Dennenesch Zoudé

Shownotes

Spaßeshalber droppen wir hier im 1. Satz mal names, denn welcher verhältnismäßig junge Mensch kann von sich schon behaupten, mit den Legenden Conny Froboess und Günter Pfitzmann zusammengearbeitet zu haben? Unser heutiger Gast kann es, Dennenesch Zoudé, die im Dezember des Jahres 1966 in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba zur Welt und mit 2 Jahren nach West-Berlin kam. Die politischen Verhältnisse in der Heimat wurden und blieben wackelig, die Rückkehr verschob sich auf ungewisse Zeit und Dennenesch konnte auf Umwegen das tun, wofür sie wirklich brannte: Theater spielen , Singen lernen. Als Schauspielerin arbeiten. Ihre erste Rolle 1992 bestritt sie - daher auch die legendären Verweise - in der früher sehr gefeierten „Praxis Bülowbogen“, ein guter Start also. Ein Blick auf Dennenesch Zoudés Stationen zeigt, dass sie sich inhaltlich nicht festlegen lassen möchte, davon zeugen Engagements als Sängerin, klassische Unterhaltungsfilme aber auch anspruchsvollen Theaterstücke. Und nun? Wird es ein ganz neues Projekt geben, über das wir natürlich auch sprechen. Neben all den Geschichten und Songs ihres Lebens.

Playlist 26.04.26

Stephanie Mills - Never knew Love like this before Kool and the Gang - Ladies Night Stevie Wonder - For once in my Life Teddy Swims - Lose Control Barry White - You’re the first, last, everything Ain’t no mountain high enough - Felix Jaehn ft. Nea, Bryn Christopher - No Therapy Miley Cyrus - Flowers Suzie Quattro & Chris Norman - Stumblin‘In

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00:00:03: Ich glaube, ich habe immer nach einer inneren Freiheit.

00:00:09: Nach einer innerer Erfüllung meiner Wünsche die Freiheit Musik machen, Musik hören, Theater spielen...

00:00:19: Also diese Affinität war schon da dann?

00:00:20: Die war da und die wollte ich ausleben.

00:00:22: Das war danach hab' ich irgendwie immer gesucht und gerungen und versucht mich mit Menschen zu verbinden.

00:00:28: oder ich sollte einen Plan B haben und mir ein Studium raussuchen.

00:00:33: Und dann habe ich mir das kürzeste Studium gesucht.

00:00:37: Das ist ein fataler Fehler, weil es ging drei oder vier Semester eineinhalb Jahre und es war ... Die härteste Zeit, Wirtschaftskorrespondente.

00:00:45: mit einem Abischnitt von da-da-da konntest du das eben so stark verkürzen und du lernst halt von allen bisschen Betriebswirtschaften, Volkswirtschaften.

00:00:53: Du lernest aber auch Stehen oder Dolmetschen übersetzen alles!

00:00:57: Und es hat mir in der Tat auch für meinen Beruf jetzt ein bisschen geholfen... Aber es war die härtesteste Zeit meines Lebens.

00:01:06: Das ist einfach

00:01:12: Horror.

00:01:15: Herzlich willkommen zur Hörbar-Rust.

00:01:18: Das ist mein Gast heute!

00:01:26: Spassesalber droppen wir hier im ersten Satz mal gleich Names, denn welcher verhältnismäßig junge Mensch kann von sich schon behaupten mit den Legenden Conny, Frobius und Günther Pfitzmann zusammengearbeitet zu haben?

00:01:40: Unser heutiger Gast

00:01:41: kann es

00:01:42: Denis Sudé, die im Dezember des Jahres neunzehnhundertsechzig in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba zur Welt und mit zwei Jahren nach West-Berlin kam.

00:01:53: Die politischen Verhältnisse in der Heimat wurden – und blieben wackelig!

00:01:57: Die Rückkehr verschob sich auf ungewisse Zeit Und Denis konnte auf Umwegen das tun, wofür sie wirklich brannte.

00:02:05: Theaterspielen singen lernen als Schauspielerin arbeiten Ihre erste Rolle, in der erster Rolle bestritt sie daher auch die legendären Verweise.

00:02:15: In der frühen sehr gefeierten Praxis Bülopu – ein guter Start also!

00:02:20: Ein Blick auf Lenninesch-Sudes-Stationen zeigt, dass sie sich inhaltlich nicht festlegen lassen möchte.

00:02:26: Davon zeugen Engagements als Sängerin klassische Unterhaltungsfilme aber auch anspruchsvolle Theaterstücke

00:02:33: und nun

00:02:34: wird es ein ganz neues Projekt geben über das wir natürlich auch

00:02:38: sprechen.

00:02:39: neben all den Geschichten und Songs ihres Lebens.

00:02:46: Herzlich willkommen, liebe Dennis!

00:02:48: Yay!

00:02:48: Thank you!

00:02:50: Vielen Dank!

00:02:50: Ich freue mich hier zu sein, Betti.

00:02:52: Wenn du ... hab ich jetzt gerade selbst mal kurz gedacht wenn du so auf dein Leben in dieser verkürzten Form selbst zurückblickst oder wenn du hörst welche Stationen so vorgelesen werden zum Beginn eines Gesprächs das klingt irgendwie ganz rund, ne?

00:03:07: Das klingt auch soweit weg.

00:03:09: Und ja, es ist trotzdem meins und ich muss ganz ehrlich sagen viel Glück gehabt, viel zum rechten Zeitpunkt im rechten Ort gewesen und Ja gesagt.

00:03:20: oft genug auch falsch Nein gesagt.

00:03:25: Auch mal falsch Ja gesagt?

00:03:27: Ja habe ich auch.

00:03:29: Ich weiß dass sich Herrn Flimm am Taliatheater mal nein gesagt habe, aber weil ich bei so einem Schiss hat zum Beispiel war.

00:03:37: Habe ich lange bereut.

00:03:37: jetzt bereue ich es nicht mehr?

00:03:39: Weil ich einfach sage man muss nichts bereuen.

00:03:41: Ich hatte gute Gründe das Nichts zu machen.

00:03:44: Ich finde dieses Bereun gar nicht so schlimm.

00:03:46: Es gibt ja Menschen die sagen die sehr nach dieser Devise Leben schon ein Regretariat und wenn ich irgendetwas anders gemacht hätte dann wäre ich jetzt nicht genau an diesem Platz und so weiter.

00:03:55: Ich find dieses bereuen Ja.

00:03:58: also das ist ja eigentlich so eine So eine Kursine des Scheiterns ein bisschen.

00:04:02: Und auch das ist ja in Ordnung, um zu lernen und damit umzugehen oder das hinzukriegen?

00:04:08: Also was so richtig zu bereuen...

00:04:11: Dann ist man nicht bewusst.

00:04:13: Nee wenn ich etwas bereue.

00:04:14: also und ich ringe schon sehr um's Bewusstsein weißt du.

00:04:17: Deshalb sage ich aus bestimmten Gründen Nein gesagt.

00:04:21: Und selbst ich habe es ja auch gesagt warum ich Nein gesagt hab weil ich Schiss hatte.

00:04:25: Und dazu stehe ich.

00:04:26: Total!

00:04:27: Ich finde das so interessant weil dieses Gefühl mit einer Sache tatsächlich überfordert zu sein.

00:04:33: Dass man das spürt, ne?

00:04:34: Das ist ja so.

00:04:34: die eine Sache, dass man sagt... ...das ist mein Bauchgefühl, das sagt mir nein!

00:04:38: Aber ich finde es fühlt sich genauso an.

00:04:41: in meinem Leben ist es so.

00:04:42: vielleicht geht dir das ähnlich wie die Herausforderung, das Ungewisse also die Sache, an der man auch noch ganz schön reibt und lernt usw.

00:04:52: Das fühlt mich ziemlich ähnlich an ins Ungewisse zu springen.

00:04:56: Ja, aber da bin ich... Also das kann ich ziemlich klar unterscheiden.

00:04:59: Ich bin ganz oft ins Ungewisse gesprungen und dann aber mit Schmackes.

00:05:04: Weil da habe ich so einen großen Impuls, dass ich einfach sage ja also nach Amerika zu gehen und dazu studieren und nicht zu wissen was auf mich zukommt.

00:05:10: Ja weil da rief oder ruft alles in mir nur ja!

00:05:17: Und du hast recht?

00:05:18: Auf der anderen Seite dieses Nein war auch so klar Das war so riesig und so, dass ich wusste.

00:05:25: Ich kann nicht händeln was mich da erwartet glaube ich Und von daher da stehe ich zu mir und deshalb gibt es da eigentlich nichts zu bereuen.

00:05:33: Es gab mal Zeit wo ich dachte Was wäre eigentlich gewesen?

00:05:37: Hättest du dich nicht stellen können Du springst doch gerne so.

00:05:41: Aber ne, konnte ich nicht Wollte ich nicht und endet's okay

00:05:45: Bist du aus dem Flugzeug gesprungen?

00:05:47: Ja

00:05:49: Einmal

00:05:50: Einmal Ein einziges Mal das erste und letzte Mal, weil ich nämlich Höhenangst habe.

00:05:56: Weißt du?

00:05:57: Hast du das vorher nicht gewusst?

00:05:59: Doch!

00:06:00: Ich hab's vergessen.

00:06:01: Das

00:06:01: glaub' ich dir.

00:06:06: Ein Geburtstagsgeschenk für einen sehr lieben Freund von uns, damals Oliver Berpen.

00:06:12: Der in Israel gefeiert hat im Tel Aviv und wir haben ihm meinen Falschirmsprung geschenkt.

00:06:17: und ich super was für eine tolle Idee!

00:06:19: Wir haben alle zusammengelegt und sind über der Negerwüste abgesprungen.

00:06:23: Also

00:06:23: ihr alle, ihr habt das nicht ihm allein geschenkt sondern ihr habt ihm geschenk dass er als Gruppe springt

00:06:27: oder nicht?

00:06:29: Ja, er hat es von uns bezahlt bekommen und jeder hat sich natürlich dann noch beteiligt also an seinen eigenen Sprung und wir waren eine Gruppe.

00:06:36: ich glaube wir waren dann zehn von vierzig oder sowas und genau dann im Flugzeug alles super!

00:06:43: Ich bin auch raus gesprungen aber zwei Hunde über dem Boden Fandsch, das ist überhaupt nicht mehr lustig.

00:06:50: Die Panik in meinen Augen!

00:06:51: Es gibt noch ein Video dazu und unten auf dem Bund.

00:06:55: ich habe mich überhaupt nicht eingekriegt.

00:06:59: Ich glaube es war das Schlimmste was ich je gemacht habe und ich will's nie wieder machen.

00:07:07: Also wir reden hier wahrscheinlich von so einem Tandemsprung davon.

00:07:10: Ja

00:07:11: natürlich.

00:07:14: Und dieser junge Israeli, der hinten weißte an mir und dann mir noch sagte Jee komm und machte dann immer so ne Achten.

00:07:21: Weißt du nur so in den großen Bögen und ich so... Oh fucking!

00:07:25: Entschuldigung ihr könnt da drüber bieten.

00:07:28: Ne

00:07:28: fucking herr ist hier absolut richtig aufgehoben.

00:07:30: Ich finde nur diese Vorstellung Du hast nicht irgendeine Jeans und eine Bluse an, sondern du weißt also alles in dir ist auf Vorbereitung.

00:07:39: Du hast irgendwie so Klamotten, du hast diese Gurte um.

00:07:41: Du steigst in den Flieger der Fliege wackelt es ist klein du fliegst hoch.

00:07:45: Also alle Momente

00:07:46: haben auch unten schon geprobt.

00:07:48: wie fällt man eigentlich raus?

00:07:49: Was musst du machen?

00:07:50: ja natürlich

00:07:51: Und ich glaube ohne selbst jemand gesprungen zu sein.

00:07:54: aber was man so sieht und erzählt bekommt das sind dann diese Sekunden und Minuten wahrscheinlich die einem ewig vorkommen obwohl's nur fünf sind oder vier vor so einem Sprung, wenn dann da oben diese Luke aufgemacht wird und dann vielleicht die erste Person springt.

00:08:08: Und du weißt plötzlich dieser Sprung ist ungewiss und da warst du total cool!

00:08:13: Da war natürlich, hatte ich Adrenalin

00:08:15: mit großen Augen und so gewesen...

00:08:16: Aber nicht so oh nein, nein, ne überhaupt nicht sondern mit heiden Respekt und yay also dann wirklich rausfallen und

00:08:26: dräumste da noch manchmal von diesem Gefühl?

00:08:29: Ich glaube das war Nein von dem Sprung.

00:08:32: Nein, überhaupt nicht null!

00:08:33: Das ist... Ich weiß das nur so.

00:08:36: es hat sich noch diese letzten zweihundert oder hundertfünfzig Meter überm Boden die haben sich ja eingebrannt.

00:08:41: Da weiß ich sofort.

00:08:42: Die möchte ich nicht nochmal erleben.

00:08:44: Oben war toll.

00:08:46: Du siehst auch, ich meine ja manchmal zu sehen dass die Erde rund ist.

00:08:51: Weißt du?

00:08:51: Das konnte ich von oben wirklich so eine Dwellbung sehen und das war toll, das waren schöne Bilder.

00:08:59: Und hat dich das den kleinen Höhen gegenüber mutiger oder ängstlicher gemacht?

00:09:05: Also wenn du jetzt zum Beispiel bei jemandem zu Besuch bist, der im fünften Stock wohnt und du bist auf der Dachterrasse und kochst runter.

00:09:12: Oder du bist im Schwimmbad, auf dem Fünnenbad falls so was vorkommt.

00:09:15: Sind das jetzt Höhen mit denen du leichter umgehen kannst?

00:09:18: Oder denkst du so...nein!

00:09:21: Ich mag es nicht.

00:09:23: ich weiß auch gar nicht was das mal war für Löwenzahn gedreht.

00:09:27: Ach,

00:09:28: ich hab das auch geliebt.

00:09:29: da habe ich so eine verschrobene Professorin.

00:09:31: Bekamen Sie denn da

00:09:32: drauf?

00:09:33: Ja, ja, verschrobende Professoren habe ich gedrehte!

00:09:36: Herrlich liebe Kinderfilme und... Ich musste auf ein Leuchtturm und dieser Leuchthurm draußen hatte einen Gitter und ich musste dort ...

00:09:48: spielen.

00:09:49: Also diese Aussichtsplattform, auf die man tritt?

00:09:52: Genau, konnte ich mal... Ich sehe sofort die Bilder und mir stürzt es schon!

00:09:55: Entschuldige, lass mich da nicht mehr weiterreden.

00:09:57: Tut

00:09:57: mir leid wenn ich dich jetzt hier in so ein Trauma reinrehe.

00:09:59: Nein nein, tust du nicht aber das weiß ich.. Es hat mir die Sprache verschlagen.

00:10:03: Ich habe angefangen zu weinen unkontrolliert und natürlich und ich musste immer wieder zum Set geführt werden zurückgeführt werden und ich bin ja auch.

00:10:13: Man sagte mir mal, ein bestimmter Herr.

00:10:16: Ja?

00:10:17: Ich sei zart aber zäh, hab mich durchgebissen!

00:10:22: Ich müsste mir diesmal noch mal anschauen, ob man das sieht.

00:10:25: Es war der Horror.

00:10:27: Also ich habe eigentlich keinen Trauma davon, aber ich weiß, dass es mich anstrengt und etwas Unkontrolliertes in mir passiert.

00:10:35: Ob das immer noch so ist, weiß ich gar nicht.

00:10:37: Ich versuche

00:10:38: jetzt relativ cool

00:10:40: damit umzugehen...

00:10:41: Wir haben nämlich eine Überraschung hier beim RBB.

00:10:43: Wir haben alle zusammengelegt und wollten

00:10:46: auf zum Funktum auf die Aussichtsplattform...

00:10:49: Ein kleiner Bungie-Jump, weißt du?

00:10:51: Von den Gebühren geldern!

00:10:53: Na gut dann nicht.

00:10:55: Danke.

00:10:57: Never knew love like this before Stephanie Mills.

00:11:02: Warum dieses Lied?

00:11:03: Das ist eine Wärme.

00:11:06: Ich bin ja so wahnsinnig verhaftet im Soul & R&B.

00:11:11: Das ist meine Jugend.

00:11:13: Da kommt Wärme, es erinnert mich

00:11:16: an Tage

00:11:18: die mich umarmen mit Einsamkeit verbunden mit Einsammkeit Sehnsucht, Einsamkeitssehnsuchten nach Liebe.

00:11:27: Oh!

00:11:28: Ich hatte hier einen Stichwort Aufwachmusik.

00:11:31: Du hattest ein Stich Wort aufwachen?

00:11:33: Ah ja jetzt benutze ich das so.

00:11:36: Aber das mein ich.

00:11:39: Stimmt auch.

00:11:39: Mit der wache ich gerade auf, hast du völlig recht ist im Moment so.

00:11:44: Du guckst mich gerade ganz entgeistert an,

00:11:46: weil ich versuche zwar dir medrale Gefühle übereinander zu schieben und weil ich gerade überlege ob ich dein Gehirn jetzt einfach gegen mich habe, weil Ich mit dieser Höhe angefangen

00:11:56: habe.

00:11:57: Ich glaube es rauscht gerade durch.

00:12:01: Ja nein!

00:12:01: Im Moment diese Tage wache ich wirklich... Mit

00:12:04: diesem Song auf.

00:12:06: Oh man, ich war bin wirklich weggetreten gerade.

00:12:09: Es ist mein Wecker!

00:12:11: Wie eine Wecker-Siege?

00:12:17: Nie

00:12:18: wieder frage ich jemand nach Höhenangst zu Beginn eines Gesprächs.

00:12:21: Man lernt nie aus.

00:12:23: Danke Stimmt das ist meine Weckermusik.

00:13:00: Die Schauspielerin Dennis Sudeh ist heute hier zu Gast.

00:13:03: Wir haben uns jetzt geordnet.

00:13:04: wir haben gegenseitig unsere Gehirne aufgeräumt.

00:13:07: Hier liegen ein paar Zettel zwischen uns, ein paar Fragen die du ganz nach Gusto je nachdem wann du willst nimmst vorliest.

00:13:14: Aha schon die erste.

00:13:16: Na was steht da drauf?

00:13:19: Ich werde richtig sauer.

00:13:20: wenn

00:13:21: Ja Wann wirst du richtig saur

00:13:25: Wenn Leute im also man ist so auf einer Stehparty oder auf einem Event und Leute reden non stop Also die in so einem Autopilot-Modus sind und nur reden.

00:13:44: Und zwar von dem Moment.

00:13:46: ja gerne, ich meine guck dir die Welt draußen an ne?

00:13:48: Und ungefragt ihre Emotionen und ihren ganzen, ihre ganze Meinung über einen auskippen.

00:13:56: Das macht dich richtig sauer!

00:13:57: Das macht mich ja.

00:13:58: Ich drehe mich um, also wobei werde ich da richtig sauer?

00:14:02: Ja es nervt mich, weil ich in etwas reingezogen werde, wo ich sage habe ich gerade gar nicht

00:14:08: zugestimmt.".

00:14:09: Und was wäre ein Signal der Zustimmung?

00:14:11: Weil ich finde das ganz interessant!

00:14:12: Was ist denn die Alternative?

00:14:13: Erstens dass man sich einlädt zum Gespräch.

00:14:16: wie geht das?

00:14:16: Woran würde ich merken, dass du jetzt Lust hättest mit mir über meine Gefühle zu Putin zu sprechen?

00:14:22: Was bedeutet überhaupt Gespräch?

00:14:24: Gespräch ist mal so ein Ping-Pong, das was wir gerade machen.

00:14:27: Aber wenn ich da fünf Minuten oder zehn Minuten

00:14:29: ... Ich rede

00:14:30: für einen Monolog und wenn dann so'n Mülleimer...

00:14:34: Und

00:14:34: ich glaube lernen bisschen Körpersprache, lernen mal so in Gesichtern.

00:14:39: Ich meine, ich hab dich gerade auch angeguckt als ich über Stefanie Mills gesprochen habe.

00:14:45: Weißt du so?

00:14:45: Danke

00:14:45: dafür!

00:14:47: Wirklich

00:14:48: sehr freundlich.

00:14:49: Wenn was ich toll finde und wodurch sich ein Gespräch auszeichnet und ich glaube daran kann man sich auch aktiv erinnern wenn man es nicht fühlt sind Rückfragen.

00:14:58: Also sind Fragen.

00:14:59: Absolut hin und her.

00:15:00: Genau.

00:15:01: Und da merkt man dann möglicherweise ob das gegenüber interessiert ist oder nicht.

00:15:07: Aber ich glaube, du hast die Antwort eigentlich schon gegeben.

00:15:09: Ich wollte gerade fragen, bist Du zu höflich um sowas dann zu beenden?

00:15:12: Aber Du wirst ja auch sehr virtuos und sehr eloquent.

00:15:15: Du wusstest wahrscheinlich einfach ein relativ schnelles Fade-out finden und wirklich woanders hingehen.

00:15:20: Genau!

00:15:21: Habe ich gestern Abend zum Beispiel gemacht.

00:15:24: Und wie klang das?

00:15:26: Das ist... Oh Leute, jetzt gehe ich wirklich.

00:15:29: Oh, Leute!

00:15:31: Genau.

00:15:32: Jetzt geh ich wirklich und ... Ich glaub wir haben's auch mitgekriegt, na klar?

00:15:40: Gut, also hast du doch schon super gemacht mit dieser ersten Frage.

00:15:42: Du musst die auch gar nicht ziehen!

00:15:43: Du musst sie auch gar nichts vorlesen weil ich möchte...

00:15:45: Ich bin neugierig.

00:15:46: Das

00:15:46: sind nicht meine besten Fragen.

00:15:47: Die habe ich mir nämlich wirklich Razzifatzi in den letzten zwei Minuten vorher überlegt.

00:15:51: Ich hätte mich gerne bessere für dich überlegen.

00:15:53: Okay

00:15:53: aber ich finde es macht

00:15:54: sich jetzt neugjähriger?

00:15:55: Ja ja nee, das macht mich nur... Nee jetzt möchte ich bald nicht mehr, weil wir haben ja schon die schlimmsten Sachen.

00:15:59: Höhenangst und was macht mich so wohl?

00:16:02: Du denkst, dass ist der Schlimmste.

00:16:03: The best is yet to come.

00:16:06: Zur Welt gekommen bist du, neunzehntsechs und sechzig.

00:16:09: In der Diopie.

00:16:10: Du wirst dich daran nicht erinnern.

00:16:11: Naturgemäß erinnert man sich nie daran?

00:16:13: Leider vielleicht ... Weiß ich nicht.

00:16:15: Man erinnerte ihn leider eher, weil ich glaube das ist strapatios so auf dem einen oder anderen Wegel.

00:16:21: Achso neugierig!

00:16:22: Ich fände es schon schön noch mal wirklich einzutauchen...

00:16:26: In den

00:16:26: Mutterleib?!

00:16:28: Ja natürlich findest du das nicht.

00:16:30: Hast du nicht?

00:16:30: Es gibt doch gerade so tolle Dokus darüber was im Mutterleid warst du da eigentlich schon alles mitkriegst als Kind Das mal mitzubekommen zu sagen, ah so habe ich damals getickt.

00:16:39: Das fand ich super und das fand nicht so gut oder?

00:16:42: Das hat mich berührt und mich nicht berührt.

00:16:44: also das macht man nicht heute schon alles.

00:16:45: Man hört klassische Musik und man weiß es so.

00:16:48: Man atmet, man kommt runter...

00:16:51: Ich glaube, geatmet wurde immer schon!

00:16:53: Ja du weißt welches Atmen die ich meine.

00:16:56: Damals haben sie aber noch getrunken und geraucht als meine Mutter nicht.

00:17:00: Aber

00:17:00: das ist so.

00:17:01: ja

00:17:02: Das verändert sich und ich glaube, es macht was mit Babys im Bauch.

00:17:06: Also ich finde das spannend!

00:17:08: Ich bin Klaustrophop.

00:17:10: Wenn ich jetzt wüsste, dass ich da zurück müsste... ...dass ich so wenig Platz habe, würde mich wahnsinnig machen.

00:17:15: Aber das bist du erst geworden, glaub ich?

00:17:17: Was macht man mit Babies die frisch geboren sind?

00:17:20: Die wickelt man ganz eng in den Tüchern.

00:17:22: Nein, ich hatte die Nabelschnur um den Hals.

00:17:25: Deswegen fehlt mir wahrscheinlich die Luft oder

00:17:29: so.

00:17:29: Trotzdem

00:17:29: bei der Vorstellung zu rücken Blase zu wollen, also auf den Fotos gebe ich dir recht.

00:17:34: Das sieht ja immer sehr schön und rosa aus.

00:17:37: Und so blubberig und warm...

00:17:39: Zurück möchte ich jetzt auch.

00:17:40: Ich möchte gerne du hast mich gefragt ob ich zu wissen was da damals los war.

00:17:44: Ja zurückmöchte ich jetzt bitte auch nicht!

00:17:47: Hast du mal eine Rückführung gemacht?

00:17:49: Nein

00:17:49: nein.

00:17:50: Bist du mal hypnotisiert worden?

00:17:53: Ja ich glaube schon.

00:17:56: Das ist die beste Antwort auf diese Frage.

00:17:59: Ich glaube schon, ich weiß es nicht.

00:18:00: Ich bin's bis heute.

00:18:02: Da ist irgendjemand wahrscheinlich, der dich mit so einem kleinen Joystick

00:18:06: lenkt?

00:18:07: Nein, da wäre ich dann schon wieder ausgestiegen.

00:18:09: Nein!

00:18:09: Ich habe aufgehört zu rauchen und das hieß Hypnosis aber ich war ja die ganze Zeit anwesend.

00:18:14: also von daher eigentlich hab' ich das dann noch über Akkupunktur gemacht.

00:18:18: Und das war in der Corona-Zeit.

00:18:19: Also war ich da hypnotisiert?

00:18:21: Nee...

00:18:22: Noch eine letzte ESO-Frage.

00:18:25: Ich erkenne mich selbst nicht, ich weiß nicht was los ist mit mir aber ich lasse das jetzt mal raus.

00:18:30: Bist du jemals zu einer Wahrsagerin gegangen oder zu einem Helserinnen?

00:18:34: Mehr als einmal?

00:18:35: Ja!

00:18:36: Würde ich es weitermachen?

00:18:37: Nein.

00:18:38: Warum nicht?

00:18:40: Weil ich glaube... Damals wollte ich mehr wissen.

00:18:47: Ich glaube wirklich an die Fähigkeit, dass Menschen hell sehen können.

00:18:52: Also voraussehen können und gleichermaßen denke ich oder bin nicht der festen Überzeugung, ich lenke wenn ich mir darüber bewusst bin in worin in welchem Umfeld ich gerade bin also

00:19:02: energetisch kosmisch.

00:19:04: wie würdest du das sagen?

00:19:05: Du bist ja jetzt eigentlich auch ein sehr bodenständiger Mensch.

00:19:08: mit so einem würde ich jetzt mal tippen so'n mit so'nem mit so'm fünftel Spiritualität ist es mehr als es weniger was würdest?

00:19:16: Erst mal denke ich, dass wir alle spirituell sind und zwar hundert Prozent kommen nur drauf an.

00:19:21: Da haben wieder Zugänge.

00:19:22: Ich glaube es gibt so viel mehr als das was wir sehen riechen und befühlen können.

00:19:29: Ich glaub da ist soviel... ich liebe Matrixfilme by the way!

00:19:35: Und ich kann mir gut vorstellen, dass es irgendwie Parallelwelten gibt.

00:19:38: wobei also ich finde das spannend wenn ich an jemandem denke Und die schreibt mir in dem Moment.

00:19:47: So, und das meine ich mit... Ich glaube wir sind alles Energie!

00:19:50: Wir wissen es von Elefanten und das mein ich einfach damit.

00:19:53: Was wissen wir von Elefonten?

00:19:55: Dass Elefonnen kommunizieren können über Kilometer und sich Dinge erinnern.

00:20:01: wo war das Wasserloch vor zwei Jahren?

00:20:04: Wo?

00:20:05: ja und sie kommunizierend?

00:20:06: wer ist in Gefahr?

00:20:07: da gibt's das Wachalte und die Trompeten.

00:20:09: nicht sondern sie sind einfach in einer Schwingung.

00:20:13: So, und das senden die aus.

00:20:16: Ob sie denken oder so weiß ich nicht.

00:20:18: Gibt ein ganz tolles Buch einen Roman.

00:20:20: ähnliches

00:20:21: Buch hat mir mein Schwestern vor Jahren mal gegeben.

00:20:23: da war ich sehr fasziniert und dann dachte ich wenn die Elefanten können können wir das bestimmt auch.

00:20:28: letzte Frage zu diesem Themenkomplex versprochen Ist dir das geschenkt worden oder bist du aus eigenen Wünschen und nach einem eigenen, wie soll ich sagen?

00:20:39: Einen Impuls zu dieser Hellseherin gegangen oder zu diesem Wahrsager.

00:20:44: Wie ist mir das geschehen?

00:20:45: Manchmal

00:20:46: schenkt man so was wie ein Falschwurmsprung.

00:20:47: Haben wir schon über falsche Gespräche gesprochen?

00:20:49: Ehrlich?

00:20:49: Was war's?

00:20:51: Das sind so... Nein, oh weich!

00:20:52: Hast du selbst schenken

00:20:53: können?

00:20:54: Also

00:20:54: ich habe das schon einmal geschenk bekommen.

00:20:56: ja.

00:20:56: Ja

00:20:57: okay, nee ich wollte das.

00:20:59: Ich wollte dass.

00:20:59: ich bin freiwillig hingegangen Genau.

00:21:02: Hat sich das bewahrheitet, warst du da?

00:21:04: Zum Teil ja!

00:21:05: Ja okay.

00:21:06: Hat dich bei dir bewahrt?

00:21:08: Warst du dort?

00:21:10: Ja ich war da... Ich fand es ein bisschen eigenartig und Mein Gehirn vergisst sowieso solche Sachen, die mir da gesagt wurden.

00:21:19: Nur an eine Sache erinnere ich mich, dass sie mir sagte, ich müsse mir keine Sorgen um das Finanzielle machen.

00:21:24: Sie sieht, dass ich als alte Frau immer noch genug Geld haben werde Um ihren knalligen roten Lippenstift drauf zu machen und zu kaufen.

00:21:32: Das fand ich befremdlich.

00:21:35: Was von... Ein bisschen

00:21:36: einartig, weiß ich auch nicht.

00:21:38: Ja genau

00:21:38: Cool and the Gang hast du mitgebracht.

00:21:40: Ladies Night steht für

00:21:44: meine Jugend zwischen vierzehn und achtzehn.

00:21:50: Das war der Discosong überhaupt, da habe ich meine Jugendliebe kennengelernt in Ostberlin.

00:21:58: Oh ist das der Mann den du geheiratet hast?

00:22:00: Ja genau!

00:22:02: Mit achtzehnen hab' ich den geheirattet, genau lieben Gruß Sebastian.

00:22:07: Und da haben wir im Osten unter dem Fernsehturm, da ich dir ein Song glaube ich auch zum ersten Mal gehört.

00:22:12: Interessant ne dass sie eben Osten das gespielt haben.

00:22:16: Da haben wir dazu getanzt.

00:22:18: Okay, spielen wir.

00:22:40: Die Schauspielerin Dennis Sudeh ist heute hier zu Gast.

00:22:44: Also nochmal!

00:22:46: Los ging's in Addis Abeba.

00:22:48: Sprach ich das überhaupt richtig aus?

00:22:49: Absolut.

00:22:49: Äthiopien... Du weißt es heißt neue Blume Adis, neu.

00:22:54: Abba ist die Blume.

00:22:55: Ja

00:22:55: stimmt jetzt wo du sagst ich erinnere mich so langsam wird mein Vokabular des wie nennt man es noch mal das Amharische wird wieder Wache in mir.

00:23:06: Das ist schon eine sehr besondere Sprache finde Ich die sehr jedenfalls wenn wenn Du sie sprichst ich habe dich da schon sprechen hören Ist das sehr sehr weich und sehr melodisch.

00:23:17: würdest Du mir nochmal den Gefallen tun Vielleicht Äthiopierinnen und Äthihopia hier in Berlin zu grüßen oder überhaupt über den.

00:23:25: Tadeh ist in dem Natu bedamme sag na lozare, bebetina is si nouda lid?

00:23:32: Und ich spreche wie so eine

00:23:33: fünfjährige glaube ich nicht!

00:23:35: Ja doch

00:23:36: wirklich die werden sich todlaren.

00:23:38: Bedam konjok en lantahullatuh.

00:23:43: Und ich wünsche euch einen schönen Tag habe ich gesagt.

00:23:45: Vielen herzlichen Dank.

00:23:46: ja das ist schön.

00:23:48: du bist Mit zwei Jahren nach Berlin gekommen.

00:23:52: Dein Bruder und deine Schwester kamen erst hier zur Welt, ne?

00:23:55: Du warst also eine Weile wie lange Einzelkind?

00:24:00: Sechs Jahre.

00:24:01: Und dann nochmal mit zehn.

00:24:03: Da kam mein Bruder hinterher gekleckert.

00:24:06: Deinen Vater hatte, glaube ich in Stipendium hier, hat auf jeden Fall hier studiert.

00:24:11: Er ist Bauingenieur.

00:24:13: Vermessungsingenieur.

00:24:15: Und eigentlich war der ursprüngliche Plan ja auch zurückzugeben nach Äthiopien.

00:24:22: Woran scheitete es?

00:24:25: Der Kaiser ist gestürzt worden, Kaiser Heiles Elassé ist entmachtet worden.

00:24:31: Es gab ein Putsch, das Militär an die Regierung hat übernommen und Somit war es für viele eine sehr ungewisse Zeit.

00:24:42: Jetzt ist mein Vater aus dem aristokratischen und eigentlich haben viele schon im Ausland studiert, die dann noch in Äthiopien waren oder schon wieder zurückgekehrt waren sind eigentlich alle raus gegangen weil deren Lebenssituationen war auch nicht mehr die gleiche enteignet worden Und natürlich auch Gefahr für Körper.

00:25:07: Ihr habt hier erst mal, ich will nicht sagen behälfsmäßig gewohnt.

00:25:11: Das ging schon aber es war natürlich für eine Familie, für eine wachsende Familie nicht ideal.

00:25:17: Es gab einen Außenklo das kennt man noch aus diesen Zeiten in Berlin und dann seid ihr irgendwann umgezogen nach Spandau.

00:25:24: daher kommt auch dein...

00:25:26: Genau meine Liebe für den Betongeruch!

00:25:31: Nein, Betongeruch ist schon was Schönes.

00:25:33: Ich weiß schon, was du meinst?

00:25:35: Es bedeutet Aufbruch!

00:25:36: Also für mich das verbinde ich natürlich damit nicht.

00:25:39: Wir sind aus dieser wirklich sehr speziellen Altberliner Wohnung mit so einer Küche.

00:25:45: da war die Stand-die-Badewanne drin Das Klo war auf der halben Treppe draußen.

00:25:50: es war immer kalt wenn man auf Toilette muss und dann haben wir Und das war wirklich auch ein Wunder, dass wir die zugesichert bekamen dann nach Spannendau.

00:25:59: Weißt du?

00:25:59: So ein Hochhaus-Westplatte nenn ich.

00:26:02: das wurde fertiggestellt und mein Vater ist da immer voller Neugierde hingefahren und wir haben uns ... sind der über Kabelschächte... Ich weiß nicht was auf einem Baustell gibt, weil also dürfte man sowas gar nicht mehr und haben unsere Wohnung angeschaut.

00:26:17: Ach klar!

00:26:17: Er war ja in diesem Zustand Ein Fachmann quasi und konnte sich diese Baustelle...

00:26:22: Gibt es denn ein anderes Arbeiten?

00:26:24: Ja,

00:26:24: aber der ist da einfach raus.

00:26:25: Weil er das natürlich kannte und wusste, wie man sich so.

00:26:28: Und wir sind da wirklich in behelfsmäßigen Wände standen noch nicht, war nichts ausgebaut.

00:26:34: Türen waren natürlich noch nicht drin so.

00:26:37: Seine Begeisterung!

00:26:39: Für die Situation, für die Vorfreude.

00:26:41: Die nimmst du als Kind übrigens... Hat er mir das auch nicht gesagt?

00:26:44: Das habe ich einfach nur wahrgenommen von ihm!

00:26:47: Immer diese Freude immer so wie er sich geäußert hat sicherlich dann auch.

00:26:51: Das hab' ich übernommen und deshalb mag ich Geruch vom Beton.

00:26:56: Und ich mag Baustellen auch da.

00:26:59: Dein Vater hat dir auch glaube ich... relativ viel beigebracht.

00:27:02: Ich glaube, Elektrizität ... Du würdest mir keine Lampe anschließen?

00:27:05: Das würdest du nicht gehen oder so?

00:27:07: Nein, ich hab eine gewischt bekommen als ich versucht habe, mich an meiner Schreibtischlampe die festzuschrauben und ... Ich bin so schreint und heulen zu meinen Eltern gerannt weil ich dachte, ich hätte tot sein können.

00:27:22: Und das hab ich ihnen immer vorgeworfen.

00:27:24: Genau!

00:27:24: Bist du vorgeworfene?

00:27:25: Warum hast du ihn das vorgewarven?

00:27:27: weil er mir so viel beigebracht hat, was ich machen kann und wie ich es machen soll.

00:27:31: Aber er hat mich offensichtlich nicht beigebracht, dass ich mich nicht mit einem Schraubenzieher irgendwie innen ... Ich weiß auch gar nicht warum ich eine gescheuert bekommen habe, aber auf irgendwem musste ich ja sauer sein.

00:27:40: Wir hatten das Thema heute schon.

00:27:42: Und das waren meine Eltern in dem Moment.

00:27:44: Aber ich glaub, ich hab mich nur wahnsinnig erschrocken.

00:27:47: Deshalb hab ich so geweint und hab immer nur geschrieben, ich hätte tot sein können!

00:27:52: Und was kannst du?

00:27:53: Was kannst du ganz gut?

00:27:55: Ich kann... eigentlich bin ich ein guter Hivi.

00:27:59: Ich bin kein Ingenieur, ich kann gut anreichen!

00:28:02: Darauf hat mich mein Vater trainiert.

00:28:04: Der stand auf der Leiter, reparierte oben was oder machte irgendwas an der Elektrizität zeigte nur mit der Hand, mit der flachen Hand nach unten.

00:28:12: Neuner Schlüssel?

00:28:13: Das hat er nicht gesagt.

00:28:17: Ansage in seine Hand legen und manchmal wusste ich es nicht.

00:28:19: Und dann hatte ich einfach verschiedene Werkzeuge, Schraubenschlüsse, Hammer, wenn sie Ecke war in der Hand und habe sie mir angereicht.

00:28:27: er konnte sich dann was aussuchen das Mitdenken.

00:28:30: Was könnte jetzt gefragt sein?

00:28:33: Was kommt als nächstes?

00:28:34: Brauchst du jetzt Wasser brauchst du den Lappen brauche da dasselbe sage ich.

00:28:37: das könnte ich wirklich

00:28:38: gut.

00:28:40: Er hat dich heraus gefordert.

00:28:41: ne er wollte also.

00:28:43: er hat dich Gefordert

00:28:44: absolut Immer.

00:28:49: Gut ist nicht gut genug?

00:28:50: Habe ich mir das richtig gemerkt, oder ...

00:28:53: Nee, du musst immer besser sein als alle anderen.

00:28:55: Das war mal so ein Standardbruch von ihm.

00:28:59: War nicht schön.

00:29:00: Konntest du dich davon im Laufe deines Lebens wenigstens ein bisschen lösen?

00:29:03: Weil die meisten Menschen haben diese Glaubenssätze so verinnerlich, dass sie auch als Erwachsene ... Ich bin noch dabei!

00:29:10: Nein aber geht wesentlich besser.

00:29:13: Hat aber echt lange gedauert.

00:29:15: Okay, Musik.

00:29:16: Stevie Wonder For Once In My Life.

00:29:19: Oh dazu gibt's eine Geschichte das weiß ich!

00:29:21: Aber wir hören vielleicht erst mal den Song und hören uns danach die Geschichte an.

00:29:44: Stevie wonder for once in my life.

00:29:46: zu Gast ist heute die Schauspielerin Dennis Sudeh.

00:29:50: Du bist nicht nur ihm sondern auch um eine Sache kurz vorwegzunehmen Greg reporter Den habe ich einfach weil du uns zu viel Songs geschickt hast hab ich ihn von der Liste gekickt.

00:30:01: aber Bemerkenswert, dass du auch diesem außergewöhnlichen Sänger begegnen durftest.

00:30:06: Hast du ihn kennengelernt?

00:30:08: Wirst du soweit gehen oder warst du bei einem Konzert von ihm?

00:30:12: Oder bei Gregory Porter?

00:30:13: jetzt?

00:30:13: Bei Gregory Porter ja, war ich beim Konzern und wir waren im Forum in der Philharmonie und ich saß unten... Und das ist natürlich hey!

00:30:24: Wir sind hier in Deutschland aber wenn zwei drei Schwarze in einem Raum sind hat mein Blick kontaktiert Und man begrüßt sich und der kam zu mir.

00:30:34: Hey!

00:30:35: Ich saß auf dem Tisch baumelte mit den Beinen, wieso?

00:30:38: Das ist noch nicht lange her.

00:30:39: Dann kam er zu mir, hat dich zu mir gesetzt...

00:30:42: Mit seiner Kappe hatte

00:30:44: er die immer auch.

00:30:46: Gibt es dafür einen Grund, den ich vielleicht mal wusste und vergessen habe?

00:30:52: Er hat helle Flecken drunter, die hab' ich gesehen.

00:30:55: Ich hab mich damit nicht weiter beschäftigt.

00:30:57: Es hat nichts mit seinem Gehör zu tun

00:30:58: oder so?

00:30:59: Nein, das kann sein, ob er ein Ohr hat.

00:31:01: Das könnte auch sein, dass es verbrannt mal war und dass da ganz helle Haut drunter ist.

00:31:07: Dann kommt er also zu dir ... Das wird ja auch nicht unbemerkt geblieben sein.

00:31:10: Nein, haben alle mitgekriegt.

00:31:11: Natürlich!

00:31:12: Und dann

00:31:13: habe ich gesagt okay.

00:31:14: Now he's talking to me.

00:31:16: now we're talking.

00:31:19: Was hat der gesagt?

00:31:20: Hi

00:31:21: Hi, der bist du und so weiter.

00:31:22: Ja was machst du?

00:31:23: Und habe ich gesagt ey supergeiles Konzert!

00:31:25: Ich höre deine Songs schon so lange und dann haben wir über alles Mögliche gesprochen.

00:31:30: ja er hat geflirtet und ich wusste nicht was sich damit anfangen sollte weil ich dachte irgendwie so aus dem Groupie Alter ist man eigentlich auch ein bisschen raus und hab das versucht zu aufhören.

00:31:39: wie war es?

00:31:40: schade

00:31:41: weiß ich nicht.

00:31:42: ich weiß ja auch gar nicht und das werde ich mich hüten dich danach zu fragen in was für einem familiären emotionalen Zustand du gerade bist ob du Dich binden möchtest, ob du dich verlieben möchtet.

00:31:53: Ob du verliebt wirst?

00:31:54: Keine Ahnung Aber ich glaube der Typ wird also ein bisschen flatten.

00:31:58: mit einem guter Typen

00:32:00: habe Ich es jetzt auch nicht so dass ich nicht zurück geflirtet hab aber das ist dann.

00:32:05: das ist ein nettes Geplänkel.

00:32:08: So ja

00:32:09: man kann noch mal zum vietnamesen gehen Das muss ja nicht mehr raus.

00:32:15: Ihr hättet jetzt den Blick sehen sollen die nicht mit dir zugeworfen.

00:32:20: Gut, so.

00:32:22: und mit Stevie Wonder war es ein bisschen anders.

00:32:25: Es war ähnlich dass der auch flirty war aber damit...

00:32:30: Da habe ich mir eine richtige Geschichte ausgedacht.

00:32:33: Ich war so Fan Und ich muss sagen, ich war noch nicht voll dirig.

00:32:39: Du warst sechzehn glaube

00:32:40: ich.

00:32:40: Ja ja und hab' ich euch das geschrieben?

00:32:44: Okay!

00:32:44: Ich warsechzehnt Ich war so Fan und es war er und Michael Jackson.

00:32:54: Und das ich dachte, ich muss den kennenlernen.

00:32:57: Damals war ja auch meine erste Liebe noch Musik!

00:33:00: Das war aber nicht irgendwie groopimäßig.

00:33:03: Ich will was von dem sondern groopi mäßig... ...ich möchte etwas von dir lernen.

00:33:08: wie machst du das eigentlich?

00:33:09: Woher kommt diese

00:33:10: Gabe?!

00:33:12: Also aufsaugen wollen, was hinter diesem Talent steckt.

00:33:17: Und also habe ich, wie man eben so in einem Naviden leicht sind als Jugendliche im Hotel angerufen und hab gesagt.

00:33:26: Ich bin eine alte Freundin von ihnen in meinem Schulenglisch.

00:33:31: Ich hab ja hier mit vielen Amerikanern ab und habe dort angerufen bestimmt fünf, sechs, acht, zehn Mal und hab immer gefragt ob sie mich durchstellen können.

00:33:41: Zu Stevie

00:33:41: Wonder!

00:33:42: Ich wusste ja auch, ich weiß gar nicht mehr wie der richtig heißt.

00:33:44: Das ist ja nicht sein richtiger Name.

00:33:46: Hatte ich aber vom Plattencover irgendwann mir mal rausgenommen... Wir hatten ja noch die ganze KI und noch das Internet.

00:33:54: Ich war sogar am Hotel und hab mich da mit einem schicken Kleidchen und dachte nur er wird hier rein- und rauskommen und wir könnten uns mal unterhalten über Musik!

00:34:02: Ich hatte hier einfach niemanden als Ansprechpartner.

00:34:06: Dann denkt man sich dann frage ich doch Stevi wenn er in der Stadt ist?

00:34:09: Genau so Nach dem Konzert, ich stand in der ersten Reihe Waldbühne und die Musiker picken auch so.

00:34:19: Und da hab' ich erst mal ... Ich war noch nie groopy, deshalb kommt dieses Wort heute.

00:34:23: Ziemlich häufig wenn du mich fragst?

00:34:24: Genau!

00:34:25: Aber es ist eigentlich nur weil ich ja weiß worüber wir reden oder was ich euch zuspielt habe.

00:34:31: Haben Sie mich gefragt you wanna come and join us for dinner?

00:34:35: Und dann sind ich und meine Kusine über die Absparung rüber.

00:34:38: Zwischen zwei Riesen-Lastwagen, wo das Equipment drin war, schob sich eine schwarze Limbo vorbei.

00:34:46: Ja natürlich!

00:34:48: Dann stieg ich in ein Auto und saß plötzlich neben Stevie Wonder.

00:34:53: Und seinen Brüdern?

00:34:54: Du überlegst das gerade, du kriegst es grad total im panischen Blick und überlegt

00:34:58: woher?

00:34:59: Weiß ich nicht.

00:35:01: Da

00:35:01: hab' ich den schon mal erzählt.

00:35:04: Vielleicht?

00:35:05: Wahrscheinlich!

00:35:06: Nein also dass die lustige Ponte ist.

00:35:09: ja wir hatten abend wir waren dinner und so weiter.

00:35:12: Ich komme nach Hause relativ spät in der Nacht.

00:35:15: Also es war ein Nachmittag nacht Und am nächsten Morgen auch... Mein Vater hat zu mir einen Frühstück schon gesagt.

00:35:24: Wo war du?

00:35:25: Du warst gestern, hier haben wir Amerikaner angerufen und haben noch eine Donner.

00:35:29: Ich habe ja natürlich nicht meine richtigen Namen angegeben, sondern ich heiße Donna und wir kennen uns noch von da unter.

00:35:35: Und er sagte, die haben drei, vier mal irgendwelche Leute angefragt nach einer Donner gefragt.

00:35:40: Donna!

00:35:40: So das ist die Beonte und ich so... Das haben sie wirklich gemacht aber ich hab ihn doch schon kennengelernt.

00:35:49: Und das war auch, wenn ich mich recht erinnere.

00:35:52: Korrigier mich da auch gerne!

00:35:54: Ich will dieser schönen zarten Geschichte keinen Ohr gut geben aber es war dann schon auch gut dass ihr gegangen seid ne?

00:36:01: Weil's wäre schon möglicherweise in eine andere Richtung gegangen ist.

00:36:05: Insofern seht

00:36:07: ihr

00:36:08: heil daraus gekommen.

00:36:09: Ja schön vielen Dank für diese Geschichte.

00:36:12: Mit Gregory wär das alles...

00:36:14: Nee, da war ich ein bisschen älter.

00:36:15: Da weiß ich wann ich ging.

00:36:16: Anders

00:36:16: gelaufen ja Hätte man schön gegessen.

00:36:19: Ich

00:36:19: hab ja auch meinen Wert,

00:36:21: ne?

00:36:21: Das will ich mein!

00:36:23: So wir gehen raus mit Teddy Swims.

00:36:28: Loose Control Stichwort hier

00:36:32: Autofahren Reisen falsch singen können.

00:36:37: Okay

00:36:38: vielen Dank.

00:36:52: Radio eins.

00:36:59: Zu Gast ist heute die Schauspielerin Dennis Sodé und falls Sie das jetzt als Radiosendung hören, als Gespräch können sie jederzeit an den Anfang zurück, indem Sie es als Podcast hören über ARD Sounds.

00:37:12: Das was sie früher als die Audiothek kannten hat sich jetzt in die App ARD sounds verwandelt ist noch unkomplizierter.

00:37:21: laden sie sich einfach herunter kostenfrei und sehr übersichtlich.

00:37:25: Und Sie finden viele, viele, Viele Podcasts und Gespräche und auch viele Gespräche der Hörber dort zum Download.

00:37:33: so mein Früchtchen.

00:37:34: mit sechzehn bist du also bis in die Puppen draußen gewesen.

00:37:36: das passt gar nicht zu dem Bild dass ich von deiner Erziehung habe dass du da einfach morgens um Eins nach Hause gehen konntest oder um zwei nachhause kommen konnte.

00:37:45: Gab es Ärger, wenn sowas passierte?

00:37:47: Nee das war ja mit Ansage.

00:37:49: Ach so ist völlig recht!

00:37:50: Ich bin ja wirklich in einem sehr strengen Haushalt groß geworden und das waren dann mal die Ausnahmen.

00:37:56: dass ich sagte und das kann sogar sein dass ich kurz vor zwölf wieder zu hause war für mich eben extrem lange.

00:38:02: aber er wusste ja es ist ein Konzert live Konzern so war ich auch nicht so oft.

00:38:08: Aber das waren wahrscheinlich meine kleinen Geheimgänge, die ich dann immer machen musste um überhaupt mein Leben auszuprobieren.

00:38:19: Wohin sollte dein Leben denn führen?

00:38:20: Deiner Meinung nach damals.

00:38:23: Das wusste ich nicht.

00:38:24: Kein Plan!

00:38:25: Nein...

00:38:26: Ich wollte... Ich glaube ich habe immer nach so einer inneren Freiheit, nach einer innerer Erfüllung meiner Wünsche die Freiheit, Musik machen, Musik hören, Theater spielen.

00:38:46: Also diese Affinität war schon da dann?

00:38:48: Die war da und die wollte ich ausleben.

00:38:50: das war.

00:38:50: danach habe ich immer gesucht und gerungen und versucht mich mit Menschen zu verbinden oder von denen Zeit meines Lebens suchte ich ein Mentor.

00:39:01: Hast du in der Schule also ich weiß dass du glaube ich Die lücken mit so einem, genau.

00:39:07: So eine Erzieherin sehr früh schon glaube ich die sehr ... die dich sehr

00:39:11: motiviert

00:39:12: hat?

00:39:12: Genau!

00:39:13: Mit die mit mir immer getanzt hat.

00:39:14: Die einfach gesagt hat oh du tanzt so toll und du brauchst ja nur einen der das mal sagt und merkt du hast Rhythmusgefühl und du liebst Musik und somit haben wir... Ich erinnere mich dass ich mit Heidi Rock and Roll getanzt habe.

00:39:28: ne Und was sich gut machen kann ist eben auch abnehmen.

00:39:32: Also sie macht einen Schritt vor und Dinge ohne nachzudenken, mache ich etwas nach.

00:39:38: Und das war natürlich für Erwachsener ganz toll wenn die was vormachen und ich habe einfach mal mitgemacht und nicht mit hundert Prozent reingehauen.

00:39:46: Für deine Eltern war die Vorstellung dass du auf Bühnen spielst oder überhaupt tanzt oder so?

00:39:53: Das kann man machen aber da braucht man glaube ich einen anständigen Beruf vorher.

00:39:56: Ja, die sind ... Mein Vater ist, hab ich ja gesagt.

00:40:00: Er ist Akademiker.

00:40:01: Alle in seiner Familie sind

00:40:03: Akademik- ... Rechtsanwältin?

00:40:03: Du solltest wahrscheinlich Ärztinnen rechtsanwältern werden?

00:40:06: Ja, Ärzte!

00:40:07: Da gab's ganz lange gar nichts, was anderes und dann hätte ich noch Jura machen können aber irgendetwas womit du, wo es so eine Renomie gibt dieses vermeintliche.

00:40:23: Ihr habt euch dann auf so eine Art Kompromiss geeinigt, wenn ich das richtig verstanden habe.

00:40:27: Wie sah das aus?

00:40:29: Ich sollte einen Plan B haben und mir ein Studium raussuchen Und dann hab' ich mir das kürzeste Studium gesucht.

00:40:37: Das ist ein fataler Fehler weil es ging drei oder vier Semester anderthalb Jahre Die härteste Zeit, Wirtschaftskorrespondente.

00:40:45: mit einem Abischnitt von da-da-da konntest du das eben so stark verkürzen und du lernst halt von allen bisschen Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft.

00:40:53: Du lernest aber auch stehen oder du lertest Dolmetschen übersetzen alles.

00:40:57: Interessant!

00:40:58: Das ist ja nicht verkehrt.

00:40:59: also ich würde es nicht gerne lernen.

00:41:01: aber wenn man sagen kann is super

00:41:02: Genau Und es hat mir in der Tat auch für meinen Beruf jetzt ein bisschen geholfen.

00:41:09: Aber es war die härtesten Zeit meines Lebens.

00:41:12: Das war einfach Horror.

00:41:14: Mit einer Lehrerin, bei der ich Spanisch lernte, die sagte, ihr könnt ja noch nicht mal Deutsch, also wenn sie Spanische auch

00:41:19: nicht kennen ...

00:41:20: Ui!

00:41:20: Au!

00:41:20: Also schon sofort die Karte gezogen und dachte, okay... Und das andere war immer so eine Fleißarbeit, wofür ich nicht wirklich in meinem Leben angetreten bin.

00:41:30: Wenn mir Sachen nicht Spaß machen.

00:41:34: Und wie kam es dann?

00:41:36: Ich glaube mit achtzehn hast du aber Theater gespielt.

00:41:38: Wie kam es?

00:41:39: Wie hast du das geschafft?

00:41:42: Ich habe Theater schon in der Schule gespielt, danach eigentlich gar nicht.

00:41:47: Wir hatten ein darstellendes Spiel als Fach und ich hatte einen tollen Klassenlehrer, der dann auch später mein Tutor geworden ist, der mich schon in einer siebten Klasse zu den Großen genommen hat.

00:41:57: Warum spielst du nicht mal, ne?

00:41:59: Und dann haben wir alles Mögliche Weimarer Zeit und Chordweil Revues.

00:42:04: Wie auch immer vieles verschiedenes Lysistrata aufgeführt.

00:42:11: Da habe ich sehr, sehr viel gelernt in den vier Jahren.

00:42:17: Dann bin ich eigentlich übers Modeln für den Film... Praxisbühle-Bogen, Cornelia Frohbös und Günther Fitzmann entdeckt worden.

00:42:26: Weil ich einmal eine kleinen Darstellerrolle hatte, wo ich zwei Sätze der Hellenfischer übergeben soll.

00:42:32: Dein Ticket nach Mauritius hier im herzlichen Glückwunsch!

00:42:36: Ja aber was von uns rehen?

00:42:37: Ja genau und damit hat man mich gesehen.

00:42:39: Deshalb meinte ich manchmal so zur rechten Zeit am rechten Fleck weiß es so mit den richtigen Menschen die mich da gesehen haben.

00:42:45: und dann habe ich zwei Filme in Florida mit Günter Fitzman.

00:42:50: Noch kennt aber Gott hab ihn selig, war ein toller

00:42:52: Mann.

00:42:53: Ja ich glaube auch!

00:42:54: Und konne ja frohbös?

00:42:56: Irre... und konnte das deine Eltern so'n bisschen besänftigen?

00:43:01: oder brauchten die n bisschen bis sie das akzeptieren konnten dass du jetzt als wirklich dich durchgesetzt hast und als Schauspielerin arbeitest?

00:43:09: Sie haben sehr lange gebraucht.

00:43:11: Sehr lange ich glaube Ich weiß gar nicht.

00:43:12: wann habe ich die Wohlschaft in Berlin gespielt?

00:43:15: Da hat mein Vater gesagt Jetzt bist du soweit.

00:43:20: Das ist groß!

00:43:23: Oh, das war ein Klassiker und er hat mich gesehen und

00:43:28: dann gesagt so ja...

00:43:29: Das war auch lustig weil die Anarkasse, der hatte seine reservierte Karten natürlich abgeholt und sie saß da und ja mehr schon viele Leute gesehen.

00:43:37: Anarkase?

00:43:38: Anarkasse

00:43:39: natürlich alle Prominenten und so.

00:43:40: Sie

00:43:41: sagten das war dein Vater nicht?

00:43:45: Prinzen, König.

00:43:46: Der kam da und stand ... Ich konnte gar nicht so schnell reagieren.

00:43:50: Und ich so, ja, das war mein

00:43:52: Vater.".

00:43:54: Ja, der König!

00:43:55: So ist er, genau so kennen wir ihn.

00:43:57: Aber wie war es denn dann für dich diese Worte zu hören?

00:43:59: Weil das muss ja ... Ich will jetzt nicht sagen, dass du darauf gewartet hast aber als es dann kam, muss das ja schon ... Es

00:44:05: war ein Ritterschlag.

00:44:06: Das ging tief.

00:44:07: Ich weiß diesen Moment auch, dass ich ihn fast unglaublich angeguckt habe.

00:44:12: Jetzt ist die Bullschaft auch nicht die Hauptrolle So.

00:44:14: Weißt du, was...

00:44:16: Es geht hier um die Akzeptanz?

00:44:18: Ja aber er das plötzlich, dass er das erkannte.

00:44:21: Das fand ich immer so.

00:44:23: Eigentlich der Kunst sehr fern war oder sehr lange fern.

00:44:26: Er dann später großer Opern, die Paar war ja und er hat die Kallas und alles gehört und Pavarotti und da.

00:44:34: Aber so und plötzlich war ich da und er sagte, das hast gut gemacht.

00:44:41: Boah!

00:44:41: Das ging tief.

00:44:44: Schön, ne?

00:44:45: Nämlich mir gerade noch mal den Moment.

00:44:49: Barry White hast du mitgebracht.

00:44:51: You're the first and last.

00:44:53: Okay,

00:44:53: wofür steht dieser Song?

00:44:56: Der Song steht für Dreharbeiten in Prag.

00:45:01: Wir haben Götz von Berlichen gedreht, Karle Rohler damals mein Ehemann.

00:45:05: Ich glaube wir waren da schon verheiratet ja.

00:45:07: Regisseur.

00:45:09: Mein Ehemmann hat Regie gemacht.

00:45:11: so sollte der Satz heute gehen!

00:45:12: Ähm, Baum hat

00:45:16: Henningbaum

00:45:17: Dankeschön.

00:45:18: Das kommt alles von dem Fallschirmsprung?

00:45:20: Ich sag's dir ich bin schön!

00:45:22: Henning hat Götzmann Berlichin gespielt und ich hab seine Vertraute gespielt, seine Schamanen Und auch so was wie eine Wahrsagerin.

00:45:31: Genau und ähm...ich hatte immer relativ wenig an weil ich am Wald lebte und nur mit Leder fetzen und so weiter.

00:45:36: Ich wurde immer schmutzig macht jeden Tag Und im Bad und in, wir hatten zwei Zimmer.

00:45:43: Zwei getrennte Zimmer haben wir nicht doll genutzt.

00:45:46: Wir

00:45:47: haben meistens in einem und haben morgens diesen Song laut aufgedreht und dann haben wir getanzt noch vor Drehbeginn.

00:45:54: ich fand das sehr geil fast jeden Morgen.

00:46:11: Zu Gast ist heute Dennis Sudelen.

00:46:15: den letzten Song hast du da im Ehrmann, deinem leider verstorbenen Ehrman gewidmet.

00:46:20: Und ich glaube auch dass das nächste Lied was mit ihm zu tun hat ist der Hochzeits-Song.

00:46:25: Habt ihr in New York geheiratet?

00:46:26: Wir haben

00:46:27: in New york geheirattet ja.

00:46:30: Und es war ganz toll.

00:46:32: wir haben während der Dreharbeiten geheirate.

00:46:35: Wir haben einen Jutel gedreht und haben...

00:46:39: Was habt ihr gedreet?

00:46:40: Ähm wir haben gedrehen vergiss nie dass ich dich liebe nach einer Kurzverfilmung äh nach einem kurz Roman Und sind getarnt für seinen Geburtstag nach New York geflogen und haben Freundenbescheid gesagt, um in New York den Geburtstag von Carlo zu feiern.

00:46:56: Denn er sagte damit der den Hochzeitstag nicht vergisst, möge doch der Hochzeitstag bitte einen Tag vor seinem Geburtstage sein?

00:47:03: Genau!

00:47:04: Wir haben alle eingeladen und man sie ahnten es schon und haben ihn aber dann erst am Flughafen gesagt dass wir auch heiraten werden und alle willkommen sind bei einem... Meine Familie wusste das natürlich.

00:47:15: Ihr wart auch glaube ich schon sieben, acht Jahre zusammen?

00:47:17: Wir waren schon siebene

00:47:17: Jahre zusammen genau.

00:47:19: Ich hab den Mark kennengelernt.

00:47:20: Wir waren mal... Ich weiß nicht ob du dich erinnerst vor ganz, ganz vielen Jahren an so einem... Auch mit Woberreit zusammenschloss.

00:47:29: Und seinem damaligen Mann am Schandarm-Markt gab es einen Weihnachtsmarkt und irgendjemand hat eingeladen und da saßen wir in einem Tisch.

00:47:36: Ich habe aber auch nur so ganz, gans diffuse Erinnerungen.

00:47:39: deswegen.

00:47:40: Das war ein guter Tag, der war total gut gelaunt.

00:47:42: Der war sehr humorvoll und Alpharöde muss man etwas

00:47:47: sagen.

00:47:47: Mann

00:47:47: um Mann!

00:47:48: Wie habt ihr euch kennengelernt?

00:47:50: Wir haben uns kennengelernet in der Paris-Bar.

00:47:54: Haben draußen gesessen.

00:47:55: damals war ich neuer in Beziehung und wir waren fünf Leute Und wir beide kamen ins Gespräch und haben zweieinhalb Stunden nur miteinander gesprochen.

00:48:07: Ich bin rausgegangen aus diesem Nachmittag Und dachte nur, what a man?

00:48:13: What a Man!

00:48:15: Schnitt.

00:48:16: Zwei Jahre später treffen wir uns wieder... Wir sind bei der goldenen Kamera eingeladen und ich bin so spät zu kurz vor Knab gekommen dass mein Platt schon weggegeben wurde.

00:48:26: Und dann saß ich da oben auf dem Balkon.

00:48:29: Meine Agentin da, saß da und er auch, guckte mich an, strahlte mich ein und klopfte so aufs Knie.

00:48:34: Ich könnte mich dazenken!

00:48:36: Und dachte nur, ich ist so völlig fassungslos... ...und hab den Vogel gezeigt.

00:48:40: Hab gesagt, spinnen Sie?

00:48:43: Oder spinnst du?

00:48:44: Ich glaub wir haben uns schon geduzt.

00:48:46: Hab mich hier umgedreht und bin woanders singt

00:48:49: gegangen.

00:48:51: Wir saßen aber immer noch immer noch da und sind ins Gespräch geholfen.

00:48:55: Fand der aber toll, dass ich so frech war und ihm einfach nur ein Vogel zeige und mich umdrehe.

00:49:00: Meine Agentin hat natürlich gleich weiß du wer das ist?

00:49:03: usw.

00:49:03: Und er hatte mich da schon angefragt für eine Rolle in Südfrankreich.

00:49:08: Und dann meine ich ja trotzdem wenn er so einen Zeichen macht kriegt davon mir die Antwort!

00:49:13: Und wiederum Schnitt zwei drei Monate später sahen wir uns in Frankreich haben in einer Kuttersüge dreht.

00:49:19: Er hat geflirtet.

00:49:22: Bolle, also wirklich auf Toilette kommen raus.

00:49:24: Ich habe zurückgeflirtet aber es war für mich kein Ding irgendwas anzufangen während der Dreharbeiten.

00:49:30: Wir kannten uns ja schon mit diesem Gespräch.

00:49:32: das war noch so in mir drin dass ich den mal... Also dass wir wirklich über Gott und die Welt gesprochen.

00:49:38: Und am letzten Drehtag habe ich gesagt jetzt können wir was trinken gehen Und ab dem Tag waren wir zusammen

00:49:45: Dass du bei eurer ersten Begegnung dir offenbar auch schon magnetisch war Nichts ...getan hast.

00:49:54: Also lag das daran, man kann ja... also ich glaube mich würde sowas zerreißen, ich würde irgendwie zusehen dass ich da irgendwie nochmal einen Kontakt herstelle wenn mich das so beeindruckt hätte.

00:50:03: Lag es daran, dass du in der Beziehung warst?

00:50:05: Ja, lag

00:50:06: daran dass ich in der beziehung waren und

00:50:09: auch

00:50:10: Ich würd' auch nicht sagen dass dann Flirt, der Flirt kam wirklich später.

00:50:14: Das war wirklich, das war magnetisch weil wir haben, ich weiß nicht wo über die anderen gesprochen haben.

00:50:20: So Wir beide haben miteinander gesprochen über Gott und die Welt.

00:50:23: Und es war so toll, und so interessant!

00:50:26: Ja...

00:50:27: Wir hören jetzt euer Hochzeitslied, Ainor Mountain Heine.

00:50:32: Darf ich dazu noch was sagen?

00:50:34: Aber

00:50:34: unbedingt!

00:50:35: Das

00:50:35: haben die Harlem Gospel Singers gesungen.

00:50:38: Und das fand ich mega, dass ich das geschafft habe, dass da drei aus dieser Truppe zu uns gekommen sind.

00:50:45: Weil's ja alles heimlich war musste ich ja alles irgendwie undercover organisieren.

00:50:50: Ein so fantastischer Moment in der Kirche, wo diese vier schwarzen drei schwarze Sänger und ein schwarzer Pianist gekommen sind.

00:50:59: Und sich ans Piano gesetzt haben.

00:51:01: It was magic!

00:51:18: That was magic... ...und eines Tages zerplatzte dieser Traum.

00:51:25: Carlo ist gestorben.

00:51:28: Und wenn ich das jetzt richtig verstanden habe auch ohne dass er vorher eine lange Krankheit gehabt hätte oder so.

00:51:35: Ist das wirklich sehr ad hoc gekommen von einem Tag auf den anderen?

00:51:37: Konntest du dich da irgendwie darauf vorbereiten?

00:51:39: Nein, null!

00:51:41: Er hatte ein zu großes Herz...

00:51:44: Ist es überhaupt...?

00:51:46: Ja, ist

00:51:47: okay, dass wir darüber sprechen.

00:51:49: Er ist an einem plötzlichen Herztod gestorben.

00:51:52: Man sagt, das ist der schönste Tod, den man haben kann weil man selber als Sterbender oder in dem Moment gestorbener, es ist ja so

00:51:59: schnell.

00:52:00: Es gar nicht mitkriegt.

00:52:02: für den Rest natürlich ganz furchtbar.

00:52:04: Kinder mehr.

00:52:05: wir kennen das von Kindern aber Erwachsene eraltes auch und genau jetzt ich übrigens dieses mal dieses Jahr schon zum zehnten Mal.

00:52:13: krass ne?

00:52:16: Wir haben hier einmal Kontakt so wir sehen uns alle.

00:52:18: jubeljahre laufen wir uns übern Weg.

00:52:20: du sitzt mir jetzt gegenüber.

00:52:21: du hast gerade selbst gesagt dass ihr sich zum Zehntmal Ich höre dich darüber sprechen voller Liebe Mit einer schönen Art von Erinnerung, mit einem Lächeln das genau wieder da ist und mit einer Freude darüber zu sprechen und darüber nachzudenken.

00:52:38: Ohne dass du schlucken musst oder ohne dass ich das Gefühl habe, oh nein, nein!

00:52:41: Das war nicht gut.

00:52:42: wir gehen zurück, wir lenken das um.

00:52:45: Nichtsdestotrotz es wird ein Riesenloch in dein Leben gerissen haben.

00:52:50: Das Thema Tod ist ja nichts, womit sich Menschen gerne beschäftigen.

00:52:53: Nichtsdestotrotz wird es niemanden von uns geben der sich damit nicht auseinandersetzen muss aus Erfahrung schon auseinandergesetzt hat.

00:52:59: oder der eigene Tod der lieben.

00:53:01: wir wissen diese Endlichkeit.

00:53:04: Was hat dich die Situation gelehrt?

00:53:07: würdest du sagen dass Du musst gelitten getrauert haben sehr ganze schmerz dieses Ganze darüber nachdenken das ganze fühlen?

00:53:16: was hat sich verändert?

00:53:17: Nach dem tot von Von Carlo.

00:53:21: Es hat sich natürlich alles verändert, also die Vision, die wir zusammen hatten ... Er war wirklich mein Fels.

00:53:29: Ja?

00:53:29: Das war ... Wir wurden auch oft The Beauty and the Beast genannt.

00:53:35: Er war alles, der war mein Halt genauso wie ich auf meine Art sein Halt war.

00:53:41: Wir haben alles besprochen und geteilt.

00:53:44: Auch wenn man ... Ich glaub, wir haben vier Filme zusammengemacht oder drei.

00:53:49: Ich wollte ihn immer überraschen.

00:53:51: Ich habe nie vorher was abgesprochen mit ihm, weil ich wollte ihn am Set als.

00:53:56: er sollte den ersten freien Blick auf mich haben und mit seinem Talent agieren.

00:54:02: Was hat mich sein... Also das ist der größte Verlust, den ich überhaupt im Leben erfahren habe?

00:54:07: Was hat es mich gelehrt?

00:54:09: Es ist ganz interessant!

00:54:11: Ich habe es begriffen als eine neue Chance.

00:54:15: Eine Chance mich selbst Neu zu entdecken, mich neu... ...zu entwickeln.

00:54:23: Nicht neu zu erfinden.

00:54:25: Darf ich fragen?

00:54:26: Und dass ich nur das richtig verstehe und nicht durch Seine sondern durch Deine Augen ist es so gemeint?

00:54:34: Durch meine eigenen Augen absolut!

00:54:36: Ich musste mich für mich, ich musste mich fragen wer bin ich?

00:54:40: Wer bin ich ohne Dich?

00:54:43: Ohne den Fels, ohne den Halt, ohne der Ohne die Struktur, die er immer vorgegeben hat in unserem Leben.

00:54:53: Ja?

00:54:53: Das musste ich jetzt plötzlich mühsam!

00:54:55: Ich habe tolle Begleitung gehabt.

00:54:58: Was es mich gelehrt hat ganz intuitiv.

00:55:01: Ich glaube, ich war selten danach in einer

00:55:04: Klarheit

00:55:05: und in einer Bestimmtheit was richtig und was falsch für mich ist.

00:55:12: Das ist ja wirklich eine Ausnahmesituation.

00:55:17: Ich hatte das Glück, dass ich nie in die Falle getappt bin zu fragen.

00:55:21: Warum?

00:55:22: Warum ich?

00:55:24: Es gibt so viele Arschlöcher.

00:55:25: Warum muss das mir passieren?

00:55:28: Ich habe es angenommen und ich glaube, das war mein großes Glück.

00:55:32: Ich hab meditiert zu der Zeit – ich meditiere immer noch – aber auf eine andere Art und Weise.

00:55:37: Und ich hatte plötzlich ein Bild von mir, dass sich auf einem Berg stehe oben und die Hände so wie Pop-Eye an die Seite nehme, uns auf meine Muskeln schaue.

00:55:49: Pop-einmuskeln!

00:55:50: Die Sonne

00:55:51: scheint...

00:55:52: Und ich wusste es wird alles gut.

00:55:54: Ich überlebe das.

00:55:56: Das war für mich ganz klar.

00:55:57: Es war so eindrücklich dass ich dachte und das war drei Tage nach seinem Tod schon zwei oder drei Tage Nach seinem Tod Dass ich dachte okay du brauchst keine Angst haben Es wird sich alles fügen alles okay sein.

00:56:13: Und das hat es mich gelernt und es hat mich gelehrt, bewusst zu werden, überhaupt bewusst sein zu verstehen.

00:56:21: was ist Bewusstsein?

00:56:23: Wie viele Sachen machen wir unbewusst?

00:56:25: Impulse, wahre Impulse in mir zu spüren!

00:56:29: Was ist wirklich stimmig mit mir?

00:56:32: oder was erwarten Leute von mir?

00:56:34: oder war so mein altes... Das muss ich erfüllen.

00:56:38: Da kam plötzlich so eine ganz klare Trennung.

00:56:42: Und da war ich ein bisschen auf der Suche und auf der Spur, genau das ist neu.

00:56:46: Das habe ich gelernt.

00:56:47: Danke!

00:56:49: War sehr lang.

00:56:49: jetzt die Antwort?

00:56:50: Nein, war sehr schön, die Antwort.

00:56:52: Vielen Dank.

00:56:54: No Therapy haben wir hier Südfrankreich als Stichwort.

00:56:59: Felix Jain sagt mir gar nichts.

00:57:01: Habe ich glaube noch nie gehört.

00:57:02: Kann

00:57:02: sein?

00:57:03: Ja kann sein.

00:57:04: Doch hast du schon gehört.

00:57:06: Ich muss den Namen, ich kenne den Song aber den... Sänger Musiker.

00:57:11: Phinexien klingt wie ein Stabhochspringer oder so, aber es ist Musiker offenbar.

00:57:15: Genau!

00:57:15: Oder so ein Hürdenspringer ja?

00:57:16: Ja genau.

00:57:17: und warum Südfrankreich?

00:57:19: Süd Frankreich?

00:57:20: ja ich hatte eine Liebelei.

00:57:24: Aber ja genau

00:57:24: haltig.

00:57:26: Ich hatte einen und wir haben Sommer in SüdFrankreich verlebt ein frei Wild und da gehörte die Musik rein.

00:57:36: Und das war eine lange Sommernächter-Wild, und es wurde viel Musik gespielt.

00:57:43: Genau!

00:57:43: Dazu gehören diese Songs.

00:57:45: Viel

00:57:49: Spaß!

00:58:05: Zu Gast ist heute die Schauspielerin Dennis Sodé und wir haben es vorhin schon in der Bio gesagt.

00:58:11: Du lässt dich schwer festlegen auf so bestimmte Rollen, also man hat dich mit den unterschiedlichsten Gesichtern in den unterschiedlichen Umgebungen schon gesehen.

00:58:22: Also auch Theater hast du gemacht, du hast gesagt, in der Neue Kölner Opa hattest du mal einen Engagement?

00:58:26: Also wirklich sehr, sehr, Sehr unterschiedliche Sachen!

00:58:29: Und jetzt ist etwas in deinem Leben gerauscht, gesprungen.

00:58:34: Das ganz besonders ist und das eine große Zukunft hoffentlich haben wird?

00:58:39: Du wirst als Staatsanwältin einen eigenen, wenn man so will... Also du bist in einem kleinen Team aber du bist die, wie sagt man, Main-Cast.

00:58:49: Du bist leading

00:58:49: role als Staats-Anwälte ein...

00:58:54: Wenn ihr jetzt meinen Breitest grinst!

00:59:00: Der Haveland-Krimi im ZDF.

00:59:02: So, erzähl davon!

00:59:05: Das ist eine neue Krimireihe im Zdf die jetzt aufgesetzt wird.

00:59:09: wir haben unseren ersten letztes Jahr abgedreht.

00:59:13: ich spiele die Staatsanwälte mit meinem wunderbaren Kollegen Jens Azzon an der Seite.

00:59:19: er isst der Kriminalhauptkommissar und dann haben wir noch zwei Jüngere am Start, die sozusagen ich bin.

00:59:28: Sie ist meine Referendare Linda Potsdam und der Anton Dräger Und es wird ein Krimi.

00:59:34: Samstagabend Prime Time im ZDF.

00:59:38: Und das ist ein großer Traum von mir weil ich gerne eine Reihe Eine eigene Reihe etablieren wollte.

00:59:45: und ich glaube dass besondere an dieser Figur und an diesem Krimis ist Dass wir durch meinen Beruf der Staatsanwältin auf die Justiz schauen können.

00:59:56: Es geht nämlich nicht nur immer, wer hat es getan?

00:59:59: sondern es geht darum belastendes Material zu finden.

01:00:04: aber justiz hat oft so viele widersprüche dass du gar nicht weiter ermitteln darfst und der unique selling point sozusagen ist das besondere daran ist an der Universität unterrichtet und mein Studierenden den Fall noch mal auftröselt.

01:00:23: Und somit auch dem Publikum, und somit ein bisschen Justiz.

01:00:28: Ja genau ich fand das sehr angenehm weil man selbst mit so einem Profit da rausgeht als Zuschauer oder Zuschauerin, weil es auch um Rechtsphilosophie geht.

01:00:40: also das ist ja das eine ist dieses Gefühl Das ist ungerecht.

01:00:46: Das Gesetz sagt, es ist so oder so.

01:00:48: Wie heißt das?

01:00:49: Es gibt ja dieses Recht und Gerechtigkeit zu zwei verschiedenen Schuhe.

01:00:54: Manchmal ist es leider so.

01:00:56: Und sei es nur das Empfinden, dass man sagt, das ist aber ungerecht.

01:00:59: Ja!

01:01:00: Man muss sich da innerhalb eines bestimmten Rahmens sicherlich bewegen.

01:01:03: Das habt ihr für mich gut aufgedröselt.

01:01:07: echt nahbar erklärt und das ist natürlich auch anspruchsvoll, auch für mich jetzt nochmal mich persönlich als Dendenster durchzusteigen.

01:01:15: Das wird zum Beispiel nicht zweimal angeklagt werden.

01:01:17: darf es für die gleiche Sache!

01:01:22: zu bewahren gilt, aber wie kommst du drum rum?

01:01:26: Wie clever musst du sein um jemanden dann dochzüberführen für eine andere Sache.

01:01:30: Also das ist sehr spannend und

01:01:32: ... Oder für ein Geständnis

01:01:34: oder für einen Geständnis genau insofern bringen dass er dann ein geständnis macht.

01:01:37: aber eben dieses Recht haben und Gerechtigkeit sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

01:01:43: Okay also wir sind nicht gespannt weil ich weiß ja schon wie es läuft Und kann Ihnen nur raten schauen Sie am neunten Mai Viertel nach Acht im ZDF.

01:01:55: Und ein sehr gemischtes Team, wie ich finde auch hinter den Kulissen also das Buch haben eine Frau und Mann zusammengeschrieben dann Regie führt ne Frau Bildgestaltung Montage, Szene, Bildkostüm-Bild und es gibt ne Produzentin unten Produzenten Also ein gut gemishtes Team.

01:02:09: auch auf sowas find' ich Kann man mal schauen und kann man sagen habt ihr gut ausgesucht?

01:02:14: Habt ihr gut gemacht?

01:02:15: Es funktioniert wirklich.

01:02:17: Das ist das was ich mir gewünscht habe Eine Filmfamilie und zwar Filmfamilie auf Augenhöhe.

01:02:24: Und das funktioniert wirklich, hat

01:02:27: extreme Funktionen.

01:02:29: Ich glaube wer nicht mit Film und Fernsehen zu tun hat weiß nicht dass da wirklich immer noch teilweise Extreme Hierarchiemodelle gefeiert werden und viele Leute auch gar nicht wissen warum sie davon Abschied nehmen sollen nämlich die davon profitieren.

01:02:43: und deswegen ist es so besonders wenn du das hervorhebst Trotzdem gut versteht, obwohl alle auf Augenhöhe sind.

01:02:50: Das Schöne ist und das liebe ich Havelkrimi.

01:02:54: Ich trete zu

01:02:54: Hause!

01:02:55: Ja genau du bist in Berlin im potsamen Havelland.

01:02:58: Haveland

01:02:58: ja, die Ecke kennen aber ich darf in meinem eigenen Bett schlafen.

01:03:03: Gut, apropos Schlafen?

01:03:04: Ein Schlafsong hatte ich glaube ich nicht.

01:03:06: Nee,

01:03:06: hattest du auch nicht.

01:03:08: Miley Cyrus haben wir hier noch auf deiner Liste mit Flowers.

01:03:12: Wofür steht der Song?

01:03:14: Das ist ein Empowering-Song.

01:03:15: Ich finde, der ist so eine Selbstermächtigung für.

01:03:19: wir schaffen es alleine und das ist wunderbar... Ach!

01:03:22: So viele Trennungen habe ich schon in meinem Leben gehabt.

01:03:26: Das ist irgendwie ein gut launes Song den ich immer wieder hören kann und der mich erinnert wer ich bin.

01:03:33: Hören Sie dieses Lied und trennen sie sich.

01:03:55: Die Schauspielerin Dennis Sude ist heute hier zu Gast.

01:03:58: Du hast ja ein Buch geschrieben, heute bin ich gut zu mir.

01:04:03: Da geht es um das Nichts-Wollen, um's Nichts Denken, um nichts Wünschen, um zur Ruhe kommen, Achtsamkeit, um Gesundheit, Ayurveda und so weiter und sofort...

01:04:14: ...die letzten drei Sachen stimmen!

01:04:16: von deiner Aufzählung völlig okay, ich will nichts wollen.

01:04:19: Ich will immer was!

01:04:21: Ich will alles...

01:04:21: Ich dachte dieses Loslassen so dass man so ohne Bedürfnisse und frei ist von Nein.

01:04:26: Dann habe ich das gut dann entschuldige bitte.

01:04:28: Dann wollen wir das sofort natürlich... Sollte

01:04:30: ich das noch mal schenken?

01:04:31: Nee aber Sie können sich das kaufen wenn sie wollen.

01:04:33: es ist allerdings schon ein bisschen älter.

01:04:36: Und ich wollte auch nur diesen Bogen spannen denn wenn mir jetzt von Lesungen sprechen hat das nichts mit dem Buch zu tun.

01:04:41: du liest nicht aus dem Buch vor in dem es nicht ums Nichts Wollen nichts denken geht, wie ich gerade gelernt habe.

01:04:48: Sondern es geht um Josephine Baker!

01:04:50: Genau sie begleitet mich schon sehr, sehr lange seit meinen Kindheitstagen.

01:04:55: Könntest du für Menschen die mit diesem Namen nichts anfangen können kurz sagen wer sie war?

01:05:00: Josephine Baker war der erste schwarze Superstar in der Welt.

01:05:08: Sängerin, Tänzerin.

01:05:10: vielleicht haben manche ein Bild von einer Frau mit einem Bananenröckchen.

01:05:16: So ganz so schalzen Frisur.

01:05:19: Genau

01:05:20: über die neunzehntundzwanziger Jahre

01:05:23: und

01:05:24: Genau, da im sechsten zwanzig.

01:05:25: das ist höhlt jetzt zum hundertjährigen sozusagen auch ihr ganzer revive erste schwarze super star ikone Widerstandskämpferin.

01:05:37: siehst du überhaupt?

01:05:37: die erste frau Die Regenbogenfamilie.

01:05:42: Ich würde

01:05:43: Gott sagen, das hat ganz viele Kinder

01:05:45: aufgenommen.

01:05:45: Kinder

01:05:45: adoptiert aus

01:05:46: aller Welt Japan, Finnland, Schweden Amerika weiße schwarze also voll gemischt dass was Angelina Jolie Madonna jetzt auch alles gemacht haben und ich wollte ihr wirken ihre Höhen und Tiefen nochmal zum leuchten bringen noch mal zum strahlen bringen und der menschheit irgendwie oder den dem publikum nahe bringen.

01:06:12: ich habe ganz schön gehardert mit ihr.

01:06:14: Für mich war es auch ganz was auch scham behaftet.

01:06:17: ja weil das ist die erste der erste super star den ich gesehen hab wie erst überhaupt die schwarze im fernsehen.

01:06:22: Und was macht sie?

01:06:23: Sie tanzt wild, sie schielt, sie ist barbusig, sie is alldass.

01:06:27: und dann dachte ich so als Einzelschwarze Ja muss ich dass auch muss ich auch so

01:06:33: Also als sozusagen kurios, dann findest du deinen Platz.

01:06:37: Wie Frauen im Übrigen auch als Komikerinnen sich immer... Die sollten dick sein und hässlich sein, dann hat man über sie gelacht so.

01:06:44: Genau!

01:06:45: Und ich habe sehr spät jetzt eigentlich mich wirklich zwei Jahre damit befasst und habe eine wirklich tolle Lesung zusammengestellt Begriffen, was diese Frau eigentlich kann.

01:06:57: Das ist eigentlich Selbstermächtigung!

01:06:59: Sie ist nie ein Opfer gewesen und sie hat nie nur das Publikum bedient sondern sie hat das Publikum genommen und hat das Verlangen von denen genommen und hats ihn mit voller Wucht wieder entgegen geschmissen und hat ihr eigenes Ding gemacht.

01:07:16: Das habe ich untersucht.

01:07:18: Mithilfe übrigens ist ein ganz tolles, eine ganz tolle Biografie von Mona Horncastle Josephine Baker.

01:07:25: Kann nicht nur empfehlen knallt viel gelbes

01:07:28: Buch

01:07:29: was letztes Jahr glaube ich rausgekommen ist und Genau, darüber berichte ich und es macht mir einen Wahnsinnspaß.

01:07:37: Bin damit auf Lesetour quer durch Deutschland.

01:07:39: Ja dann würde mich freuen wenn sich das hier auch.

01:07:42: vielleicht kann man das ja auch mal etablieren.

01:07:44: also vielleicht kann Man ja auch dass man sagt das gibt Hier ein Ort in Berlin wo das Stadt oder regelmäßiger stattfinden könnte.

01:07:50: Das wäre gut

01:07:51: weil Es ist so aktuell heute bis damals war.

01:07:56: Ich danke dir.

01:07:56: wir Haben noch Einen Song der In heftigem Kontrast zu Josephine Baker steht, finde ich.

01:08:03: Auch allein schon optisch.

01:08:05: Stumblin' in ... Aber ein Super-Song!

01:08:07: Also Susie Quattro und Chris Norman.

01:08:10: Chris Norman?

01:08:11: Oh, hab ich die im Wohnzimmer rauf und runter und getanzt.

01:08:16: Alle mussten zugucken.

01:08:18: Wie Josephine.

01:08:19: Ein bisschen wie Josephin.

01:08:20: Ja genau.

01:08:21: Und das stimmt auch.

01:08:22: Wobei mein Vater war Niederweißer, nur meine kleinen Geschwister.

01:08:26: Die hat noch nichts zu melden bei meinen Muttern.

01:08:28: Ja.

01:08:29: Okay, dann vielen Dank liebe Dennis und viel Spaß und viel Erfolg vor allen Dingen mit dem Haveland Krimi.

01:08:35: nochmal zur Erinnerung am neunten Mai vierte nach acht analog im ZDF oder schon ab dem zweiten Mai streambar.

01:08:43: Genau!

01:08:44: Und viel Spass und Viel Erfolg mit Josephine Baker und der Lesung.

01:08:48: Danke

01:08:49: schön, es war sehr schön bei dir zu sein.

01:08:52: Bis dann.

01:09:03: Das war der Podcast der Radiosendung Hörbarust.

01:09:08: Wir hoffen, dass es Ihnen gefallen hat wenn Sie möchten sie können ihn abonnieren.

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