt so dieses Gespräch zurückverfolge was wir hier gerade geführt haben oder also im Grunde genommen geht's um Westland, um vieles was mein Leben ausmacht, um Sehnsüchte, um Familien-Drama, um einen Coming of Age von einem jungen Mann.
00:56:40: Es geht um eine Transperson, die in einem Dorf im Nirgendwo auftaucht und einen Riss in einer Gesellschaft auslöst durch den wieder Leben in dieses Dorf was für eine Gesellschaft steht fließt.
00:56:57: Es geht über Musik.
00:56:59: es geht um um die Freiheit und um die Schönheit im Leben zu entdecken.
00:57:03: so aber das hat auch Western-Elemente und spielt in der nahen Zukunft.
00:57:07: Es hat Western-Elemente?
00:57:09: Ja, durch die Einsamkeit.
00:57:12: Mein Drehbuch hat früher angefangen oder fängt auch immer noch ist irgendwo in Texas oder im Nordosten von Deutschland.
00:57:20: Okay ja gut Was wir bis jetzt noch weggelassen haben nur für all diejenigen die darauf warten oder dem bisschen irritiert sind Wir haben jetzt gar nicht deine berufliche Biografie aufgezählt.
00:57:35: also wenn du möchtest kann jetzt auch der Moment sein, neben nur so ein paar berufliche Stationen von dir aus nennst die für dich wichtig waren.
00:57:43: Nur zum Beispiel diese ganzen Bond-Geschichte oder dass du damit gespielt hast und dabei diese ganz plakativen Rollen, die du gemacht hast.
00:57:51: ich würde jetzt aus dem Gespräch heraus nicht unbedingt darauf kommen hier einfließen zu lassen weil du da auch häufig drauf angesprochen wirst.
00:57:57: Ich brauche das auch nicht.
00:57:58: Das wäre vielleicht aber einen Moment zu sagen.
00:58:01: Wir haben uns vor zwanzig Jahren getroffen.
00:58:02: Jetzt sitzen wir wieder Weil zum Beispiel in September einfach auch verschiedene Projekte rauskommen.
00:58:09: Über
00:58:09: die reden wir auf jeden Fall!
00:58:10: Und das finde ich eigentlich viel interessanter als... Aber gut, jedes Projekt... Komm, dann
00:58:15: fangen wir doch mal an damit.
00:58:16: Dann fangen immer mit Babylon Berlin?
00:58:18: Babylon Berlin kommt raus am zehnten September in der ARD-Mediathek.
00:58:21: Richtig.
00:58:22: Erst in der Mediatheke und dann eine Woche später analog.
00:58:27: an zwei Abenden, dann jeweils vier Episoden.
00:58:30: Man kann es vorher schon in der Mediathek sehen und du hast ...
00:58:33: Die letzte Staffel von Babylon Berlin?
00:58:34: Ja.
00:58:35: Und du hast eine ganz spezielle Rolle!
00:58:38: In der letzten Staffel vom Babylon Berlin spiele ich Adolf Hitler.
00:58:42: Das ist für mich insofern eine interessante Erfahrung weil ich gerade vier Projekte hinter mir habe also eine Quartrologie.
00:58:54: das fing an mit ... ein Kinofilm, die Ermittlung über die Ausschwitzprozesse ... ... aus den Sechzig in Frankfurt.
00:59:00: Wo ich den Staatsanwalt gespielt habe.
00:59:02: R.P.
00:59:02: Kahl hat da Regie gemacht ... ... basierend auf ... ... Protokollen dieser Prozesse?
00:59:08: Ja!
00:59:09: Dann hab' ich einen Debut-Film gemacht.
00:59:11: Crux von der Regisseurin Toni Waal... Wann
00:59:14: kommt er
00:59:14: raus?!
00:59:15: Der kommt jetzt im Herbst raus und wird jetzt aber erst mal auch im Herb im September ... ... auf zwei Festivals laufen ... ... in Toronto In Kanada und in San Sebastian.
00:59:27: Glückwunsch!
00:59:29: Ja, da freue ich mich sehr.
00:59:30: Ich habe vor allem noch nichts gesehen von dem Film.
00:59:32: Das ist auch immer so ein abenteuerlicher Moment.
00:59:35: Was kannst du uns denn drüber sagen um uns ins Kino zu locken?
00:59:39: Es geht um sozusagen die Endes... Deswegen ist es dieses Reich das einen in die Projekte und kommt dann auch zur Babylon.
00:59:46: Berlin ist sozusagen.
00:59:47: es geht um die Endzüge des Zweiten Weltkriegs im Mecklenburg-Vorpommern wo die Bevölkerung dazu aufgerufen wird, gemeinschaftlich Suizid zu begehen.
00:59:58: Und das ist ein Drama, wo es darum geht wie auch wieder in Dorf auf dem Land was abgeschnitten von der Welt ist, wo im Grunde genommen der Krieg nur durch den Fluss immer wieder durch Tote oder Helme oder Blut und also an diesem Mikrokosmos-Dorf wird abgehandelt.
01:00:14: Wie kann man sich in Bezug auf eine Diktatur, auf eine faschistische Diktatur Wie kann man um Freiheit kämpfen, wie kann sich wehren?
01:00:22: Wer wehrt sich nicht.
01:00:24: Und da spiele ich einen Lehrer der am Anfang die Lehre der Faschisten unterrichtet und daran selber zerbricht.
01:00:31: Das war das Projekt, das zweite Projekt.
01:00:33: Dann habe ich ein Projekt.
01:00:34: was ich gerade immer noch drehe ist eine britisch-amerikanische Netflix Serie The Voice from Brazil wo es darum geht völlig abgehobene Geschichte des sozusagen Nazis nach dem Zweiten Weltkrieg nach Südamerika fliehen und Hitler reproduzieren wollen, um das Viertereich wieder ins Leben zu rufen.
01:00:53: Und es ist wirklich sehr teilweise skurril diese Geschichte.
01:00:57: deswegen The Boys from Brazil und dann eben sozusagen noch Babylon Berlin.
01:01:01: Das heißt ich habe
01:01:02: Faschismus im Trend
01:01:04: aber auch als Schauspieler zu sagen Ich betrachte diese Zeit aus der Perspektive eines Staatsanwalts die Prozesse in den Jahr nineteen neunhundet sechszig.
01:01:14: Ich spiele einen Lehrer, der die Ideologie unterrichtet dann aus einer amerikanischen internationalen Perspektive und jetzt sozusagen noch in Babylon Berlin.
01:01:23: Und damit ist für mich dieses Kapitel aber auch erst mal abgeschlossen, der beschäftigt... Aber es war ein großes Geschenk gewesen?
01:01:29: Ja das glaube ich!
01:01:30: Ich habe auch einen Geschenkt zu sagen, ich spiele eine Figur wie Adolf Hitler und reihe den sofort ein in vier Projekte.
01:01:40: Dadurch verliert es dieses... ich habe diese Figur gespielt.
01:01:46: Und ich hab drei Charaktere drum herum gespielt und vergleiche diese Arbeit
01:01:51: mit.
01:01:51: Ja, ist gut!
01:01:51: Ist auch für die Außenbetrachtung... Es ist auch gut, dass sich das nicht so ein Monolith ist.
01:01:58: Spielen wir jetzt erstmal Musik von Teranova.
01:02:05: Freya?
01:02:06: Und du hast zwei Menschen erwähnt in deinen Stichworten.
01:02:11: Udokir singt, spricht mit in diesem Lied und Nicolette Krebels singt und ich verehre beide als Spielende sehr, wie sie diesen Beruf leben.
01:02:24: Was die aus diesem Beruf machen und ihre
01:02:27: Sexiness.".
01:02:50: Der Schauspieler und bald auch Autor?
01:02:52: Clemens schickt!
01:02:53: Und auch Regisseur, du wirst selbst auch Regie führen.
01:02:57: Bin gespannt, wenn wir uns das nächste Mal in fünfzehn Jahren vielleicht hier zum Interview treffen was noch alles so hinzugekommen
01:03:03: ist.
01:03:04: Ja,
01:03:05: bin ich auch gespannt.
01:03:05: Weißt du, was ich mir für dich wünschen würde?
01:03:07: Weil ich weiß dass du es dir für dich wünschst, weil der hat sich dieser Wunsch aber auch erledigt.
01:03:13: Tatsan!
01:03:15: Du hast mal irgendwann gesagt, du würdest wahnsinnig gerne Tatsanspielen.
01:03:19: Das war aber glaube ich vor zwanzig Jahren.
01:03:21: Nein, solange ist es noch nicht her vielleicht auch.
01:03:26: Gibt es eine Rolle die du dir so ein bisschen denkst ja gerne würde ich gerne würde dich gerne mal ran oder würde ich gern verkörpern?
01:03:36: Ich habe nie so gedacht.
01:03:38: ich hab nie so gedacht was will ich spielen sondern die rollen kam immer mehr.
01:03:42: und Ja
01:03:47: Du hast gerade eben beschrieben dass du Wirklich viel zu tun das gerade.
01:03:52: Und aus Projekten kommst und in Projekte gehst, dass dieses Schreiben noch da ist, dass ja auch wahrscheinlich ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen wird, weiß ich nicht?
01:04:01: Ja!
01:04:05: Dieses Schreiben... Wenn man sich so committed hat und auch weiß es gibt einen Stichtag, dann muss man was abgeben.
01:04:12: Das kann man jetzt raus schieben und raus schiben und rausschieben um dann unter sich selbst so ein Druck zu machen und man kann das auch irgendwie portionieren.
01:04:20: Wie ist das bei
01:04:21: dir?!
01:04:22: Also ich glaube, ich habe nicht viel gelernt in meinem Leben.
01:04:24: Aber eins habe ich mittlerweile begriffen Sachen nicht so weit rauszuschieben um dann die Freiheit zu besitzen ist es frei zu machen.
01:04:35: Ja das hab' ich wirklich Gott sei Dank begriffen.
01:04:38: also im Bezug auf zum Beispiel auch Text lernen dass sich einfach rechtzeitig anfangen Texts zu lernen um Freude an dem Spiel zu sein.
01:04:47: und Ich weiß Dass ich bis September siebenzwanzig in Roman geschrieben haben soll wo ich bis jetzt noch nicht weiß wie das geht, weil ich das noch nicht gemacht habe.
01:05:00: Ich weiß aber es kann für mich eine schöne Erfahrung sein wenn ich sie mir selber versauere indem ich einfach nicht rechtzeitig anfange.
01:05:05: Weil wenn ich zu meiner ersten Erfahrung... ...ich schreibe einen Roman und auch der Druck dazu kommt.. ..Ich muss es schnell machen!
01:05:14: Dann ist das bescheuert.
01:05:20: Aber das ist irgendwie wirklich so als ich angefangen hab ein Drehbuch zu schreiben.
01:05:24: Ich mache gerade immer wieder so Sachen wo ich denke Und wenn es nichts wird, dann wird's nicht.
01:05:31: Ich bin natürlich da auch in einer luxuriösen Position, dass ich sage, ich bin schon Schauspieler und jetzt schreibe ich halt noch ein Drehbuch, das dann plötzlich Leute kommen und sagen, das gefällt mir aus anderen Departments, Kameramenschen... Ist gut!
01:05:46: ...Kostülmenschen
01:05:47: Wunderbar, es war auch schon anders.
01:05:49: Du kennst das auch?
01:05:50: Wir haben schon drüber gesprochen.
01:05:51: jetzt glaube ich zweimal darüber wie launenhaft das Leben mit solchen Sachen umgeht.
01:05:56: also als du dich entschieden hast Schauspieler zu werden musstest du irre kämpfen also dass du Jobs angenommen hast.
01:06:04: Das gehört finde ich dazu.
01:06:05: das gehört so einer Zeit dazu sich selbst über Wasser zu halten und so weiter.
01:06:10: Aber du hast schon auch ganz schön gestruggelt, du bist dran geblieben.
01:06:14: Ich glaube dann kam so ein Engagement in Hannover.
01:06:17: das war super!
01:06:17: Das
01:06:18: war super, das war befreien.
01:06:20: aber da auch wieder Begegnungen.
01:06:22: wem begegnet man?
01:06:24: Wer befreit?
01:06:24: was in einem oder wodurch lässt man sich befreihen?
01:06:27: Wodurch kommt man weiter und wird der Horizont erweitert?
01:06:31: Manchmal sind es Leute, die was anschieben wie dein erstes Vorsprechen.
01:06:35: Wenn ich mich recht erinnere dass du gejobbt kanter marge oder war dieser Kollege von der volksbühne da hatte ich dann dahin empfohlen und das wurde nix.
01:06:43: aber die haben dich denn weiter empfohlend keel plötzlich leipzig oder dresden war's glaube ich.
01:06:48: und so springt das leben ebenso komisch hin und her.
01:06:52: Und wie du sagst jetzt bist du an so einem punkt Dass du eigentlich ganz gut.
01:06:58: Da müssen wir unbedingt kurz noch drauf zu sprechen kommen.
01:07:01: Als ich gerade den Social Media-Teaser mit dir aufgenommen habe, also vor jedem Gespräch machen wir einen kurzen Clip und ich bitte meinen Gast ... Keine Ahnung, manchmal fällt mir was Geistreiches ein um deine Geschichte anzuschieben und manchmal kommt es auch vom Gast selbst.
01:07:15: Wir haben über Freundschaft gesprochen.
01:07:17: Ich hab dich gefragt ob du innerhalb von Freundschaften Geld verleihest Und du hast dann gesagt Du verleißt das nicht, dass du verschenkst ist Was ein Herer Ansatz ist.
01:07:25: Und als dann unser Clip Vorbei warst du gesagt, eigentlich hätte ich jetzt noch sagen können oder müssen.
01:07:32: Ich habe gar nicht mehr so viele Freunde.
01:07:34: Ich befreunde mich gerade mit mir selbst.
01:07:37: Da hattest du vorher noch gefragt ob meine Freundschaften sich verändern.
01:07:43: und ist die nicht direkt vom Geld?
01:07:45: Ja genau ja stimmt diese Brücke brauchen wir vielleicht noch.
01:07:48: hat sich was verändert?
01:07:48: weil wir alle glaube ich wenn wir älter werden neue Maßstäbe ansetzen.
01:07:53: Die können lässiger sein.
01:07:55: Wir lassen Menschen schneller und leichter in unser Leben, die können aber auch im Gegenteil eine größere Qualität haben.
01:08:02: Eine härtere Tür um es mal als ehemaliger Türsteher vielleicht zu sagen?
01:08:08: Also als geborener Zwilling und nicht Sternzeichen sondern ich habe einen Zwillingsbude hat für mich immer im Leben das wir immer eine sehr große Bedeutung gespielt.
01:08:21: auf einer Art automatisch wenn Leute mich fragen hast du ne sehr hänge Verbindung mit dem Zwillungsbude dann ist meine Antwort immer die ersten neun Monate im Bauch meiner Mutter habe ich mir diesen Raum mit einem anderen Menschen geteilt.
01:08:36: Das ist mein Zwillingsbruder, das heißt der erste Herzschlag der in meinem Leben ohne Rolle gespielt hat war der meines Bruders und dann kam der meine Mutter.
01:08:42: Das es einfach erstmal mit Sicherheit prägende und fundamentale Unterschied.
01:08:47: aber sozusagen für mich in meinem leben, das hab' ich ja schon gesagt, weil wir kam eigentlich immer vor dem Ich Ich habe in meinem Leben schon viele lange Beziehungen geführt.
01:09:02: Das heißt sozusagen dieses Vier, hab ich auch immer wieder sehr stark gelebt.
01:09:08: und ich komme jetzt gerade an den Punkt... ...ich weiß gar nicht ob das zu kitschig klingt oder zu verklärt oder so aber ich entdecke grade anders nochmal mein Ich und stelle das vor ein Vier.
01:09:25: Und dass ist für mich grade mit dieser meiner Lebensgeschichte eine Tolle und wirklich auch mich beglückende Erfahrung gerade.
01:09:37: Und das meinte ich vorher mit, ich befreunde mich gerade mit mir selbst.
01:09:42: Ich finde es wunderbar!
01:09:45: Und eher erstaunlich dass wenn ich mal mit jemandem darüber spreche oder jemand darüber spricht immer irgendwie so im Raum ist diese Abgrenzung zu Nazismus oder zu Egoismus oder so weil ich glaube auf sich selbst verlassen zu können und sich selbst zum mögen.
01:10:08: Müsste eigentlich unsere Standard-Einstellung sein, mit der wir anfangen zu leben?
01:10:15: Und das... Ich will jetzt nicht sagen es Gegenteil ist der Fall aber doch ist es ja so wenn wir anfang uns zu vergleichen was ziemlich schnell passiert vielleicht schon im Kindergarten auf jeden Fall irgendwann in der Schule.
01:10:25: äußere Faktoren kommen noch dazu.
01:10:29: die meisten Menschen die ich kenne sehen kennen ihre Mängel und ihre vermeintlichen Fehler oder Schwächen, oder das was sie nicht an sich mögen können.
01:10:40: Sie sofort runterrattern!
01:10:42: Und wenn du sie fragst, was sie an sich lögen sind sie sehr verhalten und sehr vorsichtig und da kommt nicht so viel.
01:10:49: Das ist so schade weil ich glaube dass diese gesunde eine gesunde Haltung sich selbst gegenüber guck mal Whitney the greatest love of all Es ist einfach so, wenn das aus dir her selbst herauskommt fällt es dir auch sehr viel leichter mit dem ganzen Scheiß da draußen klarzukommen und Menschen leichter zu lieben.
01:11:11: Ja ich kann ihm fast gar nichts mehr hinzufügen.
01:11:14: Das ist für mich so... Ich denke dann manchmal so warum musste ich da jetzt Vierundfünfzig für werden?
01:11:24: Aber so ist es halt.
01:11:28: Ja ja wir sind aber
01:11:32: das ist auch vielleicht so.
01:11:35: deswegen tanze ich gerade auch gerne Ich tanze ja dann nicht mit jemanden, sondern ich tanze mit mir.
01:11:43: Ich fühle mich gerade... und das tanze ich mache gerne.
01:11:48: Und noch ein letztes, ich bin zum Beispiel aus diesem, dieses Wir, eigentlich bin ich jemand kurz vorm Einschlafen, eigentlich an andere Menschen denke.
01:11:58: Das versuche ich gerade wirklich zu praktizieren dass ich eigentlich kurz mit mir bin.
01:12:08: Ja schön, dass ich jetzt mit dir sein durfte!
01:12:10: Ich danke dir sehr.
01:12:12: Wirklich?
01:12:12: Das war sehr schön.
01:12:14: Es gibt noch einen letzten Song.
01:12:18: Oh Twin Peaks, das Theme hast du noch aus dieser legendären Fernseh-Serie rausgesucht?
01:12:28: David Lynch ist für mich jemand der was ganz befreiendes für mich hat.
01:12:32: Immer wenn ich zum Beispiel im Schreiben wirklich merke, ich komme an den Punkt wo ich nicht mehr weiterkomme oder logik meine Freiheit einbremst dann schaue ich mir irgendwas von David Lynch an, ob es Interviews mit ihm sind oder höre diese Musik die jetzt gleich läuft.
01:12:53: Oder schau er von ihm Filme oder Twin Peaks und das macht mich sofort frei.
01:12:59: Wie schön!
01:13:00: Wie schön wie inspirierend, wie persönlich, wie freundlich.
01:13:04: Vielen Dank lieber Clemens.
01:13:05: Vielen dank für die Anwendung.
01:13:10: Das war der Podcast der Radiosendung Hörbarust.
01:13:15: Wir hoffen, dass es Ihnen gefallen hat.
01:13:17: Wenn Sie möchten, Sie können ihn abonnieren!
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