Andrea Petković (Wdhlg. vom 13.12.2020)

Shownotes

In Griesheim wurde einer der ersten flüssigkeitsbetriebenen Raketenmotoren der Welt entwickelt. Sie mögen vielleicht Griesheim nicht kennen, aber Sie können sich ja in etwa vorstellen, welche Energie einem Raketenmotor innewohnt. Mit genau dieser Energie wurde die Weltklasse-Tennisspielerin Andrea Petković ausgestattet, die in Griesheim, nahe Darmstadt, aufwuchs. Ein Mädchen, das früh unbändigen Ehrgeiz entwickelte: Auf dem Tennis-Court, aber auch im Klassenraum musste Andrea gewinnen. „Meine Teenagerzeit dauerte 4 Monate“ schreibt sie in ihrem ersten Buch, das unlängst erschien und von der Süddeutschen Zeitung als „exzellentes Erzähl-Debüt“ gefeiert wird. Schreiben also kann Frau Petkovic, Tennisspielen, hervorragend natürlich - denn sie kam, das war ein erklärtes Ziel, unter die Top-Ten der Weltrangliste. Überhaupt spielt mit so vielen Möglichkeiten und Talenten, auch als Fernsehmoderatorin, daß es fast unwirklich erscheint, ihr nun auch noch einen umwerfenden Humor bescheinigen zu müssen. Den hat sie aber. Ein weiterer Grund, sich sehr über ihren Besuch hier in der Hörbar Rust zu freuen.

Playlist vom 13.12.2020

The National - Fake Empire Bajaga - Tischiha Loretta Lynn ft. Jack White - Portland, Oregon Wild Ones - Dim the Lights Arctic Monkeys - Love is a Laserquest The Strokes - Heart in a Cage Hoko - OK OK Sunflower Bean - Twentytwo

Released by rbb media.

Transkript anzeigen

00:00:03: Willkommen bei den Sommerspecials der Hörbarust.

00:00:07: Bis Ende August veröffentlichen wir jeden Sonntag eine besondere Episode, an die wir uns gerne erinnern!

00:00:14: Heute mit der Tennis-Spielerin Moderatorin und Autorin Andrea Petkovitsch, die im Dezember zwanzigzwanzig zu Gast war.

00:00:21: Wir sprechen unter anderem über ein Leben zwischen Darmstadt und New York Blasenentzündungen und warmes Bier.

00:00:28: Freunde und Tennisfreunde Respekt Liebe und Höchstleistungen.

00:00:42: Herzlich willkommen.

00:00:43: schön, dass Sie eingeschaltet haben als Radiosendung, Sonntag zwischen vierzehn und zwölchzehnt Uhr oder aber als Podcasts.

00:00:50: Und sie halten es nicht aus wenn ich Ihnen sage wer heute zu Gast ist.

00:01:02: In Griesheim wurde einer der ersten flüssigkeitsbetriebenen Raketenmotoren der Welt entwickelt.

00:01:07: Sie mögen vielleicht Grießheim nicht kennen, aber sie können sich ja in etwa vorstellen, welche Energie einem Raketenmotor inne wohnt!

00:01:15: Mit genau dieser Energie wurde die Weltklasse-Tennespielerin Andrea Petkovic ausgestattet, die in Grieshheim nahe Darmstadt aufwuchs

00:01:23: –

00:01:24: ein Mädchen das früh unbändigen Ehrgeiz entwickelte.

00:01:27: Auf dem Tenniskord, aber auch im Klassenraum musste Andrea gewinnen….

00:01:32: Meine Teenager-Zeit dauerte vier Monate, schreibt sie in ihrem ersten Buch das unlängst erschienen von der Süddeutschen Zeitung als exzellentes Erzähldebögefeiert wird.

00:01:42: Schreiben also kann Frau Petkovic tennis spielen – hervorragend natürlich!

00:01:47: Sie kamen, das war ein erklärtes Ziel unter die Topten der Weltrangliste.

00:01:51: Überhaupt spielt sie mit so vielen Möglichkeiten und Talenten auch als Fernsehmoderatorin dass es fast unwirklich erscheint ihr nun auch noch einen umwerfenden Humor bescheidigen zu müssen.

00:02:02: Den hat sie aber.

00:02:03: Ein weiterer Grund, sich sehr über ihren Besuch hier in der Hörbarust zu freuen!

00:02:11: Ja wir sind ganz happy das es geklappt hat.

00:02:14: Vielen Dank dass ich hier sein darf.

00:02:16: Ich fühle aber jetzt so ein bisschen Druck unbedingt wahnsinnig humorvoll und lustig zusammen.

00:02:20: Aber

00:02:21: Druck ist doch super für dich oder?

00:02:22: Ja das stimmt unter Druck funktioniert eigentlich ganz

00:02:24: gut.

00:02:25: Wie ist das für dich, immer wieder auf das eigene Leben angesprochen zu werden?

00:02:29: Also das wird vielleicht mal...ne ich kann mir nicht vorstellen dass es anders wird.

00:02:32: in dem Moment wo ich es sage.

00:02:33: Habe ich schon das Gefühl egal was du machst ob so als Schriftstellerin mit achtzig vor irgendeiner selbstlackierten Bank sitzt oder ob du als Fernsehmoderatorin oder was auch immer da noch deines Weges kommt die Leute sind schon sehr fasziniert von deinem Leben.

00:02:47: Ja,

00:02:48: es wundert mich auch manchmal weil natürlich ich bin unter Tennispielerin aufgewachsen und da sind die Biografien sehr ähnlich zu meiner oder ganz oft interessant und faszinierend glaube ich.

00:02:58: Und deswegen fühle ich mich dann nicht besonders wenn ich meine Kolleginnen und Kollegen auch angucke.

00:03:05: andererseits Jetzt vor allem diese Phase während der Buchpromotion, in der ich ganz viel auch über meine Kindheit und meine Jugendlichkeit und mein Erwachsensein alles tausendfach besprochen habe.

00:03:18: Da hab' ich mir schon vorgenommen – das nächste Mal schreibst du wirklich einen Roman, der gar nichts mit dir zu tun hat!

00:03:24: Weil das war mir dann schon irgendwann viel gar nicht unangenehm viel überhaupt nicht.

00:03:29: aber ich musste mich ja selbst dann Weil.

00:03:32: eine Sache habe ich mir relativ früh vorgenommen bei Interviews.

00:03:34: Ich versuche so ehrlich wie möglich zu sein oder zumindest so ehrlich, wie möglich zur Antworten und Und ich musste mir dann natürlich auch immer wahnsinnig viele Gedanken machen um die Fragen gut zu beantworten.

00:03:45: und und Dann hatte ich das Gefühl ich drehe mich nur noch um mich selbst unter mein eigenes Leben und es war mir dann irgendwann ein bisschen viel und ich war dann froh als ich so zwei drei Wochen hatte Wo ich mal was anderes machen konnte mit anderen Menschen beschäftigen könnte.

00:04:00: Du hast jetzt gesagt, interessante Biografien haben andere auch.

00:04:04: Also ich glaube es geht bei der Faszination.

00:04:06: die Menschen für.

00:04:08: dich empfinden das dann musst du jetzt durch.

00:04:10: was ist tatsächlich so?

00:04:12: dass ich noch auf niemanden gestoßen bin der nicht sofort eine positive Assoziation zu dir hat.

00:04:20: Und es hat ja gar nicht unbedingt damit zu tun, dass du jetzt mit so biografischen Sachen um die Ecke kommst wie und dann habe ich in Nepal ein Geburtshaus gebaut oder so sondern das bist du mit deiner Karriere aber eigentlich dein Wesen deine Art also dieser Ehrgeiz den man vielleicht sonst nur mit Menschen verbindet die man tendenziell unsympathisch findet weil sie so verbissen sind und dann vielleicht kein Humor haben.

00:04:44: Ja, das kann gut sein.

00:04:45: Was ich halt immer gemacht habe ... Ich bin immer ganz offen mit meinem Ärger jetzt umgegangen und ich glaube, dass hat schon ein bisschen was mit meiner Herkunft zu tun.

00:04:53: Meine Eltern stammen ja aus dem ehemaligen Jugoslawien.

00:04:56: Und es ist ein sehr kleines Land und da ist die Tennis-Community so aufgebaut, dass diese Rivalität ganz offen ausgelebt wird.

00:05:03: also wir wenn ich mit Serbinnen und Serben auf den Platz gestanden habe dann haben wir uns ganz offen gesagt, ich will dich jetzt fertig machen.

00:05:10: Dann haben wir drüber gelacht Waffen und dem Küchenschrank beworfen auf den Platz.

00:05:17: Und danach haben wir abgeklatscht, haben gelacht und sind danach eine Cola trinken gegangen.

00:05:21: Damals hat man Cola noch getrunken.

00:05:23: das war okay!

00:05:27: Deutschland, was heißt in Deutschland?

00:05:29: Ich bin ja in Deutschland aufgewachsen.

00:05:30: Aber wenn ich dann mit meinen deutschen Kolleginnen in Berührung kam, da war das alles viel subtiler.

00:05:35: Es war immer noch da und was schön war, wenn ich so offen damit umging ging die anderen Mädels genauso offen damit Um.

00:05:41: aber ich hatte das Gefühl es wurde oft so ein bisschen versucht unter Unter dem Teppich versteckt zu halten.

00:05:47: Und dass habe ich immer gemacht.

00:05:48: und ich glaube Wenn man wenn man offen mit seinen Fehlern durch die Gegend läuft Dann nimmt man den Leuten wahrscheinlich ganz schnell den Wind aus den Segen weil Ich weiß ja selbst, was bei mir komisch ist.

00:05:58: Es muss mir kein anderer sagen.

00:05:59: Wieso

00:06:00: Fehler?

00:06:00: Was würdest du denn als Fehler bezeichnen?

00:06:05: über ambitionierter Ärger, als der dann auch ... Wurde ja bei mir auch verbissen.

00:06:09: Das ist nicht so, dass es bei mir nie verbissen war.

00:06:11: Ich hab's immer ein bisschen hinter einer lockeren Fassade versteckt, aber es war bei mir verbissen und ich hab mich manchmal in den Ruinen trainiert, weil ich unbedingt noch ein Sieg und mehr Preisgeld und mehr Punkte auf der Weltrangliste verdienen wollte.

00:06:27: Und ich glaube, ich bin immer relativ mit offenem Visier durch die Gegend gegangen hab ich nicht versucht zu verstecken, hab gesagt ja du hast absolut recht.

00:06:38: Und heute noch merke ich das manchmal.

00:06:39: jetzt ist ja als Moderatorin gibts... Ich habe Sonntagsendungen und Montags gibt's da in die große Kritik wo dann die Leute sagen was du alles richtig und falsch gemacht hast.

00:06:50: Das war ganz lustig.

00:06:51: am Anfang haben sie es mir immer versucht so subtil zu sein also hast du schon super gemacht.

00:06:54: Das ist toll!

00:06:55: Genau

00:06:56: aber was du noch vielleicht ein bisschen ...ich mein gar nicht besser machen kannst.

00:06:59: nur vielleicht ein bissel.

00:07:00: ich so leute bitte sagt mir was falsch ist Und da war ich eigentlich immer ganz gut im Sagen, ah okay ja das verstehe ich.

00:07:08: Das mache ich nächstes Mal besser und... Das ist

00:07:10: selten dass man Menschen begegnet die so mit Selbstkritik umgehen können.

00:07:18: viele Frauen gerade ärgert, vielleicht auch für Ministerinnen ärgerte.

00:07:22: Ich würde mich selbst als eine bezeichnen aber ich glaube dass gerade Frauen noch extrem viel dazu lernen müssen was so Kritik angeht, Kritikbewusstsein ohne die Dinge immer zu persönlich zu nehmen.

00:07:32: und da bist du als Sportlerin sicherlich weiter als wir wobei ich dir eine ganz entscheidende Sache mit auf den Weg geben muss.

00:07:38: Eine sehr weise Serbin hat mal geschrieben in ihrem Buch Serben kann man nicht fertig machen, die machen sich also sinngemäß immer selbst hart.

00:07:48: Das habe ich geschafft!

00:07:51: Aber nur noch mal das glaube ich mit dem Feminismus aufzugreifen... gar nicht, dass es so etwas damit zu tun hat, dass du jetzt Frauen als Schwächer darstellst oder ich glaube das wir auch so sozialisiert werden.

00:08:04: Also ich glaube, dass das gar nicht etwas ist was Frauen per se so sind.

00:08:07: aber ich glaube schon, dass von Frauen einfach viel mehr abverlangt wird um vielleicht in die gleichen Positionen zu kommen, die Männer bereits immer haben und dadurch kommt natürlich diese höhere oder dieses selbst sich fertig machen.

00:08:19: natürlich weil du immer damit konfrontiert bist es doppelte schaffen zu müssen um das gleiche zu erreichen wie vielleicht jemand Der Männlich, es ändert sich zum Glück alles.

00:08:28: Die junge Generation ist sehr viel besser.

00:08:31: Ich hoffe das es so kommt aber ich glaube es hat sehr viele Gründe und Wurzeln und ich glaube einer davon ist dass Mädchen auch dafür gelobt werden schön zu sein, hübsch zu sein umgänglich zu sein verantwortungsübernehmen usw.

00:08:44: Aber in diesen sogenannten Softscales und dass sie in dem Sinne nicht auf Wettbewerb gedreht werden.

00:08:49: Und wenn also der erste Wett bewerbsgedanke der mein Leben mal kam ist dass meine Mutter mir mal sagte Sei bloß vorsichtig die anderen Mädchen den Rivalinnen.

00:08:59: Wo es eigentlich gar nicht typisch für sie war.

00:09:00: Aber ich will damit nur sagen, das hat mich eher irritiert weil ich vertraut habe bis heute ja?

00:09:06: Weil ich diese Abgrenzung gar nicht mochte.

00:09:09: und okay wir müssen jetzt sowieso erst mal Musik spielen.

00:09:12: Wir springen gleich in die großen Themen rein.

00:09:15: The National hast du mitgebracht Fake Empire.

00:09:17: Wofür steht dieser Song?

00:09:19: Im Fake Empire gibt's so ganz am Anfang glaube ich eine ganz schöne Zeile Baking Pie, Making Pie oder so.

00:09:27: Und ich fand das ein wahnsinnig schönes Bild und in einem meiner Kapitel habe ich dieses Bild aufgegriffen wo ich über eine meiner besten Freundinnen spreche und dann sage ja und ich sah uns im Zukunft.

00:09:39: Dann habe ich diese Zeile aufgegriffen und auf Deutsch übersetzt die kommt gleich am Anfang

00:10:19: Radio Eins, die Hörbarust heute zu Gast.

00:10:22: Die Schriftstellerin und Weltklasse Tennis-Spielerin Andrea Petkovic, die fast alles kann!

00:10:31: Man muss seine Gedanken kontrollieren.

00:10:33: also Gedanken kontrolliert kannst du offenbar?

00:10:35: Und Du hast schon mal eine Blasenentzündung ignoriert.

00:10:38: Also wer das schafft Sowohl als auch, der kann eigentlich alles schaffen.

00:10:42: Das war sehr, sehr schmerzhaft aber es geht!

00:10:45: Ich habe damals behauptet dass ich mich selbst geheilt hab und ich habe sehr viel warmes Bier mit Honig getrunken und das hat damals Angelik Kerbers die kennen vielleicht auch drei Grand Slams geworden meine Tennis Kolleginnen und sehr gute Freundinnen auch.

00:11:03: Und ihr Physiotherapeut damals war ein älterer polnischer Mann, er war so fünfundsechzig und er hat mir damals gesagt ich sollte warmes Bier mit Honig trinken was ungefähr das ekelhafteste ist was es gibt weil du nimmst das schönste kaltes Bier, nimm's das schöne weg dass die Kälte macht sie warm und hackst auch noch Honig rein.

00:11:23: Und ich weiß nicht, ob das geholfen hat.

00:11:24: oder ich habe visualisiert.

00:11:26: Ich hab vor mir in meinem Kopf meine Blase gesehen und dass da meine Selbstheilkräfte irgendwie hingehen... Toll!

00:11:32: ...und es ist schon sehr lang her.

00:11:33: Ich weiß nicht wirklich, ob's funktioniert hat?

00:11:35: Es kann auch sein, ich war neunzehn die Jugend, die halt ganz viel schnell.

00:11:40: Ja möglicherweise also Frauen die Blasenentzündung, also jede Frau hatte glaube ich schon eine Blasenzündung und das ist nicht nur extrem schmerzhaft sondern es geht auch mit einem Unangenehm Jucken einher, was wir jetzt aber nicht vertiefen müssen.

00:11:50: Also warmes Bier mit Honig?

00:11:52: Sagen wir uns das mit dem Gedanken kontrollieren.

00:11:55: gibt es auch so eine einfache Lösung für...

00:11:57: Nee und es ist auch wirklich schwer, aber ich glaube im Tennis von Nöten weil das was am wichtigsten in Tennis ist dass du eineinhalb bis zwei Stunden dich konzentrieren kannst, wirklich auf den Punkt konzentrien kannst und eigentlich nur den Ball anguckst.

00:12:13: um das zu schaffen musst du deine Gedanken zur Seite schieben können.

00:12:17: Und es ist wirklich ganz simpel, visualisieren die Gedanken zur seite schieben.

00:12:20: Ganz simpel sage ich jetzt das muss man aber auch trainieren und ich habe das auch trainiert mit Meditationen und Visualisierung und am Anfang konnte ich das überhaupt nicht gut.

00:12:30: Ich finde auch dass es der Fluch der Menschheit jetzt wo mein Körper mich so ein bisschen im Stich lässt und für eine Athletin schon ein bisschen älter bin und körperliche Probleme bekommen.

00:12:39: Jetzt bin ich aber geistig fähig ganz viel zu kontrollieren was sich als ich ... in den Zwanzig, einundzwanzig war ich überhaupt nicht konnte.

00:12:46: Und mich dann hab von meinen Emotionen leiten lassen... ...überwältigen lassen, Gedanken bekommen habe,... ...die mich davon abgehalten haben meine Höchstleistung

00:12:55: abzurufen.".

00:12:56: Was sind das für Gedanken?

00:12:57: Also wenn du die jetzt, wenn es so einen Protokoll gäbe, ne?

00:13:01: So'n Steno-Protokoll, dass dein Gehirn mit so einem ganz langen Zettel ausspucken würde.

00:13:06: Wäre das so, ah jetzt, also ich muss näher ans Netz denn ich weiß, dass ihre Schwäche ist oder da da da und du hast dich aber auch einmal glaube ich oder war das von einem Kuckuck ablenken lassen?

00:13:16: Also nimmt man alle möglichen Geräusche und Menschen wahr.

00:13:18: Man weiß, man ist in der Zone wenn alle Geräuschen, jedes Husten im Publikum jeder Vogel der singt.

00:13:27: Wenn es wie so ein White Noise, wie ein weißes Geräusch verblendet und du kommst dir vor als wärst du der einzig existierende Mensch auf der Welt und nur du und dieses Dröhnen um dich herum dann spielst du immer dein bestes Tennis.

00:13:43: Alles was falsch ist, falsch ist jetzt unfair.

00:13:46: Aber alles was wirklich... ... hinderlich ist, sind Gedanken die sich mit der Vergangenheit beschäftigen oder Gedanken... ...die sich mit Zukunft beschäftigen.

00:13:53: Das heißt, ah warum habe ich diesen Fehler gemacht?

00:13:55: Mann!

00:13:56: Ich wollte doch Cross spielen, warum hab' ich Long Line

00:13:58: gespielt?!

00:13:59: Jetzt bin ich wieder nicht ans Netz gegangen, warum habe das nicht gemacht?

00:14:01: Das sind die Sachen mit der Vergang- heit und Zukunft.

00:14:04: dann so auch nur noch einen Punkt, da bin ich in der Umkleide.

00:14:07: Wenn ich so weitermache, bin ich zehn Minuten in der umkleiden Dann kann ich duschen, dann kann ich endlich was essen und mit meinem Trainer reden Und dann verlierst du diese Konzentration auf den Punkt und auf das, was du machen sollst.

00:14:19: Und einfach den Körper auch funktionieren lassen, dass es ja eigentlich das Allerschwierigste dieses Wunderwerk des Körpers funktionieren zu lassen und nicht versuchen mit dem Gedanken zu kontrollieren.

00:14:29: Hast Du Deinen Körper immer respektiert und geliebt?

00:14:31: Also im Sinne von deinem Körper dich ein paar Mal... Man kann jetzt sagen im Stich gelassen, man kann auch sagen er hat dir ein paar mal ziemlich deutliche Hinweise gegeben oder erst leise und dann etwas lautere.

00:14:42: Ich weiß nicht ob all diese Sachen tatsächlich die dir passiert sind.

00:14:45: also du hattest einen guten Lauf.

00:14:47: wir kommen auch gleich dazu das Etwas Italieter nochmal uns zu schauen.

00:14:49: aber... Ich, die ich gar nichts wusste darüber.

00:14:53: Weil ich jetzt tendens nicht so verfolge und in deinem Buch gelesen habe und Interviews gelesen, aber immer gedacht, oh nein!

00:15:00: Nein!

00:15:01: Wieso denn das jetzt?

00:15:01: Wieso jetzt ist läuft doch alles gerade so

00:15:03: gut?!

00:15:03: Und jetzt kommt irgendwie ein Meniscus anderes.

00:15:05: oder jetzt knickst du um einen Doppelter Bänderes und jetzt wieso jetzt den Rücken oder so?

00:15:10: Hast Du das Gefühl dass jetzt auch rückschauend aus dieser Altersweisheit, mach ich sie nennen bei einer Dreißigjährigen Dass du das verhindern könntest, wenn du eher auf deinem Körper gehört hättest?

00:15:22: Absolut.

00:15:22: Ich glaube aber auch dass ich nicht in der Lage war dazu.

00:15:27: Muss sich zu meiner Schande gestehen.

00:15:30: und was das allerschlimmste ist weil ich habe damals die größten Kämpfe die ich hatte waren... tatsächlich mit meiner Mutter, weil sie hat damals schon immer gesagt du musst weniger trainieren mach doch mal weniger.

00:15:40: Mach doch mal eine Pause!

00:15:41: Warum musst du jetzt noch das nächste Turnier spielen?

00:15:43: Pausen sind auch wichtig und ich habe natürlich immer dagegen gefeuert.

00:15:46: Ich war neunzehntzwanzig ja du weißt nicht so hast gar keine Ahnung von Tennis.

00:15:50: Natürlich hatte sie keine Ahnung von Tennes aber sie viel älter als ich, sie hatte viel vom Leben gesehen und sie wusste wie manche Sachen funktionieren.

00:16:00: Und ich habe immer ja, du hast keine Ahnung von Tennis, ich weiß schon was ich mache.

00:16:04: Jetzt im Nachhinein das ist so ein bisschen meine reue Tour.

00:16:09: Ich muss immer wieder sagen, meine Mutter hatte damals recht und ich hätte auf Sie hören sollen aber ich glaube nicht dass sich in dem Moment fähig dazu war.

00:16:19: War denn dein Vater und deine Mutter einer Meinung damals oder waren die unterschiedlich?

00:16:23: Also jetzt im Nachhinein sagt mein Vater, dass er der gleiche Meinung habe wie meine Mutter.

00:16:28: Ich weiß nicht ob das so ein bisschen dem nach hinein die Geschichte schön geredet ist.

00:16:32: was aber schon war es, dass mein Vater immer eher ruhiger ist im Tipps geben mich lenken, hat mich immer eher machen lassen.

00:16:40: Und meine Mutter war eher jemand der schon mal versucht hat auch einzugreifen was natürlich oftmals unmöglich war vor allem weil ich ganz viel unterwegs war und als sich anfing zu reisen dass sie ja noch nicht so leicht waren mit FaceTime und SMS in Kontakt zu bleiben.

00:16:57: So konnte ich mich ihren Wünschen oftmals entziehen.

00:17:03: Deswegen weiß ich nicht ob mein Vater sich das da vielleicht ein bisschen schön redet.

00:17:07: Ich weiß nicht, wie ich es richtig ausspreche.

00:17:08: Ich kann's nicht richtig aussprechen.

00:17:11: Bayerga?

00:17:12: Bayerger,

00:17:12: das war sehr gut!

00:17:13: Ist das ein Singer?

00:17:15: Ist das eine Band?

00:17:16: Das ist genau... Wahrscheinlich würde man hier sagen Singersongwriter aber es ist überhaupt nicht so.

00:17:21: gitarre, akustische Gitarre und drüber gesummt bei uns Singerssongwriters in Serbien.

00:17:32: Er ist Eigentlich ein Dichter, würde ich sagen.

00:17:34: Er schreibt wahnsinnig gute Texte und hat sich darüber irgendwie so einen Rock'n'Roll-Status erarbeitet.

00:17:40: Ich würd sagen am ehesten zu vergleichen mit Leonard Cohen vielleicht.

00:17:45: Also kommt aus der Dichterei?

00:17:47: Er ist auch schon viel älter ja.

00:17:49: Bestimmt schon, jetzt würde ich sagen.

00:17:51: Und genau vielleicht am ehesten mit Leonard Cohen zu vergleichen?

00:17:55: Kannst du uns schon ein zwei Sätze geben damit wir die wenigsten von uns bei den Text verstehen.

00:18:01: Worum geht's?

00:18:01: Genau also vor meinem Buch.

00:18:03: so eröffnet das Buch mit dem Zitat und zwar heißt es jetzt grob übersetzt Gott sei ein Freund und drehe die Welt zurück.

00:18:11: Wir brauchten die längste Nacht der Welt, du hast uns nur die Kürzeste

00:18:14: gegeben.".

00:18:15: Und ich finde das fängt so schön die Jugend ein weil man denkt es geht für immer so wie es ist und dann schaut man zurück und es ist alles vorbei und man hat irgendwie ... Man hat das Gefühl, man hat all diese Momente hätte man viel intensiver genießen sollen und ich finde dass fängt es so schön ein.

00:18:32: So dreh doch die Welt wieder zurück und lass uns doch noch mal jung sein und nochmal diese schöne Nacht erleben oder mach sie weh!

00:18:38: wenigstens länger.

00:19:04: Andrea Petkovic ist heute hier in der Sendung, also... Möglicherweise hören sie diese Sendung als Podcast, dann ist ihnen das egal.

00:19:13: Aber wenn Sie die Azraeli-Sendungen hören, dann es Dezember und dann kann man immer noch sagen Andrea dieses Jahr begann Es war deine fünfzehnte Profisaison Platz neunundsiebzig der Weltrangliste.

00:19:23: Als es losging mit diesem ja Mit dem eigenartigen Ja Wie wirst du dich an dieses eigenartige Jahr... Das ist noch nicht ganz oben.

00:19:33: Ja, das ist die Rechnung mich vornehmen.

00:19:35: Genau den

00:19:36: Tag wie vom Abendloben.

00:19:37: Was ist denn los?

00:19:38: Wobei?

00:19:38: loben werden wir diesen Tag?

00:19:39: wahrscheinlich eh nicht aka dieses Jahr oder weiß ich nicht.

00:19:43: vielleicht?

00:19:43: manche haben auch schöne Sachen.

00:19:46: Ich

00:19:46: finde schon und ich finde ich mag dass auch wenn ich die Leute wenn ich Freunde bekannte frage ich kriege sehr interessante Antworten dazu weil durch dieses Nicht-Stattfinden bestimmter Dinge auch ganz viel aufgebrochen ist.

00:20:03: Ich würde es nicht glorifizieren, überhaupt gar nicht – jetzt sind noch nicht nur schöne Sachen passiert durch das Aufbrechen – aber viele haben das Gefühl, dass sich extrem viel verändert hat dadurch, dass ich um sie herum so wenig verändert habe?

00:20:15: Mir hat jemand gesagt und das fand ich wahnsinnig schlau, dass man in dieser Phase gemerkt hat ob man mit seinem Leben zufrieden ist oder nicht.

00:20:23: Das heißt gar nicht, dass das gut oder schlecht ist.

00:20:29: Sondern oft wie bei deinen Freunden dann vielleicht, dass zum Anlass genutzt wurde um Sachen zu verändern die vielleicht ... Nicht so gut!

00:20:37: Wie eine Klamotte, die man angezogen hat und die sitzt nicht so gut.

00:20:40: Die will man aber noch nicht aufgeben.

00:20:42: und ich mach das manchmal mit meinen Jeans und trage die zum Schneider und da muss sie nochmal ein bisschen umnähen

00:20:48: Und dann ziehst du sie an oder merkst du, dass es doch umsonst hätte?

00:20:51: Hätte da gar nicht umnehmen müssen.

00:20:53: Nee, weil ich kauf so alte Lieber als Jeans aus den Sebziger und Achtzigerjahren und dann bringe ich die zum Schneider und der macht die für mich noch mal richtig und die ziehe sehr gerne an.

00:21:03: Die sind dann sehr unangenehm im Bereich des weiblichen Organes.

00:21:10: aber ich finde gute Jeans müssen unangnehm sein.

00:21:13: Dann natürlich!

00:21:16: Aber jetzt muss ich gerade mal überlegen, wie das wenn du sagst dass sie gut sitzen.

00:21:20: Das heißt sie drücken!

00:21:22: Da wo sie nicht drücken sollen.

00:21:23: Aber du hältst das Ausweis gut aus.

00:21:24: Und es sind

00:21:25: halt diese Jeans aus den Siebzigern, die haben ja kein Stretch drin, ne?

00:21:27: Heutzutage haben alle Jeans Stretch und das ist halt... Das ist schon manchmal

00:21:34: schmerzhaft aber es scheint dir zu gefallen.

00:21:38: Wie wirst Du auf dieses zwanzig-zwanzig zurückblecken?

00:21:41: Was war das vielleicht schönste was da passiert ist?

00:21:44: Puh!

00:21:45: Ich glaube schon am Ende der Buch.

00:21:46: Genau das erscheinen meines ersten Buches Und ich glaube, es war für mich ein Probejahr in das Leben nach dem Tennis.

00:21:54: Ich habe nur ein einziges offizielles Match spielen können dieses Jahr.

00:21:57: Wir hatten kaum Turniere.

00:21:58: Die Turniere, die Stadt fanden, fanden zu einer Zeit statt wo ich am Knie operiert wurde.

00:22:03: Also am Anfang des Jahres hatte ich eine Knie-OP und konnte also die Turniere... ...die noch vor dem März gespielt wurden sowieso nicht spielen.

00:22:12: Es war wirklich wie so einen Fuß ins Wasser halten und mal gucken wie die Temperatur ist und es war okay für mich.

00:22:19: Ich hatte schon auch Phasen, wo ich ein bisschen traurig wurde.

00:22:22: Weil ich gemerkt habe es ist etwas was mir wahnsinnig fehlen wird.

00:22:25: Das ist etwas das mein ganzes Leben war aber es war okay sich so langsam damit anzufreuten dass diese Karriere irgendwann einen Ende hat.

00:22:36: Du bist ja vom Leben tatsächlich auch manchmal, wir haben es schon angedeutet gezwungen worden in diesen Pausenmodus zu gehen.

00:22:43: Du wirst nie ganz ohne Tennis leben müssen aber du wirst dann wahrscheinlich keine Turniere spielen oder weniger turniere spielen und dieses... Ich weiß nicht, diese Wettbewerber, die gehören ja wahrscheinlich auch einfach dazu dieses Gefühl jemanden besiegen zu wollen.

00:22:56: Das hattest du ja sehr früh mal mit einer lustiger Weise.

00:22:58: hier ist sie Borg und hat gar nichts mit Björn Borg zu tun.

00:23:01: Aber dort das Kristine oder so ähnlich?

00:23:03: Ja an Christine Borg ich habe den Namen ein bisschen geändert weil ich mir nicht ganz sicher war ob... Ob das Mädel damals nicht wahrscheinlich, sondern jetzt eine Frau.

00:23:14: Ob sie noch spielt oder nicht spielt, da war ich mir nicht ganz ... Aber sie hieß ja ganz ähnlich zu Borg.

00:23:19: Deswegen fand ich das dann lustig, das so umzuändern.

00:23:24: Das war meine erste Niederlage an die ich mich erinnern kann und das hat mich dazu angetrieben, dieses Tennis richtig professionell anzugehen.

00:23:32: Und Sie eines Tages zuschlagen?

00:23:34: Genau!

00:23:35: Was dir

00:23:37: auch gelungen ist.

00:23:38: Ich glaube, jetzt mit den erwachsenen Augen eines Menschen der viel Philosophiebücher in seinem Leben gelesen hat ich glaube was Tennis mir gegeben hat All Aggressionen, allen Ehrgeiz jegliches Streben danach besser zu werden konnte ich auf eine gesunde Art und Weise auf dem Tennisplatz manifestieren.

00:24:00: Und ich konnte meine Gegnerin in Anführungszeichen... Anführungsteichen sind nicht gut im Radio weil man das nicht sieht aber ich mache sie gerade!

00:24:07: In Anführungen zerstören wollen Und am Ende haben wir uns die Hand gegeben und es war okay.

00:24:13: Wir sind vom Platz gegangen, weil das die Regeln sind.

00:24:15: Das sind die Regel in Tennis.

00:24:16: Einer gewinnt, einer verliert.

00:24:18: Wir waren nicht beim Fußball, wir hatten keine Zeit.

00:24:21: Es wird nicht auf neunzig Minuten gespielt.

00:24:22: Es gibt kein Remi.

00:24:23: Vor

00:24:24: allen Dingen K.O-Systeme?

00:24:27: Du bist

00:24:27: raus, du wirst aus dem Turnier raus.

00:24:31: Du darfst dann auch noch einen Tag auf dich auf dem Turnieregelände aufhalten.

00:24:35: Am zweiten Tag stellen sie dir schon deine Akkreditierung aus!

00:24:40: Also es ist richtig knallhart, aber es hat Regeln und Formen.

00:24:45: Und die sind okay und die akzeptiert man.

00:24:49: Und innerhalb dieser Regel und Form kann man alles was man mit sich herumträgt manifestieren.

00:24:54: Deswegen das ist glaube ich das wovor ich am meisten Angst habe.

00:24:57: Was mache ich mit all diesen Gefühlen in mir?

00:25:00: Ist

00:25:00: das noch so?

00:25:01: Hast du noch diese Wut?

00:25:03: Du wirkst schon wie jemand der sehr temperamentvoll ist!

00:25:06: Ich kann mir auch vorstellen dass Nicht verkehrt wäre dir so ein Bock, sag irgendwo in Flur zu hängen.

00:25:11: In deiner Wohnung weiß ich es nicht.

00:25:12: Keine Ahnung!

00:25:13: Aber ich finde nicht dass du wie jemand wirkst der unfair unkontrolliert... Wütend.

00:25:22: Oh Gott, ich weiß nicht!

00:25:23: Ich kenne dich ja gar nicht wie vermessen das zu sagen.

00:25:25: Vielleicht ist es auch Quatsch?

00:25:26: Nee aber du hast eigentlich recht weil ich werde selten wütend über andere Menschen sollen meistens eigentlich über mich selbst.

00:25:32: also Es muss schon sehr sehr lange und sehr viel und sehr unfair sein mir gegenüber von anderen Menschen.

00:25:37: dass sich auf jemand anderem sauer werden Da muss schon so Betrug mitspielen oder dass ich mich betrogen fühle.

00:25:45: oftmals Fühlt man sich ja dann betrogen und es hat ganz damit zu tun Aber auf mich selbst werde ich oft wütend, wenn ich was nicht so mache wie ich mir das vorgestellt habe oder mich selbst enttäusche.

00:25:58: Da kann ich schon wütent werden.

00:26:00: Bist du da milder geworden?

00:26:01: Also...

00:26:02: Ich glaube schon!

00:26:03: Ja also es ist schon auf jeden Fall.

00:26:04: Wenn ich überlege, wie ich mit achtzehn, neunzehntzwanzig schon fast ausgerastet ist vielleicht ein bisschen hart aber schon durchgedreht bin dass es heute schon viel viel besser geworden auf jeden fall

00:26:17: Das ist mein

00:26:21: Lieblingslied.

00:26:24: Es ändert sich ja immer, aber ich glaube wenn nicht so... wirklich jemand auf mich zielen würde mit einer Waffe und sagen würde, was ist dein Lieblingslied?

00:26:31: Dann würde ich glaube ich das nennen.

00:26:32: Und wie ist dir das begegnet?

00:26:34: Ich habe es in der Bayer New York gehört... Geiler

00:26:37: Antwortsatz, sag nochmal!

00:26:39: Auch vor allem im Coronazeit.

00:26:40: Ich hab' das in einer Bayer-New York gehört und damals gab's auch noch oder vielleicht gab's Schesäme und ich hatte mein Handy schon verloren und ich habe wirklich so ganz klassische Jemanden neben mir.

00:26:48: Ey

00:26:49: what is

00:26:49: the

00:26:50: song?!

00:26:50: Was ist das für ein Lied?

00:26:51: Und dann habe ich den Bartender so am Ärmel gezoppelt.

00:26:55: Ich hab gemeint, was ist das Song?

00:26:56: Und dann hat er gesagt... ich hab's natürlich nicht verstanden.

00:27:00: Dann hat der es mir auf den Zettel geschrieben und ich habe dann den Zetel komplett vergessen und irgendwann drei Tage später in meinem Portemonnaie gefunden.

00:27:07: Ah!

00:27:07: Aber sowas ist immer toll.

00:27:08: Man lernt man sich selbst noch ein Geschenk zu machen oder so.

00:27:10: Ja, und dann

00:27:11: hab' ichs geguggelt und es war genauso gut wie in dieser Bar weil manchmal ist ja diese Atmosphäre und diese schöne Abend und dann ist das Lied aber alleine Zuhause im Hotelzimmer vom Computer nicht ganz so romantisch Und ich behaupte, das ist eines der besten Liebeslieder.

00:27:26: Oh!

00:27:26: Da wären

00:27:27: wir jetzt natürlich genau hin, oder?

00:27:55: Ja wenn Sie in Andrea Petkovitsch verliebt sein sollten und glauben dass sie mit so einer Gitarre unter irgendeinem Fenster stehen... Ich kann Ihnen sagen, Sie kommen nicht weit denn das hier ist Ihrer Meinung nach das schönste Liebeslied, das jemals geschrieben wurde.

00:28:06: Das sind ja wirklich wie ein Gewürzregal an verschiedenen musikalischen Elementen sowie es anfingen irgendwie so ein bisschen ganz unterschiedlich.

00:28:13: man dachte für einen Moment wieso keine Ahnung nicht Pink Floyd aber sowas ist alles so reingerührt.

00:28:20: Ich mag es komplex.

00:28:21: Wobei?

00:28:22: aber dann der Text ist ja sehr, sehr simpel gehalten und ich glaube das ist das was ich so faszinierend an dem Lied finde dass die Struktur, die musikalische Struktur ist komplex und die überrascht ein.

00:28:33: und da denkt man ist das Intro nicht vielleicht ein bisschen zu lang für die heutigen Zeiten können wir nicht schneller zum Punkt kommen?

00:28:38: Und das Lied gibt's auch erst seit diesem Jahr auf Spotify.

00:28:41: davor warst du es nicht auf Spotify und ich bin mir ziemlich sicher weil es gibt ja so Algorithmen.

00:28:48: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es deswegen relativ lange nicht auf Spotify gab dieses Lied.

00:28:53: Wenn wir jetzt noch einmal Spotify sagen, dann kriegen wir fünfhundert Euro hoffentlich von jemandem oder fünftausend für mich?

00:28:58: Ja ich

00:28:59: hoffe das auch!

00:29:01: Aber der Text ist sehr simpel und ich mag diese eine Zeile vor allem.

00:29:17: eben nicht im Glas trinkt.

00:29:19: Ich

00:29:21: hatte mir auch tatsächlich überlegt, als du das so beschrieben hast wie du in New York in dieser Bar sitzt.

00:29:26: ich habe mir durchaus auch vorstellen können dass du da schon alleine gesessen hörst in solchen bars und ich frage mich was du dann getrunken hast.

00:29:34: whiskey.

00:29:35: Ja, ich habe dieses eine getränkt, das auch so durch mein Buch schwebt.

00:29:39: Ich hatte eine Phase wo ich meine Stimme tiefer haben wollte.

00:29:45: Ich hätte irgendwas gehört und meine Stimme ist ja für eine Frau schon sehr tief.

00:29:48: Du hast doch wirklich eine Stimme.

00:29:49: Ja es war total ein Jugendding!

00:29:52: Und dann hab' ich versucht immer Whiskey zu trinken und es schmeckt mir überhaupt nicht eigentlich.

00:29:57: Es ist so cool aber es schmeckt mir überhaupt.

00:30:00: Und dann hat eine befreundete Badhänderin gesagt, ich mach dir mal was.

00:30:04: Die hat mir Birben eingeschenkt mit Zitrone und Honig und hat mir erklärt, dass der Zitronensaft dieses Spirituöse, das man ja im Whiskey immer so ein bisschen rausschmeckt neutralisiert und er honigt dem Ganzen dieser Säure von der Zidrone dann wiederum neutralisiert.

00:30:22: Das schmeckt wahnsinnig gut!

00:30:24: Wie viel kannst du trinken?

00:30:26: Als Serbin wahrscheinlich sehr viel...

00:30:28: Ja, aber tatsächlich nicht so viel ehrlich gesagt.

00:30:31: Weil ich halt als Sportlerin immer in den Phasen, wo ich trainiert und gespielt habe gar nicht trinke.

00:30:37: Und dadurch ist da natürlich ein Whiskey.

00:30:39: wenn ich dann mal darf der haut dann schon eigentlich relativ schnell gut rein.

00:30:44: Wenn irgendwas bei dir gut reinhaut wie bist du denn?

00:30:47: Ich werde eigentlich noch redseliger Und ich bin jemand, der dann viel Liebe zu geben hat.

00:30:54: Oh!

00:30:55: Ja, ich bin einer derjenigen, die so gerne Leute umarmen und denen Sachen erzählen, die keine interessieren.

00:31:03: Also unangenehm meistens.

00:31:05: Aber das Alleinsein hast du ja geübt und gelernt.

00:31:08: Du bist sehr, sehr früh schon alleine unterwegs gewesen weil wir jetzt von allein in der Bar sprechen.

00:31:13: Das fällt manchen Leuten oder vielen Leuten fällt es schwer aber damit hast du jetzt nicht so ein Problem gehabt?

00:31:18: Das

00:31:19: war bei mir auch so.

00:31:20: also es musste ich auch lernen.

00:31:21: was heißt musste ich lernen ist habe ich gelernt.

00:31:23: Ich weiß nicht ob ich es musste aber ich weiß noch ich hab mich ganz lange Zeit nur von Pizza ernährt Weil dass das leichteste war einfach zu bestellen und abzuholen oder liefern zu lassen.

00:31:33: Und meistens war es wirklich so, abzuholen weil wir haben in kleinen Dörfern die kleinsten Turniere gespielt.

00:31:39: da gab's keinen Lieferdienst da musste man hinlaufen und sich das abholen.

00:31:43: Mir war es total unangenehm alleine im Restaurant zu sitzen.

00:31:46: ich dachte die Leute gucken mich immer an und sagen guck mal die Olla hat keine Freunde Und heute habe ich das nicht mehr.

00:31:53: Heute nehme ich mein Buch mit und manchmal nehm' ich auch gar kein Buch mit, sondern sitz da und ich glotz auch nicht in meinen Handy.

00:31:58: Ich glotz die Leute an und da kriegt man gute Inspirationen.

00:32:01: Deswegen schreibe ich auch oft gerne irgendwo wo ich Leute beobachten kann weil die Hälfte des Schreibprozesses mindestens damit beschäftigt nachzudenken und dann erst wirklich zu tippen.

00:32:12: Ich glaube die Leute denken wenn man schreibt macht man so wie diese Memes, wo dann Hunde so auf die Tastatur hauen.

00:32:18: Aber in Wirklichkeit ist die Hälfte der Zeit davon geprägt nachzudenken.

00:32:21: was will ich sagen?

00:32:22: Wie will ich es sagen?

00:32:24: Und da ist es super wenn man Leute angucken kann weil dir einem ganz viel Inspiration geben und man kann sich dann vorstellen warum sitzen sie jetzt hier?

00:32:32: sind die traurig?

00:32:32: sind die fröhlich?

00:32:34: warum sind die zusammen?

00:32:35: gehören die zusammen sind Bruder und Schwester und das gibt einem ganz viele Inspirationen.

00:32:40: und die besten Dialogschreiber haben ganz oft den Bars und Cafés rum gesessen einfach mitgeschrieben, wenn Leute sich nebenhin unterhalten haben.

00:32:47: Weil das halt natürlich so übst du Dialoge zu schreiben?

00:32:50: Weil wie Leute sich unterhalten lernt man natürlich am besten in dem an Leuten zuhört die sich unter halten und die am Besten nicht denken dass man ihnen zuhörte beim Unterhalten.

00:33:00: Okay also wenn sie in Andrea Petkovichs Buch zwischen Ruhm und Ehre legt die Nacht er zufällig ihr eigenes Leben wieder entdecken dann saßen Sie vielleicht mal neben ihr.

00:33:10: und wenn sie ganz viel Glück haben und einen guten Anwalt Können Sie da auch vielleicht noch was draus machen?

00:33:15: Auf das Buch können wir gleich mal zu sprechen.

00:33:17: Aber jetzt hören wir erstmal Dim the Light von den Wild Ones, warum hören wir die?

00:33:23: Ein Kapitel in dem Buch geht darum dass ich mal als Reporterin kein Mensch weiß warum mit einer Band auf Tour geschickt wurde und zwar wollte ein Racket-Magazin in New York, es ist ein Magazin das sich mit Tennis off eine künstlerische Art und Weise befasst, wollte das ne Athletin ihr Leben auf Tour, mit dem Leben auf tour eines Künstlers vergleichen.

00:33:44: Dann haben sie mich mit einer Band auf Tour geschickt die auch noch Tennis hieß und dieses Lied was jetzt kommt das war die Vorband die ich fast besser fand darf ich eigentlich nicht sagen weil Tennis jetzt Freunde von mir sind aber die Vorbände fand ich super und dass ist jetzt ein Lied von denen.

00:34:34: Andrea Petkovic, die Tennespielerin ist heute hier zu Gast.

00:34:38: Du bist im September siebenundachtzig zur Welt gekommen und schon sechs Monate später groß auf Reise gegangen.

00:34:44: Du kommst aus Bosnienherz Gowina also dem heutigen Bosnianherz in Gowinna.

00:34:48: Deine Mutter ist weiß ich nicht gebürtige Bosnierin?

00:34:51: Ja.

00:34:51: Dein Vater Serbe wie du schon gesagt hast.

00:34:53: Ja das

00:34:54: ist so kompliziert.

00:34:55: mein Vater ist auch in Bosnienne geboren und seine Familie aber ist aus Bosnia aber es ethnischer Serbe.

00:35:02: Das ist ja bei uns so, es gab die bosnischen Serben dann die Bosnia und mein Vater ist bosnischer Serbe sozusagen.

00:35:10: Und nach dem Krieg sind dann meine Familie oder die Familie meines Vaters oder aufs Seiten meines vaters dann als sie zurückging auch danach Servien zurück und nicht nach Bosnien zurück falls das Sinn macht.

00:35:23: Es ist kompliziert.

00:35:26: Ich habe mir mal angeschaut dein Vater Sora Wie anbiedern, dass ich das eher so...

00:35:32: Nee ja was war gut.

00:35:33: Das war total gut!

00:35:35: Es wäre

00:35:35: toll wenn ich ab jetzt so ganz fließend selber schon nicht mehr

00:35:38: vorging.

00:35:39: Super cool!

00:35:39: Ja schade, damit kann ich dich nicht überraschen.

00:35:46: Ich weiß gar nicht.

00:35:47: Man eigentlich gar nicht vorgereist, kann ich mir vorstellen?

00:35:49: Er hat euch dann zwar geholt aber... ...ich weiß nicht, war denn sein Plan euch nach so einem... War das schon klar oder wollte er?

00:35:57: Er ist ja selbst Tennis-Profi gewesen und hat sogar ein Davis Cup gespielt.

00:36:01: Er ist nach Deutschland gekommen in der Zeit, in der hier dieses Tennis Peak war!

00:36:06: Genau

00:36:07: Borus Becker, glaub ich ... Hast du es im Kopf zufällig?

00:36:09: Ja.

00:36:10: Borus Becker hat fünfundachtzig Wimbeln gewonnen genau und mein Vater ist dann sechsen achtzig nach Deutschland gekommen weil in Deutschland der absolute Tennisburger herrschte Und die brauchten Trainer so viel sie schaffen konnten.

00:36:24: irgendwie und zu der Zeit sind ganz ganz viele aus dem damaligen Jugoslawien Nach Deutschland gekommen und viele als Tänestrainer.

00:36:33: und erstens durftest Du damals ausreisen aufgrund von Sport aus dem sozialistischen.

00:36:40: Damals war Tito der Diktator, war da schon ein paar Jahre tot.

00:36:43: Aber mein Vater war zum Beispiel ... Er konnte nach Amerika, er konnte nach Deutschland.

00:36:46: Er konnte reisen, weil er Tennis-Spieler war und Tennisprofi war.

00:36:50: Das durfte nicht jeder, man musste schon immer Visa beantragen.

00:36:55: Der ursprüngliche Plan war, dass mein Vater in Deutschland einige Jahre Geld verdient auch vom Tennisboom profitiert.

00:37:02: Und dann zurückkommt nach Bosnien.

00:37:04: Dort wollte er eine eigene Tennis ... Schule dann aufbauen, das gab es ja damals nicht so dort.

00:37:09: Und dann spitzen sich aber die politischen Zustände immer weiter zu und dann hat er mich und meine Mutter

00:37:15: nachgeholt.".

00:37:16: Dich gab's, glaub ich noch gar nicht als er nach Deutschland

00:37:19: begann.

00:37:19: Nee, da gab es nichts mehr.

00:37:20: Aber er hat offenbar deine Mutter regelmäßig besucht und an einem dieser Abende müssen die sich ganz doll lieb gehabt haben.

00:37:27: Also sechs Monate alt warst du?

00:37:28: Genau,

00:37:29: ich war sechs Monate alter als ich dann nach Deutschland

00:37:31: kam.

00:37:31: Okay, achtundachtzig bist du als Baby!

00:37:33: Und seid ihr gleich nach Grießheim gezogen bei Darmstadt?

00:37:36: Ne wir waren zuerst in Darmstad also wirklich in der großen Stadt Darm statt.

00:37:42: Da waren wir zuerst Wir sind dann aber relativ bald, also an diese allererste Wohnung kann ich mich nur noch schämenhaft erinnern.

00:37:51: Und an die zweite in Griechsheim, die dann auch nicht viel größer war, aber ein Tickengrößer... An die kann ich mir schon besser erinnernen.

00:37:57: Also muss ich da schon so drei, vier gewesen sein und als ich in den Kindergarten gekommen bin, war ich schon in Griesheim.

00:38:03: Nur das eine Schwester?

00:38:04: Anja ist drei Jahre jünger als du.

00:38:07: Ja gut!

00:38:08: Du hast mal, als es um Integration ging, weil du natürlich auch so ein Vorzeigebeispiel bist.

00:38:16: Was man so schaffen kann wenn man das wirklich will und wenn die Eltern auch ein bisschen hinterher sind.

00:38:22: Hast du gesagt dass für dich das Wichtigste ist?

00:38:24: Auch nach wie vor, dass Leute in Bildung investieren.

00:38:27: Wie wichtig es ist, dass Menschen... Die Sprache sprechen.

00:38:30: Und in einem Interview bist du sehr weit gegangen?

00:38:33: Also finde ich jetzt gar nicht, aber für dich offenbar selbst weil Du bist in einem zweiten Interview zwei Wochen später etwas zurückgerudert, weil Du gesagt hast notfalls muss man Menschen auch zur Integration zwingen.

00:38:44: Du hast in dem ersten Interview gesagt, zwei Wochen später hast du das so ein bisschen abgemildert.

00:38:48: Vielleicht gab es da irgendwelche Reaktionen?

00:38:50: Das weiß ich nicht.

00:38:52: Aber man muss ihn den richtigen Weg zeigen.

00:38:55: Man darf aber nicht zu lieb sein sinngemäß.

00:38:59: Erinnerst du dich an diese Passage?

00:39:01: Jetzt weiß ich konkret nicht, aber was ... Ich weiß genau warum ich das so wahrscheinlich gesagt habe oder nicht wahrscheinlich sondern anscheinend so gesagt habe durch dieses Tennis-Milieu, sag ich mal.

00:39:15: Oder weil mein Vater Tennis Trainer war und Tennis Lehrer war Und die Kunden in Tennisverein sind großbürgerlich bis höhere Mittelklasse Weil es einfach teuer ist Mitglied im Tennis Verein zu sein.

00:39:29: Und er musste aus seiner Haut raus, er musste Deutsch lernen.

00:39:32: Er musste sich mit diesem Milieu auseinandersetzen und er musste einen Schritt auf diese Gesellschaft zugehen.

00:39:37: Ich glaube – ich meine das wirklich ganz ernst in keinem Sinne urteilen – dass viele Leute die nach Deutschland kommen mit Migrationshintergrund diesen großen Wort, den wir jetzt immer in den Mund nehmen.

00:39:52: dass die Angst haben aufzufallen.

00:39:53: Es ist ja für die wahnsinnig sehr so eine Entwurzelung aus seinem Land, in dem man sich schon Leben aufgebaut hat und dann woanders hinzukommen.

00:40:01: natürlich.

00:40:02: ich glaube da gibt es dann zwei Möglichkeiten entweder man versucht sich extrem zu assimilieren an diese Kultur in die man hier reingekommen ist oder sich extrem anzupassen oder man bleibt denn etwas was komfortabel ist oft mit den eigenen Landsleuten herumzuhängen oder sich anzufreunden.

00:40:21: Und ich weiß am Anfang meiner Eltern, die Freunde, die sie hatten waren unsere Familie.

00:40:25: Weil ich drei Onkels hab und acht Cousinen.

00:40:28: Das war ... Unsere Familie waren unsere Freundin, das war unser sozialer Kreis.

00:40:32: Heute, dreißig Jahre später haben meine Eltern ganz viele andere Freunde, deutsche Freunde.

00:40:38: Also einfach... was es halt alles gibt in Deutschland.

00:40:42: Es ist ja auch so schön, dass wir so viel Vielfalt haben und das hat sich geändert über Jahre und ich glaube, wie auf eine Art oder mein Vater auf eine art gezwungen war weil er eben Tennis Lehrer war und musste und hatte nicht die Wahl.

00:40:56: Es ist jetzt schwierig dann zu verallgemeinern, zu pauschalisieren und daraus herabzulesen.

00:41:01: Mich, ich und meine Cousinen wir sind alle relativ erfolgreich geworden auf ihre Art und Weise.

00:41:06: Ist es vielleicht deswegen?

00:41:07: Ich weiß es nicht aber meine Onkels sind ja auch Tennis Trainer Und auch in Tennisvereinen sozusagen haben sie ihren Anschluss gefunden.

00:41:15: Ich hab mal nachgeschaut, es gibt auch Fußballspieler.

00:41:18: Es gibt also die Petkovic?

00:41:20: Gut man

00:41:20: muss dazu sagen, Petcovic ist so ein bisschen wie Müller und Schmidt in Deutschland nicht ganz so extrem aber schon deutlich häufiger Name.

00:41:27: Hat der alle Bedeutung?

00:41:28: Vielleicht wie Schmitt mit Doppeltee.

00:41:30: Also so viel, aber nicht so wie DT.

00:41:34: Wie viele Schmitz kennst du mit Dotteltee?

00:41:37: Kein...

00:41:38: Stimmt ja!

00:41:40: Kann man den Namen übersetzen, hat er irgendeine Bedeutung?

00:41:42: Weil Müller ist ja immerhin noch ein Handwerk.

00:41:44: Stimmt,

00:41:45: das war ... Wir konnten kein Handwerk die Petko will's sein!

00:41:50: Die Arctic Monkeys hast du mitgebracht.

00:41:52: Auch das andere schönste Liebeslied.

00:41:54: Ja.

00:41:55: Ist auch ein sehr schönes Liebesleid und das habe ich ausgesucht Das Love is a Laser Quest von den Arctic Monkees.

00:42:02: Und da hab' ich auch mehr eine Zeile entliehen.

00:42:04: Ich leih mir dann manchmal Sachen oder Denke nicht, dass ich es laie.

00:42:09: Ich verbeuge mich vor den großen Dichtern

00:42:13: unserer Welt.

00:42:14: Genau,

00:42:15: so sehe ich das eher und da gibt es eine Zeile wo er sagt ... Er hat nicht geschlafen und hielt sich an seinen Augenringen fest tagsüber.

00:42:23: Stimmt!

00:42:23: Das habe ich bei dir gelesen.

00:42:24: Und das habe ich in meinem Buch.

00:42:25: also er heißt ... Soll er hang on to the rings around my eyes?

00:42:28: Sagt er glaube ich.

00:42:29: Und ich hab dann gesagt... Ich schlief nachts nicht und deswegen hielt ich mich tagsüber in meinen Augenring fests und machte weiter.

00:42:35: und das ist meine Verbeugung für Alex Turner von der Arktikmann.

00:43:01: Radio eins, die Hörbarust Andrea Petkovic.

00:43:04: Die Tennisspielerin ist hier zu Gast.

00:43:06: zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht.

00:43:09: heißt das Buch dass vor gar nicht allzu langer Zeit bei Kiepenhäuer & Witsch erschienen ist, zwanzig Euro kostet.

00:43:16: es hat mir Spaß gemacht so ähnlich wie mit Campinos Buch.

00:43:20: das sind im Grunde Bücher in denen Sport vorkommt.

00:43:22: eine wichtige Rolle spielt.

00:43:24: bei ihm ist es Fußball bei dieses Tennis.

00:43:26: Und trotzdem lesen sich beide Bücher, auch wenn man sich für die Sportarten an sich gar nicht so sehr interessiert.

00:43:31: Weil ihr auf sehr unterschiedliche Art und Weise – ich spreche Campino nur an weil er letzte Woche hinersendet war – ganz schön den Leser oder die Leserin mitnehmt in euer Leben, dass man durch euer Lebens marschieren kann.

00:43:47: Und deins ist im Wesentlichen in den ersten zweieinhalb Jahrzehnten Geprägt von Disziplin, von Training.

00:43:57: Turnieren.

00:43:58: Reisen.

00:43:58: Schlafen.

00:43:59: Essen.

00:44:00: Wow!

00:44:01: Rennen.

00:44:03: Rennen trainieren?

00:44:04: Ja so.

00:44:08: Es hört sich immer so hart an.

00:44:10: Das hört sich für mich auch hart an aber ich kannte es nie anders deswegen war's nicht so hart.

00:44:14: das war mein Leben.

00:44:15: Ich hatte keine... Nicht, ich hatte keine Wahl.

00:44:18: Ich wusste nicht, dass sich eine andere Wahl hatte.

00:44:21: Ich wollte immer nur das machen und ...

00:44:24: Wie kam denn Tennis in dein Leben?

00:44:25: Also ich weiß mit sechs ging es los.

00:44:26: Und dann vater natürlich als ehemaliger Davis Cup-Spieler und Profispieler und auch Trainer hat sicherlich geguckt.

00:44:35: was ist da möglich?

00:44:36: hast du ein gutes, hast du einen Talent.

00:44:38: Hat er das so schnell in dir entdeckt?

00:44:40: Es ist total lustig weil heutzutage schicken Eltern ihre Kinder mit drei, vier schon zu meinem Vater, zum Tennis.

00:44:49: Und damals... Heute gibt es nämlich ganz tolle Kinderschläge, ganz toelle Bälle die viel weicher sind und leichter sind, damit Kinder halt einfach früh anfangen können.

00:44:57: Damals gab's das alles nicht!

00:44:59: Als ich sechs Jahre alt war, da musste man ... groß und stark werden oder zumindest so groß und so stark, dass man richtigen Tennisleger in der Hand halten konnte.

00:45:07: Und einen richtigen Ball übers Netz spielen konnte.

00:45:09: Das war halt immer erst so mit sechs, sieben.

00:45:13: Mein Vater wollte das meine Schwestern nicht in Sport machen im Wasser, aber eigentlich egal welcher.

00:45:18: es lag natürlich dann auf der Hand, dass es Tennis wird.

00:45:24: Dann habe ich relativ schnell in meinem Bezirk Turniere gespielt die ich dann immer gewonnen hab.

00:45:31: Das ist halt das Einzige, was schwierig ist als Kind zu beantworten.

00:45:35: Habe ich es so gemocht, Tennis zu spielen?

00:45:38: Oder habe ich das Gewinnen so gemacht?

00:45:40: Das ist schwierig im Nachhinein zu sagen.

00:45:42: Auf jeden Fall war ich dann irgendwann in der Mühle drinne.

00:45:45: Kannst du denn gut verlieren?

00:45:46: Das könnte man ja mal irgendwie ein bisschen gegenchecken.

00:45:48: bei Backgammon spätest du Bayard?

00:45:51: Ja!

00:45:52: Ich kann sehr gut verlieren.

00:45:53: Also ich bin das Gegenteil von Donald Trump, ich bin eine sehr gute Verliererin und zwar, und ich glaube es hängt mit etwas zusammen was ich am Anfang gesagt habe, ich werde selten über andere Menschen sauer, ich werd nur immer über mich selbst sauer und ich kann das sehr gut auseinanderhalten.

00:46:08: also wenn ich verliere bin ich wahnsinnig enttäuscht oft wütend meistens heulich danach aber nie wegen des anderen.

00:46:16: Es gab Matches, die unfair waren.

00:46:19: Aber das sind an einer Hand abgezählt in der fünfzehn Jahre während dem Karriere und es sind... Zwei Spielerinnen, die ich kennengelernt habe.

00:46:26: Die einfach mit unfairen Mitteln an Sachen herangehen und dann spätestens wenn man im Profi Tennis ist haben wir Schiedsrichter und Linienrichter

00:46:33: etc.,

00:46:33: etc.

00:46:34: Dann spielt das auch gar nicht mehr so eine Rolle.

00:46:38: Das ist das Einzige was mich da wirklich auf meine Gegnerin sauer machen könnte.

00:46:41: aber alles andere hängt halt, dass es im Tennis das Verflickste und das Schöne ist.

00:46:46: Hängt alles von dir ab, alles liegt in deiner Hand

00:46:49: Okay.

00:46:50: Und wenn du mit Freunden irgendwas spielst, dann kannst du dich aber auch wahrscheinlich ärgern?

00:46:57: Das kommt darauf an!

00:46:57: Schlechte Karten aus denen kann man noch was machen?

00:47:00: Ja

00:47:00: dazu muss ich sagen dass ich keine Spiele spiele.

00:47:05: Das sagst du, als hättest du dir das mal vorgenommen?

00:47:07: Ja.

00:47:08: Und zwar dachte ich immer ... Ich bin so kompetitiv in meinem Tennis und es wollte ich nicht mit in meinen Privatleben nehmen.

00:47:15: Deswegen habe ich mich immer geweigert, Spiele zu spielen.

00:47:17: Ich glaube, dass sich das ändern wird, wenn ich mal aufhöre mit Tennis.

00:47:20: Ich glaub, dass ich dann gerne Spiele spielen werde.

00:47:23: Aber da hab ich mich geweigert.

00:47:25: Das Einzige, wo ich mich durchringe ist, so Pantomime, weil ich das einfach richtig ... Charade!

00:47:29: Ja genau, Charade.

00:47:30: Cool, das ist ja super wirklich.

00:47:32: Das spielste

00:47:32: auch gut.

00:47:33: Also ich weiß nicht, ob ... Gut, aber ich spiel sehr gerne.

00:47:36: Da macht das dir auch nichts

00:47:37: aus?

00:47:37: Nein, da macht es mir überhaupt nichts

00:47:39: aus!

00:47:39: Das ist ja interessant okay.

00:47:41: Ich habe sehr gerne so Charadeabende gemacht einmal oder zweimal im Jahr mit vielen Freunden und neuen Freunden.

00:47:51: Und interessanterweise gibt es auch bei Charade, wo man eigentlich sagt da geht's doch um nicht.

00:47:55: Da lacht man doch nur!

00:47:57: Da lacht man so sehr und schreit so sehr.

00:47:59: Auch da kann man aber finde ich feststellen dass es Leute gibt die extrem ärgert sich sind und das nicht gut verlieren kann.

00:48:07: Aber ich finde ganz... Ich weiß es ist unfair und ich find' es ist zu leichter Weg zu sagen ja ich bin halt so ein Wettkampftyp, ich kann mich gut verliern.

00:48:15: Ich finde es sagt schon viel über den Charakter aus wenn man Sachen nicht von sich weghalten kann.

00:48:20: Also... Ich habe so lange in meinem Leben darum gerungen, mir das wirklich abzuverlangen.

00:48:27: Wenn ich sauer bin weil ich verloren hab dann habe ich nur das Recht auf mich selbst sauer zu sein und niemals auf jemanden anderen.

00:48:33: Ich würde niemals die Idee kommen zu meinen Trainer zu sagen hey du hast mir die falsche Taktik gegeben Und es ist ein paar mal passiert.

00:48:39: aber mein Trainer ist auch noch ein Mensch.

00:48:41: der hat das Beste versucht was er konnte und am Ende ist es auch meine Verantwortung.

00:48:45: deswegen bin ich Tennispielerin geworden Weil ich die volle Verantwortung tragen wollte und nicht von meinem Trainer dann verlang dass er die ganze Research macht, da muss ich mich auch selbst auf dem Hosenboden setzen.

00:48:55: Und das habe ich mir echt abgerungen.

00:48:56: und deswegen ... Da kann ich schon noch mal dann zu Leuten sagen, die nicht gut verlieren können, ey, das musst du besser machen!

00:49:03: Du musst an dir

00:49:04: arbeiten!".

00:49:05: Ich finde es interessant, dass du jemand bist der so ärgert sich aus einerseits aber... Es ist einfach aus deinen Zeilen, aus deinem Buch herauszulesen wie Gänge und schnell du Menschen ins Herz schließt.

00:49:17: Also du grenzt dich überhaupt nicht ab.

00:49:19: Das ist immer wie so manche Leute sagen, bei uns zu Hause war die Tür immer offen.

00:49:24: So kommt mir das eigentlich auch vor wenn du Menschen begegnest.

00:49:28: Ich will damit nicht sagen wahllos

00:49:31: aber... Vielleicht meine größte Stärke und meine größten Schwäche Und vielleicht ist es so ein grundlegender Optimismus, der mir in die Wiege gelegt wurde.

00:49:44: Weiß ich nicht oder den ich habe?

00:49:45: Aber ich möchte immer an das Gute an den Menschen glauben.

00:49:48: und den einzigen Menschen, denen ich wirklich nicht leiden kann ... Donald Trump!

00:49:56: Das ist ja dann auch noch mal selbst bei ihm ... Kann ich sehen woher manches kommt und kann ihm das in Anführungszeichen verzeihen.

00:50:03: was ich ihm eben nicht verzeihen kann weil meine Freunde in New York unter ihm leiden dem Tag, als Joe Biden zum President-Elect ausgerufen wurde.

00:50:12: Haben mich zwanzig Leute aus New York angerufen heulend und es war nicht vor Glückseligkeit sondern die haben so eine Lastes von denen runtergefallen und das trage ich ihm nach.

00:50:22: Und ich bin sonst eigentlich kein nachtragender Mensch aber ich weiß dass ganz vielen Menschen schwierige Jahre beschert hat und da bin ich sauer auf ihn.

00:50:32: Da hat er bestimmt total jetzt ... damit muss er bestimmt kämpfen,

00:50:38: Wir werden sehen, wie er reagiert, wenn ihr nächste Woche hier seid.

00:50:42: Das Strokes hast du mitgebracht?

00:50:44: Hard in a cage!

00:50:45: Genau und das habe ich mitgebracht weil von diesen Freunden, die ich gerade erzählt hab ein Mädel davon um sie geht es in diesem Song und das finde ich... Ich bin nicht so jemand, der gerne Promi-Magazine liest.

00:50:59: Aber wenn meine Freunde Gossip haben und das rührt daher, weil ich so oft weg war ... Wenn ich dann heim kam, war es natürlich wie so ein Magazin aufschlagen.

00:51:07: Weil dann war ich drei, vier Monate weg.

00:51:09: Und dann hatte ich zwei Tage.

00:51:11: Meine Freunde haben mir alles erzählt was in den letzten zwei, drei Monaten passiert ist.

00:51:16: Als ich die Geschichte gehört hab, dass Julian Casablanca dieses Lied ... Da gibt's nämlich ganz am Ende kommtes ... und das finde ich nämlich so spannend, sagt er.

00:51:35: Die Show zu der er ging war nämlich andere Freunde von mir die gespielt haben und es hat sich dann alles in meinem Kopf zusammen zu einem Gebilde gemacht und deswegen habe ich das Lied ausgewählt weil ich die Frau kenne um die es geht

00:52:17: Die Hörbarost, hörbaratradioeins.de lautet unsere E-Mailadresse und der Name meines heutigen Gastes lautet Andrea Petkovic.

00:52:25: Und da muss sie jetzt durch!

00:52:27: Sie gilt als der klügste Kopf im deutschen Tennis – sagt die FATS – schon in dem Jahr zwei Tausend Neun.

00:52:32: Es ist eine begnadete Kommunikatorin, sagt die Frankfurter Rundschau, die Himmelsstürmerinnen im Deutschen Tennis.

00:52:40: Ja man kann die Menschen ja auch nicht davon abhalten... solche Sachen überzuschreiben, also besonders die Positiven.

00:52:45: Das kann man dann auch... Wahrscheinlich würde man sich trotzdem so davor stellen und sagen Leute könnt ihr mich mal bitte nicht so unter Druck setzen weil das sind natürlich auch so Prädikate plötzlich bis zu die Intellektuelle im deutschen Damenteilnis Und die tun sonst ob alle anderen Frauen nur fix und foxy lesen oder so.

00:53:00: ich weiß es nicht für dich ja auch doof

00:53:03: oder was für mich immer blöd war weil ich vor allem mit meinen Kolleginnen sehr gut auskomme in der Umkleide sehe und ich sehe die Lesen alle.

00:53:12: Und sie beschäftigen sich mit anderen Sachen, ganz viele aus der Generation ein bisschen älter als ich habe als erster angefangen Sachen außerhalb des Tennis auch zu machen und angefangen sich eigene Businesses aufzubauen oder ihre eigenen Kollektionen zu entwerfen was auch immer es war.

00:53:30: und nur weil die Titel auf meinen Büchern ein bisschen komplizierter klang war ich dann so Die ist ja viel klüger als die anderen.

00:53:37: Man kann sagen, jemand ist klug oder man kann sagen jemand liest gerne schwere Literatur, warum auch immer... Schwere

00:53:43: ist auch so geil, ne?

00:53:44: Aber

00:53:46: ich will es immer schwierig sein!

00:53:48: Der klügste Mensch der Welt.

00:53:50: Heißt das jetzt, ich bin so wahnsinnig klug oder heißt es alle anderen sind eigentlich dumm?

00:53:55: Und im Tennis, wenn du das im Tännis sagst weil es Sport ist, impliziert es durch die Blume, die anderen sind doof und das fand ich nicht gut oder das finde ich immer noch nicht gut.

00:54:05: und mein langjähriger Therapeut sagt immer zu mir Komplimente Sachen, die dich beleidigen sind.

00:54:13: Beides genauso schlecht weil beides bläht nur das Ego auf.

00:54:16: und dass das knüpft auch an diesen Verdammt dieser komplizierte Namen bei der Mande das Dschungelbuch geschrieben hat,

00:54:24: den du auch... Rudjett Kipling.

00:54:26: Ja, ja, ja!

00:54:27: Das ist ja auch so dieses Gedicht, dass du mit dir rumsteigst.

00:54:29: Das hat viele Aspekte aber unter anderem eben auch feinlich drauf.

00:54:33: ran auf das Lob und lass dich von dem also auch ein bisschen und lasse dich auch von der Kritik nicht einzulangen.

00:54:37: Genau,

00:54:38: if you can meet with triumph & disaster and treat those two imposter just the same als wenn du mit Triumphen und Niederlagen mit beiden gleich umgehen kannst.

00:54:47: Das ist eines der Zeilen aus dem Gedicht und ich glaube, was dieses Gedicht einem sagen will ...

00:54:57: Gesundheit!

00:54:59: Das macht sie immer einmal um genannt zu werden.

00:55:03: Ja sehr gut.

00:55:04: Gute Besserung.

00:55:05: Es ist nicht Corona, sag' ich dann immer an dieser Stelle.

00:55:08: Gesundheit.

00:55:09: Ich glaube, dass es uns vor allem vermitteln will.

00:55:12: das ist wichtig ist, dass wir unser eigenes Wertesystem entwerfen für uns und uns daran festhalten und uns nur dagegen messen und mit nichts anderem.

00:55:22: Und ob jetzt jemand sagt, du bist der schlauste Mensch der Welt oder du bist dem dümmste Mensch der welt Oder Du bist hübsch oder Du bist hässlich dass es am ende darauf ankommt werde ich meinem eigenem Wertesystem gerecht.

00:55:33: und das ist dann natürlich oft informiert von freunden von eltern von der kultur von den büchern die man ließ von den filmen die man guckt.

00:55:41: Aber es sollte ein in sich für dich selbst stimmiges Wertesystem sein, gegen das du alles messen kannst.

00:55:47: Weil dagegen kannst du immer Sachen die außerhalb der Norm sind messen.

00:55:50: Das sind dann große Triumphe.

00:55:52: Die Leute auf einmal kriege ich immer den besten Tisch im Restaurant.

00:55:56: ist das aber die Realität?

00:55:58: gegen meinen Wertesystem gemessen,

00:55:59: nicht.

00:56:00: Aber auch ich habe zehn Matches hintereinander verloren und die Leute schreiben darüber dass ich in einer absoluten Krise bin und gar kein Tennis mehr spielen kann und am besten aufhören soll weil ich zu alt und zu fett bin.

00:56:10: was auch immer Auch das gegen mein Wertessystem gemessen bedeutet mir nichts Und wenn ich das schaffe jedes mal zu tun dann bin ich in einem ganz okayen Zustand mit mir selbst.

00:56:19: Krisen und Triumph wird es immer geben aber man kann sich immer wieder so ein bisschen auf etwas auf etwas zurückgreifen.

00:56:27: Ich glaube, das ist ganz wichtig.

00:56:28: Du hast natürlich auch sehr viel aus dir selbst geschöpft und hast dir immer neue Ziele gesetzt wobei unterm Strich immer klar war du willst unter die besten Zehen der Welt kommen wenn möglichst natürlich an die Spitze.

00:56:41: ich habe by the way als ich jetzt mal über Steffi Graf und Boris Becker nochmal ganz kurz gelesen habe wann genau welche erfolge waren bin nicht zu diesem unglaublichen Rekord gekommen.

00:56:53: also Borus Becker war zwölf Wochen am Platz eins der Weltrangliste.

00:56:58: Steffi Graf, weißt du es aus dem Kopf?

00:57:00: wie viele Wochen?

00:57:01: Ich weiß nicht ... ich weiß wie viel Grand Slam C gewonnen hat, aber ich weiß nicht wie viele Woche.

00:57:05: Dreihundert

00:57:06: sieben und siebzig Wochen!

00:57:08: Kann man sich das

00:57:08: vorstellen?!

00:57:09: Nein, das kann man sich nicht machen.

00:57:10: Wow,

00:57:10: dreihundert Sieben ist auch der totale Rekord und stand mit siebzehn schon auf Rang sechs der Weltrangliste.

00:57:17: also ähm...ich verstehe besser warum du wenn Leute dich mit Steffii Graf ähm verglichen haben Warum so immer noch, erst dachte ich es ist so eine höfliche, weil du ein extrem höflicher Mensch bist.

00:57:29: Aber das ist ja tatsächlich etwas fast unmenschliches, dreihundertsechs und sechzig Wochen.

00:57:33: Das schafft

00:57:34: keiner... Also die Serena Williams hat jetzt geschafft diese Grand Slams zu durchbrechen.

00:57:40: Steffi Graf hatte zwanzig glaube ich wenn ich mich nicht ganz irre.

00:57:43: Und Serina hat jetzt dreinzwanzig und sie ist auf der Jagd nach dem vierundzwanzigten.

00:57:47: Und äh..das ist einfach Jahrtausend Talent!

00:57:52: Nicht mal Jahrhundert-Jahrtausende wahrscheinlich.

00:57:54: Ich weiß es nicht, ich werde nicht mehr am Leben sein um zu sehen ob es irgendwann in zweihundert Jahren jemanden gibt der diesen Rekord brechen kann.

00:58:00: Aber deswegen nur weil ich Deutsche bin.

00:58:03: Nur weil ich für Deutschland spiele mich dann mit Steffi Graf zu vergleichen.

00:58:06: das war für Angie Kerber dann noch viel schlimmer als sie dann ihr erstes Grand Slam gewonnen hat und sie war dann schon achtundzwanzig und alle so ja ähm... Und was ist mit Stefi?

00:58:15: Und Angie immer so Steffie hat ihr erstest Grand Slem gewonnen da war sie noch ein Teenager!

00:58:19: Ich bin achtund zwanzig.

00:58:20: wie soll ich noch zwanzzig Grand Slams gewinnen?

00:58:24: Für sie war es noch mal tausendmal schlimmer.

00:58:26: Aber selbst ich hab diese Fragen am Anfang bekommen und ich war nicht mehr in der Nähe eines Grand Slams, das ist dann schon manchmal so... Ich glaube dass auch viele der Reporter natürlich dieser Zeit nachtrauern weil es ist ja klar, du als Tennis Journalist auch eine Aufwertung bekommst wenn Tennis ständig stattfindet Und natürlich trauern Sie auch dieserzeit nach und haben sich das sehr gewünscht.

00:58:50: weiß, das war nicht aufs Böswilligkeit.

00:58:53: Und dann natürlich wenn die Leute irgendwo Steffi Graf oder Boris Becker lesen bleiben sie eher hängen als wenn da Andrea Petkovicco oder Angie Kerber steht.

00:59:01: aber wir haben halt immer ein bisschen so darum gekämpft dass wie unsere eigenen auf sich stehenden Karrieren haben die einfach leider nicht zu vergleichen sind weil es unmenschlich ist was Steffy geschafft hat.

00:59:12: Du hast mit ihr gespielt also ich weiß vor zwei mal wahrscheinlich seid ihr euch inzwischen häufiger begegnet Ganz blöd mit auf den Weg gegeben.

00:59:22: Sie hat mir ganz viele Tipps gegeben, gar nicht mal so allgemein sondern wirklich spezifisch auf dem Platz.

00:59:27: wir haben gespielt und trainiert und sie hat mich auf den Platz Sachen gesagt die ich besser machen kann.

00:59:33: das wird jetzt zu spezifik aber mit meiner Positionierung auf dem platz wie ich stehe wann Richtung Wechsel machen soll, da hat sie mir total geholfen und das sind Sachen über die ich heute noch nachdenke.

00:59:44: Ich habe so ein Notizbuch immer dabei gehabt wo ich notizen zu meinen Gegnerinnen mir aufgeschrieben hab aber manchmal eben auch gute Tipps von anderen Leuten und dass das ganz oft unterstrichen und Ausrufe zeichnen und manchmal wenn ich Schwierigkeiten habe gucke ich mir das nochmal an und konzentriere mich drauf im Training.

01:00:01: Das ist überhaupt dein System?

01:00:02: So hast du auch dieses glänzende Abitur hingelegt, weil das ist natürlich kommt in jedem Artikel vor du Arme.

01:00:09: Jetzt kommt es auch noch mal vor.

01:00:12: Das ist der Avishnitt gewesen und das System, dass dahinter steckt war, dass du dir ab der zehnten Klasse nochmal alle Klausuren vorgenommen hast und dir nochmal alle Fehler angeschaut hast und sie dir alle nochmal eingeprägt und ausgemärzt und das Auswendig gelernt hast.

01:00:25: Und habe ich gedacht Auch so viel Arbeit kann das ja nicht gewesen sein, weil du jetzt zudem auch noch die Elfte übersprungen hast.

01:00:31: So viele Klausuren waren es ja gar nicht!

01:00:33: Okay also ich muss da zu zwei Sachen sagen und ich bin sehr froh dass ist hier im Podcast, weil die meisten Interviews und Zeitungsartikel haben das dann natürlich rausgeschmissen was sich jetzt sagen.

01:00:42: deswegen hier kann man nichts rausschmeißen Das stimmt Ich habe ein sehr gutes Abitur gemacht.

01:00:46: Es stimmt auch, dass ich die elfte Klasse übersprung habe Aber, und hier kommt das große aber.

01:00:51: Ich musste das ein bisschen tun um meine Tennis-Karriere voranzutreiben.

01:00:55: Und zwar war A ich durfte nicht auf Turniere fahren wenn meine Noten nicht in Ordnung waren.

01:01:00: also ich durften nur mal Auszeiten von der Schule nehmen um auf Turnier zu fahren, wenn meine noten in ordnung waren.

01:01:05: deswegen war ich schon auch sehr streng mit mir und habe gelernt.

01:01:09: und zweitens Die elfte Klasse zu überspringen war natürlich für mich hieß, ich konnte mit siebzehn, achtzehnt schon Profi werden und nicht erst mit neunzehn zwanzig.

01:01:17: Ach

01:01:17: so na dann?

01:01:18: Dann ist das ja irgendwie gar nicht so besonders wenn man sich da noch reinzieht dass du also parallel zu diesem eine sehr gute Schülererin gewesen zu sein auch noch... Pausen los auf Turnieren warst und eigentlich deine Mutter hat dich abgeholt vom Training, hat dir Essen mitgebracht.

01:01:32: Ihr seid nach Offenbach gefahren und du hast trainiert und dann war es irgendwann dunkel und dann ging der nächste Tag wieder los.

01:01:39: wow okay ja aber jetzt wurde.

01:01:42: ich weiß wie es tatsächlich war.

01:01:44: ist das natürlich alles ganz einfach?

01:01:45: Ja

01:01:45: ich glaube was ich sagen will ist dass wenn man so ein Ziel vor Augen hat, dann fallen einem Sachen leichter.

01:01:51: Und mir hat es da nichts ausgemacht diese extra Stunden Zeit zu investieren ins Lernen.

01:01:58: weil ich auch und deswegen bin nicht so froh dass ich mich am Ende kurz vom Abi verletzt habe und nochmal eine Teenagerzeit mit Freunden aus der Schule hatte.

01:02:06: Ich hatte keine Freunde so richtig in der Schule, ich hatte meine Tennis-Freunde sozusagen.

01:02:11: Und wir haben ja alle das Gleiche gemacht.

01:02:13: Deswegen war für uns dieses Leben ... Wir kannten kein anderes Leben

01:02:16: und ... Hat man sich da wenigstens ineinander verliebt?

01:02:19: Also gegenseitig so... Wie meint's?

01:02:21: Naja im Sinne von dass du das jetzt nicht geskippt hast.

01:02:25: Ihr habt ja nicht nur unter Mädchen wahrscheinlich im Tennisclub gespielt sondern fand denn wenigsten ein erstes Verliebtsein erste Küße?

01:02:33: Das fand doch aber ganz schon statt oder auch erst sehr viel spät?

01:02:36: Tatt, aber ich muss sagen schon viel später.

01:02:38: und ich glaube was auch total absurd ist manchen muss sich darüber nachdenken.

01:02:43: Ich war mit fünfzehntsechzehn wahnsinnig erwachsen in pragmatischen Sachen wie Flügebuchen Zügebuchen aufs Geld achten.

01:02:50: oh das kann nicht mehr leisten weil ich habe nicht genug verdient.

01:02:53: und so Buchhalte so klassische Basic Buchhaltung konnte ich mit Fünfzehnteinzehnten schon!

01:02:57: Ich musste mich ja von zu Turnier zu Turnierschlagen und dann aber so Sachen die man als Teenager natürlich durchmachen sollte die zum Erwachsensein dazugehören Verhältnis eigenen Körper, Verhältnis zum anderen geschlecht.

01:03:08: Da war ich total kindlich ganz lange.

01:03:10: das kam natürlich aber viel viel später und da waren wir so irgendwie unschuldig weil wir wahnsinnig Zeit auf dieses andere nämlich dieses Tennis verschwendet haben und auch Wahnsinnig viel Energie und da blieb dann nicht mehr so viel übrig.

01:03:23: zum Glück kam das dann alles sonst hätte ich das wahnsinnigt vermisst.

01:03:26: aber in der zeit war ich in manchen Bereichen sehr erwachsen und den anderen sehr kindlich.

01:03:32: Ich habe über's Küssen gesprochen.

01:03:33: es ist doch ein super Übergang.

01:03:34: warum

01:03:35: Was bin ich denn jetzt?

01:03:39: Nein, aber es gibt einen Mann in deinem Leben und er ist Musiker.

01:03:45: Er ist Biolinist und lebt in New York.

01:03:50: Zusammen in Brooklyn oder?

01:03:51: Ja,

01:03:52: also jetzt in diesem Jahr war ich nicht ein einziges Mal da leider.

01:03:55: Ich vermisse es auch total aber in normalen Jahren sind wir zusammen in Brooklyn zur Hälfte und zur Hünftel in Darmstadt.

01:04:01: Also auch Jesse ist zur hälfte in Dramstadt

01:04:03: Genau!

01:04:04: Dieses Jahr war er fast drei Monate bei mir in Dormstadt Und dann darf ja nur neunzig Tage innerhalb von hundert-achtzig Tagen als Amerikaner in Deutschland sein.

01:04:12: Und dann hat er mal dreimonate Darm Stadt gemacht und musste sagen hey Darm statt Es ist nicht New York Aber ist das okay?

01:04:21: Well, Darmstadt ist nicht New York.

01:04:24: Aber es ist okay!

01:04:26: Und was liebt er besonders an... Keine Ahnung, an deutscher Kultur?

01:04:30: Also gibt es Würstchen, gibt es Essen, gibtes Musik, gibt keine Ahnung irgendwelche Rituale Angewohnheiten die er mag?

01:04:36: Also was ganz ganz Dummes und Simples.

01:04:39: aber ähm unsere Produkte, Lebensmittelprodukte schmecken viel echter als in Amerika und mir ist es noch nie so aufgefallen bevor er das nicht gesagt hat.

01:04:50: Es gibt halt sehr gute Restaurants in Amerika.

01:04:53: man kann auch gut irgendwie Bio einkaufen aber es stimmt schon der Geschmack ist viel stärker in Deutschland.

01:05:00: mir ist erst aufgefallen nachdem er das erwähnt hat wenn ich lange in Amerika war dann nach Deutschland kam.

01:05:06: Hier wird ja auch mit Pestiziden gesprüht und da gibt es sicherlich vieles, was man besser machen kann.

01:05:11: Aber das ist noch deutlich besser als in Amerika – da ist es schon sehr schämisch oft.

01:05:17: Und mit der German-Mentalität?

01:05:19: Ich weiß gar nicht!

01:05:20: Wie sind Darmstädter?

01:05:21: Gibt's da irgendwie dass man so sagen kann?

01:05:23: Ach die!

01:05:25: Die Darmstedter, die... Also mir hat irgendwann mal jemand erzählt und ich weiß nicht ob das stimmt.

01:05:29: Das war vor meiner Zeit aber die Darmstäder sind wohl sehr linksliberal weil eine angekündigte Demo der NPD in Darmstadt, Mitte.

01:05:39: Da sind so viele Leute gekommen, die mit Äpfel beschmissen haben und weggegangen sind.

01:05:44: Dann kamen sie wieder mit Polizeischutz.

01:05:46: Es gibt ja ein Recht auf Versammlungsfreiheit.

01:05:51: Dann waren aber noch mehr Darmstädter da, die noch mehr Äpfeln geschmissen hat.

01:05:55: Und dann wurde es abgesagt.

01:05:57: Ich weiß nicht, ob das eine Mütze ist?

01:05:58: Man rankt ja dann so Mythen um seine eigenen Städte.

01:06:04: seiner Zuhörer vielleicht kann er mir sagen, ob diese Geschichte stimmt oder ob wir uns das so gegenseitig erzählen um uns auf die Schultern zu klopfen.

01:06:12: Hoco heißt die Band und dieses Co hat was mit Jesse zu tun, mit seinem Nachnamen.

01:06:18: Genau das sind die ersten zwei Buchstaben seines Nachnamens und Ho sind die erste zwei Buchstarben von seinem Sänger des Nachnames.

01:06:26: also ganz simpel Hoco.

01:06:29: und dass es Jesse's Band spielt, die Instrumente schreibt die Musik und der Sänger singt und schreibt diese Texte.

01:06:38: Also wenn Sie ihn mal in einer Suchmaschine verfolgen möchten... Ich möchte ein Jesse Alexander Kotanski geschrieben mit Y hinten.

01:06:49: Der Song heißt Okay, okay.

01:07:10: Wow!

01:07:11: Okay, Okay, ist der Song und die Band heißt Hoco.

01:07:17: Andrea Petkovic ist heute hier zu Gast.

01:07:20: Du bist wahrscheinlich so ganz richtig hesserschreden, ne?

01:07:23: Nicht so gut.

01:07:24: Ich würde es gerne viel besser kennen aber manchmal wenn ich dann so ein Appleboy getrunken habe, kann ich so ein bisschen babbeln Aber nicht so gut leider!

01:07:31: Ich hab eine gute Freundin aus Darmstadt.

01:07:33: die kannte sie so super und alles wird witziger wenn man das hässisch ausspricht.

01:07:38: und deswegen wünschte ich mir weil ich glaube ich bin also eine solide Sex auf der Humor Skala zwischen eins und zehn Und ich glaub wenn ich Akzente gut imitieren könnte wäre ich eine starke Acht.

01:07:48: Du spinnst, du bist Coquette.

01:07:54: Was heißt zwischen Rom und Ehre liegt die Nacht?

01:07:58: Zwischen Rom und Äre liegt der.

01:07:59: Nacht hat zwei Bedeutungen.

01:08:01: Einmal die metaphorische Bedeitung.

01:08:04: Ich wollte damit ausdrücken was nach außen glänzt.

01:08:09: Wenn man ganz oben ist und die Leute denken jetzt hat sie es geschafft.

01:08:12: Jetzt ist sie in den Top zehn das oftmals viel ... auch schwere Gefühle damit.

01:08:17: Und

01:08:17: dafür steht die Nacht, als das Schwere traurige?

01:08:20: Genau!

01:08:20: Das ist das Metaphorische.

01:08:21: und dann aber auch buchstäblich glaube ich all diese schlaflosen Nächte die man vor großen Matches verbringt wo man so aufgeregt ist dass man kaum schlafen kann und man weiß das war eigentlich genau das was sich jetzt machen müsste.

01:08:35: und dann Aber auch schlafflose Nächten nach Niederlagen weil ganz oft geht man dann im Kopf die ganzen Spielzüge durch der eigenen Meinung nach falsch gemacht hat, die man anders hätte angehen sollen.

01:08:47: Die geht man dann im Kopf nochmal durch und versucht zu ... Das könnte man mit dem hier noch mal alles kontrollieren und den Ausgang ändern.

01:08:54: Das geht natürlich nicht.

01:08:55: Und also auch buchstäblich diese schlaflosen Nächte vor-und nach Matches.

01:09:00: Okay!

01:09:01: Wir verlosen ja drei deiner Bücher.

01:09:04: zwischen Rom und Ehre liegt die Nacht.

01:09:06: Ich habe eine nicht ganz so einfache Frage herausgesucht.

01:09:10: Es gibt einen Begriff, herausfinden müssen, wenn sie vielleicht sogar kennen.

01:09:16: Der impliziert dass die Rangliste für acht Turniere eingefroren ist.

01:09:21: dafür gibt es einen Begriff.

01:09:23: okay ja sehr gut

01:09:24: das kann man aber auch herausfinden als nicht Tennis Spieler.

01:09:27: also vielleicht nochmal ein bisschen zur Erklärung.

01:09:29: Wenn man sich als Tennis-Spieler verletzt und wir sind ja auf uns selbst angewiesen Wir haben kein Verein der uns beschützt Dann würde man theoretisch in der Rangliste abfallen, weil man in der Zeit, in der man verletzt ist keine Turniere spielen kann und man sammelt Punkte auf Turnieren.

01:09:45: Und dann kann man etwas tun mit der Organisation um seine Rangliste einfrieren zu lassen.

01:09:49: Wie

01:09:50: nennt sich das?

01:09:50: Es gibt da einen Begriff für... Jetzt frage ich mich tatsächlich für acht Wochen.

01:09:56: Irgendjemand ist doch aber immer verletzst!

01:09:58: Ist da nicht die Weltrangliste immer irgendwie eingefroren?

01:10:01: Man muss länger als, ähm ... Ich glaube sechs Monate verletzte sein.

01:10:05: Also es muss eine lange Verletzung, weil bei uns ist das Jahresranking immer auf ein Jahr.

01:10:12: Es geht immer ein Jahr lang bleiben Punkte drinne.

01:10:14: Das heißt wenn man drei Monate verletzt ist, ist es viel.

01:10:18: aber es reicht nicht dass dir alle Punkte rausfallen also dass die alle Punkte aus dem System fallen.

01:10:23: Es wird aber schwierig wenn du acht Monate verlezst bist und dir fallen acht Monate Punkte... Punkte, die acht Monate wert sind raus.

01:10:31: Das ist schon sehr viel!

01:10:32: Da kann es schon mal heißen, dass du statt fünfzig nur noch hundertfünfzig stehst und dann kommst du in keine Turniere

01:10:36: mehr rein.

01:10:37: Wie guckt man da morgens nach?

01:10:39: Wo man steht, guckst du momentan auf welchem Platz stehst du jetzt

01:10:41: gerade?

01:10:41: Jetzt grade gar nicht mehr.

01:10:42: also bestimmt auch seit so ich würde sagen seit drei Jahren nicht mehr, seit meine Knie nicht mehr so mitmachen und ich nicht mehr viele Turniere spielen kann.

01:10:51: Die Rangliste ist so aufgebaut je mehr Turniere man spielt.

01:10:54: natürlich muss man gut spielen aber desto besser steht man da.

01:10:58: Seit ich dreißig bin, kann ich nicht mehr so viele Turniere spielen wie früher.

01:11:01: Deswegen gucke ich da weniger drauf.

01:11:03: Ich konzentriere mich mehr auf die Turniere selbst und versuche, da gute Erfolge zu feiern.

01:11:08: Aber!

01:11:08: ... zwanzig bis achtundzwanzig, will ich sagen.

01:11:13: Also acht, neun Jahre.

01:11:15: Montags kommt immer die neue Rangliste raus.

01:11:16: Habe ich jeden Montag... Ich weiß nicht ob mit was man das vergleichen wahrscheinlich wie Models mit ihrem Gewicht oder so?

01:11:22: Oder Aktien.

01:11:23: Ja also irgendwie wie eine obsessive Mani mit dieser Rangliste, dass wir alle und das habe ich gesehen bei

01:11:31: allen

01:11:31: meinen Kolleginnen morgens beim Frühstück am Montag.

01:11:34: Und manchmal war die dann noch nicht frisch da sondern dann stand da Fehler im System weil sie gerade abgedä- Und dann saßen alle mit ihrem Handy und haben diese Rangliste geupdatet.

01:11:47: Inzwischen gibt es auch Leute im Internet, die das alles sofort im Live-Ticker ausrechnen.

01:11:54: Jetzt brauchst du gar nicht mehr Montags auf die Rangliste zu warten, sondern musstest nur im Internet googeln.

01:11:59: Ich danke dir, dass du hier ... uns deine Geschichten erzählt, dass du deine Songs mitgebracht hast.

01:12:04: Ich fand das sehr kurzweilig und schön.

01:12:06: Eingibt es noch der Aussteht?

01:12:08: Twenty-two Sunflower Bean.

01:12:11: Gibt's dazu doch ein Stichwort?

01:12:13: Das sind auch Freunde aus New York.

01:12:16: also ich habe eigentlich einfach so eine Freundesliste angebaut fällt mir gerade auf.

01:12:19: ne stimmt nicht.

01:12:21: aber das ist ein Song der geht um die Jugend und ich glaube mein ganzes Buch geht darum sich in Einklang von der Jugend zu verabschieden.

01:12:29: Und deswegen fand ich das sehr schön und passend.

01:12:32: Okay, Andrea Petkovic war heute hier zu Gast.

01:12:35: Ihr Buch heißt Zwischen Rum und Ehre liegt die Nacht.

01:12:39: Kostet zwanzig Euro erschienen bei Keepenheuer & Witsch.

01:12:42: Und Andrea vielen Dank!

01:12:44: Danke viel Spaß bei allem was noch kommt.

01:12:46: Bleibt gesund und wir werden dich verfolgen.

01:12:48: du wirst sicherlich noch viele Spuren hinterlassen für uns.

01:12:52: Bin mir ziemlich sicher.

01:12:53: Tschüss!

01:13:04: Das

01:13:04: war der Podcast, der Radiosendung Hörbarust.

01:13:09: Abonnieren Sie die Hörberust und verpassen Sie keine Folge mehr!

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