Monika Fuchs (Wdhlg. vom 03.12.2023)

Shownotes

Nicht, dass wir Ihnen oder irgendjemandem wünschen würden, in einem Fahrstuhl stecken zu bleiben. Aber falls das jemals geschehen sollte, dann wäre es schön, wenn unser heutiger Gast neben Ihnen stünde. Möglicherweise kämen Sie dann sogar an den Punkt, gar nicht befreit werden zu wollen, denn die Geschichten, Lebensstationen und Erlebnisse dieser Frau würden und werden Sie begeistern und beeindrucken. Monika Fuchs wurde im März 1938 geboren, anderthalb Jahre, bevor der deutsche Überfall auf Polen den 2. Weltkrieg auslöste. Schon als Kind und Jugendliche bekam sie viel Gegenwind, gerade auch von ihren Eltern. Eine harte Zeit war das, Umstände, die sich neu ordnen mussten. Und vielleicht - aber das ist nur eine Mutmaßung - führten diese permanenten Unwägbarkeiten im Leben dieser jungen, empfindsamen Frau dazu, dass sie eine immense Kraft und einen mindestens genau so großen Optimismus entwickelte. Ihr Leben verbrachte sie an der Seite ihrer Familie in verschiedenen Ländern, lernte, las, probierte, improvisierte und stellte sich wirklich jeder Herausforderung. Sie arbeitete als Gastronomin, Romanautorin, Redakteurin, brachte 5 Kinder zur Welt, stürzte sich mit Anfang 50 in das Abenteuer Catering und arbeitete wie eine Wahnsinnige. Heute, mit 85, dreht Monika Fuchs höchst erfolgreich Youtube-Videos, bzw. einer ihrer Söhne dreht sie. Es war gar nicht so einfach, einen Timeslot zu finden, aber irgendwie hat’s doch geklappt, sie von Hamburg zu uns nach Berlin einzuladen.

Playlist vom 03.12.2023

Gitte - Ich will alles Edward Grieg - Solveigs Lied Ella Fitzgerald & Louis Armstrong - Cheek to Cheek Shirley Bassey - If you go away Leonard Cohen - Take this Waltz Sigur Ros - Olsen Olsen J.S. Bach - Bist Du bei mir

Released by rbb media.

Transkript anzeigen

00:00:03: Willkommen bei den Sommerspecials der Hörbarust.

00:00:07: Bis Ende August veröffentlichen wir jeden Sonntag eine besondere Episode, an die wir uns gerne erinnern!

00:00:14: Heute mit der Köchin-Gastgeberin und YouTube-Ikone Monika Fuchs, die im Dezember XXIII zu Gast war.

00:00:22: Wir sprechen unter anderem über ein Leben, das in damit begann, über Butterstücke und Bucheckern aus dem Wald, Tagebücher Und ein Leben als Manika, Amerika, Neuseeland.

00:00:36: Eine anstrengende Ehe und das Erlösende am Kochen.

00:00:55: Herzlich willkommen zur Hörbarus, zu dieser Radio-Sendung die Sie auch als Podcast hören können.

00:01:00: Oder vielleicht gerade als Podcast-Hören.

00:01:02: dann wissen sie das.

00:01:03: hier jede Woche eine Persönlichkeit sitzt einen Mensch der sich die Mühe gemacht hat acht Songs rauszusuchen die in irgendeiner Weise markant sind für ihr oder sein Leben.

00:01:13: und wenn mir heute gegenüber sitzt dass erfahren sie jetzt

00:01:22: Nicht, dass wir Ihnen oder irgendjemandem wünschen würden in einem Fahrstuhl stecken zu bleiben.

00:01:27: Aber falls das jemals geschehen sollte dann wäre es schön wenn unser heutiger Gast neben Ihnen stünde.

00:01:33: Möglicherweise kämen sie dann sogar an den Punkt gar nicht befreit werden zu wollen denn die Geschichten Lebensstationen und Erlebnisse dieser Frau würden und werden Sie begeistern und beeindrucken.

00:01:44: Monika Fuchs wurde im März, und in der Mitte ist er bornen.

00:01:48: Eineinhalb Jahre bevor der deutsche Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg auslöste.

00:01:52: Schon als Kind und Jugendliche bekamen sie viel Gegenwind, gerade auch von ihren Eltern.

00:01:57: Eine harte Zeit war das – Umstände die sich neu ordnen mussten!

00:02:01: Und vielleicht aber dass es nur eine Mutmaßung führten diese permanenten Unwägbarkeiten im Leben dieser jungen empfindsamen Frau dazu, dass sie eine immense Kraft und einen mindestens genauso großen Optimismus entwickelte?

00:02:14: Ihr Leben verbrachte sie an der Seite ihrer Familie in verschiedenen Ländern, lernte, las, probierte, improvisierte und stellte sich wirklich jede Herausforderung.

00:02:24: Sie arbeitete als Gastronomen, Romanautoren, Redakteuren, brachte fünf Kinder zur Welt, stürzte sich mit Anfang Fünfzig in das Abenteuer Catering.

00:02:36: Heute, mit fünfundachzig dreht Monika Fuchs höchsterfolgreich YouTube-Videos bzw.

00:02:41: einer ihrer Söhne dreht sie.

00:02:43: Es war gar nicht so einfach einen Timeslot zu finden aber irgendwie hat es doch geklappt Sie von Hamburg zu uns nach Berlin einzuladen.

00:02:55: Und um dies gleich vorwegzunehmen ich lerne dich lebe Monika zwar jetzt erst kennen.

00:03:00: Ich habe natürlich viel über dich gelesen und von dir gehört und gesehen.

00:03:03: Du hast mir eben gerade angeboten dass wir uns duzen und das nehme ich gerne

00:03:08: An.

00:03:08: Danke!

00:03:10: Und hier hast du gehört, jetzt darfst auf meinen Schuss.

00:03:12: Vielleicht gibt es ja auch noch ein Kekschen irgendwo... Ja,

00:03:16: Kekse stehen hier aber bitte nicht für den Hund.

00:03:19: Möchtest du einen Zimt stellen?

00:03:20: Nein ich möchte keinen Zimten stellen.

00:03:22: im Darb der Hunde habe ich.

00:03:23: Nein

00:03:24: gut das einzig beständige in deinem Leben scheint wirklich die Unbeständigkeit zu sein hab' ich so gedacht.

00:03:31: Du hast ein Buch über deinen Leben veröffentlicht und Was da so drinsteckt, also was du so alles erlebt hast.

00:03:40: Zumindest das, was du niedergeschrieben hast oder was nieder geschrieben wurde zeigt von einem wirklich wilden Leben und so ist auch der Untertitel wenn man so will.

00:03:50: Hast du es denn als selbst als so wild empfunden?

00:03:55: Natürlich nicht!

00:03:56: Für mich war das normal.

00:03:58: Und ich habe mich immer sehr gewundert, wenn Menschen das so kommentiert haben und so erstaunt waren.

00:04:03: und was, dass du alles gemacht, sowas machst du... für mich ist es normal.

00:04:09: Für mich ist eher bedrückend, wenn die Menschen auf einem Platz sitzen bleiben und gar nichts weiter geht?

00:04:16: Bei mir muss das irgendwie so weitergehen!

00:04:19: Dafür sorge ich aber auch.

00:04:21: Das ist meine Initiative.

00:04:24: Hast Du das Gefühl, Die meisten Dinge, die in deinem Leben passiert sind und für dich einschneidend waren, dass du dir die selbst ran geholt hast?

00:04:35: Nein.

00:04:36: Nein, nein, nein!

00:04:38: Die dramatischen Dinge vor allem nicht... Also die traurigen Dingen nicht, die... ...die schlimmen Dinge, was passiert ist, nein.

00:04:46: Das nicht.

00:04:47: Ich habe... Ich habe Situationsveränderungen selber herbeigeführt, zum Beispiel den Beruf, den ich gestern noch geliebt habe.

00:04:56: Übrigens mit Sechzig, aber ich habe mich angefangen mit Katering und nicht mit Fünfzig.

00:05:00: Mit Sechzig habe ich nochmal eine Kateringenfirma aufgemacht.

00:05:03: Das hab' ich natürlich in die Wege geleitet weil ich das plötzlich dringend folte.

00:05:08: Dann leite ich das in die wege und dann mache ich das und dann bringe ich mir das bei.

00:05:12: Da bin ich aktiv tätig.

00:05:15: Aber es gibt halt andere Dinge, die muss ...aushalten.

00:05:21: Wenn du mal dieses Buch gelesen hast, da siehst du ja, sind viel gestorben und Krankheiten... ...und Zufälle was immer es ist.

00:05:31: Du glaubst nicht an Zufällen?

00:05:36: Doch sehr!

00:05:38: Ich glaube auch daran dass man sich den Sachen nicht ausliefern muss.

00:05:44: Du kannst immer etwas machen.

00:05:46: also Ich nehme jetzt einen negativen Zufall, der auf mich zugekommen ist.

00:05:51: Richtig negativ!

00:05:53: Und mir geht es schlecht und ich trauere... ...und ich sitze in einem tiefen Loch und so.

00:05:58: Ich weiß dass ich mich da rausschaufen kann.

00:06:01: Das weiß ich ganz genau.

00:06:03: Das weiss ich aus Erfahrung.

00:06:06: Da sitz' sich nicht und warte bis das Schmerz vorbeigeht,... ...das Erlebnis schwächer wird sondern ich kann mich da wirklich selber aktiv rausschauffeln Und so kann ich mich aber auch in tolle Situationen reinschaffeln.

00:06:21: In neue Berufe, die ich gar nicht kann... Ich liebe das!

00:06:24: Im Beruf zu gehen, den ich nicht kann.

00:06:27: Zum Beispiel so spannend.

00:06:29: Da kriege ich wirklich Kribbeln von oben bis unten.

00:06:32: Ich finde es so wahnsinnig spannend.

00:06:36: In unserer Kurzvorstellung haben wir eben so formuliert, dass möglicherweise all die Unwägbarkeiten und aller Gegenwind in deinem Leben dazu geführt haben könnten, dass du diese Muskulatur entwickelt hast.

00:06:49: Dich nämlich genau aus solchen Situationen dann auch rauszuarbeiten?

00:06:53: Ja ich glaube schon.

00:06:56: Ich glaube schon das Leben gesagt hat ja voll an entweder... Gehst du jetzt unter?

00:07:05: Das ist ja eine Scheißsituation, wo du gerade drin bist.

00:07:07: Das ist wirklich ganz furchtbar!

00:07:09: Oder du setz dich mal auf die Hinterbeine und du machst jetzt mal was.

00:07:13: Du tust dir jetzt mal etwas.

00:07:14: Dir wird schon was einfallen.

00:07:16: Und mir ist immer was

00:07:17: eingefallen.".

00:07:17: Das Tolle ist auch wenn du die Erfahrung machst dass du dich einmal rettest.

00:07:22: wie auch immer dieses Retten jetzt aussieht klein oder groß das gibt einem ja auch einen Selbstbewusstsein es das nächste Mal zu schaffen und zu können, also das heißt sich selbst auf jemanden zu warten oder auf verändernde Umstände zu warten.

00:07:36: Das kann gut gehen aber es führt nicht dazu dass man eine eigene Kraft und eine eigene Stärke entwickelt.

00:07:43: Nee, das ist vollkommen recht.

00:07:46: Und ich habe sehr früh kennengelernt.

00:07:51: Ich sage mal, ich wiederhole mich jetzt mal Taten zählen für mich tätig sein, Taten etwas machen.

00:07:58: Mir geht es dreckig, mir geht's sautdreckig!

00:08:00: Ich bin jetzt gerade mal arm, ich bin in meinem Leben manchmal richtig reich und manchmal richtig arm.

00:08:05: So das ist Fakt, ne?

00:08:06: Und dann muss ich was machen damit ich das verändere und dann mache ich irgendetwas und dann passiert das auch.

00:08:13: Dann ändert sich meine Situation und diese Erfahrung dass ich meine Situation ändern kann.

00:08:18: Muss nicht wie so ein Opfer da in der Mitte sitzen.

00:08:22: weißt du so einen Blech einmal auf den Kopf Mit Nachhalt, ich bin unglücklich.

00:08:28: Ich sitze hier drin.

00:08:29: Mir geht es ja so schlecht nix

00:08:31: dar.".

00:08:34: Ich finde das das Wort Opfer ohne dass sich jetzt in diese Wokeness-Debatte um Formulierungen einsteigen möchte gar nicht.

00:08:43: aber... ...ich habe so das Gefühl, dass es schon ziemlich viele Opfer gibt auch gerade zur Zeit und dass das Wort opfer oft zu Unrecht Gleichgesetzt wird mit Menschen, die in Selbstmitleid ertrinken.

00:08:56: Ich glaube es ist schon nochmal zu unterscheiden.

00:08:58: ich finde wenn ich mir das anmaße darf überhaupt wenn ich auf dein Leben gucke bist du schon Zwischendurch auch Opfer der Umstände gewesen.

00:09:07: Du hast dich selten offenbar selbst bemitleidet, du bist dann aufgestanden, du hast dann deine Situation verändert.

00:09:13: aber wie du eben ja auch andeutet hest Manchmal hast du auch ganz schön lange Sachen ausgehalten.

00:09:18: wenn ich jetzt so diese da kommen wir sicherlich gleich zu.

00:09:21: Wenn ich mich an Diese Zeiten deiner ersten Ehe als dein Mann psychisch krank wurde und die Schwiegermutter noch dazu kam Du wurdest über vier Jahre lang aufs extremste schikaniert.

00:09:34: Also kein Tier ist teilweise so schlecht behandelt worden.

00:09:37: Vier Jahre, das hast du schon ganz schön lange

00:09:39: ausgehalten?

00:09:40: Ja ich habe sehr langen Atmen und ich bin wie ein unendlich lehnbares Gummiband, so bezeichne ich mich immer.

00:09:46: aber das Gummiban kannst du nur bis zu einem gewissen Gerad strecken unter marzping und dann ist aus.

00:09:52: und dann fange ich an zu handeln.

00:09:54: und dann kommt der Moment in meinem Leben wo ich eben mehrfach die Erfahrung gemacht habe, dass sich dann endlich etwas rührt und sich verändert.

00:10:04: Und das ich jetzt da wieder rauskomme.

00:10:07: Die vier Jahre habe ich da gesessen wie ein hypnotisiertes Kaninchen.

00:10:11: Ich hab den Mann geliebt.

00:10:12: Der hatte eine Gehirnkrankheit also der hat eine Psychose.

00:10:17: Ich habe den geliebten bis hilflos bis zum geht nicht mehr.

00:10:21: Dann aber kamen der Punkt wo ich gesagt habe ne es muss ich mich retten muss das Kind retten Ich muss erst mich retten, damit ich das Kind retten kann.

00:10:30: Und das mache ich jetzt und es tut unheimlich weh aber ich muss das

00:10:34: machen.".

00:10:36: Ich habe eine Reihe von Songs natürlich auch von dir bekommen und habe jetzt eigenmächtig die Reihenfolge ein bisschen verändert weil ich finde als Einstieg gibt es hier ein Lied auf dieses Leben passt dass du dafürst so wie ich es sehe.

00:10:51: Gitte!

00:10:55: Gibt es dazu eine bestimmte Geschichte, die dir einfällt?

00:10:58: Einen zeitlichen Zusammenhang?

00:11:00: oder wollen wir die Lieder einfach spielen.

00:11:04: Ich glaube, sie sprechen für sich selber.

00:11:06: also meine Kinder haben dieses dieses Lied aus Sämtlin runtergedrehten Fenstern des VWs noch so mit Drehen rausgegrüllt.

00:11:14: Sie konnten jedes Wort aber praktisch mal in Volkslied singen sollen, konnten sie nicht.

00:11:19: Aber das konnten sie singen In allen Facetten und es war Zeitgast Das Lied von Dieter Heewad, so was vom Zeitgeist.

00:11:28: Da sind wir Frauen aufgebrochen und haben

00:11:30: gemacht."

00:12:04: Den Faden halten mein stürmisches Leben.

00:12:07: das ist das Buch.

00:12:08: das ist die Autobiografie von Monika Fuchs erschienen bei Roewoldt.

00:12:12: das Buch ich frag mich also wenn du jetzt auf eighty-fünf Lebensjahre zurückblickst stand heute Wie konntest du dich so gut erinnern?

00:12:20: Hast Du noch Aufzeichnungen, hast Du Tagebuch geführt.

00:12:23: Ich weiß das Deine Mutter früher deine Tagebücher verbrannt hat.

00:12:29: Ich

00:12:30: habe jahrelang Tagebuchgeführt.

00:12:33: ich habe den Mittelteil des Buches wo ich ja den Sterbeprozess meines Lebensgefährdens beschreibe, weil das so ein Tabuthema ist.

00:12:42: Ich traue mich so gerne an Tabuthemen, weil ich finde die müssen mal ausgesprochen werden und da habe ich alles aus Tagebüchern rekonstruiert.

00:12:52: Das hätte ich mir alles gar nicht merken können bei Alfred in der Mitte des Buches und dann habe ich nachdem ich das gemacht habe, alle meine Tagebühne verbrannt, weil Ich bin da mal sehr in die Intimitäten gegangen bei Alfreds Sterben.

00:13:13: Also intimer geht überhaupt nicht und das hat mich aber so irgendwie belastet, fertig gemacht, erschöpft, wenn du so willst.

00:13:24: Das geladen wir jetzt noch einmal.

00:13:26: Ich lasse jetzt alle meine Tagebücher verschwinden und ich werde mich auch so erinnern.

00:13:33: Ich habe ja nicht damit geredet dass ich immer so eine Autobiografie schreibe.

00:13:36: Und jetzt war die Schwierigkeit Erinnert dich mit, was du als achtzehnjährige gedacht hast.

00:13:43: Das hat zwei Jahre gedauert dieses Buch.

00:13:46: Nicht weil ich nicht schreiben kann oder ... Ich meine, ich konnte ein bisschen schreiben... Oder weil ich noch nicht fleißig war, sondern ich habe so mit mir rumgekämpft.

00:13:57: Stimmt das jetzt oder stimmt es nicht?

00:13:59: Vergolde ich das jetzt gerade, oder war das wirklich so?

00:14:03: Geh nochmal ganz toll ähnlich.

00:14:04: Dies lesen ganz viele Menschen.

00:14:07: Sei dir ganz sicher, dass es wirklich so war und das war ein Mordsprozess.

00:14:12: Das war nicht leicht, das war ganz schwer für mich weil ich bei der totalen Wahrheit bleiben wollte und zwar hatte Enkelkind, Emma versprochen.

00:14:25: Du hast einen neuen Enkelkinder und ein Murenkenner?

00:14:29: Ja, wow!

00:14:29: Emma hat zu mir gesagt... Ich heiße in der Familie Momo.

00:14:34: Momo wenn du dieses Buch schreibst was du unbedingt schreiben musst.

00:14:38: Du musst dieses Buch schreiben dann musst du ganz doll bei der Wahrheit bleiben Und das war meine Leidfahrten.

00:14:47: Warum hat sie dir das extra mitgegeben also?

00:14:49: Weil

00:14:49: sie nicht wollte.

00:14:50: ich kann sehr blumig erzählen.

00:14:52: Meine Familie lacht sich tot und sagt, oh Mama.

00:14:54: Du hast das aber wieder erzählt.

00:14:57: oder Momo wie erzählst du denn die Geschichte?

00:14:59: Das war doch so und so.

00:15:01: So eine harmlose Geschichte kann ich unheimlich schön machen.

00:15:06: Warum auch nicht?

00:15:07: Es ist immer die Wahrheit!

00:15:10: Ich vertausche nie die Wahrkeit, aber ich verbrehe mir sie etwas.

00:15:14: Ein bisschen

00:15:15: Pailletten ein bisschen Bruder, ein bisschen Farbe, ein bischen Zack, bisschen Duft.

00:15:20: Schon hat die Sache mehr Schmackes.

00:15:23: Das ist interessant.

00:15:28: Wenn man versucht Menschen, bevorzugt jungen Menschen natürlich ein Gefühl für Wahrheit und Glaubwürdigkeit mitzugeben dann ist es ja schon in dem Moment schwierig.

00:15:40: also das ist eine Frage der Begrifflichkeiten.

00:15:42: In dem Moment wo das Wort schummeln ins Spiel kommt ist das ja schon niedliches Lügen.

00:15:47: Wie würdest du das kategorisieren?

00:15:50: In den Buch.

00:15:51: Nee, generell für dich als Maßstab!

00:15:54: Ich mach da nicht generell jetzt im Maus.

00:15:56: Ich weiß nur, dass wenn ich jetzt irgendwo sitze in trauter Runde, in fröhlicher Runde und jetzt bin ich gerade mal dran und muss irgendwas erzählen wo alle lachen sollen das mache auch mit meinen Charity Essen die ich eher nach wie vor mache.

00:16:11: Da erzähle ich dann immer so ein paar nöntges wieder haben oder was?

00:16:14: Und die mache ich immer witzig.

00:16:15: und dann müssen sie lachen und empfinden sich das so und so.

00:16:20: ausholen und wie gesagt noch einen Schwung pur

00:16:23: drauf.

00:16:24: Aber bei diesem Buch habe ich mich strikt, schmerzhafte hundert Prozent an die Wahrheit gehalten.

00:16:32: Und als es ans Sterben meines Mannes ging das ist ganz um mehr.

00:16:36: zum Ende des Buches in da hat meine Tochter Rebecca das mal Korrektor gelesen.

00:16:42: Da hat sie gesagt Mama das stimmt überhaupt nicht!

00:16:45: Das stimmt alles überhaupt nicht.

00:16:49: Inleben, meine Herren hat dieses schreckliche Erlebnis, dass mein Mann, mein geliebter Mann,

00:16:57: Roland

00:16:59: stirbt.

00:17:00: Aber er darf nicht so sterben wie wir das eigentlich besprochen haben sondern er muss sich wirklich diesen ganzen Medikamenten hingeben.

00:17:07: Er muss so sterbe wie die das jetzt vorschreiben.

00:17:09: Das war ja dieses Dilemma und Das kann man gar nicht in Worten fassen.

00:17:18: Es ist so schrecklich!

00:17:20: Und da meinst du, da hast du... Da hat irgendeinen Schutzmechanismus gegriffen?

00:17:27: Nein, ich wusste es wirklich nicht mehr.

00:17:29: Ich habe da wirklich Dichtung und Wahrheit, ne?

00:17:31: Ich habe die Sachen erfunden.

00:17:32: Das Krankenhaus war nicht das gleiche ... Die Etage war nicht der gleiche... Die Diagnose, stimmt alles vorne nicht!

00:17:41: Und dann hat Rebecca diese Passage ist nicht viel.

00:17:44: Vielleicht drei Seiten.

00:17:45: Hat sie noch mal vollkommen neu mit mir geschrieben?

00:17:49: Sie hatte es klaren Geistes im Kopf noch und wir haben diese Passagen neu geschrieben.

00:17:54: Okay Mein Hirn war so überlastet

00:17:57: Ich verstehe.

00:17:57: Ich

00:17:57: kann es mir nur so erklären, dass ich das nicht mehr akzeptieren konnte.

00:18:03: Als du deine Tagebücher selbst verbrannt hast und weggeworfen hast, fühltest du dich danach erleichtert?

00:18:15: Vergangenheit weggeworfen.

00:18:16: Ich soll gar nicht so pathetisch klingen, aber ich denke was du so mit dir rum schleppst an Erlebtem und was jetzt durch so ein Buch auch wieder hochkommt, das auch wieder neu durchblutet wird und so ... Das schleppt man ja sehr an irrer Ballast.

00:18:28: Das will ich aber nicht mehr.

00:18:30: Weg!

00:18:31: Weg!

00:18:32: Jetzt wirst du natürlich... Jetzt musst du noch einmal durch hier weil du auf Promo-Tour bist für das Buch.

00:18:38: Natürlich geht es erst mal, alles nochmal so gerührt ne?

00:18:41: Alles nochmal hochgeholt

00:18:43: Ja

00:18:44: Was nimmst du in Kauf?

00:18:45: Als ich die Tagebücher verbrannt habe, das waren ja ganz viele.

00:18:50: So eine Reihe.

00:18:52: Da hab' ich mich wahnsinnig erleichtert gefühlt.

00:18:54: Weg damit!

00:18:55: Weg mit dem alten Zettel.

00:18:57: Nur was mir in Erinnerung bleibt will ich auch in der Erinnerungen behalten.

00:19:00: Sonst alles weg und das war ganz befreiend.

00:19:04: Fand ich sehr gut.

00:19:06: Wir spielen jetzt den nächsten Song und dann steigen wir da ein wo dein Leben begann Und wo auch mein Leben begannen In Hannover.

00:19:13: Wo hast du gewohnt?

00:19:14: In der Königstraße und du?

00:19:17: Oh, da bin ich in die Lehre gegangen!

00:19:18: Wo?

00:19:19: Klinghammer.

00:19:20: Modesalon-Klinghammer...

00:19:22: In einer Königstraße?

00:19:23: Ja.

00:19:23: Gibt's ja gar nicht.

00:19:24: Doch.

00:19:25: Wir haben ja vorhin schon so viele Parallelen festgestellt.

00:19:27: Da warst du auch in der

00:19:28: Sophien-Schule?!

00:19:28: Ja, nein, du warst doch nicht in der Sophia-Schulle!

00:19:31: Ich dreh' durch!

00:19:32: Weißt Du dass die Lehren die gleiche sind wie meine Mutter hatte?

00:19:36: Eine mit Molzbein, eine mit Glassauge?

00:19:39: Frau

00:19:40: Harf kennt ... Nein, sie kannst du nicht gekannt haben.

00:19:42: Aber weil die war dreihundertzwanzig Jahre alt oder

00:19:45: so?

00:19:45: Nee, meine waren auch alle dreihundert zwanzig Jahr alt.

00:19:47: Okay

00:19:47: und Frau Harfs sagt immer ich trete noch als Jungfrau vor den Herrn!

00:19:50: Naja gut, ich kann das gegenseitig ... Mögen

00:19:53: Sie bitte das Fenster dabei öffnen.

00:19:56: Ich habe es so gelitten unter diesen Geschlossen Weil die immer sagten Es sieht

00:20:00: furchtbar.

00:20:02: Und wo hast Du gewohnt?

00:20:03: in welcher Straße?

00:20:04: Fichtestraße in Kleefeld.

00:20:05: Aha nur was ein kleines Stück entfernt.

00:20:08: Ja Und dann war ich in der Werkhochschule.

00:20:14: Hast du geflirtet mit den Jungs vom KWG, Kaiser Wilhelm-Gymnasium?

00:20:17: Natürlich!

00:20:18: Ich doch

00:20:19: auch!

00:20:23: Wir hören jetzt Solvex-Lied von Edward Grieg.

00:20:27: Noch ein kleines Stichwort dazu, eine zeitliche Einordnung oder sowas?

00:20:31: Ich liebe diese Alegrus andantius.

00:20:33: Diese traurigen grau gefärbten Lieder.

00:20:38: Darum liebe ich auch Leonardo und darum liebe ich ja auch Krieg.

00:20:42: Und ich liebe.

00:20:43: das macht mich so fröhlich!

00:20:45: Das Graue macht dich freulich.

00:21:46: Sie hören die Hörbarust als Radio-Sendung auf Radio Eins oder als Podcast.

00:21:50: Mein Gast heute ist Monika Fuchs.

00:21:53: bei Wikipedia stehst du als Unternehmerin In den Herzen der Menschen stehst du als Köchin, Gastgeberin, Autorin, Redakteurin.

00:22:06: Guck mal, wenn du jetzt mit jemandem durchbrennst und eine Affäre hast in so einem Hotel.

00:22:09: Und an der Rezeption wirst du gebeten deinen Beruf in das kleine Feld einzutragen?

00:22:14: Du bist vielleicht lustig!

00:22:16: Ja was

00:22:16: denn?!

00:22:16: Soll ich dir jetzt für dich eine Lebensantwort geben... ...wenn du mit einem Kerl ins Hotel

00:22:21: gehst?

00:22:22: Nein, du!

00:22:23: Was schreibst du?

00:22:24: Sollte ich dir

00:22:24: das jetzt in den Mund

00:22:25: legen?

00:22:25: Nein!

00:22:26: Du schreibste jetzt dein Beruf da rein.

00:22:29: Was machst du?

00:22:31: Was schreibst du, wenn die... Wenn du geboten wirst, dass du... Ich höre mal

00:22:33: einen sehr großen... Erfolg gehabt mit Altersprostitution.

00:22:38: Als Buch?

00:22:39: Oder ... Ich

00:22:43: habe Catering gemacht bis nachts um drei Uhr, ich kam völlig tot nach Hause.

00:22:47: Im Haus hatte ich Wochen, Wochen, Handwerker die Wasserhohre und fragte mich irgendwas.

00:22:52: Und die sollten bitte leise sein.

00:22:54: und dann hab' ich zu ihnen gesagt so diesen Männern ganz vertrauen.

00:22:58: ein bisschen so Bademantel an der Suche Freunde Ich betreibe Alterspositur, das sieht ja doch ein.

00:23:05: Das muss sein!

00:23:06: Ist doch auch ein Job, ne?

00:23:08: Nur ich bin müde würde dir bitte etwas leiser sein.

00:23:11: Die waren so rührend und weiß was passierte... ...ich habe mich gottengeschämt dass ich die Angelogen hab Aber ich habe mich nicht überwinden können zu sagen.. ..dass es nicht stimmt Dass ich mir das nur ausgedacht habe damit sie so Respekt vor mir kriegen und leise sind.

00:23:26: Ich habe mich geschämt, dass ich den Angelogen habe, das schäme ich heute noch.

00:23:30: Die waren so rührend.

00:23:33: Ja, aber ich glaube die Welt kann ja Absolution erteilen ob es nun um Sex geht oder um Essen.

00:23:39: das ist beides.

00:23:41: Ich bin nicht sagen gleich wichtig Aber ich glaube es ist okay.

00:23:46: Lassen wir uns mal so ziehen.

00:23:48: Nein, ich habe hier auch jahrelang was ich sehr gerne gemacht habe Mode gemacht Mode an meiner eigenen Mode.

00:23:54: Das wird immer sehr wenig erwähnt Weil's gar nicht mehr so doll gibt glaub ich heutzutage.

00:24:01: Das habe ich jahrelang gemacht.

00:24:03: Richtig gute, gute Mode und alles Unikate.

00:24:07: Damit hab' ich mich einmal rund um die Welt

00:24:09: genäht.".

00:24:11: Du bist auch jetzt schick!

00:24:12: Was?

00:24:13: Ja... Ich glaube dass du Wert drauf legst.

00:24:15: Als ich dich zum ersten Mal gesehen haben, ein Foto

00:24:19: da

00:24:20: hattest du einen ganz anderen Look.

00:24:22: Du hättest längere Haare und so ein Dutt Ich glaube, dann kam deine Erkrankung.

00:24:28: Nein, da kam mein Krebs

00:24:30: und dann

00:24:30: sind die Haare alle ausgefallen.

00:24:32: Und dann habe ich gedacht, die Welt geht unter.

00:24:34: Das darf ich jetzt wirklich nicht.

00:24:36: Das will ich jetzt nicht!

00:24:37: Das ist ganz was Frischbares vor zwei Jahren.

00:24:42: Nee,

00:24:45: dann klopfe auch ganz auf

00:24:48: Holz.

00:24:48: Ich bin da in der Klinik wo ich alle drei Wochen zur Nachuntersuchung gehen muss.

00:24:53: Ich gelte da als kleines Wunder und habe das so blendend weggesteckt Und habe so eine gottentolle Frisur.

00:25:01: Finde

00:25:01: ich nämlich auch, du siehst aus wie ein Teenager.

00:25:03: Sieht sehr jünger,

00:25:04: ne?

00:25:05: Wirklich!

00:25:06: Also, fünfzehn-zwanzig Jahre...

00:25:07: Ja meine Kinder behaupten in diesen Zeug was sie da in mich reinpumpen.

00:25:11: Das ist ja kein... das ist ein Immun...

00:25:13: ...supressiv um irgendwie

00:25:14: sowas.

00:25:15: Ist

00:25:15: ein Habuksmittel.

00:25:17: Da ist irgendwas drin und hier

00:25:19: Du siehst super aus.

00:25:20: ...Ninzehn achtunddreißig Bist du zur Welt gekommen In Hannover, wir haben es gerade schon gesagt.

00:25:30: Eineinhalb Jahre später ging der Krieg los und somit werden deine ersten bewussten und unbewussten Erinnerungen und Erfahrungen zu tun haben mit Lärm, Hunger, Kälte, Schmutz, Staub, Kellern... Was fehlt in dieser Aufzählung?

00:25:52: Frostbollen!

00:25:54: Oh diese Frostbullen die waren voll krackig Auf jedem Zähnen Frostbeule, die wurde mit so einer stinkigen Creme eingerieben.

00:26:00: Und dann wurde so ein Streifen Stoff drum gewickelt und

00:26:04: es

00:26:04: brannte dann und tat weh.

00:26:08: Ich muss dazu sagen wir Kinder haben nicht gelitten.

00:26:11: Weder unter Hunger noch unter diesen Frostbäulen leide ich heute in Erinnerung darunter.

00:26:17: Wir Kinder haben das alles weggesteckt, Kinder stecken sowas weg Erstaunlicherweise.

00:26:22: Wir haben unsere Spielplätze gehabt, wir hatten unseren Katsch, wir haben unsere Geschwister gehabt... ...wir haben unseren Blödsinn gemacht und unsere heimlichen bösen Taten gemacht.

00:26:31: Wir durften nie in ein Gebäude was gebombt war oder zerbompt war.

00:26:35: Tüßenfalls erstes ist da reingegangen.

00:26:37: Brandgefährlich.

00:26:39: Völlig doof sind wir da rein!

00:26:41: Wir haben im Wald Bucheckern gesucht und haben sie verkauft.

00:26:45: Gar nicht wissen wie ärmlich das eigentlich war.

00:26:48: Bucheckern, das sind so kleine Bücher.

00:26:51: Du musst lange essen bis du satt bist.

00:26:55: Nein wir haben nichts gelitten und die Butter wurde eingeteilt in so kleine Vier-Eckchen?

00:27:01: Haben wir nicht runtergelissen?

00:27:02: Das ist überhaupt Butter gab.

00:27:03: also ich meine euer Haushalt war oder eure Familie möglicherweise auch privilegiert.

00:27:09: In einem anderen Interview hast du gesagt ihr seid nicht reich gewesen

00:27:12: Aber es wird immer gesagt wir wären reich gewiss.

00:27:15: nein wir waren großbürgerlich.

00:27:18: Das ist so ein bisschen was mit Bildungsdünkel und so verbremt, sag ich mal.

00:27:25: Das war es nämlich.

00:27:27: Hast du eine Art von Erinnerung daran wie das kommuniziert wurde in der Familie?

00:27:33: Dass der Krieg zu Ende war?

00:27:35: Nichts wurde kommuniziert.

00:27:36: Darum habe ich ja unter anderem mein Buch geschrieben.

00:27:39: Wir stehen aus einem großen Teil von Halbfessen Und das hat mich immer gestört weil ich bin nicht an die Informationen herangekommen.

00:27:46: Wir durften nichts fragen, wir durften nicht erfahren.

00:27:49: Wir durfte nicht darüber reden.

00:27:51: Wir dürfen nicht nein und nein und Nein.

00:27:53: Alles war mit Nein belegt und das hat mich immer sehr bedrückt so dass ich da auch nicht mehr sein wollte in Hannover.

00:28:01: Ich fand das schrecklich!

00:28:02: Das sind großbürgerliche Familie die olle weiß es so aber meine Antwort geben wo war mein Vater im Krieg?

00:28:10: Darüber reden wir nicht.

00:28:13: Warum gehst du nicht mit in die Kirche?

00:28:14: Darüber reden wir nicht.

00:28:16: Das wollte ich alles nicht

00:28:17: mehr.".

00:28:18: Haben deine Geschwister auch diese Fragen gestellt?

00:28:21: Habt ihr euch untereinander diese Fragen gestellt?

00:28:24: Ich glaube nicht!

00:28:27: Ich habe daran merkwürdigerweise, da müsste ich jetzt lügen oder erfinden.

00:28:31: Nein, da hab' ich keine Erinnerung.

00:28:34: Woran du dich ja sehr wohl erinnerst und das ist eine furchtbare Situation gewesen, dort ist eine beste Freundin der es nicht gut ging die sich das Leben genommen hat.

00:28:46: Und... Das hat dich natürlich total getroffen!

00:28:51: Das hat Dich traurig gemacht, es hatte Dich ungeworfen.

00:28:53: Du erzählst von einer Situation wie du weinend am Tisch sitzt und wie Deine Familie darauf reagiert?

00:28:59: Ich wollte mich hinsetzen.

00:29:02: Bin reingekommen, weinand hatte das gerade gehört.

00:29:05: Die hat sich aufgehängt.

00:29:07: Derte Depressionen.

00:29:08: Wie hatte Depressionen?

00:29:10: Wie ihre beiden Brüder auch davon abgesehen Und die habe ich sehr bewundert.

00:29:16: Da war ich gebrochen in der Herzen.

00:29:18: Meine Mutter hat nur gesagt, verlass den Raum!

00:29:22: Du bist eine Zumutung für die anderen.

00:29:25: Das ist so falsch.

00:29:31: und mit dieser Schlachkraft, wie das gesagt wurde ... Es war ja wie ein Hammer-Schlacht.

00:29:41: Sachen gesagt worden in meinem Leben, die eben solche Spuren hinterlassen haben.

00:29:47: Welche Spuren?

00:29:49: Zum Beispiel als ich gesagt habe mein erster Ehemann... Er hat eine Gemütskrankheit.

00:29:55: Das muss so sein, weil er macht das und das... Und dann habe ich aufgezählt was der alles macht.

00:30:00: Es war

00:30:01: furchtbar!

00:30:02: Es lag die Crazy.

00:30:03: Brutal?

00:30:04: Ja.

00:30:04: Es waren wirklich Quälerei.

00:30:07: Mir tut es auch sehr weh nach wie vor noch dass ich das immer sagen muss aber es war eine Tatsache und hat mich ja dazu bewogen zu gehen.

00:30:16: Ich bin nicht aus lauter Lust und Tollerei gegangen und da hab' ich meine Mutter um Hilfe gebeten und da hat sie gesagt nein Das macht sie nicht.

00:30:24: Eine Frau gehört zu ihrem Mann, ohne überhaupt nachzufragen.

00:30:30: Das sind so Sachen die sitzen, das darf man nicht machen.

00:30:34: Welches Gefühl hast du ihr gegenüber entwickelt?

00:30:37: Kein Hass oder irgendwas, nein gar nicht.

00:30:41: Ich habe in den mittleren Jahren als junge Frau war ich auch viel weg im Ausland aber da hab' ich immer ein bisschen gezittert wenn Sie kamen weil das erste was sie immer machte war meine Wohnung umräumen.

00:30:53: Also sie war diesbezüglich sehr übergriffig und ich hatte ja Rost im Herrn.

00:30:59: Ich galt als besonders dumm, Rost in den Hörn.

00:31:03: Hat sie gesagt?

00:31:04: Ja klar!

00:31:05: Und ich galt also besonders dum.

00:31:09: Ich wusste aber dass ich das nicht bin und wurde mir immer wieder serviert.

00:31:17: Das hat mich dann noch Angst gemacht, ne?

00:31:20: Dass sich so runtergebügelt wurde.

00:31:22: Interessant, Und das ist ja keine Einzelgeschichte.

00:31:27: Viele Menschen sind schon längst erwachsen und können sich nicht abgrenzen vor ihren Eltern gegenüber, sodass es interessant ist, dass deine Mutter immer noch so viel Einfluss hatte auf dein Selbstwertgefühl in dem Moment?

00:31:44: Sie hatte es!

00:31:45: Dann kam der springende Punkt – sie hatte es.

00:31:47: Sie hat bestimmt mit seiner Stimme dass sie im Alter bei mir lebt.

00:31:52: Ich hatte eine große Alperwohnung mit so viel Stapfzimmern, die Kinder waren mehr oder weniger aus dem Haus.

00:31:59: Mein Mann hatte uns aus dem Ausland zukommen lassen, bei uns geht niemand ins Altersheim also Omi bleibt.

00:32:07: der mochte Omi gar nicht leiden.

00:32:08: das war aber seine Großzügigkeit

00:32:11: und er hatte auch nichts damit zu tun.

00:32:13: du hattest ja was dann

00:32:13: zu tun?

00:32:14: Ja hier und wieder zu Hause Natürlich, und er wusste ja meine Einstellung dazu.

00:32:19: Und da ist etwas Merkwürdiges passiert... Ich bin mit meinem Sohn Martin, mein ältester Sohn in diesem Park, der bei uns um die Ecke liegt, bin ich im Regen hier.

00:32:30: Ich glaube eine Schachtel Zigaretten geraucht.

00:32:33: Hier das Regen.

00:32:36: Was?

00:32:37: Ja.

00:32:38: Du schützt gerade die Zigarette mit dem Handrücken vor dem Regen?

00:32:42: Ja, so

00:32:42: bin ich um diesen Park gelaufen mit meinem Son Martin.

00:32:45: Ich sage, ich werde wahnsinnig.

00:32:45: Wenn die bei mir einziehen ... Und dann habe ich mich aber langsam in nicht nur eine Rage geredet sondern ich bin zu dem Schluss gekommen wenn sie wirklich bei mir einziehen und die ist ja so stark, die schafft das bei mir anzuziehen.

00:32:59: Ich habe gar keine Wahl.

00:33:01: Das weiß ich selber.

00:33:02: Dann muss sie unter meinen Bedingungen einziehen.

00:33:06: Und das werde ich ihr sagen den Mut werde ich haben.

00:33:08: Wenn ich zitternd und bebend nach Hause und da saßt sie mit Hut auf dem Kopf Eine Dame trägt ja immer Hut und sie hatte damals schon so einen leichten Zitter.

00:33:19: Und alle rosa Blüten auf ihrem Hut wackelten ein bisschen, dann machte sie die Lippen so.

00:33:25: was ist Kind?

00:33:27: Dann habe ich gesagt okay wenn du hier einziehen willst es gibt hier keine Hierarchie.

00:33:32: Hier geht ein kleines Kind auch zuerst durch die Tür wie auch die ältere Dame.

00:33:37: Hier gibt es diese Hierarchien nicht weil sie bestand immer auf so Benimmsachen Und so weiter und so weiter.

00:33:42: Dann habe ich meine ganze Palette, was ich mir da mit diesen Tausend Zigaretten... ...mit Martin ausgearbeitet habe, habe mich runtergeperlt und ihr Kopf wackelte immer mehr.

00:33:54: Und dann hat sie gesagt Ja, ist in Ordnung!

00:33:59: So Mundsohn, kenne wir hier alle von ihr?

00:34:04: Und dann ging Brach diese Sonne durch die Wolken.

00:34:09: Ich hatte noch dreieinhalb die tollsten Jahre mit ihr.

00:34:13: Der ist nämlich der eiserne Ring hier um Bauch, ne?

00:34:16: Eiserne Heinrich.

00:34:17: Er hatte doch so Reifen, so eisere Ringe-Umbauch, die ihn immer so einzwänken.

00:34:21: Kennst du die Geschichte?

00:34:23: Musste mal noch lesen!

00:34:25: Der wurde eingezwängt durch diese eisernen Reifen und die sprangen einer nach dem anderen.

00:34:31: Und das was bei ihr passiert ist... Sie sind alle weggesprungen.

00:34:34: Diese ganze aufgesetzte vornehme Welt in der sie angeblich lebte brach zusammen und sie war plötzlich in einer warmherzigen, lustigen Familie aufgehoben und gemocht.

00:34:50: Das hat sich ja gemerkt.

00:34:52: Die Freunde meiner Söhne, die tobten erst mal durch die ganze Wohnung.

00:34:57: Omi wir kommen!

00:34:59: Du wurde allgemeine Omi genannt und sprang in ihr Bett und das hätte sie früher mit einem Gewehr erledigt.

00:35:08: Das noch mal richtig genossen.

00:35:10: Dreieinhalb Jahre ist sie bei mir gewesen und niemand hat mich nachts, wenn ich vom Catering kam so fröhlich und liebevoll mit so zärtlichen Namen begrüßt wie Sie das plötzlich war ihr Schätzchen und ihr was weiß ich uns auch Und es funktionierte wunderbar zwischen uns Kindchen kommen doch mal.

00:35:31: Ich habe einen Eierlikör für dich.

00:35:33: erstaunlich

00:35:34: wirklich dass da

00:35:36: eine Eierikör serviert Und sie hatte keinen Geruchssinn mehr.

00:35:41: Und jetzt raucht mal eine, weil sie nichts mehr riechen konnte.

00:35:48: Dann kamen noch mal dreieinhalb richtig wunderbare Jahr und ich bin sehr, sehr froh, dass ihr das noch erlebt habt.

00:35:54: Ja!

00:35:54: Und es ist auch für dich schön, dass du das noch erlebt hast?

00:35:57: Das ist ja gut, weil ... Sehr,

00:35:59: sehr schön.

00:36:00: Diese Liebe und auch dieses in den Arm genommen werden Mal... Das gab es früher für dich als Kind überhaupt gar nicht.

00:36:06: Du wurdest auch ordentlich bestraft Was aber gar nicht so schlimm war, weil du dich vorbereitet hattest.

00:36:13: Wenn du bestraft wurdest, wurdest du isoliert, wurdest du eingeschlossen... ...aber du hattet dein Verließ, hattes du präpariert?

00:36:22: Da lagen Bücher!

00:36:23: Ich fand das toll.

00:36:24: Ich bin gerne eingeschlossen worden.

00:36:27: Ich fand es super.

00:36:28: Hatte diese blöden Brüder nicht um mich.

00:36:32: Ich fand das schön.

00:36:32: Und ich mochte das

00:36:34: hin.

00:36:34: In der Schule lief's nicht gut für dich, aber das lag nicht... Unbedingt an dir.

00:36:39: Also wurdest du, waren das die Lehrerin und die Lehrer, die dich nicht mochten?

00:36:43: Konntest du die Leistung nicht bringen, die von dir erwartet wurde... Was passierte da denn?

00:36:48: Du hattest ja glaube ich eine Französisch-Längerin, die Dich sehr mochte.

00:36:51: Das

00:36:51: schreibe mich laut der Einzelnen.

00:36:52: Und da lief es!

00:36:53: Da lief ist gut.

00:36:55: Was war das Problem...?

00:36:58: Ich glaube, wie würde man das sagen verdrückt

00:37:04: Schüchtern.

00:37:04: Ja, sehr, sehr schüchter.

00:37:06: Und ich glaube, ich habe mir Verkniffen geguckt oder... Ich glaube dass die diesen Eindruck, diese alten Lehren tun und ich haben die hier gehabt.

00:37:15: Das waren die gleichen Lehren wie meine Mutter hatte.

00:37:17: Mein Gott!

00:37:17: Diese alten Titel.

00:37:19: Die fanden mich einfach ein blödes Kind.

00:37:23: Und das haben sie immer zu gezeigt.

00:37:26: Interessanterweise hat dich das Lernen aber so interessiert?

00:37:30: Also du konntest es offenbar in der Schule nicht umsetzen.

00:37:34: Aber es gab diese Zeit in deinem Leben, da bist du auf eigene Faust in Museen gegangen und wir müssen uns immer wieder erinnern das ist nicht die Zeit in der Wissen leicht zu beschaffen war.

00:37:44: auch sich ein Buch zu kaufen oder so ist schwierig gewesen.

00:37:47: Es gab kein Internet, es gab auch keinen Privatfernsehen.

00:37:52: Mit dem Wissen musste man im Grunde zu der Zeit noch ganz schön hinterherjagen.

00:37:55: Und das hast du gemacht?

00:37:56: Das habe ich sehr, sehr stark gemacht weil ich einen riesigen Dauercomplex hatte also wirklich ein so starken Minderwertigkeitskomplex dass ich eben den Rostimieren habe.

00:38:08: und ich hatte dann auch mein erster Freund der hat immer gesagt auch diesbezüglich irgendeine Bemerkung und dem zweiten Freund stürzte das schon ja nicht mehr.

00:38:18: da konnte ich nämlich super gut Rock'n Roll tanzen Da war dem mein Rostemil und egal.

00:38:23: Aber der erste, der kam auch aus einem Bildungs-Dingshaushalten mit seinen Eltern.

00:38:28: Der hat aber mal gesagt ... Das heißt nicht Homer!

00:38:32: Das heißt Homer?

00:38:34: Gott habe ich mich geschehen't.

00:38:36: Da hab' ich den Homer gelesen oder die ODC.

00:38:40: das musste erst einmal lesen.

00:38:42: Und es musste erstmal verstehen.

00:38:43: Und das kannst du gar nicht verstehen.

00:38:45: Das habe ich immer alles gelesen und mir Notizen gemacht und so.

00:38:51: Und dann sage ich Homer statt Homer.

00:38:55: Diese Preilen, die hat mich bis heute nicht

00:38:57: verlassen.".

00:38:59: Ich weiß noch... Bei mir war es Cut Stevens!

00:39:01: Ich wollte jemandem imponieren und habe gesagt, ich hätte das neueste Album von Cut Stevens.

00:39:07: Und er sagte, ich kenne ihn nicht.

00:39:09: Dann habe ich so etwas gesagt wie doch hab' ich doch gesehen als ich in deinem Zimmer vorbeiging, da habe ich das Album vom Cut Stevens doch gesehen?

00:39:15: Ach du meinst Kate

00:39:16: Stevens?!

00:39:17: Oh Gott,

00:39:19: ich werde das nie vergessen.

00:39:21: Gut.

00:39:22: Egal wie auch immer.

00:39:24: Das macht Aua!

00:39:25: Aber du bist richtig in Museen gegangen?

00:39:27: Ja Du hast Wissen angesammelt In deinen eigenen ... heute würde man sagen Dateien.

00:39:33: Du hast alles aufgeschrieben und in der Sauna gelernt oder dich selbst abgesagt?

00:39:38: In der

00:39:38: Saune habe ich immer die Vornamen von Tane.

00:39:43: Wie heißt er jetzt Willi oder Theodor?

00:39:46: Du

00:39:47: hast dich selbst geschult?

00:39:49: Immer mich abgefracht.

00:39:52: Leise, so leise und nicht lockerlassen.

00:39:56: Wenn ich dann sagen würde, Häbel oder sowas den Vornamen nicht wusste, nicht locker lassen.

00:40:03: So lange dran rumarbeiten bis ich plötzlich den Vormann hatte.

00:40:07: Dann saß das auch.

00:40:09: anhand deiner Lebensgeschichte ist schön zu beobachten wie du dich Dinge stellst und die diese Herausforderung farmlich sucht.

00:40:17: Wie alles dir bekannte, wo man heute sagen würde wir befinden uns in der Comfort Zone.

00:40:22: Ach ist das gemütlich im Wohnzimmer meines Gehirns.

00:40:25: hier kenne ich alles.

00:40:26: Hier kann ich die Füße hochlegen.

00:40:28: übertragenen Sinne hättest du erst mal den Tisch umgestoßen und hätte es gesagt so jetzt machen was anderes.

00:40:32: hier kommt neu neue Fenster auf.

00:40:35: Du hast immer irgendetwas Neues gesucht.

00:40:39: Es ging es dir dabei ums Klüger werden?

00:40:41: Ging es dir dabei ums Erfahrungen machen?

00:40:44: Nein, da ging's mir ganz schlecht.

00:40:45: Da greifend um mit Bildung anzureignen die ich ja angeblich nicht hatte.

00:40:49: Mir wurde ja so oft und so anhaltend und andauernd gesagt dass ich

00:40:55: Rost

00:40:56: im Hirn habe dass ich also keinerlei bildung habe.

00:40:59: das ich dachte das muss aber nicht so bleiben.

00:41:02: Das habe ich mir ganz bewusst reingezogen.

00:41:04: Und du

00:41:04: hast es dir... Es wurde dann für dich zu einer Angewohnheit und das ist, glaube ich heute deine... Das lesen...

00:41:10: Was mache ich?

00:41:10: Was mach ich immer noch?

00:41:11: Ist

00:41:11: wichtig für dich!

00:41:13: Als ich nach Amerika auswanderte, da hab' ich erst mal Amerika studiert.

00:41:18: Die ganzen Staaten, die musst du erstmal alle auswendig können, wahnsinnig viele.

00:41:22: Da musst du die Hauptstädte, da musst Du die Regierungsform.

00:41:26: Wow!

00:41:27: Und warum muss man das wissen?

00:41:28: Muss man überhaupt nicht, aber ich wollte

00:41:29: es wissen.

00:41:29: Du wolltest es wissen?

00:41:30: Ich wollte dahin und wollte nicht wie so eine Dumpfbacke dastehen und sagen, wo ist Minnesota?

00:41:37: Wobei die wenigsten Amerikaner wahrscheinlich die richtigen Antworten hätten oder?

00:41:42: Aber ich wollte das unbedingt klar Schiff machen hier.

00:41:46: Wieso Amerika werden Sie sich jetzt vielleicht fragen und ich kann Ihnen sagen gleich geht's nämlich nach Amerika.

00:41:51: genau genommen geht erst mal nach New York im Leben von Monika Fuchs.

00:41:56: Aber jetzt erst mal geht es zu Ella Fitzgerald und Louis Armstrong, Cheek to Cheek.

00:42:03: Warum dieses Lied?

00:42:05: Das war Kult Louis Armstrong.

00:42:08: Den habe ich noch in Deutschland gesehen bevor ich nach Amerika gereist bin.

00:42:11: Und Ella Fitzjerald habe ich in Amerika gesehen und nicht in Deutschland.

00:42:15: aber ihn habe ich gesehen oder gehört.

00:42:18: morgens um drei angestellt Nachkarten und dann auch welche gekriegt.

00:42:24: Und das war absolut cool!

00:43:10: Monika Fuchs ist heute jetzt so Gast.

00:43:13: Sie werden sie vielleicht kennen durch ihre Koch-Videos auf YouTube, du bist da richtig... Du hast auch beschrieben in vielen Interviews als YouTube Influencerin, als YouTube Ikone, YouTube Star.

00:43:28: das ist ja nochmal ein interessantes weiteres Kapitel an dieser Aufzählung all der Dinge die du in deinem Leben schon gemacht

00:43:35: hast.

00:43:36: Das zählen aber andere Leute so auf.

00:43:39: Die Aufzählung stimmt nicht von mir.

00:43:41: Welche Aufzählungen?

00:43:43: Was ich jetzt diese ganzen Unternehmen bezeichne, das stimmt.

00:43:46: Das sind die Labels, die man regelt.

00:43:48: Also Influencerinnen... Ich komme noch nicht auf die Idee mich selber als Influenz und so zu bezahlschen.

00:43:53: Nein weiß

00:43:54: ich gar nicht.

00:43:56: Ich glaube wenn jemand wie du Influence hat auf andere Menschen dann ist es nicht

00:44:01: verkehrt.

00:44:01: Dann

00:44:02: kommen wir

00:44:02: bitte darauf an in was?

00:44:04: In was wärst du denn eine schlechte Influenserin im Bereich des Lebens?

00:44:08: Wo sollte man nicht auf dich hören?

00:44:10: Gehorsam.

00:44:13: Ja, gehorsam!

00:44:18: Du machst jetzt alles was Fatih sagt.

00:44:23: Nee, ich bin nicht so ein guter Berater.

00:44:24: Man

00:44:25: muss ganz kurz zu der Akustik sagen dass Monika etwas angeschlagen ist

00:44:31: und jetzt

00:44:32: gerade ein paar Bombons im Mund hat auch nicht eins sondern drei.

00:44:36: Nein,

00:44:36: nicht runterschlucken

00:44:37: Warum nicht?

00:44:38: Nein, weil das nicht sein muss.

00:44:40: Du kannst die ruhig... Ich finde die Akustik ist gemütlich wenn jemand nach Hustenbammons klingt.

00:44:45: Na so ruhig!

00:44:46: Du schmatzt ja nicht.

00:44:48: Da war diese Lebe dieser Sehnsucht nach Amerika vielleicht auch ein bisschen.

00:44:53: einen Idealisieren kann ich mir vorstellen oder einen Romantisieren eines Teenagers in Hannover, im Nachkriegs-Hanover.

00:45:01: Dort ist er in den Kopf gesetzt nach Amerika zu wollen.

00:45:04: Inzwischen hatte man dich von der Schule genommen, deine Eltern hatten dich von einer Schneiderlehre gesteckt wo du deinen Kolleginnen einfach Geschichten vorgetragen und vorgelesen hast aber nicht unbedingt

00:45:19: genäht

00:45:20: gelernt haben.

00:45:24: Dann bist du glaube ich in die Werkkunstschule gekommen, von der du vorhin schon berichtet hast.

00:45:29: Da ging es nochmal ganz anders zu.

00:45:31: das hatte viel mit Kunst auch zu tun so stelle ich mir vor wie du es beschrieben hast.

00:45:37: Also in der Werke und Schule bin ich das erste Mal mein Leben auf eine Lehrerin Frau Günthert vielleicht habe ich Glück und sie lebt noch da war eine Lehrin die sich so für mich begeistert hat dass sie mich privat sich nach Hause geholt hat und mir ihre Textilentwürfe gezeigt hat.

00:45:55: Und mich mir Privatunterricht gegeben hat, ich durfte Sachen machen die durften die anderen nicht machen in der Werkhochschule.

00:46:04: Da habe ich das erste Mal Anerkennung erfahren.

00:46:07: Das erste mal.

00:46:11: Da kam diese Affinität was ich eben schon skizzierte dieser Traum dieser Wunsch Amerika kennen zu lernen

00:46:20: Was

00:46:20: überhaupt nicht realistisch war, weil dir fehlten die Möglichkeiten.

00:46:23: Aber was alle wollten, wenn nach Amerika?

00:46:27: Das war das gelobte Land für alle!

00:46:29: Das war sowas von unoriginell... Wenn ich jetzt gesagt hätte, ich will nach Jordanien oder Saudi-Arabien oder Korea oder so, das wäre originell gewesen.

00:46:41: Oder ungewöhnlich aber nach Amerika.

00:46:44: da war ... Seife, Rosa im Waschbecken die Seife.

00:46:49: Da waren die Handwürfe für gleiche Rosa wie die Seipe.

00:46:53: Da gab es auch Rosa Champou und da lauter so weiße Konsumkram was es da gab irgendwo nach mann sehnsucht hatte.

00:47:02: wir kann der Kernseife so nah hat das roboliges Ding und Champou machte man selber aus irgendwas und zwar so das gelobte Land.

00:47:12: Aber es ist doch nachvollziehbar.

00:47:14: Es geht doch vielleicht nicht unbedingt darum, dass das originelles oder dass man sich sowas Verrücktes wie Jordanien nach dem weiß ich nicht neunzehntsechzig aussucht sondern...

00:47:22: Nein nur da hätte ein Gedanke hintergesteckt.

00:47:25: was bei mir dahinter steckte war einfach ich wollte den Luxus von Amerika haben die solche Steaks die liegen da im Supermarkt.

00:47:31: weißt du was in Supermarkt ist?

00:47:33: Ja das ist so'n Laden und dann gehst du hin und dann nimmst du ... es war hier alles Konsumrausch was ich da wollte.

00:47:39: Ich habe ja nicht gesagt, ich finde den Süden von Amerika so stark.

00:47:44: Weil die ja damals gegen sowieso gekämpft haben und das war gar nicht der Hintergrund.

00:47:49: Ich wollte diese ganzen Luxusgüter!

00:47:50: Ich wollte da wohnen, wo es fette Steaks gab und rosa Seife.

00:47:55: und ja stehe ich auch zu.

00:47:57: Ja aber ich glaube niemand kann das nicht nachvollziehen aus diesem grauen mittelmäßigen Hannover raus?

00:48:05: Genau, Ding sind

00:48:05: dann noch Hannover oben dran Da kommt mir gleich nach Bielefeld.

00:48:09: Ich beleide hier immer meine Heimat, aber es ist so...

00:48:16: Du musst das Dir die Überfahrt verdienen!

00:48:19: Das ist erwähnenswert weil wir in einer Zeit leben jetzt hier in diesem Land in dieser Lebensphase ich glaube viele Leute teilen das dieses auf etwas warten oder erst mal die Sehnsucht zu verspüren, um dann auf etwas hinzuarbeiten.

00:48:40: Das hat sehr abgenommen.

00:48:42: Wir leben in einer Zeit, in der unsere Wünsche schnell in Erfüllung gehen können und dass jemand zwei Jahre vielleicht arbeitet?

00:48:48: Du hast unglaublich viele ... Wie lange hat das gearbeitet?

00:48:53: Schon drei vier Jahre.

00:48:55: Du hast dreivier Jahre gearbeitet.

00:48:56: Na

00:48:56: ja du musst mal bedenken ich musste acht Hundert Mark zusammen sparen.

00:49:03: Ich habe alle Jobs gemacht, die es nur gibt.

00:49:05: Also hinterm schmutzigen Ofenputzen vor dem Schmutzige Ofen putzten, schmuzzige Klamottenbügeln für ekelige Leute einkaufen gehen, ekeliche Sachen Werbe-Dinger im Kino das gab's damals noch verteilen.

00:49:22: hier sind so kleine Tüchlein für die Fingerspitze und für die Dame mit Kölnisch Wasser.

00:49:29: was hab ich noch gemacht?

00:49:30: Und dann war ich ja sehr früh Manneker.

00:49:33: Das war natürlich meine beste Finanzquelle.

00:49:36: Maneka, um das zu übersetzen für jüngere Menschen?

00:49:39: Model!

00:49:40: Das nannte man früher Maneka und da gab es eine richtige Ausbildung die man absolvieren müsste.

00:49:44: Zu mir ist schwierige Ausbildung, die ich durchlaufen habe... Das hat eine Freundin, also das hat diese besachte Freundin die sich dann, der das Leben genommen hat.

00:49:54: Die hat meinen Eltern das abgetrotzt sozusagen und hat gesagt wenn sie wollen dass ihre Tochter nicht immer so schüchtern ist.

00:50:00: Dann lassen sie da jetzt mal dahingehend.

00:50:02: Und das war für meine Eltern sowas wie Prostitution, ne?

00:50:06: Das waren ganz was Schlimmes.

00:50:09: Das machte man gar nicht in unseren Kreisen.

00:50:12: Wobei es ja eigentlich klar war... Also meine Mutter ist deine Generation.

00:50:17: Da hieß es noch, dass die Stewardessen und die Manikans die besten Männer abkriegen.

00:50:24: So wurde sie damals erzogen.

00:50:27: Wer diesen Job machen durfte, das war was ganz Besonderes.

00:50:31: Man muss ja auch sagen, dass du aus einem Bildungsbürgerhaushalt kommst ... Und dass du von der Schule genommen wurdest um eine Lehre zu machen mit Schneiderlehre.

00:50:44: Das ist eigentlich ... So was wie eine Schande.

00:50:48: Genau,

00:50:48: das war ne große Schande!

00:50:49: Ja ja insofern haben sie sich auch vielleicht drauf eingelassen damit du den nächsten Schritt machst?

00:50:56: Was immer die da geredet hat es ist eher gelungen und ich durfte dann dieses halbjährliche Ausbildung machen die auch noch Geld kostete Und habe die dann bestanden mit eins und hatte dann ab da sofort stehenden Fußs immer ein Job.

00:51:12: Du hast auch als Manikern gearbeitet, du hast Mode getragen vorgeführt.

00:51:19: Auch deine eigene Mode?

00:51:20: Nein, da war ich

00:51:22: ja noch in der Lehre.

00:51:23: Ich war

00:51:23: nur in der Lähre und die haben mich natürlich selber als Maniker auch genommen.

00:51:29: aber auf die Rüde habe ich nichts für gekriegt.

00:51:32: Hattest du kurze Haare in der Zeit?

00:51:34: Ich hab so ein altes Foto gesehen.

00:51:35: Nein!

00:51:36: Hatte es denn nicht... weil irgendwann hattest Du kurze haare.

00:51:40: Nein.

00:51:41: Noch nie mal im ganzen Leben

00:51:43: Außer jetzt?

00:51:44: Mhm, dann waren die immer zusammengebunden und ich habe das falsch gesehen.

00:51:47: Interessant!

00:51:49: Man hatte so eine Strafefigur... Frisur.

00:51:53: Okay.

00:51:54: Weil das wäre ja auch ein bisschen gegen den Strom gewesen.

00:51:57: wenn du sagst dass du eigentlich immer jemand warst der so ein bisschen rebellisch war auch Dass du dich gegen bestimmte Schönheitsideale möglicherweise verhalten hast gezeigt hast

00:52:08: Nee, das wüsste ich jetzt nicht.

00:52:10: Ich weiß dass ich Existenzialistin war.

00:52:14: Im schwarzen Rollkrankenpullover oder wie und geraucht, ja?

00:52:18: Mein Vater ist an der eigene Firma, Ingenieurbüro Und ich durfte da also in so ein Papierladen gehen und durfte dann diese großen Mappen kaufen mit Papiertrinnen.

00:52:27: Ich hatte das tollste Papier.

00:52:29: Das durfte ich Und damit ging ich durch Hannover Hatte diese Mappe unter dem Arm, hatte diesen Rollkragen an.

00:52:39: Hatte die Strafe French Twist Frisur, weißt du diesen Södel?

00:52:45: Da oben so ein Pferdisch war, so einen Hohen.

00:52:48: Ja und fand mich sehr intelligent.

00:52:55: Du hast es geschafft!

00:52:56: Dein Vater hatte dir versprochen wenn du's schaffst dir das Geld für die Überfahrt zu verdienen.

00:53:01: und das hast du wie du gerade gesagt hast in drei vier Jahren gemacht, durchgezogen.

00:53:05: Wow!

00:53:06: Hut ab.

00:53:07: So lange dabei zu bleiben?

00:53:09: Dann würde er dir die Hälfte auch noch mal dazu geben.

00:53:12: Noch einmal die gleiche Sommer.

00:53:17: Und das hat der gemacht.

00:53:19: Du bist nach Amerika gegangen.

00:53:20: Du hast durch Kontakte von alten Studien, eine Tochter einer Studienkollegen von ihm.

00:53:25: Wurdest du in New York in Empfang genommen.

00:53:27: und dann also all diese Geschichten kann man das möchte ich auch nochmal sagen vertiefend lesen.

00:53:33: weiterlesen In dem Buch, Den Faden halten mein stürmisches Leben.

00:53:39: Wir hören jetzt erst mal Musik von Shirley Bassey if you go away und damit sind wir chronologisch ganz voran das.

00:53:49: Damit katapultieren wir uns viele Jahre in die Zukunft denn dieses Lied steht für eine Zeit die du auf den Philippinen verbracht hast.

00:53:59: ich glaube vier Jahre war anders.

00:54:00: mit deinem zweiten Ehemann Hören wir den Song erst mal und erzählen uns danach so ein bisschen daran.

00:55:05: Monika Fuchs ist heute hier zu Gast, wenn sie jetzt erst in dieses Gespräch kommen weil sie Radio hören und denken hm wie schade ich hätte doch auch all die anderen Geschichten gerne gehört.

00:55:16: Sie haben die Möglichkeit sich Die Hörbaros jederzeit auch als Podcast.

00:55:21: Anzuhören.

00:55:21: dort stoßen sie auf.

00:55:22: in der ID Audiothek oder über YouTube, oder über Spotify oder andere Podcast-Plattformen können Sie sehr viele Gespräche sich noch anhören die ich hier geführt habe.

00:55:36: Ein Jahr Amerika du fährst zurück, die Passage geht zurück mit dem Schiff.

00:55:42: und weil vielleicht der Zufall ist so will lernst Du dort diesen ziemlich smarten gut aussehenden, breitschuldrigen Architekten kennen der in erster Klasse reißt.

00:55:55: Du ja nicht.

00:55:55: Durch

00:55:55: das Maschen-Gitter flertet.

00:55:58: Das war der erste Klasse in die Holzklasse!

00:56:02: Wie

00:56:02: lange hat die Passage gedauert eigentlich?

00:56:04: Neun Tage.

00:56:05: Ja da kann man sich schon mal ein bisschen näher kommen.

00:56:07: Da kann

00:56:07: man sie ganz schön näherkommen.

00:56:08: ich bin über den Zaun gestiegen.

00:56:10: Was war das für einen Zaun auf dem Schiff?

00:56:12: Auf dem Schifff waren Maschendrahtzaun.

00:56:14: Ja, an den Seiten vom Schiff trennte das die erste Klasse mit der Ekonomie.

00:56:22: Und da bin ich rüber gestiegen und habe meine Petticoats gerafft, meine Ballerinaschuhe ausgezogen – muss das Wahnsinns gewesen sein!

00:56:30: Ich bin da um diesen Zaun so rumgeklettert.

00:56:33: Da unten rauschte es mehr.

00:56:35: Dann war ich bei ihm in einer ersten Klasse und dann hat er mich zum Essen ausgeführt.

00:56:40: So viele Passagiere sind überhaupt nicht aufgefallen.

00:56:43: Okay, hat eure Affäre da begonnen.

00:56:48: Du bist ihm auch nicht aus dem Kopf gegangen?

00:56:50: Er warb um dich und hatte Glück, um das zu verkürzen.

00:56:54: Um es sehr stark zu verkirzen denn du bist dann mit ihm nach Amerika gegangen oder er hat ja... Und ihr habt eine Familie gegründet.

00:57:03: Dein erster Sohn Martin kam zur Welt.

00:57:05: eigentlich ganz toll.

00:57:06: dafür dass sie euch so wenig kannte habt ihr euch als ihr euch kennenlerntet mehr und mehr sehr gut verstanden.

00:57:14: Ja, sehr gut.

00:57:15: In der ersten Zeit?

00:57:16: Mhm.

00:57:19: Waren das vier Jahre?

00:57:20: Nein, es waren drei Jahre.

00:57:22: Drei Jahre?

00:57:22: Und nach genau drei Jahren hatte er seinen ersten Ausraster, so nenn ich das, kannst du auch sagen Anfall wie auch immer.

00:57:31: also ist dann ausgerastet.

00:57:34: Was hat er gemacht?

00:57:37: Er hat sich über etwas aufgeregt was wo man sich gleich drüber aufregen kann weil bei der Deutschen Bundesbahn der Zugbegleiter ein Adler war.

00:57:45: Der hieß her von Frachmichirgendwas.

00:57:48: Und wir kamen aus Holland angereist mit der Bundesbahn und er, das Baby und ich und so.

00:57:55: Dieser Zugbegleiter hier war nun ein Adler.

00:57:58: Da ist er so ausgerastet.

00:57:59: wie kann ein adlerer Zugbeleiter werden?

00:58:03: Daraufhin hat er diesen kostbaren Kinderwagen genommen und hat den an einer Seite... Am

00:58:10: bagon!

00:58:11: Zerschellen lassen.

00:58:13: Zerschlagen

00:58:16: und hat den armen Arling auch noch verfolgt.

00:58:21: Heute würde ich mich totlachen, aber das war ganz frechlich.

00:58:24: Weiß

00:58:25: ich nicht!

00:58:25: Wieso würdest du heute lachen?

00:58:26: Weil es einfach so absurd war.

00:58:28: Es war einfach zu absurd.

00:58:30: Einfach so absurd.

00:58:32: Aber ich würde auch nicht lachen weil ich wusste ja nicht was... dass das der Anfang von das ganz Furchtbaren ist.

00:58:39: Und diese Anfälle hat er immer aus der Rechte.

00:58:42: Er hat im Restaurant ein Tisch umgeworfen, er hat sich die gegenüber verhalten... Also als ich das gelesen habe, ich hab gedacht ja du bist resilient, du hast da deine Schlüsse draus gezogen Ich konnte nichts mehr brechen!

00:58:58: Ich weiß nicht wie du das geschafft hast und du erklärst das alles mit so einer Geduld und einem Verständnis für dass ich dich sehr bewundere?

00:59:08: Ich würde mir wünschen,

00:59:12: dass

00:59:12: das Menschen heute nicht mehr passiert.

00:59:14: Dass sie noch vier Jahre dabei bleiben.

00:59:17: Das tun Menschen!

00:59:20: Ich weiß.

00:59:21: Ich meine,

00:59:21: ich denke nur mal an die ganzen Frauen, die immer wieder zurückgehen von den Frauenhäusern und dann wieder zu dem alten Prügler hin und zu dem Schläger und so.

00:59:29: Das ist wenn du jemanden liebst, da bist du wildenlos, dann bist du wie ein was ich im Wind ... Dann machst du solche Sachen denn?

00:59:36: Ich konnte denen nicht verlassen!

00:59:39: Ich hab den geliebt.

00:59:40: Du warst wirklich wie ein Stück, also wenn ich jetzt sage ein Stück Vieh das habe ich vorhin schonmal so gesagt dass wird im Zweifel besser behandelt auf so einem Hof.

00:59:48: Ja Du musstest richtig auf dem Boden schlafen.

00:59:50: Dein Sohn durfte nicht in den Kindergarten, dein Sohn dürfte nicht mit gleichaltrigen Spielen.

00:59:57: Er hat alles was er besessen hat verschenkt und fortan warst du dafür zuständig die Familie zu ernähren?

01:00:04: Änderte das Nazi-Vergeltungssystem.

01:00:06: Weil du ne Deutsche warst oder bist.

01:00:08: Und er wollte dass ich das jetzt abmüße was sie Nazis gemacht haben und da hatte sich natürlich ordentlich etwas vorgenommen.

01:00:16: Das war schon sehr bitter und ich habe dann Strichlisten geführt, und da habe eben gemerkt im Laufe der Jahre.

01:00:22: Es wird immer enger, es wird brenzlig...

01:00:25: Was heißt das?

01:00:27: Die Anfälle!

01:00:29: Die kommen näher, die sind häufiger, die Meeren seichen.

01:00:31: Ja ja, zu Anfang war das einmal ein Monat, dann war das einer eine Woche, dann was weiß ich, zum Schluss war das dreimal am Tag.

01:00:39: Hat er dich

01:00:39: geschlagen?!

01:00:40: Nein nie.

01:00:43: Das hat er nicht gemacht

01:00:45: Seine Mutter.

01:00:47: Irgendwann bestimmte er das seine Mutter zu euch zog und die hat dich ja nun auf eine ganz andere Art auch noch schickerniert, ich weiß nicht wie hast du das ausgehalten?

01:00:59: Ja liebe macht ihr komischste Sachen aber

01:01:04: wieso hast du dich nicht mehr geliebt als ihnen?

01:01:07: Diese Denkweise ist noch nie zu mir durchgetrunken, dass ich mich mehr liebe als... Das ist so eine Denkweise.

01:01:14: die ging voll an mir vorbei.

01:01:16: Die kannte ich gar nicht!

01:01:18: Bei mir war in der Denke in guten und schlechten Tagen Du stehst zu deinem Kerl im guten und schlechtem Tag zu deinen Mann.

01:01:25: In guten und Schlechten Zeiten hatte man meine Mutter hier auch beigebracht Und so war es auch.

01:01:30: So habe ich das auch empfunden Und jetzt waren mal schlechte Zeiten.

01:01:35: Dann stand ich zu ihm, bis ich dann eben gemerkt habe.

01:01:37: Hallo?

01:01:38: Jetzt wird's Lebensgefährlich!

01:01:40: Du hast dich selbst fast verloren.

01:01:42: also du hast auch versucht dich selbst umzubringen einmal.

01:01:45: Er hat doch ein mal auch gesagt warum hältst du das so lange aus?

01:01:49: Einen einzigen Mal.

01:01:50: Da war er klaren Geist, es hat mich angeguckt mit klaren Augen und hat gesagt warum?

01:01:57: Hältest du das aus?

01:02:00: Und seine Mutter hat ja auch einmal gefragt Warum machst du denn das mit ihr?

01:02:06: Die hatte auch einmal einen lichten Moment.

01:02:10: Liebe macht sie ziemlich doof und blind?

01:02:14: Ja, ich glaube also meine These ist sowieso dass die meisten Menschen einmal in ihrem Leben jemanden kennenlernen der sie genau in diesen komischen Raum führt.

01:02:24: Das kann dann.

01:02:25: wenn man Glück hat dauert das zwei Wochen und weil man pech hat dauerte es.

01:02:29: bei manchen menschen dauert es zwanzig Jahre oder ihr ganzes leben lang weiß es nicht.

01:02:34: Es gibt unterschiedliche Gründe, warum man glaubt nicht rauszukommen.

01:02:37: Der mit Abstand schlimmste Grund ist, dass man abhängig ist.

01:02:41: Wenn man es für sich selbst verbrehen kann und sagen kann ich liebe halt dann hat man da noch so ein Poster an der inneren Wand.

01:02:47: aber wenn Menschen Angst haben in Frauenhaus zu gehen beispielsweise weil sie Angst haben das sie aufgespürt werden die Kinder weggenommen werden und sie möglicherweise lieber die Schläge weiter in Kauf nehmen, weil sie finanziell völlig abhängig sind.

01:03:05: Weil ihre Pässe, ihre Ausweise versteckt wurden.

01:03:09: Auch dein Pass wurde glaube ich versteckt.

01:03:11: Ja natürlich hatte ich ja alles nicht mehr.

01:03:14: Okay aber irgendwann hast du das?

01:03:15: Du hast jemanden kennengelernt um das... Also auch das wird im Buch näher beschrieben.

01:03:19: Du hast es geschafft.

01:03:22: dadurch dass du Menschen an ihm vorbei kennengelernet hast konntest du Ein Teil des Geldes, den du verdient hast, hast du immer abends in einen Busch geworfen.

01:03:32: In einem Garten, dem du vorbeigegangen bist, wohnte ein Rechtsanwalt der das Geld für dich gebunkert und angelegt hat so dass du wusstest okay du spaßt jetzt gerade Geld um für deine Flucht!

01:03:43: Für deine und Martin's Flucht.

01:03:46: Das hat Gott sei Dank auch geklappt bekommen.

01:03:49: zum nächsten Lied Wenn du jetzt mit mir, du erzählst diese Geschichte natürlich nicht zum ersten Mal und nicht zum letzten Mal.

01:03:57: Wie fühlt sich das für dich an?

01:03:58: Ist das so eine Sache bei der du noch was empfindest?

01:04:01: oder liegt es uns auch so lange zurück dass du sagst ich habe da einen Haken drunter?

01:04:06: Nein!

01:04:08: Wenn du mich richtig ganz nah kennen würdest dann würdest du an meiner Stimme und gehst und merken, dass ich kurz vor den Tränen bin.

01:04:17: Ich bin eigentlich immer kurz davor zu heulen.

01:04:23: Mich greift das an.

01:04:25: Das ist alles noch da und wenn ich nicht diese herrliche Selbstdisziplin hätte, die ich mir selber angewöhnt habe, dann gehe ich hier als Heulsoße der Nation.

01:04:37: Ich fange ja schon am Nordpol vor der Felswand an zu heulen.

01:04:42: Ja

01:04:42: aber das verstehe ich weil es so ergreifend ist?

01:04:43: Ja natürlich!

01:04:44: Aber ich kann gut heulen Und meine Kinder ebenfalls und mein Mann ebenfalls.

01:04:51: Wir sind eine Heul-Familie, kommt der Weihnachtsmann, holt die ganze Familie.

01:04:57: Da kommt der Weihnachtsmann!

01:04:58: Was gesund?

01:05:00: Ja das machen wir ja auch und es leben wir auch aus.

01:05:03: Und geht er auf der Straße haben Polkleute Das ist ne Demo.

01:05:09: NPD

01:05:10: Die NPD?

01:05:11: Dann holst du auch?

01:05:12: Ja, dann muss man wirklich heulen.

01:05:13: Ich

01:05:13: steh da neben und mit Martin in Berlin und wir sind zu gerührt dass so viele Menschen sich zusammen

01:05:19: trauen.

01:05:20: Oh nein!

01:05:20: Und dann habt ihr eine NPD oder AfD.

01:05:25: Da haben wir auch gesagt Martin das muss Schluss mit dieser Heulerei.

01:05:29: Wobei

01:05:29: wirklich noch mal... Nein aber wenn vielleicht ist es dann doch Unterbewusst richtig gewesen.

01:05:35: Es ist wirklich zum Heulen, wenn die NPD durch Benin läuft oder?

01:05:39: Ja!

01:05:39: Okay also insofern war das eigentlich doch richtig.

01:05:41: Wären

01:05:41: wir erst entschuldigen ja.

01:05:44: Diese Selbstdisziplin ist wahrscheinlich ein Rest dieser preußischen Erziehung oder dieser englischen Erziehung der deine Eltern dir auf...

01:05:53: Sehr eng mit englischer Fairness und naja selbst Disziplin eben und so ganze Sachen.

01:05:59: Selbst Disziplinen ist gar nicht so verkehrt finde ich

01:06:02: Nein.

01:06:04: Also

01:06:04: ein paar Dinge habe ich gelernt, die finde ich auch heute noch ganz gut... Aber

01:06:09: man darf nicht so hart zu sich selbst sein!

01:06:11: Nein,

01:06:11: nicht nur nein.

01:06:13: Leonard Cohen hast du natürlich mitgebracht.

01:06:16: Take this wards Wofür?

01:06:19: Was müssen wir uns vorstellen bei diesem Lied, wofür

01:06:21: steht dieses Lied.

01:06:22: Das ist ein Video was es gibt wahrscheinlich eventuell ich weiß es nicht mehrere Videos aber es gibt da einen Video zu diesen Lied.

01:06:29: das ist für mich ja sehr ungarisch.

01:06:31: Dieses Lied so von seinem Rhythmus her und der tanzt ein älteres Ehepaar so langsamen Walzer Ältersehepaer So, siebzig, achtzig, neunzig frau mich Die tanzen diesen Walzer.

01:06:46: Es ist so rührend Die mögen sich noch.

01:06:49: Er ist auch immer noch so ein bisschen größer als sie und wie Sie da so tanzen, es ist so rührend.

01:07:03: Herrlich!

01:07:13: Hast du

01:07:16: mal gesungen?

01:07:19: Nein.

01:07:21: Hast du mein Instrument gespielt?

01:07:23: Ja, ein Klavier bis ich dann... Ich hatte einen Klavierlehrer der hat ganz viel geraucht und das stank fürchterlich für mich.

01:07:31: Und ich habe dann meine Haarklemmen genommen und hab das in diese... ...und dann habe ich ordentlich meinen Flohwalzer gespielt.

01:07:40: Dann war das Klavier kaputt!

01:07:46: Okay, man möchte dich nicht zum Feind haben.

01:07:48: Wahrscheinlich hast du die eine oder andere Wudupuppe in deiner Wohnung liegen?

01:07:52: Wo dann abends Auau-E-Ao.

01:07:57: Das bist dann Du.

01:07:58: Du, die sich befreit hat von diesem ersten Mann Die zurück ging nach Hannover, die im damals neuen Hotel Interconti anfing zu arbeiten.

01:08:11: Das war ein ziemlich fließender Übergang.

01:08:14: So bist du mit der Gastronomie näher in Berührung gekommen.

01:08:18: Da ist ja vorher schon in Amerika gearbeitet.

01:08:20: Wahrscheinlich im Service denke ich mal?

01:08:22: Ja, Howard Johnson genau!

01:08:25: Und jetzt in der Hotellerie.

01:08:27: Du warst Order Girl oder wie das siehst du?

01:08:30: Order Taker.

01:08:31: Also, du warst am Anfang noch diejenige... ...die angerufen wurde.

01:08:34: wenn es siehst.

01:08:35: Bringen Sie mal.

01:08:36: Spielei

01:08:36: und so.

01:08:39: Ja.

01:08:39: Und aus irgendeinem Grund zündet bei dir dann immer der Ehrgeiz.

01:08:45: Immer weiß ich nicht.

01:08:46: Aber auf der Ehergeiz du willst dann richtig gut ein... So eigentlich let's face it!

01:08:50: Du willst die Beste werden.

01:08:52: Ja,

01:08:52: ich will dann die B beste sein Wenn ich schon so einen schlimmen, unwürdigen... Ich habe mich nicht mehr so gefühlt.

01:08:59: Ich hatte nicht mehr Rostemären.

01:09:01: Ich war nicht mehr das unterdrückte Wesen.

01:09:08: Ich wusste, ich kann ganz viele Dinge und ich wollte nicht mehr da neben diesen stinkigen Leuten da sitzen die immer eine nach der anderen.

01:09:16: Und wenn ich das schon machen muss, dann möchte ich die Beste sein.

01:09:20: Das wurde ich danach.

01:09:22: Auf die Weise hast du deinen zweiten Ehemann kennengelernt, der eigentlich ein Arsch war.

01:09:27: Im ersten Moment!

01:09:29: Du hast gedacht um Axi gar nicht.

01:09:30: Ich glaube das Wort Arsch viel sonst hätte ich jetzt nicht gewagt es zu zitieren.

01:09:34: Ein großer Mann... Was war er?

01:09:37: Der Chefkoch?

01:09:38: oder was war er der

01:09:40: Küchenchef?

01:09:42: Und auch einen dann später auf jeden Fall vielleicht zu dem Zeitpunkt auch schon sehr bekannter.

01:09:48: Ja,

01:09:48: das ging schnell bei ihm.

01:09:49: Er wurde dann auch Manager.

01:09:51: Roland

01:09:51: Fuchs?

01:09:51: Er

01:09:52: stand nicht lange am Herd.

01:09:54: Er würde sehr schnell nach oben befördert und hat in mehr oder weniger einmal um die Weltauroom die größten schweresten Hotels Food in Bölvetschers heißt Getränke und Essen Restaurant, wie es sich sozusagen hochgezogen.

01:10:11: Das war sein Mortsmusiker Job.

01:10:13: Es war ein wahnsinniger Job großer Liebe und Akribie gemacht.

01:10:17: Es konnte er so wahnsinnig gut, es konnte er sehr gut.

01:10:20: Da ging er von Land zu Land zur Land.

01:10:22: Und er hatte das Glück eine Frau an seiner Seite zu haben jedenfalls ne Weile die das alles somit machte?

01:10:27: Ich bin bektakulär fand ich.

01:10:29: Ich bin da gerne mitgezingelt natürlich.

01:10:33: Es ging

01:10:34: los mit Neuseeland.

01:10:35: Ja.

01:10:36: Er bekam kurz nachdem ihr zusammen wart ist ja gleich zu einer Weiterbildung.

01:10:42: So damit ging's los.

01:10:45: Dann kam er wieder und sagte, Schatz.

01:10:47: Wagt die Sachen einen?

01:10:48: Wir waren dann aus.

01:10:49: Sag toll!

01:10:50: Super!

01:10:52: Das habe ich gar nicht hinterfragt.

01:10:54: Du hast dich immer auf dieses Neue nicht nur eingelassen, sondern wahnsinnig gefreut.

01:10:59: Ich fand das schön.

01:11:00: Ist es bis heute so, dass du die Sachen zurücklassen kannst?

01:11:04: Was wäre wenn du's dir aussuchen könntest jetzt?

01:11:06: So den nächsten ... sag mal, das nächste Jahr meint wie das nächste halbe Jahr oder die nächsten zwei Jahre?

01:11:12: Weil du dir deinen Leben jetzt entwerfen könntest Ein Ort deiner Wahl.

01:11:18: Das sind missfährenden, den vermehreren Orte...

01:11:21: Na sag!

01:11:23: Im Moment bin ich ganz versessen auf Transylvanien.

01:11:26: Warum?

01:11:28: Da haben wir jetzt so nicht Dracula bebegegnet?

01:11:30: Nein.

01:11:32: Und der dir Trüffeln serviert?

01:11:34: Trüffe ja, Dracula nein.

01:11:36: Also es ist doch schief egal ob das Dracula ist.

01:11:38: Ob er spitze Zähne hat oder nicht.

01:11:40: Wie willst du diese Trüpfel nehmen?

01:11:42: Wer hat dir denn den Fluor ins Ohr

01:11:43: gesetzt?!

01:11:44: gar keiner, aber einer der mich eingeladen hat.

01:11:46: Ach guck mal dann doch jemand vielleicht!

01:11:47: Und ich suche jetzt jemanden der mit mir nochmal so ein Roadtrip macht.

01:11:51: das ist dieses was ich mit Sohn Sebastian gemacht habe diese Notfall und bald kommt diese Roadtrips und da möchte ich gerne noch einmal einen machen.

01:12:02: Sie können sich das übrigens noch anschauen.

01:12:03: Es ist England, Nordküste von England so was man nicht kennt.

01:12:08: So

01:12:08: die einfache Küche?

01:12:09: Die ganz einfache.

01:12:10: Ich wollte dann in die Häuser gehen und Leute ansprechen.

01:12:13: Darf ich bei Ihnen heute Abend essen?

01:12:15: Was essen Sie abends?

01:12:16: So wollte ich das gestalten.

01:12:18: Da habe ich auch immer noch Lust drauf.

01:12:20: Ja aber das war doch...

01:12:21: Das

01:12:22: war eine gute Idee!

01:12:23: Und das krieg ich hin.

01:12:23: Das glaube

01:12:24: ich auch.

01:12:25: Jetzt ist dieser Typ gekommen aus Transsilvanien.

01:12:29: Was heißt, der ist gekommen?

01:12:30: Wo ist er gekommen?

01:12:31: Er hat

01:12:31: getroffen.

01:12:32: Und wo kommst du her?

01:12:34: und was machst du hier?

01:12:35: Ich wohne in Transylvanen, wo Dracula zu Hause ist.

01:12:39: Was machst du da?

01:12:41: Dann hat er mir seine ganze Lebensgeschichte erzählt und ist natürlich ein Gastronom.

01:12:44: deswegen also da seine Affizion auch trüffeln und dann hat er alles aufgezählt, was man da so machen könnte.

01:12:55: Jedes Dorf spricht eine andere Sprache.

01:12:58: Wir wissen gar nichts darüber.

01:13:01: Unser Wissen ist sehr klein, was wir über dieses Land wissen und das möchte ich gerne noch mal erleben in Form eines Roadtrips nochmal wie ich das im Dings Nordpol gemacht habe.

01:13:15: Das kann man sich auch ansehen.

01:13:16: Das ist doch egal!

01:13:19: Wir sprechen jetzt gleich noch mal über das Gastgebersein bzw.

01:13:23: was du gemacht hast oder auch wie du sagtest immer noch machst, dass du Menschen bekochst und in deine Wohnung einlädt.

01:13:29: Das ist ja nicht ganz selbstverständlich.

01:13:32: Aber vorher hören wir Sigurros, Ulzen-Ulzen.

01:13:37: Warum dieses Lied?

01:13:38: Was verbindest du damit?

01:13:40: Weinen!

01:13:42: Weinen.

01:13:43: Schon wieder weinen?

01:13:44: Ja,

01:13:44: da ist eine Stelle ... Ich liebe ja diese ... ich sagte ja so Allegro, Adagio, so diese traurigen, diese Sachenmusik, liebe ich ja!

01:13:53: Und da ist eben auch eine Stelle drin wo sich die Musik so hochschaukelt.

01:13:59: das wird dann ne Brass Band und Und ich habe Sigouros gesehen, wie dann die Brassband über die Bühne marschiert ist.

01:14:10: Siehst du nicht in jedem Konzert?

01:14:12: Hier in Berlin hab' ich das noch erlebt... ...ist er wirklich mit den Leuten über die Bühne marschaert und alle Frauen in seinem Orchester haben ein Instrument gespielt.

01:14:20: Ich war glückselig!

01:14:22: Das ist genau meine Musik.

01:14:25: Wenn sie spielt irgendwo, dann müssen mein Musikpartner Sebastian, meine jüngste Sohn, immer heulen.

01:15:03: Monika Fuchs kann sie auf verschiedene Art und Weise schon begegnet sein.

01:15:06: Möglicherweise hat sie mal Catering für Sie gemacht oder vielleicht haben sie auch mal einen Roman gelesen, den Frau Fuchs unter einem Pseudonym möglicherweise verfasst hat ein liebes Roman.

01:15:19: Oder sie haben, waren schon bei ihr zu Gast.

01:15:21: Oder Sie haben eines Ihrer Videos gesehen.

01:15:24: Seit Jahrzehnten gibt es diesen YouTube-Channel, in dem du in deiner Hamburger Küche stehst.

01:15:29: Da stehst Du schon sehr viel länger auch für Dein Catering.

01:15:32: Das hast Du von dort aus gemacht.

01:15:33: Aber irgendwann seid Ihr auf die Idee gekommen, dein Sohn Martin und du, dass man das ja filmen könnte und auf YouTube stellen kann.

01:15:40: Und genau das passiert mit großem Interesse!

01:15:44: Ihr habt viele Abonnenten... ...und ganz, ganz viele Fans.

01:15:49: Also, wenn dein Name fällt sind die meisten Leute total verzückt und sagen, oh, die musst du also echt mal einladen was dir alles erlebt hat.

01:15:56: Und die kann so toll kochen.

01:16:00: Aufmerksam geworden sind viele Leute auf dich als Köchin- und Gastgeberin aber durch ein Projekt das vorher begann Als du nämlich mit deiner Catering Firma aufgehört hast total im Saft gestanden hast, mit die siebzig glaube ich und dachte das kann es ja wohl nicht gewesen sein.

01:16:18: Ich hatte noch so viel Kraft und so viel Energie Und dir überlegt hast machst du jetzt Kältebus Diakonie oder Tafel oder was auch immer?

01:16:26: dann fiel dir ein Mensch Lade ich mir doch Leute ein Für einen guten Zweck sammelst Du Geld.

01:16:34: Wie ist diese Idee entstanden?

01:16:35: Was hast du gemacht.

01:16:37: Die Idee hat eigentlich mein Mann.

01:16:39: der war damals schon sehr krank Er lag schon mehr oder weniger permanent im Bett, also konnte er nicht mehr laufen.

01:16:47: Aber der war so ein Vorgemut, also der war gut drauf und hatte auch noch Lust auf Sachen.

01:16:53: Und der hat gesagt, weißt du was?

01:16:56: Das machen wir wie im Fernsehen!

01:16:58: Ich hol mir die Welt ins Haus, ich kann hier nicht mehr raus... ...und jetzt holen wir uns die Gäste ins Haus.

01:17:04: Du kannst ja auch nicht mal raus.

01:17:06: Ich konnte ihn nie allein lassen.

01:17:08: Und dann haben wir das gemacht und lange zusammen.

01:17:12: Er hat mir immer die Einkaufslisten gemacht und Menüs entworfen.

01:17:16: Wir

01:17:18: sprechen hier wieder über Roland, mit dem es eine lange Pause gab, eine lange Ehepause wenn man so will.

01:17:23: aber ihr habt dann spät wieder zueinander gefunden?

01:17:25: Wir

01:17:25: haben da wieder zuseinander gefunden und zwar göttlich zueinander gefunden denn jetzt hatten wir also die Kurve raus wie's geht, die Ehe.

01:17:32: Jetzt wusstest du mal wie Ehe geht!

01:17:34: Und er natürlich als Spitzen-Gastronom hatte super Ideen, spitzen Ideen sozusagen... Ja super!

01:17:39: Und Du hast erst glaube ich mit zehn Leuten angefangen.

01:17:42: Du hast Platz gemacht in deinem Wohnzimmer, da er da ja auch nicht mehr genau.

01:17:47: Wenn du mit ihm warst, hast du an seinem Bett gesessen und deswegen konnte das Wohnzimmert zum Esszimmer mit zu einer langen Tafel umgebaut werden was du gemacht hast?

01:17:55: So ist es heute noch.

01:17:57: Ich habe sozusagen zwei Esszimmers und finde ich immer noch statt.

01:18:03: Nach meiner Erkrankung ... wieder angefangen, es einmal im Monat zu machen.

01:18:08: Anfang dieses Jahres habe ich angefangen... ...einmal im Monatses zu machen und bin auch noch so ein bisschen in der Testphase ob ich das durchhalte oder nicht.

01:18:17: Ist schon ein bisschen anstrengender geworden als das früher der Fall war.

01:18:22: Und könntest du vielleicht damit diese Idee weiterlebt?

01:18:25: bist du gut daran zu delegieren?

01:18:27: Dinge abzugeben oder kannst du das nicht?

01:18:29: Überhaupt nicht!

01:18:29: Oh

01:18:30: Gott!

01:18:31: Nein!

01:18:31: Ja je kannst du das denn nicht noch?

01:18:33: Lernarzt herausforderung

01:18:35: Nein.

01:18:36: Warum nicht?

01:18:36: Die machen mich immer alle ganz verrückt, denn wenn die dann so umständlich kochen und... Und dann wollen sie das so anders als ich das will.

01:18:44: Ja Mama, die wollen ja nur dich sehen und dann ist schon die halbe Miete und sagt nein!

01:18:49: Die wollen mein Essen essen.

01:18:50: Die wollen nicht nur mich sehen.

01:18:52: Da bin ich da gekommen, hab' ich denn so einen Stolz?

01:18:54: ne?

01:18:54: Nein, die Wollen meinen Essen essen!

01:18:57: Die Wollen nicht nur sich anglotzen.

01:18:59: Und äh... Nee, da war ich auch ganz zickig.

01:19:02: Und wenn dann jemand sich so Ungeschickt anstellt.

01:19:06: Wir müssen dazu sagen, dass deine... ich möchte fast sagen armen Kinder sich diese Launen anhören müssen obwohl sie dich versuchen nach allen Kräften zu unterstützen.

01:19:18: Ich

01:19:18: muss unterbrechen.

01:19:20: Scharfe Unterbrechung

01:19:21: Ja?

01:19:22: Ich sage gar nichts zu den Kindern.

01:19:24: Ah!

01:19:24: Ich sage überhaupt nicht zu den Kindern.

01:19:26: Die Kinder werden von mir nur gelobt.

01:19:27: Also Enkelkinder sind das Oh!

01:19:29: Die werden nur geloppt.

01:19:30: Mein Sohn Sebastian der ganz anderen Beruf hat Der wird auch nur gelobt, der ist ja völlig verliebt in diesen Job jetzt inzwischen.

01:19:40: Den hat er bei mir macht.

01:19:41: Diese

01:19:41: Videos zu drehen und zu schneiden?

01:19:42: Nein

01:19:43: das ist Martin, das ist der andere Sohn

01:19:44: hier.

01:19:44: Und Sebastian und Martin?

01:19:46: Der macht den Getränke-Service

01:19:49: und macht Fotos natürlich auch, macht den getrennten Service und so... Die machen das alle wahnsinnig gerne!

01:19:56: Nur wenn jemand zu mir sagt Mama du musst gar nicht mehr erscheinen wir machen das jetzt alleine

01:20:02: Nee, das geht natürlich

01:20:03: nicht.

01:20:04: Hallo?

01:20:05: Nein, Leute!

01:20:06: Das funktioniert nicht.

01:20:08: Und da nehmen dann... Da nehmen dann fünfundzwanzig Menschen die sich vorher anmelden mussten und die sich untereinander gar nicht kennen.

01:20:16: Die dürfen dann zu dir kommen.

01:20:18: um achtzehn Uhr werden die Türen geöffnet Dann dürfen sie rein und dürfen sich beschnuppern kriegen für sechzig Euro wenn das noch der aktuelle Preis ist.

01:20:29: nein Inflationsbereinigt.

01:20:34: Kriegen für einen gewissen Preis ein Fünfgängemenü, dieses Geld wird... Da werden natürlich auch Kosten oder deine Kosten gegengerechnet und der Rest wird gespendet.

01:20:46: Sind das noch die Waldpiraten?

01:20:48: Das ist ein Kinderkrebsprojekt dass ich dass ich den kranken Kindern, aber auch deren Familien widme.

01:20:57: Geschwisterkinder und Eltern auch.

01:20:59: Ja, darum stehen sie unter denen.

01:21:00: Sie nehmen auch die Geschwisters Kinder mit auf und auch die Eltern.

01:21:03: Und auch die Eltern?

01:21:04: Ja ja das finde ich ganz geniale Idee!

01:21:07: Und dann sitzen die da und lernen sich kennen und haben fünf Stunden miteinander Zeit.

01:21:11: Dann dürfen sie essen, dürfen dich auch zwischendurch mal kennenlernen?

01:21:14: Du kommst ja noch einmal raus aus der Küche!

01:21:16: Nicht normal... Ich tödle da die ganze Zeit rum.

01:21:19: Ich betöde die von hinten bis vorne und springe darum und mache meinen Pausen klauen.

01:21:26: Nach dem Hauptgang hole ich mir mein Königstuhl.

01:21:30: Das ist so eine Hubertruf, wo ich in einer Küche immer mit sitze.

01:21:34: Meine Küche ist sehr hoch gebaut Und ich bin ja auch schon ein bisschen kleiner geworden.

01:21:38: Also, ich sitze dann immer auf so einem hohen Stuhl und dann setz' ich mich zu denen, mach die Tür zu... ...und dann spiele ich mit meinen Gästen einen Spiel.

01:21:46: Und dieses Spiel ist so genial!

01:21:47: Das glaubst du nicht?

01:21:48: Ja

01:21:48: sag's.

01:21:49: So genial.

01:21:50: Ich werde es nicht erzählen.

01:21:51: Achso?

01:21:52: Nein, das tue ich nicht.

01:21:53: Auf keinen Fall.

01:21:55: Das Spiel machen wir und hinterher sind alle nur mit leuchtenden Augen.

01:22:01: Das ist mein Hauptkern-Pausenclown-Stück.

01:22:08: Am Ende, liebe Monika.

01:22:09: Ich würde mich freuen wenn du wieder zu Gast bist nach dieser Transsilvanien-Doku die mit Sicherheit realisiert und ausgestrahlt wird.

01:22:17: Wir

01:22:19: gehen raus mit Johann Sebastian Bach.

01:22:22: Bist Du bei mir?

01:22:24: Warum dieses Lied?

01:22:25: Das ist für mich das schönste Liebeslied aller Zeiten Wenn man sich den Text mal anhört aber unter dem Motto ein Liebeslied.

01:22:33: Das ist natürlich ein religiös Untermal des Lieds.

01:22:36: Aber ich sehe es immer als Liebeslied, jedes Wort der Ton ist ein Liebeslied.

01:22:43: Hört's euch bitte mal an!

01:22:45: Sehr gerne.

01:22:46: Vielen Dank dass du uns hier besucht hast, liebe Monika.

01:22:48: Vielen

01:22:48: dank.

01:22:59: Das war der Podcast der Radiosendung Hörbar Rust.

01:23:04: Nächste Woche gibt´s einen Sommerspecial mit der Tennespielerin Autorin und Moderatorin Andrea Petkovic.

01:23:11: Abonnieren Sie die Hörbarust und verpassen Sie keine Folge mehr.

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