Peter Wohlleben
Shownotes
Den Deutschen wird seit jeher ein ganz besonderes und inniges Verhältnis zum Wald nachgesagt. Was sicherlich nicht von ungefähr kommt, schließlich ist das Land zu etwa einem Drittel von Waldflächen bedeckt, über den Zustand können wir ja gleich mal mit unserem heutigen Gast sprechen, denn wenn jemand den Wald kennt, dann ist das Peter the Tree Wohlleben, Gründer der Waldakademie und Erfolgsautor, der mit seinem Buch „Das geheime Leben der Bäume“ ab 2015 für 2 ganze Jahre auf Platz 1 der SPIEGEL Bestsellerliste stand, viele erfolgreiche Veröffentlichungen folgten. Seitdem erhält der 1964 in Bonn geborene Förster und Naturschützer eine diesen wichtigen Themen angemessene Aufmerksamkeit. Auch weil er es schafft, wissenschaftliche Inhalte fundiert und nachvollziehbar aufzubereiten, komplexe Sachverhalte anschaulich zu erklären und immer auch Optimismus zu verbreiten. Wasser, Pilze, Zellen, Viren, Tiere, Böden, Bäume und Bakterien lieben ihn dafür und wir freuen uns, ihn bei uns als Gast zu haben.
Released by rbb media.
Transkript anzeigen
00:00:03: ARD Sounds.
00:00:05: Es gibt wissenschaftliche Ansätze, die sagen dass unser Nervensystem im Ursprung konzipiert wurde von Bakterien um mit uns zu kommunizieren und das dann erst das Thema Muskelsteuerungen usw.
00:00:16: kam.
00:00:17: also das ist eine Kommunikationsleitung unserer Stammbesatzung Die versucht uns zu steuern.
00:00:22: gibt es zum Beispiel auch Hinweise?
00:00:24: wenn man sich roh kostreich ernährt Man muss es durchhalten wie beim Sport Dann stellt sich die Besatzung um und sagt, wir wollen mehr davon.
00:00:34: Es wird per MRT Scans gemacht also wissenschaftlich wirklich knallhart.
00:00:37: Und dann sieht man dass die Probandinnen und Probanden, die vorher viel Rohkost gegessen haben das da das Hirn feuert, also Glückshormone feuert wenn die Rohkosten sehen.
00:00:47: Also diese Durststrecke man braucht eine Durst Strecke um die eigene
00:00:52: HT-Besatzung
00:00:52: zu trainieren aber dann hält sie uns beide Stange.
00:00:56: Das ist unser Bild, jetzt die Beinart.
00:00:59: Nee, das sind schon die Kleinen da unten.
00:01:00: Die merken, hey, das tut uns gut mehr davon.
00:01:04: Radio Eins.
00:01:07: Hörbar Rust!
00:01:11: Radio Eins, die Hörba-Rust, das hier ist mein Gast heute.
00:01:14: Radio eins, Hörber
00:01:18: Rust.
00:01:21: Den Deutschen wird seit jeher ein ganz besonderes und inniges Verhältnis zum Wald nachgesagt was sicherlich nicht von ungefähr kommt.
00:01:30: Schließlich ist das Land zu etwa einem Drittel von Waldflächen bedeckt.
00:01:34: Über den Zustand können wir gleich mal mit unserem heutigen Gast sprechen, denn wenn jemand den Wald kennt, dann ist das Peter the Tree Wo-Leben – Gründer der Waldakademie und Erfolgsautor.
00:01:46: Der mit seinem Buch Das geheime Leben der Bäume für zwei ganze Jahre
00:01:52: auf Platz
00:01:53: eins der Spiegel-Bestsellerliste stand.
00:01:55: Viele erfolgreiche Veröffentlichungen folgten.
00:01:58: Seitdem er hält, der in Bonn geborene Förster und Naturschützer eine diesen wichtigen Themen angemessene Aufmerksamkeit – auch weil er es schafft, wissenschaftliche Inhalte fundiert und nachvollziehbar aufzubereiten, komplexe Sachverhalter anschaulich zu erklären und immer auch Optimismus zu verbreiten!
00:02:18: Wasser, Pilze, Zellen, Viren, Tiere, Böden, Bäume und Bakterien leben Ihnen dafür.
00:02:24: Und wir freuen uns, ihn bei uns als Gast zu haben!
00:02:31: Herzlich willkommen.
00:02:31: nach zehn
00:02:32: Jahren glaube ich wieder ne?
00:02:34: Ich weiß es nicht mehr genau wie lange es ist.
00:02:35: Vielen Dank
00:02:35: für die Einladung.
00:02:36: Wir haben gerade vorhin mal drüber gesprochen.
00:02:37: vielleicht sind's auch neuen aber so ungefähr.
00:02:39: Ich wusste nur...ich war hier schonmal aber natürlich nicht in so schönen Räumen Aber ja so ungefähr muss sein.
00:02:47: Wissen Sie noch In welcher Situation sie davon erfahren haben, dass ihre Großmutter unglücklich in einen Förster verliebt hat?
00:02:55: Die Situation kann ich mich nicht erinnern.
00:02:57: Es muss aber schon lange her sein.
00:03:01: Meine Großmütter ist relativ früh gestorben Und ich würde mal sagen, das war schon zu dem Zeitpunkt spätestens wo ich angefangen habe zu studieren.
00:03:09: Forstwirtschaft, dass meine Mutter mir das erzählt hat.
00:03:12: Aha!
00:03:12: Sie hätte es ihnen gar nicht selbst erzählt.
00:03:13: Sie hat sie gar nicht zur Seite genommen und gesagt, weißt du was?
00:03:16: Was du gerade machst mein Enkel?
00:03:18: Das ist der Schöne.
00:03:20: Und in Wirklichkeit ist dein Großvater auch nicht.
00:03:23: Nein okay.
00:03:24: Würden Sie denn sagen, dass sie überhaupt familiär im Punkt Natur Wald sehr sensibel und aufmerksam erzogen wurden?
00:03:32: Gab es da... Gab es da schon Weichen, die gestellt wurden?
00:03:36: Ich glaube nicht.
00:03:38: Interessanterweise.
00:03:39: Also meine Eltern sind schon gerne mit mir draußen gewesen also wir sind auch noch drei Geschwister und sind uns mehr gefahren oder in die Berge auf dem Bauernhof so Sachen und auch viel gewandert aber nicht im Sinne von das ist eine Fichte, dass ist eine Tanne, das ist ein Wuche oder das ist einen Goldlaufkäfer sondern einfach aus schön draußen zu sein.
00:03:55: Also insofern ja Natur verbunden Ich würde mal sagen, emotionale Seite.
00:04:02: Die lag glaube ich an meiner Stellung in der Familie.
00:04:05: Ich bin das dritte Kind... Also es hat ja jedes Kind so eine Stellung ne?
00:04:09: Das erste Box alles durch, das letzte kriegt alles erlaubt zu uns bei uns.
00:04:13: Was ist mit dem zweiten?
00:04:15: Dem Zweiten hat's auch schwerer.
00:04:18: Würde ich sagen also...
00:04:20: Also auch im Sinne von das zweite und das Dritte.
00:04:23: Ihr zwei ihr habt sie beide Sie hatten Den ein bisschen nochmal den, weiß ich nicht.
00:04:28: Um auf sich aufmerksam zu machen vielleicht
00:04:30: oder?
00:04:30: Nee eher umgekehrt eine Pufferfunktion also in Hintergrund zu treten.
00:04:34: Das war sozusagen... Also ich war der Vermittler in der Familie.
00:04:36: Aha!
00:04:37: So diese Rolle ist mir zugeschrieben worden sagen wir es immer so und das hat dazu geführt dass sie ich gelernt habe sehr aufmerksam zuzuhören.
00:04:45: Das hat allerdings auch dazu geführte dass ich meine Bedürfnisse nicht gesehen hab was dann im Alter von, wie alt war ich denn da?
00:04:51: Zweiundvierzig oder so zum Burnout geführt hat.
00:04:54: Das hingen halt unter anderem damit zusammen aber trotzdem bin ich dankbar dafür.
00:04:58: also ich möchte das nicht wiederholen in die Situation Aber andere Leute kippen mit dem Herzinfarkt um.
00:05:04: Ich habe gelernt mehr auf mich zu achten aber diese Empathie ist halt geblieben und das hat es mir ermöglicht Sachen zu hinterfragen mal genauer hinzugucken Zusammenhänge zu sehen.
00:05:14: Also für mich ist das im Nachhinein trotzdem ein sehr schönes Paket.
00:05:18: Wie
00:05:18: würden Sie Empathie übersetzen?
00:05:21: Kommt da noch mehr als Mitgefühl oder welches Wort würden sie benutzen?
00:05:25: Ja,
00:05:25: also Mitgefühle aber es geht auch um Sehen.
00:05:29: Das ist ja eine moderne Übersetzung.
00:05:31: man möchte gesehen werden und ich glaube ich kann das ganz gut in der Natur.
00:05:36: Nicht nur andere Menschen sehen sondern auch andere Lebewesen sehen.
00:05:39: Und Empathies Ich will mich jetzt gar nicht so an diesem Wort festbeißen, aber ich glaube es gibt schlimmerer Wörter die Platz einnehmen könnten.
00:05:47: Ist ja momentan auch so ein bisschen Wort der Stunde.
00:05:50: Sie wird vermisst?
00:05:52: Sie wird in Seminaren und Workshops mehr oder weniger seriös vermittelt?
00:05:56: Glauben sie das man Empathie erlernen kann oder geht das über die sogenannte nächste Schlüsselwort Achtsamkeit?
00:06:05: Das ist echt eine schwere Frage.
00:06:07: Also erlernen kann man sicher, ich glaube nicht dass Menschen mit mehr oder weniger Empathie geboren werden mag sein.
00:06:13: Ich bin kein Genetiker aber ich glaube schon das man es lernen kann aber eben durch eigene Erfahrung.
00:06:18: also man dass man merkt okay was wenn man andere menschen braucht?
00:06:23: es gibt ja auch menschen die nicht so sozial im Sinne von integriert in irgendwelche Gemeinschaften sind.
00:06:30: Aber wenn man das ist, dann ist man ja auf Resonanz angewiesen und wenn man schlechte Resonanzen erzeugt, ist man in der Regel nicht besonders empathisch, sagen wir uns mal so.
00:06:40: Und alleine schon – und jetzt kommt das Thema Achtsamkeit rein – wenn ich mehr auf mich achte und sage Ich wünsche mir das aber Dann kann ich meinen Verhalten ändern.
00:06:50: Aber letztendlich muss es ja intuitiv kommen.
00:06:53: Also ansonsten wäre das so wie ein aufgesetztes Grinsen, auch keine Fröhlichkeit.
00:06:57: Echte Fröhlichkeiten vermittelt.
00:06:58: kann auch eine erlernte Empathie letztendlich glaube ich nicht
00:07:03: richtig gut sein?
00:07:03: Vielleicht ja doch wenn sie Früchte trägt!
00:07:07: Das frage ich mich bei solchen Sachen tatsächlich oft.
00:07:09: also ich habe mich mal bei einer Freundschaft die inzwischen nicht mehr existiert aber ich hab mal gedacht wenn der jetzt ne Weile sich darauf einließe, dass er weiß das ich auf Hilfe angewiesen bin gerade weil ich die und die Krankheit habe und Unterstützung brauche.
00:07:26: Wenn es nicht vom Herzen kommt sondern wenn es einfach wirklich auswendig gelernt ist aber bedeutet das mir einmal pro Woche diese Hilfe angeboten wird?
00:07:33: vielleicht geht das irgendwann?
00:07:36: Weil ja da auch eine positive Resonanz haben Sie gerade das Wort benutzt.
00:07:39: Das schweißt uns hier auch zusammen das erzeugt ja auch einen Gefühl von Nähe und von Wärme.
00:07:43: Vielleicht kann man auf die Weise tatsächlich lernen wie gut es tut anderen auch zur Helfen oder Empathie zu zeigen.
00:07:50: Also sieht man da dran, sagen wir mal ein klassisches Beispiel aus dem Wald wäre Hubertus.
00:07:56: Ah!
00:07:57: Übrigens komischerweise als Heiliger der Jagd verehrt weil er genau das Gegenteil ist.
00:08:01: Dem ist der Sage nach... also Jäger hat jede Menge Hirsche geschossen und dem ist irgendwann einmal einen Hirsch mit einem Kreuz zwischen den Hörnern erschien und er hatte vor lauter Erfurcht fortan auf die Jagd verzichtet.
00:08:17: Und das ist ein Phänomen, das erlebt man tatsächlich bei vielen alten Leuten, die jagen dass sie im Alter das nicht mehr können und auch das ist ja Empathie.
00:08:25: Also insofern muss ich das tatsächlich gerade mal ein bisschen korrigieren, weil es ist ganz klar belegt.
00:08:32: Das gibt's ja auch in anderen Bereichen so einmal.
00:08:34: Ich hab das mal bei einem Nachbarn also weiter entfernt der Metzger war erlebt, der konnte das nachher nicht mehr, weil ihm das Leid getan hat.
00:08:44: Da hat er in so einer Großschlachterei gearbeitet.
00:08:46: Insofern glaube ich schon, man kann das über Rückkopplung lernen und sich verändern und interessanterweise ... bei Menschen, die älter werden, sagt man auch Altersmilde.
00:08:57: Ja stimmt!
00:08:57: Klingt so ein bisschen disfektierlich oder?
00:08:59: Es klingt so als wäre das wie diese leeren Kohlenhydrate.
00:09:05: und bei manchen Menschen mag es auch so sein dass sie dieser Altersmelde aufbringen weil sie auch sagen wir auch viele Leute Sachen als Toleranz verkaufen aber eigentlich ist nur Gleichgültigkeit, sodass gar nichts mehr sich regt... Aber es gibt eben auch wie Sie eben gerade beschrieben haben und das finde ich auch schön Wenn man spürt, dass Menschen vielleicht eben durch diese Resonanz und die Aufmerksamkeit bekommen von der Dankbarkeit werden sie plötzlich wärme um drei vier Grad.
00:09:30: Und das gefällt ihnen und der Welt dann auch.
00:09:33: Schön!
00:09:34: Wir fangen an mit Harry Styles as it was.
00:09:38: Das habe ich jetzt an den Anfang gestellt.
00:09:40: Wofür steht dieses Lied in ihrem Leben?
00:09:42: Für
00:09:42: gute Laune.
00:09:42: Also es ist wirklich... ...wenn mich Leute nach Musik wünschen fragen, das ist wirklich eine wilde Mischung.
00:09:47: Wie oft
00:09:47: passiert das denn?
00:09:49: Das passiert nicht so oft, aber es passiert und ich bin jetzt kein Mensch der alle möglichen Interpretinnen und Interpreten rauf-und runter deklinieren kann.
00:09:58: Aber mancher packt mich einfach Musikstücke.
00:10:00: Und bei dem war das so... Ich kannte den vorher gar nicht!
00:10:02: Und das ist so fröhlich auch hier mit dieser Kleinkinderstimme am Anfang, wenn er so startet.
00:10:07: Wir haben jetzt natürlich auch Enkel.
00:10:09: vielleicht spielt das eine Rolle?
00:10:11: Ich weiß nicht was da bei mir alles getriggert wird.
00:10:13: Das ist einfach cool, also aufs Fahrrad Richtung Waldakademie und am besten ein schöner Sommerwind.
00:10:19: Und ab geht die Post!
00:10:43: Harry Styles macht ja die Welt verrückt... Also nicht gleichermaßen Frauen und Männer aber fast kann man sagen.
00:10:51: Haben Sie auch mal für jemanden extrem geschwärmt?
00:10:54: Nie.
00:10:55: Ich war nie so'n Fanboy von Egal ob das aus der Musik oder aus der Wissenschaft oder sonst was ist.
00:11:02: nie fand das schade, weil ich hab das ja um mich herum erlebt.
00:11:08: Für mich war es halt irgendwo doch normale Menschen.
00:11:11: also ich will mich nicht davon freimachen dass ich nicht beeindruckt bin wenn ich bekannte Persönlichkeiten treffe.
00:11:16: Das ist was anderes.
00:11:17: aber Dass ich in so eine Schwärmerei ausbeiche, das hatte ich nie.
00:11:21: Also meine Schwester
00:11:22: z.B.,
00:11:22: die hatte ein Starschnitt von Udo Lindenberg aus der Braavos oder was?
00:11:26: Ein
00:11:26: Starschnitt, wann habe ich das Wort das letzte Mal?
00:11:28: An
00:11:28: den Türen!
00:11:30: Von Udo-Lindenberg.
00:11:31: Da muss man ja glaube ich weiß nicht wie viele Hefter zusammen sammeln, dass wir dieses Ding da zusammen in Lebensgröße hatten.
00:11:36: Also sowas ... nie.
00:11:38: Nee.
00:11:38: Ich bin auch nicht auf Konzerte gegangen.
00:11:40: Ich war, ich weiß mal, ne Tochter... ich weiß gar nicht, wie alt war die da.
00:11:45: Da sind wir mal auf einen, auf ein Konzert.
00:11:47: Wie ist denn diese vier drei in die Drei-Köpfende?
00:11:50: Vierköpfige Frauenband, die hier aus Popstars...
00:11:55: No Angels!
00:11:55: No
00:11:55: Angels bin ich ja auf den Namen noch nicht mehr gekommen.
00:11:57: So was bin ich dann schon mitgefahren aber für mich selber seltenst.
00:12:02: Gut wenn Sie jetzt also für niemanden geschwärmt haben sie beschäftigen sich so viel mit der Natur und mit Lebewesen und sie sehen wie alles zusammenhängt.
00:12:10: Wir tauchen da ja jetzt gleich ein bisschen tiefer ein.
00:12:13: Gibt es dann auch ein Lebewesen, bei dem du dich trauen zu sagen, das mag ich überhaupt nicht?
00:12:20: Das muss ich aber schon lange überlegen.
00:12:22: Es gibt's eigentlich nicht!
00:12:23: Ich mag natürlich nicht von der Zecke gebissen werden... ...aber ich sag' nicht, ich mag Zecken überhaupt nicht.
00:12:29: Warum
00:12:30: nicht?!
00:12:32: Also so sehr stören die mich auch nicht und es hat ja jedes Lebewesen eine Berechtigung.
00:12:36: Helfen Sie mir nochmal bei der Zecke, also das ist einfach... Das ist schwer zu knacken nur wenn sie voll gesogen ist mit Blut oder dem Blutmann des Fundes oder einer kleinen Maus oder eines Reis.
00:12:48: Ist sie dann interessant für die Nahrungskette?
00:12:51: Oder für wen?
00:12:52: Wer mag Zecken?
00:12:54: Das weiß ich!
00:12:55: Natürlich werden ab und zu auch Vögel mal so Zecken fressen aber sie sind halt da.
00:13:01: Ich vertrete übrigens nicht die These, dass jedes Lebewesen einen Sinn hat.
00:13:04: Ich glaube gar kein Lebewesener hat einen Sinn.
00:13:07: Ach, also das man selber einen Sinn im Leben hat?
00:13:09: Das ist was anderes!
00:13:10: Aber Sinn für die Natur...das ist ein menschliches Konstrukt.
00:13:14: Also die schwimmen alle mit und wer sich einpasst und wer kooperativ ist der wird wichtiger, er wird fester eingebettet.
00:13:21: Hat vielleicht auch für den kollektiven Sinn aber insgesamt für das Leben auf dieser Erde ...das halte ich für überbewertet.
00:13:27: Nicht mal Ihre Freunde, die Bäume, die uns Sauerstoff geben?
00:13:32: Also je für sich genommen.
00:13:33: Es gibt ja ganz viele Baumarten.
00:13:35: Wir würden eine Baumart wegnehmen.
00:13:37: das wäre furchtbar schade aber dadurch würde dieser Planet nicht zusammenbrechen.
00:13:41: Wenn Pflanzen weg wären dann hätten wir ein ganz anderes Leben.
00:13:44: Ja es wäre auch nicht kein Leben.
00:13:46: Das wäre halt ganz anders.
00:13:47: Dann wäre alles anders aufgebaut.
00:13:49: Aber dass man sagt dieses... weil man bei der einzelnen Zecke hat den und den Sinn.
00:13:54: also man kann einen konstruieren.
00:13:55: Man kann sagen die setzt Tiere unter Stress Die überträgt Krankheiten, Boroleose auch.
00:14:01: Es gibt ja auch unter den Tieren Krankheiten die Zecken übertragen und stressen damit die Tiere und machen sie dadurch fitter.
00:14:07: Die Population weil die muss dann resilienter werden.
00:14:10: also das kann man so erklären.
00:14:12: ich bin kein Freund davon.
00:14:14: Sie hatten mal zu Beginn ihres ihrer Ausbildungen ihre Studiums hatten sie mal über fünfzig Zecken in Ihrer Wade.
00:14:23: Das hab ich bei der Recherche dieses Bild gehofft, dass wir da gar nicht drüber sprechen.
00:14:28: Aber jetzt, da sie die Zecke eingebracht haben ... Die Sie sich ja alle rausgezogen haben?
00:14:33: Also, fünfzig Zecken oder so... Was habe
00:14:34: ich aufgehört zu zählen?
00:14:35: bei fünfzig?
00:14:36: Ja!
00:14:37: Sie hatten den Fehler gemacht mit selbst gestrickten Strümpfen über die Wiese zu laufen und danach sind sie nur noch mit Gummistiefeln gelaufen.
00:14:46: oder wie kann man das am besten verhindern?
00:14:49: Also das kann man am besten verhindern mit hellen, langen Hosen.
00:14:51: Die man in die Strümpfe steckt oder?
00:14:53: Nein
00:14:53: braucht man eigentlich nicht machen.
00:14:54: also Zecken lassen sich bis Kniehöhe abstreifen.
00:14:58: Sie springen nicht, lassen dich fallen und werden abgelassen.
00:15:02: Und dann sind sie immer auf der Vorderseite und da guckt man mal kurz drüber.
00:15:05: Wieso sind die immer auf dieser Seite?
00:15:07: Wenn sie
00:15:07: sich abstreifend lassen können sie nicht auf der Rückseite sein.
00:15:10: wenn man durchs Gras läuft kommt näher vorne dagegen Also hinten nie außer... also man geht jetzt eine längere Zeit durch Gras und guckt nicht, dann können die auch hinten rumkrabbeln.
00:15:19: Dann krabbelen die natürlich in der Hose
00:15:20: oder in die
00:15:22: Leise oder so weiter, ne?
00:15:23: Die suchen sich dann eine weiche Hautfalte wenn sie eine bekommen auf jeden Fall weicher haut damit sie nicht so tief bohren müssen.
00:15:30: Und nee aber ansonsten immer vorne, immer mal kurz wenn wir wieder auf den Weg ist gucken habe ich da vorn noch was drauf oder nicht?
00:15:36: und letztens ich glaube ich hab jetzt einmal pro Jahr ein Zecken bis oder
00:15:40: so.
00:15:42: Ich bin mich
00:15:43: ja...
00:15:44: Ja, ich bin nicht cool damit wie Sie gerade merken und die sind auch so groß geworden.
00:15:48: Es gibt auch viele neue... Gut, ich will das jetzt gar nicht vertiefen!
00:15:53: Ich würde sagen wir springen schon in den nächsten Song Damit wir gleich eine etwas längere Gesprächspassage haben Die sich ein bisschen auf ihren Werdegang bezieht Und wir leiten das Ganze ein durch die Old Shatter Hand Melodie.
00:16:07: Der Komponist heißt Martin Bötcher Und sie haben damals offenbar regelmäßig Fernsehen schauen dürfen.
00:16:14: Haben Sie es im Kino gesehen?
00:16:15: Ich hab's tatsächlich im Kinos mir anschauen dürfen.
00:16:19: Und dann kam's, wie heute auch, Zweitverwertungen auch im Fernsehen und das wir durften nicht viel Fernsehen gucken als Kinder, aber das durften wir gucken.
00:16:27: Das war wirklich ... Da habe ich mich lange drauf gefreut!
00:16:30: Ich fand das so ergreifend also auf die Melodie und das hat sowas von Ferne... Ich hab natürlich damals, wie alt war ich da, ich sag mal acht oder so Natürlich davon geträumt.
00:16:40: Ich helfe den amerikanischen Ureinwohnern und werde später auf einem Pferd durch die Prägrine
00:16:45: halten.".
00:16:45: Das war quasi mal nur kurzfristige Berufsvorstellung
00:17:09: Und kaum geht es los?
00:17:10: Die ersten Klänge fällt Ihnen eine Geschichte ein, nämlich welche?
00:17:14: Mir fällt die Geschichte ein wenn man überlegt ja heute weil das ja nicht ganz korrekt ist erstmal Indianer zu sagen Kalmai hat ja auch viel zusammen gelogen muss mir auch sagen wir können auch sagen fantasiert aber er hat schon auch gelogen.
00:17:27: Aber was macht das mit den Ureinwohnern dort?
00:17:29: Und ich habe mal bei einer, das sage ich so lange her zwei Jahre oder so im Montreal auf eine Veranstaltung die wir zusammen hatten einen Professor aus Winnipeg getroffen ein Anishinabe.
00:17:39: Nigan!
00:17:40: Oder heißt der...
00:17:41: Ein Anischinabe
00:17:43: ist ein Ureinhohner von den großen Seelen Der erzählte wenn bei denen Powerau ist diese Feste wo sie singen und tanzen und so weiter Da tanzen manchmal Leute in perfekten Kostümen aber ganz komisch.
00:17:56: Es sind die im Moment irritiert und sagen, ach das ist ein Deutsche.
00:18:00: So weit führt dass das... es gibt ja so eine richtige Hobbyistenzene und Menschen die sich da so reinträumen und dann wird's natürlich so bisschen fremdschermäßig wenn die dort wirklich auf den echten Festen auftauchen und sich drunter mischen.
00:18:13: aber das gibt es anscheinend.
00:18:15: Erzählte er mir wo ich dachte oh das ist
00:18:18: nicht so gut.
00:18:19: Interessant also eigenartig wirklich sehr eigenartigt.
00:18:30: In der Innenstadt, eine Wohnung dritten Stock, ihr Vater Finanzbeamter ihrer Mutter Medizinisch-Technische Assistentin.
00:18:42: Hat sie noch weitergearbeitet als die Kinder?
00:18:44: Als Sie aus dem gröbsten raus waren oder... Dann
00:18:46: ja genau!
00:18:47: Dann hat sie halbtags später in der Vierteltasse und hat im größten Teil ihres Lebens tatsächlich auch in den Beruf gearbeitet.
00:18:52: Sind Sie gern zur Schule gegangen?
00:18:55: Also was ich auch schade finde, weil natürlich habe ich gerne meine Freunde getroffen und wir haben auch ziemlich blödsinn gemacht also auf dem Schulweg.
00:19:03: Damals durfte man ja sehr weite Schrecken alleine laufen aber gut es gab auch nicht ganz so viele Autos wie heute muss man sagen.
00:19:09: Aber die Schule selber fand ich ätzend.
00:19:12: Also meine Grundschulzeugnisse sind auch entsprechend, also das erste ist so alle super Peter lesen schreiben alles ganz toll und dann tauchten immer mehr Störmeldungen auf.
00:19:20: Also Peter stört den Unterricht es ganz faul macht keine Hausaufgaben.
00:19:23: sowas stand dann auf dem Zeugnis hat auch richtig Ärger zu Hause gegeben.
00:19:27: Ich fand das langweilig.
00:19:29: Also ich bin jetzt nicht hyper intelligent oder so aber ich fand den unterricht nicht ansprechend ums mal so zu formulieren.
00:19:37: Bedeutete dass sie abgelenkt waren und inhaltlich auch nicht mitgekommen sind.
00:19:42: Oder haben sie sich die Sachen angehört, die sind haften geblieben?
00:19:44: Sie haben gute Noten geschrieben ohne zu üben oder...
00:19:49: Ja also das mit dem Nicht-Lernen hat sich hingezogen bis zur Staatsprüfung im Forstdienst.
00:19:54: Also ich habe auch während des Studiums nicht gelernt.
00:19:57: Das war nicht gut!
00:19:58: Aber
00:19:59: sie sind ja durchgekommen.
00:20:01: Der Ärger hat sie zu dem Zeitpunkt noch nicht gepackt.
00:20:03: Nee es war eher der Druck.
00:20:07: Zwischenprüfung, die ich darüber auch mal weiterstudieren durfte.
00:20:11: Da habe ich mit einem Kumpel, der war genauso blöd drauf... ...das ist ja nicht immer so intelligent, sich sofort zu bereiten.
00:20:18: Wir haben zwei Stunden vorher... Einfach so Karteikarten durchgenudelt, das geht eigentlich nicht für eine Prüfung.
00:20:24: Das waren wir sind in zehn verschiedenen Fächern geprüft worden.
00:20:28: Es hat aber
00:20:29: funktioniert!
00:20:30: Ich kann mich sogar an einen Käfer erinnern.
00:20:32: Da gab es so eine Käferausstellung die konnte auch abgefragt werden und da wussten halt... Wir sind ja so durchgeschlagen, wer will das denn schon wissen?
00:20:40: Und da war ich weiß so ein Streber.
00:20:43: Ja, hier ist der Fichtenrindenbastkäfer und wir so ... Wir leinten in so einen Scheiß.
00:20:47: Und er kam dran!
00:20:48: Ich wusste ihn nur deswegen, weil wir den Typen aufgezogen haben.
00:20:52: Sonst hätte ich den Namen von dem Käfer gar nicht gewusst.
00:20:55: Ich habe dann erst zur Staatsprüfung wirklich wohnertelang angefangen zu lernen, weil ich dann so ein Schreck bekommen hab durch diese Prüfungen, dass ich gesagt habe, du kannst jetzt nicht den Studium versammeln.
00:21:05: Also ich habe auch schlechte Noten schrieben zwischendurch.
00:21:07: Ich hab viele gute Noten geschrieben im Gymnasium aber... hab die Tour auch ganz gut gemacht.
00:21:13: Also weil ich mir Sachen, die mich interessieren, die behalte ich mir und durch diese Fächerauswahl konnte man es ja so ein bisschen eingrenzen.
00:21:20: Aber da ist in einer perfekten Welt wäre es ja So dass Da vorne eine Lehrerin ist ein Lehrer Und das auch schafft.
00:21:28: sowas wie.
00:21:29: also für mich wäre das Chemie gewesen oder Mathematik.
00:21:32: Ich wüsste da gerne mehr drüber aber Es hat einfach nichts hat mich nicht gefunden und ich weiß auch Ich würde wirklich sagen, dass das oft auch an der Lehrerin oder dem Lehrer und an der Stoffvermittlung gelegen hat.
00:21:44: Und es ärgert mich weil ... Weil es mir das Gefühl gegeben hat ja ich bin halt irgendwie ein Mädchen und die haben diesen ganzen naturwissenschaftlichen Sachen nichts anerbacke und als ich dann irgendwann mal einen tollen Nachhilfelehrer hatte.
00:21:55: für eine Sache war ich sonst nicht durchgekommen wäre aber ich gemerkt oops kann ich ja!
00:22:00: Es macht ja total Spaß und letztendlich ist es ja eine Paralle so ein bisschen zu dem was Sie auch, ich will nicht sagen Predigen aber uns allen ans Herz legen.
00:22:12: Am besten ist es ja wenn wir die Dinge verinnerlichen also in dem Moment wo wir anfangen die Natur zu lieben jetzt ganz die Natur so der wir auch gehören.
00:22:19: Aber die Dinge zu verstehen sind wir automatisch In der Lage oder das ist uns ja wichtig sie auch zu schützen und uns anders zu verhalten.
00:22:27: So ähnlich ist es Ja auch mit dem Lernen.
00:22:29: Wenn es uns doch bloß Wenn es doch in uns wäre
00:22:33: So wäre das.
00:22:33: Also in der perfekten Welt gäbe es für mich natürlich keine Lehrerin oder Lehrer vorne, sondern man würde mitgenommen raus.
00:22:41: Ich habe ja mit einem Freund zusammen einen neuen Studiengang initiiert, sozial ökologisches Waldmanagement und der lehrt das so in die Richtung.
00:22:49: Das ist doch der erste Ökostudiengang forstwirtschaft sozusagen und da geht's auch.
00:22:54: die gehen raus.
00:22:55: Die gucken sich die lernen Pflanzen im Zusammenhang und machen keinen Botanikschein So, dass man das alles zergliedert und dann wird es langweilig.
00:23:04: Hey die Pflanze wächst da weil das so und so ist und weil sie das bekommt auf der anderen Seite das gibt und dann versteht man auf einmal was Und sieht auch wo Dinge schief laufen, wo sie gut laufen.
00:23:17: Das ist anstrengend im übrigen Aber sowas kann glücklich machen.
00:23:22: und dieser frontalunterricht?
00:23:24: Also für mich war das irgendwie nie befriedigend.
00:23:28: Man ist festgenagelt in drei Viertelstunden, man darf ja ganz vieles nicht.
00:23:34: Man muss relativ ruhig da sitzen und das Einzige was an Aktivität erlaubt ist es entweder mit schreiben oder aufzeigen.
00:23:39: Das ist schwierig!
00:23:42: Es kann ich jetzt gar nicht so pauschal sagen.
00:23:43: also auch da hat es viel mit dem Lehrer mit der Lehrerin zu tun gehabt je nachdem eben Widerstoff wie man einbezogen wurde und auch welche Bilder welche Bilder bemüht wurden, um Wissen auch zu verdeutlichen.
00:23:56: Denn Bilder bleiben ja hängen.
00:23:58: So wie zum Beispiel im Biologieunterricht ... Ich hab's nie vergessen, weil ich so eine beklapte Dillpflanze hatte.
00:24:06: Letztendlich mag ich nicht mal Dill aber das hat mich verantwortunggelehrt.
00:24:12: So ne Pflanze!
00:24:13: Du erst hießst gar nix und dann musst du die gießen und siehst immer noch nix.
00:24:18: Und irgendwann kommt da ein kleines grünes Ding Und plötzlich siehst du, dass es mit jedem Tag etwas mehr wird.
00:24:28: Du bist verantwortlich mehr oder weniger dafür, dass das mehr wird und plötzlich kriegst du so eine Verbindung ... Als Kind konnte ich das nicht richtig reflektieren oder so.
00:24:36: Aber es war für mich wichtig!
00:24:40: So was glaube ich bringt tausendmal mehr als wenn man irgendwas abzeichnen muss oder auswendig lernen muss.
00:24:45: nur deswegen bin ich da überhaupt noch mal drauf eingestiegen weil so haben wir alle oft gelernt.
00:24:49: für viele ist Zwei Tage vorher, auswendig lernen.
00:24:52: Runterschreiben noch ein Spickzettel und zack es ist wieder aus dem Kopf!
00:24:56: Und das ist so schade.
00:24:57: Ja also das schönes Beispiel als Vokabelerne grauenvoll für mich und wir sind ja gar nicht in die Gelegenheit gekommen zu sprechen.
00:25:06: Also jetzt grundsätzlich ich habe immer gedacht Sprachen liegen mir nicht.
00:25:09: aber Grundsätzlich war es gerade nur noch mal ein paar Tage im Paris.
00:25:12: Ich finde es einfach schön dass ich hab's versucht War sehr lustig, eine Mischung aus Deutsch, Französisch und Englisch.
00:25:19: Übrigens hat es schöne kleine Geschichte dazu.
00:25:24: Ich bin mal auf meinem Französischen Verlag unterwegs gewesen.
00:25:27: Spätabends Taxi war ein tunesischer Taxifahrer aber der ist der Chef selber gefahren in einem teuren Mercedes was ich in Paris ja eigentlich nie machen würde bei so wie die Leute da Auto fahren Und der fragte mich, ob ich Französisch spreche.
00:25:42: Ich sag nur ein ganz kleines Wissen.
00:25:44: Ich glaub das reicht nicht auf Englisch.
00:25:45: Dachte er, ich soll es bitte schön mal versuchen.
00:25:48: Okay wir sind drei, vier Stunden unterwegs gewesen im Berufsverkehr und wir konnten uns nachher darüber unterhalten dass unser also sein Vater und mein Opa beide in Nordafrika gekämpft haben.
00:25:58: Wir haben versucht parallel zu finden.
00:26:00: In dem Fall natürlich etwas merkwürdig aber war so ... hab mich nachher wirklich fließen mit dem Unterhalten in der halb der dreiviertel Stunde.
00:26:07: So, und das war für mich... ... ist es wirklich wie so ein Schlüsselerlebnis gewesen?
00:26:10: Man weiß das ja, man muss reden!
00:26:13: Dann kommt das schon.
00:26:14: aber in die Schule hat das gefehlt.
00:26:17: Das hat mir in der Schule gefehlet.
00:26:18: also was ihr eben beschrieben haben mit den Pflanzen, das habe ich zu Hause gemacht.
00:26:20: Ich habe zuhause irre viel geforscht als Kind.
00:26:24: diese Geschichte mit dem Hohendem Heizkissen.
00:26:28: Haben Sie schon mal erzählt, weil Sie müssen sie unbedingt jetzt nochmal erzählen?
00:26:31: Weil es ist schon sehr besonders!
00:26:32: Ja, das ist schon
00:26:33: ein paar Jahre her.
00:26:33: gut also da war ich glaube zwölf oder so habe ich gelesen.
00:26:38: Es gab übrigens kein Computer, kein Internet, dann das vergisst man heute.
00:26:41: Wo kriegt man die Infos hier?
00:26:42: Ich weiß es schon gar nicht mehr.
00:26:44: Ich wollte versuchen den Versuch von Konrad Lorenz nachzustellen bei dem ich gelesene habe dass er wenn er mit den grau-ganz Eiern gesprochen hat, dass die schlüpfenen Küken gedacht haben.
00:26:54: Er wäre der Mutter und sind ihm dann gefolgt.
00:26:56: also eine Prägung.
00:26:58: Ja okay das probierst du mal, wenn mir ein befruchtetes Ei besorgt.
00:27:01: Das Heizkissen meiner Oma.
00:27:03: und dann musste ich ja irgendwo nachlesen haben was für eine Temperatur braucht das Ei?
00:27:07: Das Heitzkissen war viel zu heiß.
00:27:08: Ich wollte das Ei nicht kochen Also habe ich einen Schal dazwischen Gelegt mit einem Fiebertermometer geguckt.
00:27:13: ab welcher Höhe hab' ich ungefähr die Temperatur?
00:27:15: Und da musste das mehrmals am Tag gewendet werden und das überall weil sie nicht drei Wochen oder so.
00:27:19: Und das Küken ist tatsächlich geschlüpft und dachte ich wäre die Mutter.
00:27:23: Und es war tierisch nervig, weil es also auch immer ganz süß wird man ja nicht mehr los.
00:27:28: Ja läuft an zwischen den Beinen rum und so überall auf Klo, überall hin mit.
00:27:32: Ich lasse mich doch mal in Ruhe irgendwann... Da hat's aber mein Englisch-Lehrer adoptiert.
00:27:39: Und da ist es sehr alt geworden, das wurde immer schön auf seiner Schulter mit durchs Dorf
00:27:41: gegangen.
00:27:42: Das müssen wir uns ganz kurz noch mal... Sie haben's jetzt so weggesprochen!
00:27:45: Ihr Englische-Lehrer hat es adoptiert und ist mit dem Hohen auf der Schulter jahrelang umher gelaufen?
00:27:52: Ja,
00:27:53: ja.
00:27:53: Es war cool.
00:27:54: Ich muss sagen ich hätte... Ich glaube nach drei Wochen habe ich es abgegeben.
00:27:58: Das wäre mir echt zu viel gelesen.
00:27:59: Ich bin auch so sehr dankbar gewesen dass es übernommen hat den Job So Sachen oder ich habe meine Mutter hat hier am Labor gearbeitet, die hatte so kleine Glasfleischchen.
00:28:08: Also ganz klein, zwei Zentimeter hoch... Ich weiß gar nicht was da drin war vielleicht eine Impfdosis?
00:28:13: Achso!
00:28:13: So ein ganz kleines Glasfleische.
00:28:15: und da hab' ich gedacht mal gucken was passiert wenn ich darin eine Sonnenblume ziehe.
00:28:19: ist sie wird die dann auch so mini?
00:28:22: Das wollte ich einfach sehen.
00:28:23: So ist
00:28:24: Corona wahrscheinlich entstanden, bei irgendeinem kleinen Sohn von irgendeiner Labor... Ich glaube, ich probiere hier mal und was ist dann passiert?
00:28:32: Und das
00:28:33: Sonnenblumenkerne gab es ja im Vogelfutter.
00:28:34: Es ist eine Sonnenbrume gewachsen.
00:28:37: die ist so zehn Zentimeter hoch geworden.
00:28:39: also muss man jeden Tag gießen.
00:28:40: als ein Fläschchen trocknet der Hochzug aus da passt vielleicht einen Kubikzentimeter eher rein.
00:28:44: aber sie wissen nicht was das für ne Lösung war.
00:28:47: Ich
00:28:47: dachte einfach, da hat die mitgebracht.
00:28:49: Ich sag' ich brauch so ein kleines Flaschen und in der Sonnenblüte sind ja so Einzelblüten.
00:28:54: Also außen sind diese gelben Blätter... Ja?
00:28:57: ...und in der Mitte ist das ja so dunkel.
00:28:59: Das sind
00:28:59: hunderte von Einzel-Blüten dieses Dunkels.
00:29:01: Und von diesen dunklen Einzelblüten war eine Blüte oben.
00:29:04: Die hat sogar geblüht!
00:29:05: Aber die sahen natürlich dann gar nicht aus wie eine typische Sonnenblohme was sie mir so vorgestellt habe, sondern es kam eine.
00:29:11: Ein zerblüht Interan.
00:29:13: So Dinge habe ich ausprobiert.
00:29:15: Das hätte ich mir natürlich im Unterricht gewünscht, das hat man nicht.
00:29:17: Sie hatten auch Spinnen als Haustier?
00:29:19: Spinnen!
00:29:20: Wasserschildkröten... Ja also da gibt es übrigens einen schönen Spruch in Polen.
00:29:25: Ich krieg's jetzt nicht mehr wörtlich zusammen aber sinngemäß glückliches Haus wo Spinnen leben.
00:29:29: Ja hab' ich auch schon gehört und zwar gar nicht nur so Aber glaube sondern weil die ja auch so Insekten oder so Schädlinge wegfressen.
00:29:35: Speich mit
00:29:36: alles was man nicht so gerne mag.
00:29:41: hat man früher anscheinend ein bisschen
00:29:42: anders gesehen.
00:29:44: Also ich bin kein Fan?
00:29:44: Nee, ich kann das immer wieder sagen nein die machen nix und alles völlig übertrieben.
00:29:49: und wenn ab einer bestimmten Größe
00:29:51: nicht dazu
00:29:52: sagen... Ich würde mal sagen so ab einem Zentimeter.
00:29:54: Es hilft keine Brille aufzuhaben, sagen wir es so denn dann ist es.. Dann kann ich die auch mit dem Glas entsorgen.
00:29:59: Die Brille muss sich sofort absetzen dann denke ich auch die ist ja nicht so groß sie ist ja nichts so schlimm Das höre ich ja die natürlich töd ich töte sie nicht mehr interessanterweise.
00:30:07: Ja das ist gut, das wäre
00:30:07: nicht schön Weil auch spinnen können träumen ... wie man mittlerweile weiß.
00:30:11: Auch Frucht fliegen können, Freunde!
00:30:13: Ja ja...
00:30:15: Da denkt man mal, Mensch, so eine kleine eigene Welt wäre doch schade gewesen.
00:30:18: Nichts darf man mehr.
00:30:19: Also wirklich.
00:30:20: Früher war alles besser.
00:30:21: Aber
00:30:22: wenn man sich Gedanken macht, wird die Welt besser?
00:30:26: Weil wir hatten vorhin schon das schöne Stichwort Empathie und ich glaube es ist eng verbandelt Empathiemit mit Geschöpfen um den Menschen.
00:30:34: Das heißt jetzt nicht jemand der Spinnen tötet, ist Menschen gegenüber hässlich aber Jemand, der Spinnen nicht tötet ist auch gegenüber Menschen.
00:30:43: Nicht hässlich!
00:30:44: Und ich finde es extrem interessant wie sich das verschiebt und wodurch.
00:30:50: weil wenn ich mich als Personen betrachte und versuche dahinter zu kommen wann sich das geändert hat?
00:30:58: Wann ich einen anderen Blick auf Vögel gekriegt habe?
00:31:02: Wanne ich ein anderes Verhältnis zu Pflanzen bekommen habe und solche Sachen Ich würde immer sagen dass war schon da Stimmt aber nicht ist gekommen.
00:31:10: und eben auch diese Abwehr, jetzt ein Lebewesen.
00:31:14: Manchmal agere ich mich richtig, dass da so eine Scheißmorte rumfliegt weil ich sie tötet doch, weil ich die töte.
00:31:21: Ich habe auch schon mal eine Lebensmittelmorte rausgesetzt und hab dann gedacht Bettina Jetzt ist Schluss, jetzt ist es jetzt herauf aber Es ist so interessant das sich das verselbstständigt hat.
00:31:29: Ich mag aber auch, dass sich da was verändert und dass es sich öffnet oder wie auch immer man nennen soll.
00:31:35: Oder der Schöpfung gegenüber demütiger oder der Natur gegenüber dankbarer, ich weiß es nicht.
00:31:42: Daniel Gérard Butterfly?
00:31:47: Haben Sie mitgebracht das war Ihre erste Platte?
00:31:49: Das
00:31:49: war meine erste Plathe und ich glaube auch natürlich werden Musikwünsche auch geprägt durch das was so ein Elternhaus ist.
00:31:59: Ich hatte ja kein eigenes Radio zumindest am Anfang nicht Und meine Eltern haben eher konservativ Musik gehört.
00:32:06: Also, meine Großeltern eher so wie ... keine Ahnung, irgendwelche Kapellenmärsche oder sonst was.
00:32:12: Wahrscheinlich noch ein bisschen durch die NS-Zeit geprägt war.
00:32:15: Keine Ahnung ich will den auch nicht so nah treten aber sind ja schon lange tot.
00:32:19: Aber meine Eltern interessanterweise eher auch konservativ Musik gehört also nicht Rolling Stones oder Beatles oder sowas ne?
00:32:26: Wie Butterfly dazwischen gerutscht ist weiß ich nicht... Erste Lied an, dass ich mich erinnern kann was ich cool fand und da hatte ich dann irgendwann auch die Platte.
00:32:38: Ich hatte keinen Platten-Spiel aber ich hatte die Platten.
00:32:39: Im Plattenspiel hatten wir meine Eltern.
00:33:17: Sind Sie noch da?
00:33:19: Ich bin noch da!
00:33:20: Ich meinte unsere Hörerinnen und Hörern Ja Aber das ist in Ordnung.
00:33:24: Ich finde das schön weil Ich weiß nicht.
00:33:28: Wann haben Sie das letzte Mal gehört?
00:33:31: Oh, das ist schon lange her!
00:33:32: Es kann sein, dass ich irgendwann mal so kurz reingehört habe aber dass ich es mir ganz angehört hab... Da würde ich sagen, das sind mindestens fünfzig Jahre.
00:33:41: Ja ja.
00:33:43: Haben sie nach dem Abitur Ziviliens oder Bundeswehr gemacht?
00:33:47: Nein.
00:33:48: Bei uns bin der geburtenstärkste Jahrgang gewesen, vierundsechzig und Ich bin tatsächlich gefragt worden bei der Musterung, ob ich gehen möchte oder nicht.
00:33:58: Das war natürlich ein bisschen unfair.
00:33:59: Also ich pass' nicht in den Panzer rein und da geht der Deckel nicht zu.
00:34:01: Dann haben wir das mit einst, achten,
00:34:02: neunzig...
00:34:04: U-Boten, so was wär dann auch nicht gegangen?
00:34:06: Keine Ahnung!
00:34:07: Auf jeden Fall.
00:34:08: also es wäre nicht T-Zweil war glaube ich so der Durchschnitt wie man gemustert wurde quasi für so gut wie alles verwendbar.
00:34:14: Ich war für wenig verwendet und es waren eh viel zuviel in dem Jahrgang.
00:34:18: Und da bin ich tatsächlich gefragt geworden.
00:34:21: Das
00:34:21: ist ja irre.
00:34:22: Also, was hätten Sie gemacht?
00:34:25: Ich
00:34:25: glaube ich wäre gegangen zu dem Zeitpunkt etwas später wahrscheinlich nicht mehr.
00:34:33: Da bin ich politischer geworden.
00:34:36: aber zu diesem Zeitpunkt...ne, ich glaube ich wär zur Bundeswehr gegangen.
00:34:40: Und hatten sie einen ganz klaren Berufswunsch?
00:34:43: wussten sie schon in welche Richtung es gehen würde?
00:34:45: Ne
00:34:46: hatte ich nie vor Augen.
00:34:48: also ich wusste das sollte was mit Natur werden.
00:34:50: Also ich werde ja häufig auf Bäume festgelegt, aber das war eigentlich nie das Thema bei mir.
00:34:54: Bei mir war das Thema Natur immer schon und dann habe ich gedacht okay Studier Biologie hat auch schon Studienplatz im Bonn.
00:35:02: Und dann hat meine Mutter so ein Zeitungsartikel vorgelegt wo drin stand Forcewaltung sucht für einen internen Studiengang Bewerberinnen und Bewerbern.
00:35:10: und so bin ich zum Thema Forcewirtschaft gekommen weil ich dachte ok das ist sowas wie Waldhüter passt doch super vier
00:35:16: Jahre Praktika.
00:35:18: Und es ging damit los, dass sie da mit blauen Klamotten aufliefen und alle anderen grünen Klamottentrufen.
00:35:24: Also das ist unfassbar!
00:35:25: Ich meine bis heute eine relativ geschlossene Gesellschaft.
00:35:30: Da gibt's in anderen Zweigen ja sicher auch... ...und auch Uniform.
00:35:35: Dann möchte ich immer mal rein.
00:35:37: Das finde ich interessant denn Daum ist dieses Studium schon eine geschlossene Gesellschaft.
00:35:42: Was meinen Sie?
00:35:42: Also gut, in
00:35:43: dem Fall war es ja ein verwaltungsinternes Studium.
00:35:45: Dann ist das schon per se klar, weil dass die Forstverwaltung damals bezahlt haben von verschiedenen Bundesländern diese Hochschule.
00:35:53: aber auch heute ist es hierfach so, dass Kinder aus Forsthaushalten, Jagdhaushalten, Holzhalshalten sind, die in irgendeiner Form beruflich damit verbandelt sind.
00:36:02: nicht nur muss gar nicht mehr überwiegend sein, aber doch viele Und da herrscht schon so ein bestimmter Geist.
00:36:09: Also nur als Beispiel habe ich es gerade gehört, wie davon... Ich weiß gar nicht mehr wer das war.
00:36:13: Vor ein paar Tagen noch mal jemand erzählt.
00:36:15: Stimmt bei uns an der Waldakademie eine Teilnehmerin.
00:36:18: Wenn man dazu zum Beispiel sagt, ich war irgendeinen Grillabend und esse kein Fleisch dann wird man schon ausgelacht in den Kreisen weil dort wird ja gejagt.
00:36:28: Dort tötet man Tiere die man natürlich auch ist.
00:36:32: Die Toleranz zu bestimmten Themen, die ist da nicht so stark ausgeprägt.
00:36:37: Das hätte ich niemals gedacht.
00:36:38: Ich hatte wirklich gedacht ... Also, ich weiß das in bestimmten, sowas so Jagd klicken oder so, keine Ahnung, hab' ich mal kennengelernt, die besseren Söhne und Töchter.
00:36:50: Und es ist irgendwie so eine Suppe, in die man nicht reinkommt, wenn man davon außen kommt?
00:36:55: Ja!
00:36:56: Aber ich hätte jetzt gedacht, dass es mehr sich geöffnet hatte mit all den Jahren oder in allen jahren Richtung naturschutz.
00:37:03: Denn danach klingt das ja auch ein bisschen.
00:37:06: letztendlich war das aber damals für sie der grundjahr auch jetzt mal hochgerechnet da auch auszubrechen weil Sie gemerkt haben, dass das was sie eigentlich machen wollten dort gar nicht stattfand.
00:37:16: im gegenteil stimmt ist, dass sie mit Agent Orange mit diesem mit diesem pflanzen gift ... noch arbeiten mussten oder gearbeitet haben?
00:37:25: Also wir haben es zumindest
00:37:26: gelernt.
00:37:27: Das war gerade so die letzte Phase, wo das überhaupt noch benutzt wurde.
00:37:29: Tom Mona nannte sich das also ist im Standteil von Agent Orange.
00:37:34: Das ist jetzt endlich wie heute Glyphosat Nur noch viel schlimmer natürlich, weil das als Begleitverschmutzung Dioxin aufgetreten ist.
00:37:43: Das wurde damals im Vietnamkrieg aus Deutschland
00:37:46: geliefert?
00:37:47: Ja ja, Deutschland war der größte Produzent vielleicht der Produzent überhaupt.
00:37:51: Auf jeden Fall wurde da auch mit Hubschrauber gewirkt und ganze Wälder kaputt gespritzt.
00:37:55: Und wir haben das so gelernt dass man mit einem Leuterungshammer, so nannte sich das wie so Inquisition, kam eine Glasampulle rein und das schlug man dann in Stämme die man beseitigen wollte, weil das billiger war als absägen.
00:38:09: Moment!
00:38:10: Wir reden da also einen Hubschrauber verteilt dieses Gift über Wäldern um diese Wälden vorsätzlich sterben zu lassen, um dann da Fichtenwälder entstehen oder?
00:38:21: Genau, genau.
00:38:21: Das war der Punkt.
00:38:22: Also bei uns ich weiß eine Nachbarkollege hat mir noch erzählt dass wir ihm in den Hängen noch alte Dieselfässer vor sich hinrosten, also Leere, weil Diesel das Trägermittel war und man Karlschlacht gemacht.
00:38:35: und dann kam dieses blöde, diese blöden Laubbäume doch schon wieder.
00:38:38: Die wollte man nicht haben also hat man das wie Unkraut kaputt gespritzt wird übrigens heute noch in Kanada gemacht.
00:38:44: Also nicht mit Tormona Das gibt es glaube ich nur irgendwo mehr aber im Glyphosat also in Kanadar.
00:38:49: die großen Kalschläge British Columbia haben dort die Leute von der First Nation die wir besucht haben erzählt Da darf maximal ich glaube irgendwas wie drei Prozent Laub Bäume nachwachsen.
00:38:59: Die möchten Redwood nachziehen.
00:39:02: also die Provinzregierung von British Columbia dürfen die Holzkonzerne, wenn sie das Wieter bewalten nur einen bestimmten Anteil Laubbäume haben ganz, ganz gering.
00:39:11: Und es geht nur, wenn man die Tod spritzt weil da kommen eben viele
00:39:14: Dürre
00:39:14: und also dort wird's immer noch so praktiziert.
00:39:17: aber bei uns war das halt bis so.
00:39:18: ja ich denke Anfang der achtziger Jahre.
00:39:23: Gut, sie merken das kann es nicht sein.
00:39:26: Das war ein etwas längerer Prozess, den man auch nachlesen kann.
00:39:30: Wir dürfen nicht vergessen, Sie haben ungefähr zweihundert Bücher geschrieben.
00:39:33: Nicht ganz so viele aber... ...das Buch mit dem sie bekannt geworden sind, das Geheime Leben der Bäume ist ja ihr fünfzehntes glaube ich schon gewesen oder?
00:39:41: Ja,
00:39:41: sechzehnte.
00:39:42: Also das ist ja schon irre!
00:39:43: Sie haben davor auch Themenverwandte Bücher geschrieben und plötzlich schreiben Sie dieses Buch und werden von der New York Times Gefeiert und die Inhalte werden plötzlich beackert im Bastensinn des Wortes usw.
00:39:57: Also wie interessant muss das gewesen sein?
00:40:00: Können Sie uns gleich noch mal erzählen oder so eine kleine Kostprobe nochmal, bevor wir auf Ihr aktuelles Buch kommen?
00:40:05: jetzt aber erstmal Tracy Chapman Baby I can hold you Und geben sie uns dazu ein Stichwort
00:40:13: Liebe.
00:40:15: Das Lied ist ja schon etwas älter.
00:40:17: Ich habe das auch in einer Cover-Version gehört und dann meinte mein Sohn, hör das mal von Tracy Chapman.
00:40:24: Das Original ist viel besser oder natürlich total recht gehabt.
00:40:27: Ich höre übrigens sehr viel auf unsere Kinder.
00:40:29: Das ist auch ein Privileg des Älterwerdens.
00:40:32: Eine Tochter und ein Sohn?
00:40:33: Eine
00:40:33: Tochte und einen Sohn?
00:40:34: ja beide gut verheiratet mit sehr intelligenten Menschen die auch intelligente Ratschläge geben.
00:40:39: Die wir auch... also wir meine Frau und ich sehr gerne annehmen.
00:40:43: Ich schweife ab.
00:40:44: Tracy Chapmann war ein guter Tipp.
00:40:47: Ich finde, das ist so ein cooles Lied.
00:40:49: Ich habe es letztes Jahr für mich entdeckt.
00:40:51: Ich glaube, es ist aus den Achtzigerjahren.
00:40:53: Das ist auf jeden Fall schon ein bisschen älter.
00:40:55: Ich find's einfach total emotional, weil ich bin ein emotionaler Mensch.
00:41:34: ist heute hier zu Gast losging es damals mit dem Geheimen Leben der Bäume, obwohl's auch schon ein Leben davor gab.
00:41:41: Auch schon Bücher davor wie wir gerade festgestellt haben.
00:41:44: aber seitdem sind sie für viele eine Instanz und wie wir jetzt bei der Vorstellung schon gesagt haben es gelingt ihnen immer wieder sehr komplexe Sachverhalte so darzustellen dass man Lust hat sich darauf einzulassen das zu verstehen Und was bei Ihnen Programm zu sein scheint Nicht schwarz malen.
00:42:05: Ich kann mir vorstellen, dass ihnen das auch manchmal um die Ohren fliegt.
00:42:08: Es ist auch Leute gibt, die möglicherweise ihnen vorwerfen, dass sie... Dass man das Gefühl haben könnte ja, Sie verharmlosen da was oder vielleicht muss man's drastischer formulieren damit sich etwas ändert.
00:42:20: Wie ist Ihre Haltung dazu?
00:42:22: Ganz einfach!
00:42:24: Das stimmt ja auch nicht.
00:42:25: Also es ist tatsächlich so.
00:42:29: wir können zuversichtlich sein weil die Lösungen liegen auf dem Tisch Und ich glaube auch, dass wir die Kurve kriegen.
00:42:36: Die Lösungen wofür?
00:42:38: Klimawandel, Biodiversitätskrise, Umweltkrise diese ganzen Geschichten.
00:42:42: Also da die Lösung liegen auf dem Tisch und die lassen sich teilweise recht schnell umsetzen es tut offensichtlich noch nicht genug weh.
00:42:50: Darf ich Sie kurz fragen ob wir über so eine Lebensspanne sprechen, die wir auch noch mitkriegen.
00:42:56: Oder reden wir über dreißigtausend Jahre und dann ist ... Wann kommt die nächste Eiszeit?
00:43:02: Das weiß kein Mensch oder im Moment sieht es ja nicht so aus!
00:43:05: Aber wir reden über kurze Zeiträume.
00:43:06: Wir reden über Jahre, nicht über Jahrzehnte.
00:43:09: Wie man die Lösung umsetzen könnte damit habe ich zum Beispiel auch mit Robert Habeck schon drüber gesprochen als er noch in den Ämtern war Und auch mein Freund Pierre Ibisch schon im Bundestag.
00:43:20: Und zwar geht es um das Thema, dass wir unsere Landschaft kühlen können und auch befeuchten.
00:43:26: Hier in Berlin zum Beispiel regnet es zu wenig.
00:43:28: Das liegt unter anderem daran, dass hier zu wenig Wald ist weil Wald macht Regen Und das kann man mittlerweile auch schön nachweisen.
00:43:37: Also ich habe wir haben zusammen auch einen neuen Think Tank gegründet, Econics Institute.
00:43:41: Wir haben auch schon eine erste öffentliche Aufträge und eine Studie gemacht, wo man das sehr schön sieht dass die Aufheizung der Landschaft, die nur dem Klimawandel zuschieben und auch die Ausdrucken in der Landsschaft signifikant davon abhängt wie viel Wald da ist.
00:43:54: Das haben wir so ein bisschen aus den Augen verloren.
00:43:57: und jetzt kommen wir noch auf die Zuversicht zurück.
00:43:59: Meine Zufersicht gründe ich auf Fakten aus der Wissenschaft Und es kann man natürlich genauso auf Grundlage dieser Fakten pessimistisch sein.
00:44:08: Das wäre auch möglich, aber wenn man guckt wie Systeme reagieren was die für Möglichkeiten haben?
00:44:13: Wie schnell sie sich regenerieren könnten, wenn wir sie lassen dann muss man sagen okay Dann haben wir tatsächlich noch einiges an Spielraum.
00:44:21: Wir sollten ja nur langsam mal nutzen.
00:44:24: Könnte das nicht auch von den die nicht unbedingt auf ihrer Seite stehen dahingehend missverstanden werden, dass sie sagen ja also wenn sich die Natur als so resilient erweist dann können wir aber uns auch noch einen SUV hinstellen.
00:44:41: Also das was ich vertrete ist ja immer nur Stand heute!
00:44:44: Also wenn wir die Schraube weiter drehen, noch ein Grad und noch einen Grad, dann funktioniert das möglicherweise nicht mehr.
00:44:49: Dann kommen diese KIP, diese sogenannten KIP-Punkte, die wir dann... Richtig!
00:44:52: ...möglicherweise nicht rückgängig machen können?
00:44:55: Zum
00:44:55: Beispiel ist ja das Thema Golfstrom, die Hinweise verdichten sich dass um die Wahrscheinlichkeiten steigen, dass der erlarmt.
00:45:01: Oh!
00:45:02: Und dann wird es hier kälter, hier lokal und lokal heißt West Europa also lokal ist schon ein bisschen großräumiger gemeint.
00:45:09: Das könnte dazu führen dass hier noch nicht mal mehr Landwirtschaft möglich ist, weil wir liegen ja hier nördlich also auf der Höhe des südlichen Kanadas.
00:45:18: Also nörderlich von Montreal.
00:45:20: da sind zum Beispiel jetzt um diese Jahreszeit noch alle Seen zu gefroren.
00:45:24: das geht so bis in den Mai rein.
00:45:25: Das ist bei denen Klimawandel
00:45:27: und das war vorher nicht so
00:45:29: Doch bei denen ist das schon warm.
00:45:32: Das heißt, wenn unsere Fernheizung ausfällt kriegen wir zwar heiße Sommer möglicherweise.
00:45:36: Es ist ja alles
00:45:37: nur
00:45:37: eine Hypothese aber möglicherweise auch so kalte Winter dass eben Landwirtschaft nicht mehr möglich ist und Kachelmann der Meteorologe hat das mal schön beschrieben, dass dann möglicherweise rennitente weiße Europäer und Europäerin Asyl in Afrika beantragen und dort möglicherweise aufgeschnossene Tür treffen.
00:45:53: Ich finde den Gedanken sehr erfrischen.
00:45:55: Also wenn wir davon reden, dass sich das hier abkühlt Von was für Temperaturen sprechen wir?
00:46:01: und sagen dann nicht diejenigen, hey aber das ist doch von wegen Erderwärmung.
00:46:05: Was denn jetzt?
00:46:07: Also Klimawandel ist ja komplex.
00:46:09: also dass die Erde sich aufheizt, das ist ja ohne Frage Und das wird auch weiter so sein.
00:46:14: Aber die heiz ich halt im Schnitt auf manche Gegenden stärker Manche schwächer und der die Nordhalbkugel.
00:46:20: wenn der Golfstrom erlarmt Die heizt sich natürlich trotzdem auch auf, aber wir sind jetzt eh schon überproportional warm durch den Golfstrom und wenn diese Heizung ausgeschaltet wird dann fallen wir auf die Normaltemperaturen unserer Breiten gerade zurück.
00:46:33: Und die ist halt sehr viel unter dem was wir aktuell haben.
00:46:37: Also Klimawandel ist kompliziert weil die Leute wollen einfache Lösungen haben.
00:46:40: deswegen ist es auch keine Option Wald auf den Klimawandel vorzubereiten.
00:46:45: Die Frage ist auf welchen denn lokal?
00:46:47: Und wenn ich wüsste, wie die Durchschnittstemperatur wäre, dann wüste ich ja immer noch nicht, wie das Wetter wird.
00:46:53: Kriege ich spätfröster?
00:46:54: Krieg ich starke Schneefälle?
00:46:56: Kriege Ich lange Sommerdürren und heftige Winterniederschläge?
00:46:59: Dann hätte ich im Durchschen auch genug regen!
00:47:02: Nur nicht dann, wenn ich ihn brauche.
00:47:03: Also es ist alles kompliziert.
00:47:05: Deswegen ist mein Credo müssen wir auch gar nichts wissen.
00:47:08: Hört doch auf an den Schrauben zu drehen... ...und diese Systeme sehen wir draußen.
00:47:12: Die pekeln sich gerade so In dem Rahmen, in dem Sie's können wieder selber ein.
00:47:17: Aber wir müssen sie unterstützen bzw dürfen jetzt nicht... Welchen Fehler dürfen wir jetzt nicht machen?
00:47:23: Also wir dürfen nicht den Fehler machen das wir denken durch Manipulation wird es besser.
00:47:26: Was heißt Manipulation?
00:47:27: Manipolation heißt hier Pflanzen und Wald oder wir wechseln die Baumarten sogar aus.
00:47:32: Klingt doch erstmal gut!
00:47:33: Ja aber es funktioniert nicht.
00:47:35: also Baumarten austauschen macht man seit zweihundert Jahren und es geht schief.
00:47:38: Woran liegt das?
00:47:39: Also wenn man zum Beispiel arktische Baumarten wie die Fichte hier pflanzt dann stirbt die schon seit zweihundert Jahren ab.
00:47:45: Und seit zweihundert Jahren waren selbst die Forstwissenschafter vor, so viel Nadelbäume hier zu pflanzen.
00:47:51: und zwundertjahres jahrenlange Zeitraum man macht es immer weiter erst Fichte Kiefer jetzt Douglasien und Cedar und Lärchen ist immer dasselbe.
00:48:00: also das sollten wir aufhören außer es wäre aus irgendwelchen Gründen überlebensnotwendig für uns.
00:48:05: Also das ist ja zum Beispiel Getreide.
00:48:07: getreide wächst auch nicht von Natur aus.
00:48:09: Ich esse gerne, dass es schön ist, dass irgendwo keine Bäume
00:48:12: stehen
00:48:13: und da auch was anderes wächst.
00:48:14: Aber für die Natur... Wir wissen so wenig!
00:48:18: Also nur als Beispiel in einer Handvoll Walderde sind bis zu eine Million Bakterienarten.
00:48:26: Sechzig Milliarden Individuen.
00:48:27: Und die machen da alle etwas?
00:48:29: Wir wissen aber nicht was.
00:48:30: Also Pilze in Deutschland, neunzig Prozent aller Pilzarten noch nicht entdeckt in Deutschland.
00:48:36: Wir kommen zur Insekten.
00:48:38: Ich habe auch mit einem gellmücken Forscher gesprochen.
00:48:40: Mit was?
00:48:41: Genau, das ist eine schöne Nachfrage!
00:48:43: Ein Gellmückenforscher machen so kleine Gallen, so kleine Zipfelchen auf Buchenblättern zum Beispiel.
00:48:49: Da drin ist dann diese Gell-Mückenlarve.
00:48:52: Sie legen ein Ei ab und die wird das Blatt produziert aus einer kleinen Knubbeln Und Gell.
00:48:57: Mückenforschende sind glaube ich ziemlich in Nerds.
00:49:00: Das darf man sagen.
00:49:01: Sorry für alle die da an dieser Bubble arbeiten.
00:49:03: Und da war mal einer, der hat eine neu entdeckte Gattung nach mir benannt.
00:49:08: Die heißt ja alle so Wollebenia, keine Ahnung.
00:49:11: So dachte ich okay, den rufst du mal an und ruf das mal nach was da los ist.
00:49:16: Den habe ich im Laufe des Gesprächs gefahrt und sagte schätzen Sie denn wie viel Geilmückenarten in Deutschland noch nicht entdeckt sind?
00:49:23: Also der entdecked laufe neue Arten.
00:49:25: Ja
00:49:25: macht man nicht so gerne, lege ich mich nicht so fest als sage ich, aber so eine Zahl ungefähr Ja, so mit vorgehaltener Pistole würde ich sagen.
00:49:33: So zwei bis dreitausend nur Geilmückenarten.
00:49:37: Sie meisten Leute wissen gar nicht was das
00:49:38: ist
00:49:39: und nicht geil Westen oder sonst irgendwas nur geile Mückenarten schätzt er.
00:49:43: zwei bis drei tausend nicht entdeckt in Deutschland alleine.
00:49:45: also das ist eine Black Box der Natur.
00:49:48: wir wissen da ganz ganz wenig darüber und deswegen kann das Resümee nur lauten Nicht einmischen wie was wir sehen dass man kann Auch wenn man dieses Zusammenhänge nicht versteht, Fieber messen dem Wald.
00:50:02: Man kann sich das ... Ah!
00:50:04: Die Temperatur, also Wald möchte gerne kühl sein, Wald möchte gern viel Fotosynthese machen, das kann man aus dem Weltall beobachten und wenn diese Parameter gut sind weiß man auch die haben es im Griff.
00:50:14: wie müssen wir gar nicht wissen?
00:50:15: Das klingt ja erstmal lebbar.
00:50:18: Also das heißt, wenn wir uns innerhalb als Gesellschaft hier in Deutschland innerhalb bestimmter Regeln bewegen und darauf achten jetzt nicht maßlos zu sein Dass wir so viel nicht falsch machen können, dass die Natur sich selbst repariert und wieder berappelt.
00:50:34: Aber es heißt ja, dass täglich so und so viele Arten aussterben.
00:50:39: Diese Nachrichten gibt's immer wieder.
00:50:43: Jetzt weiß ich, das ist vierhunderttausend verschiedene Geilmückenarten ... wahrscheinlich mutmaßlich gibt.
00:50:49: Wundert es mich auch nicht, dass jeden Tag so und so viele Arten überhaupt aussterben können.
00:50:54: Und die fehlen ja... Also das... Die sterben ja auch aus?
00:50:57: Nicht nur weil die Evolution das so bestimmt hat sondern weil ihnen Brutraum fehlt, weil ihnen Nahrungsraum, Lebensraum erkläre ich mir jetzt als Laien so.
00:51:06: Das heißt selbst wenn wir nichts machen greifen wir schon ein in diese ganze Lebenskette also machen wir automatisch was kaputt.
00:51:15: Also, wir können es jetzt nicht richtig machen indem wir uns nicht mehr bewegen sozusagen sondern wenn die Systeme so weiterlaufen greifen wir ja automatisch schon ein.
00:51:25: also das stimmt mit nicht eingreifen meinte ich auch in Schutzgebieten als wenn wir sagen oder erst mal muss man verstehen dass ist ja das wofür ich letztendlich werbe dass alles was wir machen aus der natur kommt.
00:51:37: also es gibt nichts was wir selber erzeugen können.
00:51:39: selbst Die draußen, die Getreidefelder sind ja auf Regen angewiesen, denen keiner machen kann.
00:51:44: Sie sind auf Boden angewiesene und denen man nicht machen kann!
00:51:47: Man kann Boden nicht machen.
00:51:49: Also man kann Erde irgendwo ankippen... Dünger?
00:51:52: Also dünner können wir machen.
00:51:53: Klar also dass Wir können Chemie da reinbringen aber wir können keinen Boden machen.
00:51:56: Wir können keine Luft machen, wir können kein Regen kreieren das können wir alles nicht.
00:52:00: Das ist aber alles die wesentlichen Substanzen was wir machen können.
00:52:03: wir sehen außen sag ihr rück mal das haben wir gemacht.
00:52:05: nein Die wesentlichen Zutaten kommt aus der Natur und wir hängen davon auf Gedei und Verderb ab.
00:52:11: Und deswegen ist es wichtig, dass wir so große Gebiete zur Selbstregulation lassen, das das Gesamtsystem noch funktioniert.
00:52:20: Wir testen geradeaus wie weit wir da gehen können als Menschheit.
00:52:23: Ich würde sagen, wir sind schon kurz vor der Grenze.
00:52:27: Dort wo wir sagen hey!
00:52:28: Das muss jetzt wirklich bleiben, damit die Systeme weiterarbeiten können.
00:52:33: Da sollten wir uns nicht einmischen und genau das machen wir aber.
00:52:36: In Nationalparks werden Bäume gefällt in Naturschutzgebieten sonder wie Lüneburger Heide da werden Schafe reingetrieben.
00:52:42: alles idyllisch alles gut aber wir greifen doch im Prozesse ein wo sagen aber doch Nicht-in-Schutzgebieten.
00:52:48: Tauf Landschaften in Moore.
00:52:50: Ja also dann lasst die Natur dasselbe machen weil wir haben nicht verstanden wie der es kann und diese Welt leidet ja nicht daran, dass Menschen zu wenig machen.
00:53:00: Sondern das sie zu viel machen und dann bitte nicht in Schutzgebieten.
00:53:03: Und die müssen auch größer werden.
00:53:05: Tina Turner, schieben wir hier jetzt rein?
00:53:09: Let's stay together.
00:53:11: Kriege ich einen Satz dafür?
00:53:13: Ja, kennenlernen Titel von mir und meiner Frau wobei meine Frau das vehement bestreiten würde.
00:53:19: Die würde sagen nein es war Lionel Richie.
00:53:21: Hallo!
00:53:22: Das ist unser Lied und ich sagte Nein meins nicht.
00:53:24: Ich mein Let's Day Together hat sich bewahrheitet bis jetzt
00:53:27: Definitiv ja wir können uns da über vierzehn Jahren
00:54:02: Radio eins die Hörbarusthürbaatradioe lautet unsere E-Mail Adresse.
00:54:06: Peter Wohlleben Es ist heute hier.
00:54:08: er ist der Gründer der Waldakademie Er ist Naturschützer Auch Förster.
00:54:15: Vielfacher Bestsellerautor, es gibt ein neues Buch über das wir jetzt sprechen.
00:54:18: gleich eine Frage noch haben Sie denn jetzt da Habeck weg ist und diese Welt sich sowieso so komisch gerade weiterdreht?
00:54:30: Und diese Naturschutzbelange aus verschiedenen Gründen in den Hintergrund geschoben werden nach dem Motto Ja ja schon aber was gibt er jetzt auch wichtigeres Diese Multikrisen?
00:54:40: also haben sie überhaupt noch Neudeutsch Allies?
00:54:44: haben Sie überhaupt noch Leute an Ihrer Seite, die in genug Gehör schenken und genug Einfluss haben, dass das auch umgesetzt wird?
00:54:53: Ja, also genug Gehir weiß ich nicht.
00:54:57: Das war übrigens auch vorher schon so.
00:54:59: Also nur weil Leute zuhören heißt es ja nicht, dass daraus irgendetwas erwächst.
00:55:04: Aber hören ist erstmal der erste... Das ist
00:55:06: schon mal die Hoffnung genau!
00:55:06: Also das denke ich doch das schon und das Netzwerk wird ja größer.
00:55:12: Ich erlebe auch gerade eine Verschiebung im Naturschutz, also hin von dem bisschen Old Fashion Naturschutz.
00:55:18: Das sind die großen Naturschussverbände zu den Influencern.
00:55:24: Also da passiert grade was unter dem Radar etwas älterer Menschen wie wir – ich krieg's zum Glück mit über die Kinder!
00:55:31: weil gerade auf diesen Social Media Geschichten da passiert wirklich ganz, ganz viel.
00:55:35: Da tauchen auf einmal Gesichter auf und die auch wirklich einen großen Einfluss haben in der jeweiligen Altersgruppe ist es wirklich... Also das tut sich was!
00:55:43: Auch da kann man zuversichtlich sein dass du sagst ja sie machen das halt anders, sie machen nicht den großen Verbänden mit einer Million Mitglieder so sondern sie machen es über Follower auf Social Media und auch sehr, sehr erfolgreich.
00:55:55: Also da tut sich auch gerade sehr viel.
00:55:58: also ich würde sagen es war die Frage das Netzwerk wächst und mir machten eher Sorge dass Politik aktuell sich radikalisiert sehr weit nach rechts abdrüftet global weil letztendlich Naturschutz ist ja Menschenschutz also die Natur als solche wird überleben Über große Zeiträume, über die wir vorhin sparen.
00:56:24: Entscheidend ist eigentlich Demokratie.
00:56:26: Demokratie erhält ohne die funktioniert Umwelt und Naturschutz nicht.
00:56:29: Und da sind wir wieder bei Empathie weil Demokratie ist ja letztendlich die in Gesetze gegossene Empathief.
00:56:35: Ja schön gesagt!
00:56:36: Die geht flöten.
00:56:38: Ich hoffe einfach dass wenigstens innerhalb Europas die verschiedenen Länder die Kurve kriegen.
00:56:44: dann blicken wir mit Sorge in einige Staaten
00:56:48: Aber auch unser eigenes Land.
00:56:49: Auch da kann man nur sagen, das habe ich auch gelernt.
00:56:54: Auf der einen Seite kann ich schon ganz schön draufhauen bei Leuten wo ich sage Leute ihr seid in einem politischen Amt und ihr macht da richtig Mist dann müsst ihr das auch aushalten.
00:57:02: die Kritik.
00:57:02: aber ich glaube trotzdem dass der bessere Weg ist über Empathie.
00:57:05: Dass man den Leuten einfach dieses Mitleid oder Mitgefühl näher bringt für die ja Mitwelt Umwelt Darüber eben auch empathie für Menschen.
00:57:18: Die Konkurrenz ist groß, die Aufmerksamkeit spannend werden kleiner.
00:57:24: Das hat sich schon verändert.
00:57:26: also auch mit Sicherheit auch was ihre Themen angeht und auch was das Rezipieren ihrer Inhalte und der Bücher angeht kann ich mir vorstellen.
00:57:37: Gut, das kann ich schlecht beurteilen in Bezug auf meine eigenen Bücher.
00:57:41: Ich mein' ich mach ja auch im Bereich Podcast und so.
00:57:44: Stimmt!
00:57:46: Jeden Dienstag haben sie Peter unter Wau.
00:57:48: Ja überhaupt nicht von meinem Sohn.
00:57:50: Find' ich gut.
00:57:52: Und... Auch da, also da erreiche ich wirklich viele Leute.
00:57:56: Schön.
00:57:57: Wo man einfach sagt, ja, also ... Das Buch selber Auch das, da wird ja immer wieder ein Abgesangen betrieben.
00:58:04: Glaube ich ehrlich gesagt nicht?
00:58:05: Ich glaube schon, dass sich das halt mit, weil es einfach was Haptisches hat.
00:58:09: Also sprich ja ganz andere Sinne an... Aber selbst wenn sich da etwas verschieben würde, ich sag mal Richtung Hörbuch oder anderer Medien dann ist das halt so.
00:58:17: Als das Buch aufkam und die Romane aufkam, da wurde auch davon geredet, dass sie auf gut Deutsch gesagt verblöden.
00:58:25: So sind Romane früher von, ich weiß gar nicht, sagen wir mal eben, das muss achtzehntes Jahrhundert gewesen sein oder so dass das verteufelt wurde.
00:58:33: Als das Radio aufkam und hatte immer dieselbe Diskussion beim Fernsehen, die dieselben Diskussion bei dem Computer, beim Handy
00:58:38: usw.,
00:58:38: also da bin ich relativ
00:58:40: entspannt.".
00:58:41: Das geheime Leben in der Bäume ist auch glaube ich als Graphic novel erschienen oder so was?
00:58:45: Ich finde es eine sehr gute Idee.
00:58:47: halte wirklich euch.
00:58:50: Auch Menschen unseres Alters oft keine Ahnung aus irgendwelchen Gründen nicht so gern zum Buch greifen oder unkonzentriert sind oder so.
00:59:00: Deswegen ist das dadurch wirklich eine gute Alternative noch.
00:59:04: Jetzt geht es gleich um Bakterien, aber erst geht es um... Aha!
00:59:08: Da ist es nämlich – Das geheime Leben der Bäume.
00:59:11: Good Times.
00:59:12: Schick haben Sie sich ausgesucht?
00:59:14: Jetzt finde ich gespannt, wofür dieses Lied steht.
00:59:17: Also das war unsere erste USA-Kanada Tour zum Englischen Buch «Das Geheimlebene Bäume The Hidden Life of Trees» und das ist ja auch da eingeschlagen.
00:59:28: wie bekloppt.
00:59:29: Ich weiß, wir kamen da an verschiedenen Flughäfen und er lief das über den Ticker.
00:59:32: In dreißig Ländern war das auf Platz ein?
00:59:35: Das
00:59:35: ist irre!
00:59:36: Und der denkt immer, das gibt's hier nicht.
00:59:39: Da hab ich relativ häufig dieses Lied gehört und es hat sich irgendwie in der Kombination eingebrannt.
01:00:07: Vielleicht können wir dieses Lieder nochmal abmoderieren indem sie noch mal so paar Sätze dazu sagen wie das für Sie gewesen ist.
01:00:16: Wenn die New York Times... Sie feiert, also sie und auch die Inhalte.
01:00:21: Also ich meine das ja natürlich toll!
01:00:23: Ich habe Ihnen vorhin schon gesagt, Sie sehen aus wie Moby.
01:00:25: Wahrscheinlich... Ja vielleicht sind Sie da für den Moment auch so ein Naturpops da gewesen?
01:00:30: Ich weiß es nicht.
01:00:32: Haben Sie zahlreiche Interviews gegeben?
01:00:34: Waren Sie in Shows?
01:00:36: Weren Sie dazu Gast?
01:00:37: Wer hat sich das
01:00:38: dargestellt?!
01:00:39: Ja, genau so.
01:00:39: Also es ging von einer Talkshow in die andere Auftritte vor Füllten-Sellen.
01:00:46: Ich weiß, in Toronto gab's sogar eine Art Schwarzmarkt vor uns.
01:00:53: Weil einfach alles schon länger ausverkauft war.
01:00:54: Es war einfach total verrückt!
01:00:57: Und letztendlich ist das bis heute so... ich unterhalte mich häufig mit meiner Frau drüber, dass man denkt auch jetzt nach zehn Jahren, das ist doch nicht
01:01:04: wahr?
01:01:05: Also wir müssen dazu sagen, dass der Kontrast eigentlich auch größer nicht sein könnte.
01:01:09: Ich kriege jetzt den Ort Hümmeln.
01:01:13: Sie leben in einem ... Ob das mit dem Wald?
01:01:15: Das weiß ich nicht.
01:01:16: Aber Hümmel muss... Es ist sehr klein und ein kleines Fachbackhaus.
01:01:19: Horst Haus!
01:01:20: Ich weiß es nicht.
01:01:20: Die
01:01:20: Vorstellung.
01:01:21: Genau, außerhalb von so einem Kilometer außerhalb vom Ort im Horst-Haus im Wald.
01:01:25: Wir haben eine kleine Wildkamera aufgehängt.
01:01:29: Also, mindestens einmal pro Woche kommt da eine Wildkatze vorbei.
01:01:32: Es ist wirklich ganz ruhig.
01:01:34: Wildschweine, Rehefüchse und so weiter.
01:01:35: Das ist einfach cool!
01:01:37: Da muss ich Sie kurz nach Igeln fragen?
01:01:39: Wie sieht es aus?
01:01:40: Bei uns haben wir wenig Igel, aber das von der Landschaft her gibt's auch nicht hier.
01:01:44: Wir sind eher andere Tiere, die bei uns unterwegs sind.
01:01:49: Ich befürchte, dass ein Igelmangel...
01:01:52: Das kann doch sein.
01:01:55: Blöderweise rollt er sich halt immer zusammen, wenn Gefahr ist und es auf Straßen sehr ungültig
01:02:00: ist.
01:02:01: Die Strategie ist auf moderne Zivilisation leider nicht ausgerichtet.
01:02:05: Dann kommen diese ganzen Mehrroboter dazu die ja mittlerweile doch noch etwas edelfreundlicher geworden sind aber das hat schon schwer.
01:02:14: So da gibt es jetzt also dieses neue Buch Bakterien die heimlichen Helden wie sie uns Menschen prägen und die Natur beeinflussen.
01:02:24: Und ich könnte mir vorstellen, dass ihr Verlag gesagt habt Mensch Peter können wir das nicht irgendwie anders sein?
01:02:28: muss das Wort Bakterien da drin seien?
01:02:30: Die Leute finden es unangenehm.
01:02:32: mit Bakterian assoziieren die meisten Menschen wirklich nichts Schönes und Sie sind angetreten um das zu ändern
01:02:39: Genau weil wir glaube ich einen Perspektivwechsel brauchen.
01:02:44: Wir sehen die Welt logischerweise aus menschlicher Sicht.
01:02:47: Wie soll's auch anders gehen?
01:02:48: Und das ist sehr einseitig.
01:02:50: Also Bakterien haben wahrscheinlich das gesamte Leben auf dieser Welt erfunden, also nicht nur gestaltet sondern erfunden auch mehr Zeller erfunden Pflanzen erfunden.
01:03:00: überall stecken Bakterie drin.
01:03:01: Gibt
01:03:02: es einen Platz der ohne Bakterian ist?
01:03:03: Nein
01:03:05: gibt's nicht.
01:03:06: Es wird sich ja irgendwo im Innern eines Steins oder so.
01:03:10: Aber ansonsten in der Luft sind Zehntausende pro Kubikmeter Auf allen Oberflächen In jeder Zelle Teilweise bis zu hunderttausend Stück, wir denken ja immer automatisch an Haut- oder Darmbacktien.
01:03:22: Das ist ja mit ein alter Hut mittlerweile und da wissen wir, ah!
01:03:24: Da gibt es auch ganz viele gute... Aber dass die überall drin sitzen, das die wie so einen Puppenspieler über das Nervensystem uns auch steuern.
01:03:35: Das hört sich jetzt ein bisschen fremdlich an wo er denkt.
01:03:37: Moment mal ich bin doch nicht fremt gesteuert?
01:03:39: Nee, das ist doch unser Körper.
01:03:41: Also andere Zellen, die frei rumwaggerbundieren, sagen wir mal wie rote und weiße Blutkörperchen Sie sind ja auch irgendwo angebunden.
01:03:47: Das akzeptiert man als Körpereigen, aber Bakterien, die da rumwuseln und die übertreffen alle menschlichen Zellen um Größenordnung, haben wir Vorbehalte.
01:03:57: Aber das sind wir!
01:03:59: Lieber Herr Wohlleben ich habe schon Probleme mit den Atomen.
01:04:04: Also mir vorzustellen dass hier alles aus Atom besteht und das wahrscheinlich sogar Bakterie aus Atomen bestehen.
01:04:12: Ich kann mir das wahnsinnig schlecht vorstellen Aber wir versuchen es mal.
01:04:17: Diese Bakterien... Es gibt ja dann wahrscheinlich in uns, also gehen wir mal von uns als Versuchsfeld aus oder als... Aus wie viel verschiedenen Bakterienstämen bestehen wir?
01:04:31: Können Sie das beantworten?
01:04:32: Nein!
01:04:32: Das weiß man nicht.
01:04:33: Ich kann... Wir konzentrieren uns mal auf die Hände Da kann man das etwas genauer sagen.
01:04:39: An den Händen gibt es so grob geschätzt.
01:04:42: Viertausend Bakterienarten, nur Arten.
01:04:46: Also von denen man weiß vielleicht sind's auch noch mehr und jeder Mensch hat davon so im Schnitt um die hundertfünfzig individuell sowie ein Fingerabdruck.
01:04:55: also jeder Mensch habt das individuell zusammengesetzt aus diesen viertausends hundert fünfzig Arten.
01:05:01: Und die rechte und die linke Hand unterscheiden sich da auch noch um siebenund achtzig Prozent.
01:05:06: Die linke Hand ist ein eigenes Ögo-System, die Rechte auch.
01:05:09: Wir wissen nicht warum!
01:05:10: Aber das hat alles seinen Sinn und diese kleinen Kerlchen verteidigen uns auch.
01:05:15: Und wir versuchen hier beim Händewaschen immer loszuwerden um zu sagen Moment mal aber der größte Teil davon ist doch gut Das sind ja wir.
01:05:22: Das ist wie körpereigene Zellen Und die verteidigen uns auch mit so was wie Pfeil und Bogen.
01:05:28: Bestehen Zellen aus Bakterien?
01:05:31: Nein, also in den Zellen sind Bakterie
01:05:32: drin.
01:05:33: Und
01:05:33: zwar nennen wir sie nur an das.
01:05:34: Wir nennen die Mitochondrien.
01:05:36: Wir sagen, dass es ein Zellkraftwerke ist als ob da so eine kleine Gas-Turbine läuft oder so.
01:05:42: Nein!
01:05:42: Das sind Bakteien, die haben sich da eingerichtet.
01:05:45: Die teilen sich übrigens auch selbstständig.
01:05:47: Die haben mit unserer sexuellen Vermehrung gar nichts zu tun.
01:05:49: Das machen ja alles schön unter sich aus.
01:05:52: Also überall sitzen diese Knilche drin und gucken, dass ihr Raumschiff rund läuft.
01:05:57: Und das sind wir!
01:06:00: Nur von der Vorstellung her... Jetzt würde man sagen, Moment mal aber, dass wir Bakterien sind, kann man sich jetzt echt schlecht vorstellen.
01:06:06: Überlegen wir doch mal wie das mit Körperzellen ist?
01:06:07: Mit Neuronen in unserem Gehirn.
01:06:09: Da sind ja so je nachdem wo man nachschaut, siebzig Milliarden von diesen Zellen.
01:06:14: Wir würden bis heute nicht, wie die sich zusammentun und sagen Das bin ich wenn man ins Spiegel guckt
01:06:19: Sie haben mich längst verloren.
01:06:20: Aber sprechen sie gerne weiter?
01:06:21: Sitzig
01:06:22: Milliarden Zellen, die sich so miteinander abstimmen, dass daraus ein Ich wird!
01:06:27: Das weiß man nicht wie das geht.
01:06:28: Das übersteigt eigentlich schon die Vorstellungskraft.
01:06:30: Sie haben vollkommen recht und die Bakterien mischen da möglicherweise mit also möglicherweise erzeugen zusammen unser bewusst sein.
01:06:39: Also dass wir nicht sagen können, die Körper eigenen Zellen das sind wir und die Bakterien, die da rumfummeln, das ist irgendwas anderes.
01:06:46: Das sind auch wir!
01:06:47: Das guckt auch mit in den Spiegel morgens.
01:06:49: Und wenn man sagen würde, die sind immer hässlich, die will ich loswerden... dann wären wir nicht mehr.
01:06:55: Was viele Menschen machen, also Stichwort Hygiene, weil ich das richtig... Also eine Freundin von mir ist Hautärztin und die flippt regelmäßig aus wenn sie sieht und hört was so alles was sich Leute auf die Haut ballern und vor allen Dingen auch Ein Reinigungslotion, also diese sogenannte Mikrobiom.
01:07:13: Wir haben ja wie Sie eben schon gesagt haben gelernt das gibt auch ganz viele wichtige Bakterien.
01:07:18: wenn wir die richtigen Bakterie nicht im Darm haben sieht es schlecht aus sehr sehr sehr schlecht.
01:07:22: dasselbe gilt glaube ich für die Hautbarriere und das sind so ein paar Sachen die man sich selbst ich mir ein bisschen erklären kann oder die so ein bisschen einleuchten aber Das würde sich danach zu richten würde für viele Menschen bedeuten, dass sie ihr Selbstbild und ihr dieses was Sie brauchen um sich wohl zu fühlen auch um sich sicher zu füllen komplett ändern müssten.
01:07:51: Es gibt ja Menschen die sich unwohl fühlen wenn sie nicht jeden Tag duschen.
01:07:55: Ja
01:07:55: Es gibt sogar Menschen, die sich jeden Tag zweimal duschen.
01:07:58: Wir reden nicht davon.
01:07:59: Feldarbeit viel Schweiß-Sport
01:08:02: usw.,
01:08:03: selbst da müsste man sich nicht den Körper einseifen.
01:08:05: Meine Hautwerbe würde ausrasten ist viel zu empfindlich.
01:08:08: Es gibt Menschen, der sich daran so gewöhnt haben und sich dann eben auch abends abschminken.
01:08:15: Reinigungsmilchsäfe, Lotion, selbst wenn es pHneutral ist nimmt das hier etwas vom Körper weg.
01:08:21: also würden sie auch raten weniger von all dem Kram zu nehmen?
01:08:25: und vor allem die richtigen Sachen.
01:08:27: Also, die Bakterien auf unser Haut – das sind ja auch wir!
01:08:30: Und diese Bakterinnen haben zum Beispiel teilweise die Aufgabe von Wachhunden.
01:08:34: Die halten uns schädliche Konkurrenz vom Leib und wenn wir sie jedes Mal mit runter raspeln ist es nicht die allerbeste Idee.
01:08:42: Ich sage mal ein schönes Beispiel aus der Forschung was jetzt aktuell aufgeschlagen ist.
01:08:45: Die Frauenhofer Gesellschaft hat eine Zahncreme entwickelt, die nur noch die schlechten Bakterie im Mund bekämpft.
01:08:51: Mit Zahnpasta, ich ja auch.
01:08:53: so gehen wir
01:08:53: maßen.
01:08:53: Interessant!
01:08:54: Setze
01:08:55: immer diese gesamte Besatzung kräftig runter auf null kriegt man es ja nicht hin aber man dämpft alle ab mit der Folge dass die schlechten immer einen hohen Anteil behalten.
01:09:04: Die gehen ja wieder mit hoch und dieses zahnpaster ist das erste ich glaube im moment ist sogar vergriffen Spätestens jetzt.
01:09:12: Genau, die nur die Schlechten bekämpft und die guten nicht.
01:09:15: Und dadurch kann man das endlich mal kippen, das Verhältnis.
01:09:18: Das sind die schlechten, die die Parathontose verursachen und so was ja wiederum aufs Herz schlägt.
01:09:23: Es hat ganz viele Auswirkungen, was
01:09:24: da passiert.
01:09:25: Man sagt Leute stimmt!
01:09:27: Man weiß seit vielen Jahrzehnten es gibt gute und schlechte Bakterien und immer bekämpfen wir alle mit der Seife, mit der Zahnpasta, mit Antibiotika.
01:09:35: Bekämpft doch bitte gezielt nur die, die wir nicht wollen und die zu unserem Körper gehören.
01:09:39: Lasst sie doch bitte leben!
01:09:41: Also da in diese Richtung müsste das gehen.
01:09:43: Die anderen gehören ja auch zu unserem Körper aber sie sind destruktiv wenn ich das richtig verstanden habe.
01:09:47: Ja, also es gibt welche klar, die sich grundsätzlich finden, auch die nur schlecht werden, wenn Sie überhand nehmen, aber es gibt natürlich auch angreifende Bakterien, die unseren Körper besetzen möchten.
01:09:59: Woher kommen die?
01:10:01: Schwürre durch die Luft, die nehmen wir mit den Speisen auf.
01:10:05: Das ist ja das typische verunreinigtes Fleischsein.
01:10:09: Nicht abgewaschenes Gemüse?
01:10:11: Solche Geschichten sind auch Krankheitskeime, die ich bei Handschlag übertrage und so weiter und so fort.
01:10:17: Also da gibt es immer mal wieder angreifende Bakterien.
01:10:20: Bakterie und Urbaktäne sind ja die artenreichsten Gruppen überhaupt auf diesem Planeten.
01:10:24: also das wäre so als wenn wir sagen würden Tiere sind gut und Pflanzen sind schlecht.
01:10:28: Bei beiden gibt es für uns gute und schlechte Arten.
01:10:33: Nur aktuell ist es so, dass wir die allgemeinen immer durch die Brille der Hygiene sehen.
01:10:39: Und das Thema Achtsamkeit hatten wir vorhin mal kurz... Dazu gehört es auch, die Körper eigenen Bakterien zu pflegen und die danken einem das.
01:10:47: Wenn man zum Beispiel mehr Sport macht dann schütten sie entsprechend Glückshormone aus.
01:10:52: Das ist das was manche Leute antreibt.
01:10:54: Das sind ja unten die sagen hey!
01:10:56: Das bringt unser Raumschiff in Schwung und feuern da unten Glückshornwohnen raus über den Darm, über die Nerven direkt ins Gehirn funken.
01:11:03: Also da freuen sich eigentlich die Bakterien.
01:11:05: Das sind die Glückszufühle, die man mit Sport hat.
01:11:07: Das ist die Rückkopplung der Darmbesatze wie gesagt mehr davon.
01:11:11: In welchem Zusammenhang stehen Bakterian und Hormone?
01:11:14: Entstehen Hormonen durch Bakterium?
01:11:17: Ja
01:11:17: also Bakterie produzieren Hormon.
01:11:20: Es gibt wissenschaftliche Ansätze, die sagen, dass unser Nervensystem im Ursprung konzipiert wurde von Bakterien um mit uns zu kommunizieren.
01:11:29: Und das dann erst das Thema Muskelsteuerungen usw.
01:11:31: kamen.
01:11:32: Also das ist eine Kommunikationsleitung unserer Stammbesatzung Die versuchte uns zu steuern gibt es zum Beispiel auch Hinweise wenn man sich roh kostreich ernährt.
01:11:42: Man muss es durchhalten wie beim Sport.
01:11:46: Dann stellt sich die Besatzung um und sagt wir wollen mehr davon Und Menschen, die zwei Wochen reichen dabei Rohkost schon.
01:11:52: Die kriegen anschließend Bilder vorgehalten mit Hamburger und Fritten und keine Ahnung was.
01:11:58: Es wird per MRT Scans gemacht also wissenschaftlich wirklich knallhart.
01:12:01: Dann sieht man dass die Probandinnen und Probanden, die vorher viel Rohkos gegessen haben das Hirn feuert.
01:12:08: Also Glückshormone feuert wenn sie Rohkosten sehen!
01:12:12: Diese Durststrecke... Man braucht eine Durststrecke um die eigene RT-Besatzung zu trainieren aber dann Hält die uns beide Stange?
01:12:19: Und wir denken ja, das ist unser Wild.
01:12:23: Das sind schon die Kleinen da unten.
01:12:24: Die merken hey, das tut uns gut mehr davon!
01:12:26: Ich habe das mit Wasser im Selbstversuch damals gehabt.
01:12:29: ich hab viel zu wenig getrunken und vor allen Dingen auch gar kein Wasser und habe dann wie sie sagen zwei oder drei Wochen habe ich das durchgezogen dass sich jeden Tag so ein anderthalb Liter stilles Wasser.
01:12:39: und ich habe gemerkt dass ich meinen Körper dadurch zu Durst überhaupt erzogen habe.
01:12:43: und Lust auf Wasser.
01:12:45: Hätte ich vorher nie, also war nie meine Wahl.
01:12:48: Und konnte mein Körper davon oder wahrscheinlich war nicht ich es sondern meine Bakterien waren es.
01:12:52: Aber
01:12:53: das sind auch sie.
01:12:53: Ja, das bin ich ja.
01:12:55: Stimmt?
01:12:55: Aber in dieser Stelle
01:12:56: ist es immer schwer,
01:12:57: dass hinter
01:12:58: den Gesang das sind
01:12:59: eigentlich wie Körpereigene Zellen.
01:13:01: nur die haben einen eigenen Willen und das finde mir glaube ich komisch.
01:13:05: Die kommunizieren auch, die haben eigene Sprachen.
01:13:07: Die führen teilweise richtige Kriege gegeneinander.
01:13:10: Da ist irre was los und dass das ein Körperbestandteil sein soll wie Finger oder Haare oder so was.
01:13:18: Ja zumal es sich um Milliarden handelt.
01:13:28: Zwei Songs haben wir noch.
01:13:30: Wir verlosen übrigens drei Exemplare dieses Buches und denken uns jetzt, während die Musik läuft eine richtig gute Frage aus... Ich kann das nicht richtig aussprechen!
01:13:39: Van-Daren von Nordmann?
01:13:42: Also in Schwedisch heißt es glaube ich Nutmen.
01:13:47: aber wie haben auch immer gesagt Nordmann.
01:13:51: Und wofür steht dieser Song?
01:13:53: Der steht für die Schweden-Urlaube.
01:13:54: Wir haben früher viel mit den Kindern, wir fahren immer noch nach Schweden aber als die Kinder klein waren Kanutouren in den abgelegensten Gebieten zwei Wochen mit Provianten auf irgendwelchen Wildflüssen und haben dann wenn wir von der Fähre gerollt sind mit dem Auto.
01:14:07: die Nachtfähre immer genommen, Kielgürteburg.
01:14:08: Dann das natürlich diese Lieder aufgedreht.
01:14:11: Sie wollten mal nach Schweden auswandern?
01:14:13: Ja, das hatte ich mal kurz überlegt als ich durch die Forstwirtschaft sehr unter Druck geraten bin und gesagt habe, nee also es ist einfach nicht zum Aushalten aber zum Glück haben wir's nicht gemacht.
01:14:21: Zum Glück!
01:14:35: Bakterien, die heimlichen Helden wie sie uns Menschen prägen und die Natur beeinflussen.
01:14:39: und ich möchte Ihnen liebe Hörerinnen lieber Hörersagen dass dieses Buch... Also unterhaltsam.
01:14:45: doch Ich würde so weit gehen zu sagen Das ist durchaus einleuchtend und unterhaltsam geschrieben wurde.
01:14:50: Ich stelle mich ein bisschen blöd an, manchmal wenn ich da abstrahieren muss.
01:14:54: also das muss sich dann zwei drei mal lesen um bestimmte Dinge zu verinnerlichen oder zu verstehen.
01:14:59: Also ich möchte nicht den Eindruck erweckt haben durch meine komischen Fragen dieses dass sei ein buch das irgendwie zu wissenschaftlich aufgezogen ist oder so gar nicht denn es ist ja ihre starke dass sie eben die dinge so auch mit Beispielen versehen dass das eigentlich einleuchtend ist.
01:15:13: aber es ist schon großes thema
01:15:15: Ja, es ist das wichtigste Thema auf dieser Erde.
01:15:18: Also seit vier Komma zwei Milliarden Jahren werkeln die daran rum und haben teilweise alle zwanzig Minuten eine neue Generation.
01:15:26: Warum
01:15:26: haben Sie so ne schlechte Lobby?
01:15:29: Wir haben ne schlechten Lobby weil sie klein sind und deswegen wahrscheinlich als eines der letzten Lebewesen entdeckt worden sind und man forscht eben noch nicht solange daran.
01:15:37: Das geht erst seit der Einführung dem Mikroskop und selbst dann hat man sich nicht sofort auf den Schirm gehabt Und man kennt auch sehr, sehr wenige Bakterienarten bis jetzt.
01:15:45: und ja wir fangen logischerweise mit den großen Sachen an.
01:15:48: So Wale, Elefanten so was und alles gut erforscht.
01:15:52: selbst da gibt es noch große Geheimnisse und die artenreichste Gruppe das ist so überbordend.
01:15:57: also ich glaube dann bräuchten wir nochmal tausend Jahre Wissenschaftsgeschichte um annähernd zu erfassen was da los ist.
01:16:03: Wenn Sie mir jetzt noch sagen dass Bakterienträumen wenn verlegt Ihnen Verstand
01:16:07: Das weiß ich nicht, aber wir kennen Einzeller also quasi Verwandte.
01:16:12: Also auch Einzellige Lebewesen die für die Hirnforschung genutzt werden weil sie offensichtlich so ähnlich denken wie wir.
01:16:20: Also warum nicht auch träumen?
01:16:21: Ja gut, es gibt ein paar Leute die wenn er nicht mir schon vorstellen kann dass sie so ähnlich denken wie Bakterien.
01:16:27: Sie haben eben als wir überlegt haben was für eine Gewinnfrage nehmen haben sie eine vorgeschlagen und ich finde aber dies zu spannend um sie sozusagen auszulagern.
01:16:37: Ich hätte vorgeschlagen lassen sie überlegen nehmen wir Spülschwamm oder Spülbürste.
01:16:43: Wo sind mehr Bakterien?
01:16:45: Mehr schlechte Bakterie muss ich ja jetzt fragen.
01:16:47: Das ist in jedem
01:16:47: Schein der Küche, genau!
01:16:48: In dem Fall tatsächlich schlechte Bakterien Und es ist mit Abstand der Spülschwamme.
01:16:53: Großangelegte Untersuchungen.
01:16:55: Interessanterweise in den Nordischen Ländern wird mehr Spülbürste genommen, bei uns eher der Spühlschwamm und da sind bis zu eine Milliarde von den Viechern und auch einige nicht besonders gesunde.
01:17:05: Deswegen entweder Spül-Schwammen benutzen und sehr häufig austauschen oder lieber die Spülbürste?
01:17:10: Es gibt eine viel bessere Lösung finde ich nämlich waschbare Schwämme.
01:17:14: Die sind super.
01:17:15: Also die liebe ich wirklich sehr, die gibt es auch mit so einer topfreiniger, mit so eine härteren Beschichtung und so, die nehme ich seit Jahren nur noch.
01:17:23: Und ja sie lassen sich jahrelang bei sechzig Grad waschen wenn man's drauf
01:17:27: ankommen lässt.
01:17:28: Aber auch da muss ein bisschen Wasser in den Wein gießen und sagen Ja also für den Temperaturen reicht das möglicherweise nicht ganz aus.
01:17:35: Da kommt dann auf das Waschmittel an ob das zum Beispiel Sauerstoffbleich oder sowas dabei ist Weil die Viecher halten ganz schön viel aus.
01:17:41: Neunzig Grad kann man aber auch.
01:17:43: Ah, das ist gut!
01:17:43: Dann geht's.
01:17:44: Dann geht es.
01:17:45: Okay.
01:17:46: Nein stattdessen stellen wir folgende Frage Welches Instrument spielt Peter Wohlleben wenn er denn Zeit hat?
01:17:55: Ist es A Die Orgel B Die Ukulele oder C Die Baumharfe?
01:18:02: Schicken Sie die richtige Lösung an hörbar at radio eins Und schreiben Sie bitte auch Ihre Telefonnummer und Ihre Adresse rein, damit wir Ihnen das Buch zuschicken können.
01:18:13: Wenn sie das Glück haben zu gewinnen!
01:18:16: Für Sie ist es jetzt der Auftakt... ...zu einigen Veranstaltungen und Lesungen kann ich mir vorstellen?
01:18:22: Wie kommt man an die
01:18:23: Termine?!
01:18:24: Also auf der Seite des Verlags, Pieperverlag, Schreckschrift Peter Wohlleben.
01:18:28: da sind die Lesungstermine aufgeführt.
01:18:30: Da kommen auch laufend jetzt welche dazu.
01:18:33: Da sind wir in der Planung drin, also es ist so quer durch die Republik von Nord nach Süd und Ost nach West.
01:18:38: Ich mach keine richtige Tournee oder so aber ich gucke das alle Regionen so ein bisschen bedienen.
01:18:43: Ja super!
01:18:43: Natürlich möchte ich keinesfalls versäumen auf die schöne Lesung mit Ihnen hinzuweisen Peter Wohleben am elften Juni Um neunzehn Uhr im großen Sendesaal des RBB in der Masurenallee.
01:18:58: Noch gibt es Karten, also elfter Juni um neunzen Uhr.
01:19:03: Hervorleben!
01:19:04: Dann können wir noch mal einen kleinen Verweis machen zur Waldakademie.
01:19:08: Unter welcher Homepage kann man sich da schlauen machen, denn sie geben... Da gibt es ja auch Seminare und Waldführungen.
01:19:13: Ich weiß das.
01:19:14: ob es diesen Rabatt noch gibt, weiß ich nicht.
01:19:16: Ich hoffe ja dass Kinder- und Jugendliche eine fünfzigprozentige Ermäßigung kriegen.
01:19:21: Weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so genau weil ich mich in die operativen Sachen nicht einwische bei Sohn und Schieger-Tochter.
01:19:26: aber also erstmal gibt's da jede Menge einfach unter waltakademie.de Und ich bin fast jedes Wochenende privat im Café.
01:19:34: Da gibt es ja auch ein schönes Café und da ist ich... Immer eine Waffel, mindestens eine pro Wochenende und wenn man nicht da trifft können die Leute mich wirklich gerne ansprechen.
01:19:44: Ich würde mich ja nicht da reinsetzen, wenn ich da anonym unterwegs sein wollte.
01:19:47: Nein
01:19:47: okay ist so lustig wie sie sich da jetzt gerade selbst beschrieben haben wie ein Tier im Zoo.
01:19:52: Ich bin immer an diesem Café und ich esse immer eine Waffe Und wenn dann jemand kommt um meine Frage stellt dann ist das total ok.
01:19:58: Es hat mich sehr gefreut.
01:20:00: Danke dass Sie so geduldig meine Fragen beantwortet haben.
01:20:03: Wir gehen raus mit dem Versäumnis Dass wir zwar einen Song rausgesucht haben gespielt.
01:20:08: Sie haben die Sängerin Tori Ames mit ihrer Arbeit zu einem Song inspiriert.
01:20:14: Sind sie sich mal begegnet?
01:20:15: Nein, nie!
01:20:16: Mir ist heute in Kulturkauf-Hos Dussmann eine Blatte in die Hand gefallen von ihr, eine CD.
01:20:23: Tori Aemes habe ich vorher nie gekannt aber ich habe eben gehört dass sie dieses Song The Hidden Life of Trees als Inspiration aus dem Buch genommen hat wo ich auch dachte wow das ist cool.
01:20:34: Hans Zimmer Wird diese Sendung oder dieses Gespräch hier beschließen?
01:20:39: Mit Cornfield Chase.
01:20:42: Noch Einsatz dazu?
01:20:44: Beste Film aller Zeiten, Interstellar!
01:20:46: Beste Filmmusik aller Zeiten.
01:20:48: einfach ergreifend unfassbar.
01:20:50: was da zusammengekommen ist das ja kann ich anders nicht in Worte fassen.
01:20:54: Vielen herzlichen Dank für ihre Zeit.
01:20:56: Danke für die Einladung.
01:21:10: Das war der Podcast der Radiosendung Hörbar Rust.
01:21:15: Wir hoffen, dass es Ihnen gefallen hat.
01:21:17: Wenn Sie möchten, Sie können ihn abonnieren!
Neuer Kommentar